Mein Jahr in…ព្រះរាជាណាចក្រកម្ពុជា…Kambodscha https://blogs.donboscovolunteers.de/silvanainkambodscha/ Silvana über ihre Erfahrungen in Sihanoukville. Thu, 26 Sep 2013 07:21:48 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 Heute vor einem Monat… https://blogs.donboscovolunteers.de/silvanainkambodscha/2013/09/26/heute-vor-einem-monat/ https://blogs.donboscovolunteers.de/silvanainkambodscha/2013/09/26/heute-vor-einem-monat/#respond Thu, 26 Sep 2013 07:12:52 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/silvanainkambodscha/?p=560 …bin ich ins Flugzeug gestiegen und meine Zeit in Kambodscha endete gefühlt doch recht abrupt Ein Jahr voller wunder-voller Begegnungen liegt nun hinter mir. Ein Jahr in einer ganz neuen Rolle. Ein Jahr in einem Land, dessen Namen ich vorher nicht mal kannte. Ein Jahr mit einer anfangs mir so fremden Sprache und Kultur. Ein […]

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…bin ich ins Flugzeug gestiegen und meine Zeit in Kambodscha endete gefühlt doch recht abrupt

Ein Jahr voller wunder-voller Begegnungen liegt nun hinter mir.
Ein Jahr in einer ganz neuen Rolle.
Ein Jahr in einem Land, dessen Namen ich vorher nicht mal kannte.
Ein Jahr mit einer anfangs mir so fremden Sprache und Kultur.
Ein Jahr in Kambodscha.

Meines Erachtens nach flog die Zeit von Anfang an unheimlich schnell…ja, es ist wirklich „unheimlich“, dass dieses Jahr jetzt einfach vorbei sein soll.
Aber ist es wirklich vorbei?
Ich denke nicht.

Letzte Woche auf dem Rückkehrerseminar, bei dem wir unsere Zeit noch einmal gemeinsam reflektieren konnten, sagten einige, dass das Einleben hier in Deutschland schwerer ist, als wir vielleicht anfangs gedacht haben.
Dieses Jahr endet nicht einfach so. Es lebt weiter. In Köpfen. In Herzen. In Erinnerungen.
Und das ist gut so.

Meine letzten Wochen in Sihanoukville waren gefüllt mit Unterricht, Saubermachen, Interviews & Examen für die neuen SchülerInnen, ganz viel Khmer sprechen, einigen wunder-vollen Gemeinschaftsaktionen in Arend de Ru und vielen tränenreichen Abschieden.

So bleibt mir jetzt eigentlich nur eines – DANKE sagen.

Danke, an all die Menschen, denen ich in diesem Jahr begegnet bin. Menschen, die mich begleitet haben und die ich ein Stück begleiten durfte. Menschen, für die ich nicht nur Lehrerin war, sondern von denen jeder einzelne auch mein Lehrer war.
Danke, an die Salesianer in den verschiedenen Projekten, die ich kennenlernen durfte.
Danke, an meine Organisation, die mir diesen Einsatz ermöglicht hat.
Und natürlich Danke, an meine Familie und meine Freunde und all die Menschen, die von Deutschland aus an mich gedacht und mich und das Projekt unterstützt haben – ich habe mich in diesem Jahr vielleicht oft einsam gefühlt, aber alleine war ich nie.

…und um mit den Worten von Hermann Hesse zu schließen:
„Wohlan denn Herz, nimm Abschied und gesunde.“

Eure Silvana

P.S.: Wer gerne wissen möchte, wie es im Projekt weiter geht, schaut am Besten einfach in den Blog meiner Nachfolgerin Jasmin, der ich für dieses Jahr alles erdenklich Gute wünsche 😉

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The Best Girl Party https://blogs.donboscovolunteers.de/silvanainkambodscha/2013/06/25/the-best-girl-party/ https://blogs.donboscovolunteers.de/silvanainkambodscha/2013/06/25/the-best-girl-party/#comments Tue, 25 Jun 2013 04:52:40 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/silvanainkambodscha/?p=529 …das war der Titel, den die Mädels für unsere Abschlussparty am Samstag gewählt hatten 😉 Und ja, es war wirklich toll – auch wenn ich das am Freitagabend gar nicht so erwartet hätte. Ich hatte die Mädels bzw. die Zimmer in Gruppen eingeteilt – Essen, Trinken, Deko und Musik. Ich hatte die Zimmer mal wieder […]

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…das war der Titel, den die Mädels für unsere Abschlussparty am Samstag gewählt hatten 😉
Und ja, es war wirklich toll – auch wenn ich das am Freitagabend gar nicht so erwartet hätte.

Ich hatte die Mädels bzw. die Zimmer in Gruppen eingeteilt – Essen, Trinken, Deko und Musik. Ich hatte die Zimmer mal wieder gemischt – Hotel und Technical School – um Verbindung, Kommunikation und Kooperation zu schaffen. Beim ersten gemeinsamen Treffen vor 2 Wochen sah das auch wirklich gut aus und ich habe mich schon total gefreut.

