Neue Freunde!

Heute hatten Kathi und ich das erste Mal das Gefühl, dass wir hier in Rango wirklich richtig angekommen sind.

Der Tag hat eigentlich echt normal für uns gestartet. Um 06:30 Uhr waren wir wieder in der Don Bosco Kirche hier in Rango zur morgendlichen Messe. Danach sind wir schnell zurück zum Campus gelaufen und haben schnell gefrühstückt. Um 08:00 Uhr hat ja auch schon (wieder) unser Kinyarwanda-Unterricht angefangen. Seit Montag haben wir nämlich 5x die Woche von 08:00 Uhr bis 10:00 Uhr Unterricht mit Placide. Er hat schon viele Jahre den Volos hier Unterricht gegeben. Dieser ist leider auf Französisch, aber dementsprechend werden beide Sprachen direkt verbessert (manchmal verstehen wir aber auch einfach nicht, was er von uns will und stimmen im einfach nickend zu, ups).

Danach haben wir ein wenig an unseren Blogs gearbeitet und rumgesessen, bis es um 12:30 Uhr wieder Mittagessen gab. Anschließend sind Kathi und ich direkt losgelaufen nach Huye. Dort haben wir uns in ein kleines Café gesetzt und Kaffee getrunken. Als wir wieder im Projekt waren, haben wir uns draußen zu den Kindern und Jugendlichen gesetzt und mit ihnen geredet (und ihnen unsere tollen Kinyarwandakünste gezeigt (hust hust)). Mit „Muraho“ (eine der tausenden Arten „Hallo“ zu sagen) „Amakuru“ („wie geht es dir“) und „Nitwa“ („ich heiße..) kommt man schon weit. „Cumi n`umunani“ („achtzehn“) darf man natürlich auch nicht vergessen. Die ganz kleinen Kinder kamen direkt zu uns und haben uns umarmt. Es war so super niedlich und wir haben uns sooo gefreut!:) Unsere Haare fanden sie auch seeehr interessant. Eine Dreiviertelstunde haben sie bestimmt unsere Haare angefasst, versucht sie zu flechten und die einfach durchwurschelt.

Als es etwas später wurde kam Signoline auch wieder auf das Gelände. Sie haben wir letzte Woche super schnell kennengelernt. Da sie viel auf Englisch liest und Filme schaut, ist ihr Englisch wirklich super gut und wir konnten uns von Anfang an super gut mir ihr unterhalten. Da sie zudem so ziemlich das einzige jugendliche Mädchen war, welches nachmittags auf dem Gelände ist, hatten wir auch direkt einige Gesprächsthemen. Sie hat uns auch gerne mal gedolmetscht damit die anderen Menschen, die nur Kinyarwanda können, uns verstehen können und wir sie. Mit Signoline haben wir super viel gelacht und geredet. Ihr konnten wir wirklich von Anfang an alles erzählen! Es war so eine Art „Safe Space“ wenn wir mit ihr waren. Also fast alle Sorgen waren einfach weg für die Zeit und wir haben uns sooo wohl mit ihr gefühlt. Leider kommt sie aus dem Norden aus Ruanda und ist nur für die Ferien hier in Rango bei ihrer Oma. Freitag Morgen fährt sie leider wieder nach Hause:( Als sie dann heute wieder kam, hat sie uns tatsächlich das Buch geschenkt, über welches wir die ganze Zeit geredet haben („the girl you left behind – Jojo Moyes). Kathi und ich haben es nämlich noch nicht gelesen. Jetzt haben wir’s (und wir werden es lesen). Wir wollten es gar nicht annehmen, aber sie bestand drauf. Eine Kopie davon hat sie noch zuhause meinte sie. Wir wollten auch unbedingt noch ein Foto mit ihr haben, daher haben wir mit meiner Polaroidkamera 3 Fotos gemacht und alle unsere Namen darunter geschrieben. Wir (und sie) hoffen, dass sie ihre Oma (und somit auch uns) in den nächsten Ferien nochmal besucht. Auf jeden Fall werden wir sie in ihrer Heimat besuchen fahren, sobald wir Zeit haben!:). Als um 18:00 Uhr dann alle Kinder gingen, haben wir sie noch nach Hause begleitet. Ihre Oma wollte uns auch einmal kennenlernen, nachdem sie wohl so viel von uns erzählte. Für circa 40 Minuten saßen wir mit Signoline, ihrer Oma, ihrer kleinen Schwester und dem Nachbarsjungen bei ihnen im Wohnzimmer. Alle bestanden darauf, dass wir auch da eine Fanta wieder trinken. Leider konnte ihre Oma nur Kinyarwanda, weswegen das alles für uns ein wenig schwer und überfordernd war. Zum Glück konnte Signoline übersetzten. Ihre Oma war total froh, dass wir da waren und hat uns gefragt, ob wir bei ihr mal vorbeischauen, wenn unser Kinyarwanda sich verbessert hat (und das haben wir uns fest vorgenommen!). Zum Abschied hat sie uns auch nochmal lang und fest umarmt.<3 Morgen sehen wir sie leider erstmal das letzte Mal für die nächste Zeit:((

Falls du genauer auf dem Laufenden gehalten werden willst, kannst du Kathis und meinem Ruanda Account auf Instagram folgen:) @ubuzimabwomurwanda

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  1. Ulla Fricke

    Liebe Elisa, wie schön, dass ihr so langsam ankommt. Das braucht alles Zeit und ich weiß wie anstrengend es ist, ständig nichts oder wenig zu verstehen. Ich freu mich, wenn wir bald telefonieren! Liebe Grüße ulla

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