Seit nicht mal einer Woche arbeiten wir wieder. Wuhuuuuuuuuūüėč! Nach dem ganzen Liegen und Essen, ist es total sch√∂n, die Shelterboys zu sehen, die uns begeistert wiederaufgenommen haben.

Es ist auch so unglaublich viel passiert in den letzten Tagen: ich habe zum zweiten Mal Vertikaltuch mit den Jungs ge√ľbt, Anna-Lu hat Klavierunterricht gegeben, wir haben endlich ein paar indische Klamotten gekauft, ein gro√ües Fu√üballturnier miterlebt und waren auf anderthalb n√§chtlichen und einer t√§glichen Erkundungstour in Mumbai.

Zudem wird in Indien gerade Diwali, das Fest der Lichter gefeiert. Deswegen werden die Tage von Millionen Lichterketten, S√ľ√üigkeiten und au√üergew√∂hnlich lautem Feuerwerk begleitet.

Fangen wir doch mit Vertikaltuch an!

Ich liebe diesen Sport absolut. Und wer mich kennt wei√ü vielleicht, dass es sehr schwer ist meinen Redefluss zu stoppen, wenn ich einmal begonnen habe zu erz√§hlen, wie unglaublich viel Spa√ü es machtūüėć‚Ķ

Umso aufgeregter war ich deswegen, als ich gesehen habe, dass es tats√§chlich m√∂glich sein wird, mein Tuch im Shelter aufzuh√§ngen. Father Greg hat uns vier Jungs zugeteilt, mit denen wir (nach ihnen am liebsten jeden Tag) ‚Äěgymnastics‚Äú machen. Bei vier ist es allerdings nicht geblieben, w√§re ja auch langweilig‚Ķ

Stellt euch um die 10 hibbelige Jungs vor, die alle gleichzeitig ans Tuch springen und sich mit mehr Vertrauen als es gesund ist, kamikazem√§√üig nach hinten runterst√ľrzen. Bei mindestens 1000¬įC. Zum Gl√ľck ist Anna-Lu dabei, alleine w√§re es doch schwer zu h√§ndeln.

Aber es macht krass viel Spa√ü! Die Jungs sind komplett begeistert und h√ľpfen teilweise vor FreudeūüéČ. Und ich kann alle gut hochheben und ihnen am Tuch helfen, so leicht wie sie sind.

Fußballllllll

Diesen Sport liebe ich √ľberhaupt nicht. √úberall harte B√§lle, die einen umbringen wollen.

Aber ich musste zum Gl√ľck nicht spielen, sondern nur gucken und anfeuern, beziehungsweise die Jungs bei Laune halten (Tipp: Selfies sind das Highlight)!

Am Samstag wurde ein Turnier auf den Fu√üballpl√§tzen vor dem Provincial House (da wohnen wir!) veranstaltet. Auch unsere Shelterboys haben mit drei Mannschaften mitgespielt, U14, U16 und U18. Sie haben allerdings ziemlich hoch verloren.

Das lag¬†unter anderem daran, dass die gegnerischen Mannschaften meist √§lter waren als erlaubt. Das ist aber nicht nachzuweisen, weil sie alle falsche IDs dabeihatten, die das vermeintliche Alter beweisen. Der Trick ist wohl vor dem Alterstest viel Eis zu essen, da man dann irgendwie k√ľhler ist. Dann stufen einen die Scanner irgendwie j√ľnger ein (was wei√ü ich‚Ķ).

Ein Stra√üenjunge meint dazu, dass sein gro√üer Bruder beim Fu√üball auf einmal sein kleiner Bruder ist. Man muss sich halt zu helfen wissenūüėāūüí™.

The Circle

Bei unseren Erkundungstouren sind wir auf den Circle gestoßen. Er befindet sich quasi direkt neben uns. Es handelt sich um eine Art Riesenkreisel mit Park in der Mitte und ganz vielen Geschäften und Menschen drum herum.

Da sind die B√ľcherst√§nde, an denen wir schon angefangen haben handeln zu √ľben (ist noch ausbauf√§hig).¬†Au√üerdem viele bunte Klamotten, √ľberall Fr√ľchte¬†und das Beste: Konditoreien!

Wir haben uns schon fest vorgenommen, ein sonntägliches Ritual daraus zu machen, so viel Zeit wie möglich in der Konditorei zu verbringen.

Wirklich, ich glaube nicht, dass mich Essen schon einmal so gl√ľcklich gemacht hat wie diese Brownies, Cupcakes und Macarons‚̧ԳŹ. Nicht umsonst wirbt das Gesch√§ft mit ‚Äěfood of the gods‚Äú, Essen der G√∂tter.

Sooo, jetzt muss ich zur√ľck zum Shelter, die Jungs warten schon auf mich und die n√§chste ‚Äěgymnastics lesson‚Äú!