Kategorie: Kim und Adrian

Entwicklungshilfe ‚Äěes‚Äú globales Zusammenleben

von Adrian Es ist hei√ü. Und das, obwohl die gew√∂hnlich mit den ersten, orangefarbenen Sonnenstrahlen einsetzende Brisa schon seit ein paar Stunden unerm√ľdlich die Berge der westlichen Anden-Cordillera hinab fegt, um das Valle del Cauca zu sp√§ter Stunde aus seiner t√§glichen Hitze-Lethargie zu erwecken. Gleichzeitig tr√§gt sie die an Schlachtenl√§rm erinnernden Fanges√§nge der rot leuchtenden […]

Weiterlesen

Kolumbien – als Sch√ľler gesehen.

von Adrian Es kam, wie es kommen musste.Das cale√Īische „weihnachtliche Vorgl√ľhen“ hat schlie√ülich erwartungsgem√§√ü im Zuge der Feria mit einem pomp√∂sen Knallen sein j√§hes Ende gefunden und w√§hrend man sich noch ungl√§ubig die Augen reibt, ist die Stadt schon lange aus ihrem luziden Weihnachtstraum erwacht, um sich wieder der alten, gewohnten Unruhe zu widmen.Das Blitzlichtgewitter […]

Weiterlesen

Was hängen bleibt

von Adrian Nach 4 Monaten kolumbianischer Impressionsflut, neigt sich das Jahr seinem Ende entgegen. Langsam wird es k√§lter, die Tage werden k√ľrzer, die Menschen ziehen sich in ihre H√§user zur√ľck und Ruhe kehrt ein. Die Zeit der Besinnung hat schlie√ülich begonnen… Halt, das klingt nicht nach unserem geliebten Locombia! Und tats√§chlich, hier wird das heilige […]

Weiterlesen

Kolumbien im Paro

-->

von Adrian Ein ganzes Land befindet sich im „Stillstand“. Ein ganzes Land ist in Aufruhr. Sind da wieder die altbekannten Gegens√§tze, die sich hier auftun? Nein, ganz so einfach ist es diesmal nicht. Der Paro ist zwar in aller Munde, aber aus jedem Munde wird er anders dargestellt. Seine Geschichte scheint keinen wirklichen Anfang zu […]

Weiterlesen

Bienvenido a Locombia,

das Land der Kontraste und Gegensätze,
die sich alle gleichzeitig und parallel abspielen und koexistieren.

F√ľr den au√üenstehenden Betrachter wirkt Cali wie ein riesiges Chaos ohne Anfang und Ende.
Dieses Bild entsteht nicht zuletzt durch die extreme und vielfältige Geräuschkulisse,
die jeden Neuank√∂mmling erst einmal zu √ľberw√§ltigen droht.
Vor allem die scheinbar sinnlos hupenden Autos und die immer wieder
aufheulenden Krankenwagensirenen, aber auch die ultratieffliegenden Polizeihubschrauber
und umherschreienden Obstverkäufer tragen zum unverkennbaren Soundcharakter von Cali bei.

Eine riesige, weitl√§ufige Stadt, zusammengew√ľrfelt aus vielen Barrios,
wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.
Jedes Viertel beherbergt in der Regel Menschen einer bestimmten Gehaltsklasse.
So steigt mit dem Wohlstand auch die Qualität der Infrastruktur und die Sicherheitslage.
Aber auch die Preise können derart stark variieren, sodass Lebensmittel in einem Armenviertel
wie Aguablanca teilweise nur halb so teuer sind, wie in einem der zahlreichen Luxusviertel.

Insgesamt ist die Stadt eng miteinander verwoben. Es gibt keine sichtbaren Grenzen zwischen
Villen- und Wellblechh√ľttenvierteln. Auf den Stra√üen sieht man, wie Pferdekarren von Luxuslimousinen √ľberholt werden. Und trotzdem gibt es viele reiche Cale√Īos, die von sich behaupten,
noch niemals eines der Armenviertel betreten zu haben. Als Grund hierf√ľr wird oft ein Mangel an Sicherheit angegeben. Tats√§chlich ist die Polizeipr√§senz √ľberall auffallend hoch. Wie gef√§hrlich der Beruf des Ordnungsh√ľters in Cali ist, zeigt die Tatsache, dass man schon mit dem 40. Lebensjahr in den Ruhestand treten kann und dabei die volle Rente bezieht. Die wenigsten jedoch erreichen dieses Alter. Taxifahrer schnallen sich im Stadtverkehr bewusst nicht an, um im Notfall schneller die Flucht ergreifen zu k√∂nnen.

Aber auch die Armut ist allgegenwärtig.
Und so sieht man nicht wenige Menschen, die nur mit M√ľlls√§cken bekleidet,
scheinbar ziellos durch die Straßen humpeln.
Ein Mann liegt von der Ersch√∂pfung √ľbermannt in seinem Holzwagen am Stra√üenrand,
während sich das morgendliche Verkehrsmonster unbeirrt einen Weg um das Hindernis bahnt.
15 Minuten Autofahrt von hier reichen aus, um sich in tropischen Gärten wiederzufinden,
wo Cale√Īos vor ihren Anwesen im Pool liegen und das Paradies genie√üen.
Aber nicht nur hier, sondern auch mitten im Zentrum der Armut, in Aguablanca,
gibt es eine Art Oase der Ruhe und des Friedens.

Beim Eintritt in die Schule La Providencia sind der Lärm und die Verunsicherung verschwunden.
Lebensfrohe, neugierige Kinder jeden Alters und jeden Typs, laufen hier unbeschwert √ľber den Schulhof.
Aber auch wenn es so scheint, als existierten die alltäglichen Probleme von Aguablanca im Colegio nicht,
wird doch in vielen Situationen schnell wieder klar, welche Kinder hier zur Schule gehen.
So erzählt ein Junge, wie nach dem letzten großen Unwetter,
bei dem Aguablanca f√ľr kurze Zeit in Teilen √ľberschwemmt wurde,
das Wohnzimmer unter Wasser stand und die Fensterscheiben vom Hagel zerstört wurden.
Dabei hat das Kind ein sorgenfreies Lächeln auf den Lippen.
Andere erzählen, wie sie hinausgegangen sind und die Hagelkörner eingesammelt haben,
nur um eine derartige Seltenheit anschlie√üend im K√ľhlfach aufzubewahren.

Das alles ist nur ein kleiner Teil der aufkommenden Impressionen von Cali,
die in vielen F√§llen nicht widerspr√ľchlicher oder wunderlicher sein k√∂nnten.
Sie sind jetzt schon zu prägenden Erfahrungen geworden,
die √ľberraschende Perspektiven auf eine Stadt und seine Menschen entstehen lassen …

von Adrian

-->

das Land der Kontraste und Gegens√§tze, die sich alle gleichzeitig und parallel abspielen und koexistieren. F√ľr den au√üenstehenden Betrachter wirkt Cali wie ein riesiges Chaos ohne Anfang und Ende. Dieses Bild entsteht nicht zuletzt durch die extreme und vielf√§ltige Ger√§uschkulisse, die jeden Neuank√∂mmling erst einmal zu √ľberw√§ltigen droht. Vor allem die scheinbar sinnlos hupenden Autos […]

Weiterlesen

L√§uft mit WordPress & Theme erstellt von Anders Norén