Dann kam Freitagabend.
Ich gehe gute Nacht sagen und frage, ob für Samstag dann alles klar ist.
Nee. War´s natürlich nicht.
Sie hatten weder miteinander gesprochen, noch konnten sich einige Zimmer an ihre Partner erinnern…na gut. Das ist dann mal wieder in die Hose gegangen.
Als ich dann die Partnerfrage geklärt hatte, bat ich sie dann eben jetzt in die Zimmer zu gehen und die Sachen vorzubereiten.
„Oh Teachaaaaa, mhm, ich weiß nicht…“
Okay. Klare Sache. Wenn ihr nicht in der Lage seid, miteinander zu sprechen und die Sachen vorzubereiten, dann haben wir morgen eben keine Party. Aus die Maus. Wer will denn schon mit Menschen feiern, die sich nicht mögen, die „Angst“ davor haben, sich die Treppen hoch oder runter zu begeben und mal mit den „Anderen“ zu sprechen.
…da flossen ein paar Tränen. Und auch ich hatte Tränen in den Augen. Ich war so unendlich traurig über diese Abwehrhaltung der „anderen Schule“ gegenüber.
Die Mädels haben das gemerkt…und plötzlich lief es…es wurde sich getroffen, geredet, geplant.
Dann habe ich das Geld ausgeteilt und schwups. Tat es weh? Nein, Teacher.

Und dann kam er der Samstag.
Und es war so so so schön!
Sie haben sich richtig viel Mühe mit der Deko gegeben, ich habe beim Kochen und Brot schneiden (im wahrsten Sinne des Wortes – mit Scheren…Papierscheren…meine Güte hatte ich Muskelkater in der Hand 😉 ) und dekorieren geholfen, dann noch ein paar (Gruppen-)Fotos geschossen und schon konnte der Abend losgehen 🙂

Wir haben gelacht und getanzt und gesungen und eine Menge Spaß gehabt…
…am Ende wird doch alles gut…

…ja und ganz ganz am Ende waren sie auch die glücklichsten Mädels überhaupt. Als ein Regenschauer unsere Party abrupt enden lies, warteten wir zusammengekauert, bis der Regen nachließ…und dann…ja dann stürmte diese Horde wild gewordener Mädels in die Schule…
Denn dort hatten die Jungs auch ihre Abschlussparty…und es ist ja schon interessanter, auch mal mit den Boys zu tanzen 😉

Nun sind die ersten meiner Mädels schon weg…und das ist irgendwie schon echt seltsam…aber wirklich realisiert habe ich es auch noch nicht…

…naja, macht Euch nun am Besten selbst ein Bild von der „Best Girls Party“ 😉

Habt eine gute Woche,
Eure Silvana

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3 Tonnen Reis… https://blogs.donboscovolunteers.de/silvanainkambodscha/2013/05/29/3-tonnen-reis/ https://blogs.donboscovolunteers.de/silvanainkambodscha/2013/05/29/3-tonnen-reis/#respond Wed, 29 May 2013 04:55:19 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/silvanainkambodscha/?p=511 …das ist die erste Anschaffung, die wir hier durch jeden Einzelnen von EUCH unterstützen konnten und dafür möchte ich, auch im Namen von Fr. John, gaaaaaaanz ♥-lich DANKE sagen!!! Reis. Das klingt jetzt vielleicht erst mal seltsam oder langweilig. Aber mit einem leeren Magen lässt sich eben schlecht lernen. Aus diesem Grund hatten wir uns […]

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…das ist die erste Anschaffung, die wir hier durch jeden Einzelnen von EUCH unterstützen konnten und dafür möchte ich, auch im Namen von Fr. John, gaaaaaaanz ♥-lich DANKE sagen!!!

Reis.
Das klingt jetzt vielleicht erst mal seltsam oder langweilig.
Aber mit einem leeren Magen lässt sich eben schlecht lernen. Aus diesem Grund hatten wir uns dazu entschieden, die ersten 770€ dafür zu verwenden.
Denn hier ist Reis die Basis für fast jedes Gericht und wird dann mit Gemüse, Fleisch, Fisch oder Ei kombiniert.

Unter der Woche essen etwa 400 SchülerInnen und LehrerInnen zu Mittag in der Schule und morgens und abends bekommen ebenfalls die Boarderboys sowie einige Lehrer, die in der Schule leben, Frühstück und Abendessen.
Sie leisten zwar auch einen kleinen Eigenanteil, allerdings werden rund 90% immer noch von der Schule getragen.

Alle 6 Wochen kauft Fr. John 3 Tonnen Reis – der Kilopreis liegt momentan bei 2.000 Riel (etwa 0,50 $).

