Hallo.
wegen der Cholera Epidemie hatten wir also erstmal viel Zeit. Diese haben wir genutzt, um uns die Landwirtschaftsschule der Salesianer Don Bosco in Lufubu anzuschauen. Mit dem Bus brauchten wir 2 bis 3 Stunden dorthin. Die Fahrt führte über die Musonda Fälle und entlang des Luapulas und somit an der Grenze des Kongos vorbei. Da Lufubu im Norden lag, wurde die Landschaft spürbar immer tropischer, das heißt die Bäume wurden immer größer und die gesamte Vegetation grüner und vielfältiger. Das Dorf Lufubu war ziemlich klein, dünn besiedelt und sehr ruhig, da passte die Landwirtschaftsschule mit angeschlossenem Bauernhof am Ende des Dorfes gut rein. Gleich nach der Ankunft haben wir uns zwar schon einige Gebäude, wie die Agrarschule angeschaut, aber um das gesamte Gelände zu erkunden, war es einfach schon zu spät. Gleich nach dem Frühstück hatten wir am nächsten Tag dann aber genug Zeit dafür. Auch konnten wir bei unserem Rundgang hier und da auch ein bisschen mithelfen. So sammelten wir im Hühnerstall zum Beispiel Eier ein und sortierten sie in Paletten, oder trieben abends die Kühe von der Weide und reinigten einen anderen Hühnerstall. Auf dem Gelände leben nämlich rund 1800 Hühner und somit gibt es auch verschiedene Stallungen, zum Beispiel für die Fleischproduktion, oder für die Legehennen. Es gab überall viel zu sehen, wie den Schweinestall oder die Schlachterei und den Melkstall.

Nachmittags fuhren wir dann mit einem Pater und zwei amerikanischen Volontären, die in Lufubu arbeiten, zu den Ntumbachushi Fällen.

Dieser Ausflug war ein wirklich tolles Erlebnis.

Tosend stürzte das Wasser ca. 30 Meter die Fälle hinab und versprühte in der ganzen Umgebung einen feinen Wasserdunst. Der näheren Umgebung sah man diese erhöhte Wassermenge auch an und so hatte man in kleinen Teilstücken das Gefühl, sich im Regenwald zu befinden. Generell waren durch die Nähe zum Äquator die Bäume generell deutlich größer und grüner, auch konnte man von der oberen Kante des Wasserfalles riesige Waldflächen überblicken.

Alle Versuche, etwas in den Stromschnellen des Baches zu schwimmen, scheiterten kläglich, die Strömung war einfach viel zu stark. Dieser Ausflug war ein tolles Erlebnis und gab mir einen guten Vorgeschmack, auf das tropische Afrika.

Den Abend ließen wir in der Einrichtung mit einer Talente Show zusammen mit den anderen Volontären, den Schülern und Salesianern ausklingen. Gerade einige Musikbeiträge waren echt richtig gut. Am nächsten Morgen reisten wir dann auch schon wieder früh morgens zurück. Leider hatten wir daher keine Zeit morgens noch die Kühe zu melken. Auch sonst gibt es in dieser Einrichtung noch einiges zu entdecken und der Kurzausflug hat mir sehr gut gefallen, sodass ich diese sicher nochmal besuchen werde.
Der Ausflug war auch deshalb so kurz, da ich am nächsten Tag Geburtstag hatte und diesen in Mansa feiern wollte. Die Mädchen hatten mir an diesem Tag einen leckeren Schokoladenkuchen gebacken und selbst meine Familie hat mir an diesem Tag eine Torte gebacken und meinen Geburtstag, trotz meiner Abwesenheit gefeiert. Natürlich hat mir an diesem Tag meine Familie besonders gefehlt, aber die Leute in der Einrichtung und die anderen Volontäre, habe mir auch so einen schönen Tag geschenkt. Selbst um meine Hygiene hat man sich gekümmert und so wurde mir mehrere Male ein Eimer Wasser über den Kopf geschüttet. Dies hat hier nämlich Tradition. Eine Woche später startete dann auch endlich wieder die Schule und das Oratorium. Innerhalb des Jugendcenters gab es dann auch direkt einige Veränderungen. Zum einen unterstützen uns jetzt zusätzlich eine neue Schwester und fünf Aspirantenanwärterinnen im Oratorium. Zum anderen bieten wir an drei Tagen jeweils für eine halbe Stunde Englisch Unterricht und einmal eine Art Religionsunterricht an. Jeden Samstag ist jetzt zudem Sporttag, an denen wir mit dem Kindern gezielt Volleyball, Fußball, Basketball und andere Sportarten mit diesen ausüben. Heute startet zudem schon unser Zwischenseminar mit allen anderen Volontären von Don Bosco Volonteers Bonn, die auch einen Freiwilligendienst in Afrika ausüben. Das heißt, dass bald schon die Hälfte meines Volontariats in Afrika um ist. Jetzt freue ich mich aber erstmal auf das Seminar mit den Anderen.
Euch wünsche ich alles Gute und ich bedanke mich nochmal ganz herzlich, für das wiederholte Lesen meines Blogs. Auch freue ich mich über neue Kommen und Anregungen von euch!

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr auch meine nächsten Blogeinträge verfolgen würdet!

Bis dahin wünsche ich euch nur das Beste!

Herzliche Grüße aus Sambia!

Euer Daniel