…und wer noch eine Bestätigung möchte:
Hier auch der kambodschanische Beleg 😉
Viel Spaß beim Lesen 😉

Alles Liebe und DANKE♥DANKE♥DANKE

Eure Silvana


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Tchnan! – Delicious! – Lecker! https://blogs.donboscovolunteers.de/silvanainkambodscha/2013/05/08/tchnan-delicious-lecker/ https://blogs.donboscovolunteers.de/silvanainkambodscha/2013/05/08/tchnan-delicious-lecker/#comments Wed, 08 May 2013 02:48:35 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/silvanainkambodscha/?p=496 …ich möchte Euch heute von meinem gestrigen Abendessen erzählen. Wieso? Weil das ein einschneidendes Erlebnis für mich war 😉 Wenn mich jemand fragt, wovor ich richtig große Angst habe, dann zögere ich nicht lange, denn das weiß ich sofort: SPINNEN! …ja und auch meine Eltern und Freunde wissen das seeeehr genau 😉 Als mein Bruder […]

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…ich möchte Euch heute von meinem gestrigen Abendessen erzählen.
Wieso? Weil das ein einschneidendes Erlebnis für mich war 😉

Wenn mich jemand fragt, wovor ich richtig große Angst habe, dann zögere ich nicht lange, denn das weiß ich sofort: SPINNEN!
…ja und auch meine Eltern und Freunde wissen das seeeehr genau 😉

Als mein Bruder mir noch vor meiner Ausreise einen Artikel gezeigt hat, in dem es darum ging, dass man in Siem Reap Spinnen essen kann, hätte ich am liebsten geschrien und losgeweint.
Im Laufe der Zeit dachte ich mir allerdings, dass es ja vielleicht ganz sinnvoll sei, mal so eine Spinne zu probieren – so als Selbsttherapie sozusagen 😉

Also bin ich mit diesem Vorhaben letzten Monat nach Siem Reap gefahren. Ich wollte mutig sein und Spinnen essen. Tschaka. Das war mein Plan.
Und dann??? Dann habe ich in der gesamten Stadt und auch auf dem Rückweg an keinem Rastplatz Spinnen gefunden 🙁

Da wollte ich mal mutig sein und dann sowas…naja. Das habe ich dann natürlich auch in der Community erzählt. Dass ich das wirklich wollte und dass es dann aber letztendlich keine gab…

…und schwups…

Montagabend.
Abendessen. Plötzlich steht Fr. Eugene auf und bittet mich, zum Kühlschrank zu kommen. Und was hat er da. Eine kleine Plastiktüte mit Spinnen.
AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAH!!!!!
Mein Puls war sofort gefühlt auf 200 und ich dachte, ich muss mich übergeben.

Hatte ich meine Klappe zu weit aufgerissen?!?

Nein! Es war mein Plan im April. Und es war noch immer mein Plan im Mai.
Und außerdem hatte ich ja 24h Zeit, mich auf das nächste Abendessen vorzubereiten.

Dienstag.
Ich bin unglaublich müde, da ich nachts nicht sonderlich gut geschlafen habe. Ich habe Bauchschmerzen und überhaupt keine Lust auf Abendessen.

Aber dann ist es so weit. Da liegen sie. Diese hässlichen fetten Spinnen. Zum Glück waren sie ja schon tot 😉
Und dann musste ich ran. Erstmal nur ein kleines Beinchen. Pfui. Ich muss das ja tatsächlich anfassen, um es auf meinen Teller zu holen…und dann lag es da. Neben einem Stück Tomate. Falls es zu ekelig wird. Damit ich was zum Nachkauen habe 😀
Und dann war es irgendwie schwups in meinem Mund. Dieses kleine haarige Beinchen.

Und wie schmeckt es???
Wie ein Krebs. Ist halt auch nur was Frittiertes 🙂

Also war gar nicht so schlimm. Dann kam das zweite Beinchen.
Letztendlich konnte ich mich sogar sehr damit anfreunden. Mir war nicht mal schlecht. Also kann ich nun von mir behaupten, dass ich eine ganze Spinne gegessen habe. Ha!
…nur den Kopf fand ich irgendwie nicht ganz so tchnan (das ist Khmer und bedeutet „lecker“ 😉 )

So viel also zu meinem letzten Abendessen.

Mal sehen wie ich nun das nächste Mal reagiere, wenn mir so ein Ungetüm lebend vor die Füßr läuft…ich glaube ja noch immer nicht so ganz dran, dass ich jetzt keine Angst mehr davor habe…aber wir werden sehen 😉

Alles Liebe und noch eine gute Woche!
Eure tapfere Silvana
😉

…und hier natürlich auch die Beweisfotos! 😉


…fast so wie Schokobons…
„mit einem Happs sind die im Mund“ 😉

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Wieder „zu Hause“ https://blogs.donboscovolunteers.de/silvanainkambodscha/2013/04/22/wieder-%e2%80%9ezu-hause%e2%80%9c/ https://blogs.donboscovolunteers.de/silvanainkambodscha/2013/04/22/wieder-%e2%80%9ezu-hause%e2%80%9c/#comments Mon, 22 Apr 2013 09:02:42 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/silvanainkambodscha/?p=486 …denn die letzten Tage war ich ja ein bisschen im Land unterwegs, wie ich es im letzten Artikel schon angekündigt hatte. Und es war definitiv beeindruckend! Ich erzähle einfach mal ganz kurz den Schnelldurchlauf und dann denke ich fast, dass Bilder die beste Lösung sind, um Euch zu zeigen, was ich gesehen und erlebt habe […]

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…denn die letzten Tage war ich ja ein bisschen im Land unterwegs, wie ich es im letzten Artikel schon angekündigt hatte.
Und es war definitiv beeindruckend!

Ich erzähle einfach mal ganz kurz den Schnelldurchlauf und dann denke ich fast, dass Bilder die beste Lösung sind, um Euch zu zeigen, was ich gesehen und erlebt habe 😉

Also am 12.04. ging es mit 2 weiteren Freiwilligen (eine aus Phnom Penh und eine aus Srae Ambel) auf nach Battambang.
Wir kamen spät abends bei Regen an und haben uns dann deshalb entschieden, ein TukTuk zu nehmen, obwohl es gar nicht so weit war bis zum Hotel. Der Fahrer war super lieb, war auf einer Don Bosco Schule bevor er TukTuk-Fahrer wurde und hat uns angeboten, uns am nächsten Tag rumzufahren.
Dieses Angebot haben wir dann auch gerne angenommen und es hat sich echt gelohnt. Wir hatten eine Rundumtour: Bambootrain (damit wurden früher Menschen und Güter transportiert), ein Weingut (wohl das einzige in Kambodscha – oh es war so schön, die Trauben zu riechen und die Reben zu sehen…), 2 Berge mit Tempeln und Killing-Caves (aus der Zeit der Roten Khmer – die Menschen wurden einfach in diese Felsschlucht geworfen….) und dann zum Abschluss kamen aus dem Killing-Caves Milliarden von Fledermäusen geflogen.
Am nächsten Tag haben wir morgens einen Kochkurs gemacht und dann haben wir uns als kambodschanische Bräute schminken, anziehen und fotografieren lassen 😀

Am 16.04. sind die beiden dann nach Phnom Penh zurück und ich bin weiter nach Siem Reap gefahren, wo auch schon 3 andere Freiwillige auf mich warteten.
Und ja, was macht man so in Siem Reap?! TEMPEL über TEMPEL!
Das war wirklich beeindruckend und richtig schön.
An einem Abend waren wir dann auch im Zirkus. Dieser wird von einer franzöischen Organisation geleitet und ermöglicht jungen Erwachsenen eine Ausbildung in verschiedenen Bereichen (Akrobatik, Musik, Theater etc.). Eigentlich ist dieser Zirkus aus Battambang, aber da Khmer New Year war, hatte er geschlossen zu der Zeit als ich in Battambang war. Allerdings hatte ich dann großes Glück und eine Gruppe gastierte gerade in Siem Reap, sodass ich mir dann eine Aufführung dort ansehen konnte!

Um 6.30 Uhr ging es dann am 21.04. wieder zurück nach Sihanoukville.
Erst habe ich mich nicht so recht freuen können, dachte irgendwie, dass mir die Motivation zum Unterrichten gerade fehlt und es hatte mir einfach gut getan, mal ein paar Tage rauszukommen und etwas anderes zu sehen – aber als ich dann in die Küche kam und erst mal 5 Minuten von unserer Köchin geknuddelt wurde, war dieses Gefühl wie weggeblasen. Als mich dann noch der Nightguard superlieb begrüßt hat und gefragt hat, wie mein Urlaub so war (ich sage ihm jeden Abend „gute Nacht“, bevor ich nach Arend de Ru gehe, aber normalerweise lächelt er immer nur lieb zurück aber sagt nicht wirklich was), da hatte ich wirklich ein Gefühl von „nach Hause kommen“.

So und dann ist seit heute wieder der Alltag eingekehrt und der Unterricht geht weiter 😉

Liebe Grüße und eine gute Woche 🙂

Eure Silvana

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Ein ganzes halbes Jahr. https://blogs.donboscovolunteers.de/silvanainkambodscha/2013/03/08/ein-ganzes-halbes-jahr/ https://blogs.donboscovolunteers.de/silvanainkambodscha/2013/03/08/ein-ganzes-halbes-jahr/#comments Fri, 08 Mar 2013 07:40:09 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/silvanainkambodscha/?p=453 Es ist einfach wirklich unglaublich wie schnell die Zeit vergeht. Gestern vor 6 Monaten kam ich hier in Kambodscha an…und irgendwie war mir ja auch ein bisschen bewusst, dass die Zeit sicher schnell vorbeigehen würde…aber so schnell?! …damit hätte ich nicht gerechnet. Viel zu berichten gibt es eigentlich nicht. Außer, dass ich die letzten beiden […]

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Es ist einfach wirklich unglaublich wie schnell die Zeit vergeht.
Gestern vor 6 Monaten kam ich hier in Kambodscha an…und irgendwie war mir ja auch ein bisschen bewusst, dass die Zeit sicher schnell vorbeigehen würde…aber so schnell?!
…damit hätte ich nicht gerechnet.

Viel zu berichten gibt es eigentlich nicht.
Außer, dass ich die letzten beiden Sonntage endlich einmal mitgegangen bin, als meine SchülerInnen in die Dörfer gefahren sind und dort die Kinder in Englisch unterrichtet haben.
Der Unterricht war sehr minimalistisch, aber ich finde es eine gute und wichtige Sache – für die Kinder und für die SchülerInnen – denn beide Seiten lernen dabei so unglaublich viel.

Am ersten Sonntag waren wir in einem sehr kleinen „Dorf“ – wobei man es nicht wirklich Dorf nennen kann. Den Menschen wurde ihr Land weggenommen und nun wohnen sie direkt an der Straße – hinter ihnen liegt ihr früheres Land – nun eingezäunt (hier ein Video von Amnesty International, das genau diese Stelle zeigt).
Wir haben Matten und ein Whiteboard mitgebracht und dann wurde schon fröhlich drauf losunterrichtet.
Beim zweiten Mal war ich bei einer anderen Gruppe dabei. Diese unterrichtet in einer Schule, die in einer Pagoda drinne liegt. Die Schule ist recht klein und ebenfalls sehr minimalistisch, aber zumindest können die Kinder hier an Tischen sitzen und es gibt richtige Tafeln.
Die Pagoda ist übrigens ein ganz wunder-voller Ort – still und gemütlich.

…aber nun lasse ich besser Bilder sprechen 😉

Alles Liebe aus Sihanoukville,
habt ein schönes und erholsames Wochenende!

Eure…

…Silvana ♥

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Weihnachts-Spiele-Feier https://blogs.donboscovolunteers.de/silvanainkambodscha/2012/12/19/weihnachts-spiele-feier/ https://blogs.donboscovolunteers.de/silvanainkambodscha/2012/12/19/weihnachts-spiele-feier/#comments Wed, 19 Dec 2012 04:28:33 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/silvanainkambodscha/?p=379 …für die Kinder, die am Abend und am Wochenende zum Spielen und Lernen hier in die Schule kommen und für die Kinder, die in den Dörfern wohnen und am Sonntag von freiwilligen SchülerInnen besucht und unterrichtet werden (hab ich in meinem vorletzten Artikel kurz beschrieben). Ja, das war mein Sonntagmittag…und es war so so so […]

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…für die Kinder, die am Abend und am Wochenende zum Spielen und Lernen hier in die Schule kommen und für die Kinder, die in den Dörfern wohnen und am Sonntag von freiwilligen SchülerInnen besucht und unterrichtet werden (hab ich in meinem vorletzten Artikel kurz beschrieben).
Ja, das war mein Sonntagmittag…und es war so so so schön!
Es waren über 100 Kinder da (die Kinder aus den Dörfern wurden von Fr.Eugene abgeholt) und ihre Lehrer – also meine Schüler 😉 – haben sich Spiele überlegt und das dann in einer Art „Postenlauf“ durchgeführt. Es wurde gelacht und gerannt und geschwitzt und bei lauter Musik getanzt (was nach unseren 18 Stunden Stromausfall von Samstag auf Sonntag ziemliche Glückssache war) und zum Abschluss gab es Süßigkeiten sowie Hefte und Stifte als Geschenke für die Kinder.
Es hat wirklich total Spaß gemacht und ich fand es zur Abwechslung mal wieder seeeeeehr schön, so viele Kinder um mich herum zu haben und mit ihnen zu spielen!
Aber gut…genug gequatscht…ich denke die Bilder von Sonntag geben einen kleinen Eindruck 🙂

…und dann ist jetzt wirklich schon nächste Woche Weihnachten?! Naja dann…ich versuch´s einfach mal zu glauben und wünsche Euch bis dahin noch eine schöne und hoffentlich stressfreie Adventszeit!

Bis zum nächsten Bericht…dann über Weihnachten im buddhistischen Kambodscha…ich bin gespannt, was ich Euch so erzählen werde 😉

Silvani 😉

P.S.: …muss ja jetzt einfach mal gesagt werden…Ja, die Kamera ist wirklich gut, Papa! Danke 😉 😉 ♥

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Seitenwechsel https://blogs.donboscovolunteers.de/silvanainkambodscha/2012/12/11/seitenwechsel/ https://blogs.donboscovolunteers.de/silvanainkambodscha/2012/12/11/seitenwechsel/#comments Tue, 11 Dec 2012 07:52:00 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/silvanainkambodscha/?p=370 …da es (noch) nicht viel über Weihnachten oder Weihnachtsstress zu berichten gibt, dachte ich mir, dass ich heute kurz von dem Phänomen berichten möchte, das ich selbst als „Seitenwechsel“ beschreiben würde. Dieser Artikel ist meinen ehemaligen Lehrern gewidmet 😉 Wahrscheinlich habe ich immer gedacht, dass ich meine Lehrer nie verstehen würde. Sicher gab es auch […]

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…da es (noch) nicht viel über Weihnachten oder Weihnachtsstress zu berichten gibt, dachte ich mir, dass ich heute kurz von dem Phänomen berichten möchte, das ich selbst als „Seitenwechsel“ beschreiben würde.

Dieser Artikel ist meinen ehemaligen Lehrern gewidmet 😉

Wahrscheinlich habe ich immer gedacht, dass ich meine Lehrer nie verstehen würde. Sicher gab es auch Zeiten, in denen ich das nie wollte.
Aber jetzt, nach nunmehr 2-monatigem Lehrerinnen-Dasein kann ich sagen…auch wenn es mir etwas schwerfällt:
Ich habe die Seite gewechselt. Zumindest ein bisschen 🙂

…Ich kann jetzt verstehen, wieso die Einteilung in Gruppe A und B in einem Test sehr wohl sinnvoll und berechtigt ist.
…Ich kann verstehen, dass es wirklich schöner Dinge gibt als Korrekturen.
…Ich kann verstehen, dass es irgendwie nervt, wenn Schüler meinen, dass sie es besser wüssten und sagen, dass es nicht stimmt was man sagt.
…Ich kann verstehen, dass der Satz „Kann ich mal bitte auf die Toilette gehen“ ziemlich deprimierend sein kann, wenn man sich hinter der sich meldenden Hand eine Antwort oder einen Beitrag erhofft hat.
…Ich kann aber auch verstehen, dass es jedes Mal schön ist, wenn man in den Gesichtern Verständnis und Freude sehen kann.
…Ich kann auch verstehen, dass es Spaß machen kann zu unterrichten (schließen wir die Vorbereitung da einfach mal aus ;))
…Ich kann auch verstehen, dass es sich lohnt, wieder und wieder zu erklären, aber das es auch viel Kraft kostet.

…und deshalb möchte ich an dieser Stelle 2 Dinge sagen: Entschuldigung und Danke.

Entschuldigung…
…für zu viel quatschen während dem Unterricht! – Ja, es nervt wirklich.
…für all die nicht-gemachten Hausaufgaben! – Es ist wirklich kein schönes Gefühl vor einer Klasse zu stehen und nur zwei haben die Hausaufgaben (diese Entschuldigung gilt besonders meiner Englischlehrerin, die es glaube ich in der letzten Zeit vorm Abi nicht leicht mit uns hatte…)
…für jedes zu-spät-kommen – Ich dachte immer: Ist doch meine Sache, wenn ich Unterricht verpasse. Aber ist es nicht. Auch Lehrer haben Gefühle 😉 Wollen, dass ihre Schüler gut sind. Wollen, dass ihre Schüler verstehen. Und ganz nebenbei ist es auch störend, wenn es immer Nachzügler gibt.

Danke…
…für all die Geduld.
…für all die Mühe.
…für jedes Nochmal-Erklären.
…für all die Kreativität und Freude am Unterrichten.

…so und wer denkt, dass das jetzt geschleimt war: Fehlanzeige. Abi hab ich, also brauch ich auch nicht schleimen 😉
Ich mein das hier wirklich ernst. Und ich hoffe und glaube, dass ich hier vieles weitergeben kann von dem, was ich selbst in der Schule gelernt habe.

Ich wünsche Euch allen eine schöne und entspannte Adventszeit!

Liebe Grüße aus dem kalten (ja…ich finde 28°C mittlerweile wirklich sehr frisch und schlafe nachts ohne Ventilator und mit einer dünnen Decke!) Kambodscha 😉

Eure Silvana

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Ich bin fasziniert… https://blogs.donboscovolunteers.de/silvanainkambodscha/2012/11/19/ich-bin-fasziniert/ https://blogs.donboscovolunteers.de/silvanainkambodscha/2012/11/19/ich-bin-fasziniert/#comments Mon, 19 Nov 2012 04:45:15 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/silvanainkambodscha/?p=336 …von dieser Einfachheit und Freude. Ich weiß nicht, ob ihr das Gefühl mit mir teilen könnt, aber ich möchte Euch von einem klitzekleinen Erlebnis am Samstag erzählen. Ich saß mit ein paar Mädels zusammen und wir haben einfach nur gequatscht. Und irgendwann fragten sie mich, wie oft ich schon geflogen sei und dann kamen wir […]

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…von dieser Einfachheit und Freude.
Ich weiß nicht, ob ihr das Gefühl mit mir teilen könnt, aber ich möchte Euch von einem klitzekleinen Erlebnis am Samstag erzählen.

Ich saß mit ein paar Mädels zusammen und wir haben einfach nur gequatscht. Und irgendwann fragten sie mich, wie oft ich schon geflogen sei und dann kamen wir eben auch auf die Frage, ob schonmal Eine von ihnen mit dem Flugzeug geflogen ist…

…und die Antwort einer Schülerin fand ich einfach nur wunder-voll:

Nein, ich bin noch nie geflogen, aber ich habe jetzt ein Fahrrad.“

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Artikel der offenen Tür https://blogs.donboscovolunteers.de/silvanainkambodscha/2012/10/21/artikel-der-offenen-tur/ https://blogs.donboscovolunteers.de/silvanainkambodscha/2012/10/21/artikel-der-offenen-tur/#comments Sun, 21 Oct 2012 05:25:32 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/silvanainkambodscha/?p=257 …denn ich habe ja gesagt, dass ich euch mal zeige, wie und wo ich jetzt für den Rest meines Freiwilligendienstes leben werde…mein zu Hause auf Zeit. Um große Fragen vorzubeugen, solltet ihr erstmal auf die Seite „Das Projekt“ gehen, die ich neu angelegt habe. Darauf erkläre ich die wichtigsten Infos, meine Aufgaben in Kurzform und […]

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…denn ich habe ja gesagt, dass ich euch mal zeige, wie und wo ich jetzt für den Rest meines Freiwilligendienstes leben werde…mein zu Hause auf Zeit.

Um große Fragen vorzubeugen, solltet ihr erstmal auf die Seite „Das Projekt“ gehen, die ich neu angelegt habe. Darauf erkläre ich die wichtigsten Infos, meine Aufgaben in Kurzform und gebe einen Minieinblick in die Geschichte von Don Bosco in Kambodscha.

So…dann mal schnell auf „Das Projekt“ geklickt…
…und danach „Willkommen zurück beim Artikel der offenen Tür“ 😉

Mein zu Hause.
Meine kleine Wohnung (denn die Zimmer sind durch einen Flur verbunden und eigentlich ist es schon recht groß) liegt auf der Frontseite des Lehrergebäudes in Arend de Ru.
Ich erkläre es am besten mal mit ein paar Bildern:


mein Eingang (links) – und ja, das Fahrrad benutze ich 😉

Man kommt rein und dann steht man eigentlich schon direkt im Schreibtisch drinne 🙂

Mein Flur. Ich muss ehrlich sagen – nachdem ich Bilder und Postkarten etc. aufgehangen habe, habe ich mich dann auch sofort viel wohler gefühlt und hatte das Gefühl, angekommen zu sein!

Meine Zimmertür – Meine Badtür – Meine Küchentür (die Küche ist einfach ein Waschbecken und eine „Arbeitsfläche“, aber da ich da meine Unterwäsche zum Trocknen aufhänge, habe ich mir mal ein Foto gespart 😉 )

Mein Zimmer.

Mein Bad. Ja, ihr seht richtig. Eine Asia-Toilette. Heißt also, dass man sich da neben draufstellt und dann in die Hocke geht 😀 …ich dachte erst so: Naja, mit gemütlich mal auf dem Klo sitzen, ist es jetzt vorbei…aber je mehr man sich daran gewöhnt, desto gemütlicher wird´s 😉
Achso und ich habe einen Duschkopf hinter der Tür.
Der Eimer ist nur meine Toiletten-Spülung.

Mein Tagesablauf.
Der Tag beginnt mit einer kleinen Khmer-Messe um 6.30 Uhr in der Kapelle. Das ist eigentlich ganz schön. Zwar verstehe ich nicht wirklich was, aber Maye und ich haben einen Zettel, auf dem die wichtigsten Gebete etc. in Lautschrift draufstehen, was die Sache schon wesentlich erleichtert 😉 Und es ist morgens so schön…denn auch wenn ich mich überhaupt nicht nach Messe fühle, dann ist es doch eine Zeit, in der ich in Ruhe in den Tag starten kann und einfach ein bisschen Zeit habe, um nachzudenken…und außerdem sind morgens immer 2 kleine Vögel in der Kapelle drin, die rumfliegen und zwitschern…das ist soooo schön 🙂
Weiter geht’s um 7.00 Uhr mit dem Frühstück (ich habe alle meine Mahlzeiten mit den Fathers und Brothers zusammen).
7.30 Uhr klingelt die Schulglocke und alle SchülerInnen stellen sich zur Morning Assembly auf.

Hier wird dann die Nationalhymne gesungen, ein Gebet gesprochen, die Kleidung und die Haare kontrolliert und dann gibt es noch einen „Good-Morning-Talk“ – also sozusagen den Start und „das Wort“ für den Tag (habe es in meinem letzten Artikel schonmal kurz erklärt).
Danach beginnt dann so mehr oder weniger der Unterricht. Mal früher, mal später. Das ist hier relativ locker 😉 Manchmal wird vorher noch sauber gemacht oder der Manager sagt nochmal was zu allen SchülerInnen der jeweiligen Abteilung.
Und dann unterrichte ich 🙂

Hier mein Stundenplan 😉

7.45-9.30 9.45-11.30 11.30-12.30 12.30-14.30 14.45-16.30
Montag Soziale Kommunikation Gruppe A 1st year Sekretärinnen Mittagessen für die Schüler.

Ich habe mein Mittagessen

erst um 12.00 Uhr.

2nd year Sekretärinnen
Dienstag Soziale Kommunikation Gruppe B 1st year Sekretärinnen 2nd year Sekretärinnen
Mittwoch Soziale Kommunikation Gruppe A 2nd year Sekretärinnen 1st year Sekretärinnen
Donnerstag Soziale Kommunikation Gruppe B 2nd year Sekretärinnen 1st year Sekretärinnen Sport mit den Sekretärinnen-Mädels
Freitag Besprechung mit der Managerin und den anderen 3 Lehrerinnen der Abteilung. 1st year Sekretärinnen 2nd year Sekretärinnen

Khmer habe ich dann, sofern es zustande kommt, nach der Schule von 16.00 Uhr bis 16.30 Uhr.

So sieht dann also meine Woche aus. Bisher hatte ich ja noch keine volle Woche und die nächste Woche wird meine erste „normale“ Woche werden. Bin also wirklich gespannt, wie es ist, fünf Tage die Woche zu unterrichten und dementsprechend auch fünf Tage am Stück vorzubereiten.

Nach der Schule ist dann Aufräumen, Putzen etc. angesagt. Sowohl in der Schule als auch in Arend de Ru.
Um 18.45 Uhr gehe ich dann mit Maye in das Abendgebet der Fathers und Brothers und anschließend gibt es Abendessen. Um 20.00 Uhr kommen dann alle Boarders (da ihr ja alle „Das Projekt“ gelesen habt, muss ich das ja nicht mehr erklären 😛 ) in die Kapelle. Dort wird dann ein Lied gesungen, ein Gebet gesprochen und im Anschluss gibt ein Father oder ein Brother den „Good-Night-Talk“ – also das passende Gegenstück zum „Good-Morning-Talk“ 😉
Dann gehe ich mit den Mädels rüber ins Arend de Ru, schließe das Tor ab und mache mich auf den Weg zu den einzelnen Räumen. Ich habe es mir nämlich zur Aufgabe gemacht, jeden Abend in jedem Zimmer nochmal vorbeizuschauen. Einfach gute Nacht sagen und nochmal kurz darüber erzählen, wie der Tag so war. Am Anfang war es echt seltsam…da haben sie irgendwie ganz überfordert gewirkt, gekichert und so…aber jetzt merke ich, wie es ihnen auch wichtig wird. Und das ist so schön. Weil ich dabei merke, dass meine Aufgabe und einfach mein Da-Sein im Girls-Hostel wirklich wichtig ist. Dass die Mädels es genießen, dass da jemand ist, der sich um sie kümmert.

…achso…ein kleiner Einschub…wenn ich von den „Mädels“ spreche…mhm. Also das klingt ja eher so, als ob sie jünger wären als ich…dem ist aber ganz und gar nicht so. Die wenigsten sind in meinem Alter. Sie sind eher viel älter als ich. Ich würde sagen, dass die meisten so zwischen 21/22 und 25 sind.
Aber ich bin überrascht und froh, dass sie es so gut annehmen und so gut damit umgehen können. Es ist weder in Arend de Ru, noch beim Unterrichten ein Problem für sie.

Weiter im Tagesablauf: Also das ist so der Plan für die Werktage. Am Wochenende ändern sich die Zeiten ein bisschen.
Samstags beginne ich mit dem Frühstück um 7.00 Uhr und danach mache ich mich auf in die HS, um dort beim Saubermachen zu helfen. Eigentlich ist das Maye´s Job, aber da sie jetzt samstags immer im Ice-Cream-Shop mit den Abrechnungen etc. hilft, habe ich das übernommen. Heißt also, dass die SchülerInnen in verschiedene Gruppen aufgeteilt werden und rund um und im Hotel sauber machen. Ich bin dann dafür da, um ihnen zu helfen und um die Sauberkeit zu kontrollieren (denn schließlich habe ich ja einen westlichen Blick für Sauberkeit (Zitat des Managers der HS) – haha ;)).
Danach ist dann über Mittag offenes Programm. Gestern war ich mit den Mädels wieder am Meer gewesen, was wirklich schön war, da wir auch deutlich besseres Wetter hatten 🙂
Und samstags ist dann um 18.00 Uhr die Messe, die Hand in Hand mit dem „Good-Night-Talk“ geht.
Sonntags kann ich mich dann zwischen der Khmer-Messe morgens oder der englischen Messe am Nachmittag entscheiden (da werde ich heute mal hingehen…). Ansonsten steht dann einfach vorbereiten und Zeit mit den Mädels verbringen auf dem Plan 🙂

So, das war es dann eigentlich soweit auch schon wieder 😉

Ist glaube ich ziemlich lang geworden, aber so habt ihr jetzt mal einen Eindruck davon, wie mein zu Hause und meine Woche hier so aussieht.

Ich schicke Euch ganz liebe Grüße und mache mich mal auf zum Mittagessen 😉
Eure Silvana


ja, das ist mein Name…in Khmer…oben von einer Schülerin geschrieben, unten von mir abgeschrieben 😉

P.S.: Einige haben es vielleicht mitbekommen, dass am Montag hier der Altkönig gestorben ist. Bisher ist es noch relativ ruhig (was kritische Stimmen). Hier in Sihanoukville bekommt man kaum etwas davon mit.Die Situation ist schwer zu beurteilen, sofern ich das überhaupt kann und mir das zusteht…aber die meisten wissen, dass er (zeitweise) ein Sympathisant der Roten Khmer war und trotzdem wird er verehrt. Er hat das Land ja schließlich in die Unabhängigkeit geführt…es ist schwer, vieles zu verstehen und nachzuvollziehen. Gerade wenn man aus einem Land wie Deutschland kommt, wo Aufklärung und freie Meinungsäußerung groß geschrieben werden.Hier ist das wirklich ganz anders. Man muss aufpassen, was man sagt. TV und Zeitungen werden weitestgehend kontrolliert…
Naja. Das nur als kurze Info am Rande. Sobald es Neuigkeiten dazu gibt, werde ich natürlich davon berichten!

Der Beitrag Artikel der offenen Tür erschien zuerst auf Mein Jahr in...ព្រះរាជាណាចក្រកម្ពុជា...Kambodscha.

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