Messi, Mate y Merienda

Simon en Santiago

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Buenos…waaaas? Meine ersten Tage in Argentinien

Nachdem ich mich letzten Mittwoch Abend am Flughafen in München von meiner Familie verabschiedet hatte, ging es für meine Mitfreiwillige Martha und mich los in Richtung Argentinien. Der Flug, der uns zu kurzen Aufenthalten in Madrid und Asunción (Hauptstadt Paraguays… ein wirklich netter kleiner Flughafen) verhalf, verlief total unproblematisch. Nach ungefähr 20 Stunden waren wir dann an unserem Zielflughafen in Córdoba angekommen. Unsere Vorfreude auf sommerliche Temperaturen wurde hier jedoch relativ schnell zunichte gemacht… 12°C…hui frisch…erstmal Jacke rausholen!!

Der erste Blick aus dem Flughafen in Córdoba

Córdoba

Vom Flughafen wurden wir von einem netten Salesianer-Pater abgeholt, der uns in eines der Don-Bosco-Zentren von Córdoba brachte. Dort sollten wir unsere ersten drei Tage verbringen, bis wir mit Padre Silvio und Nico (zwei Salesianern aus Santiago del Estero), die gerade ein Meeting hier in Córdoba hatten, zu unserem Projekt fahren sollten.

Im Salesianerhaus in Córdoba wurden wir von einer riesigen Anzahl an jungen Salesianern (um die 20… für deutsche Verhältnisse unvorstellbar), die alle gerade in der Stadt ihr Philosophie-Studium absolvieren, mega herzlich empfangen. Mit dieser witzigen Crew durften wir auch unsere ersten Argentinisch-Erfahrungen á la „Como te schamas?“ machen (zur Erklärung: im argentinischen Spanisch werden sehr viele i/j-Laute als „sch“ ausgesprochen). Allgemein ist es nicht wirklich leicht etwas zu verstehen, aber mit ganz viel Geduld und gutem Willen der jungen Brüder konnten wir uns dann doch ganz gut verständigen. Eine Sache, die uns dabei immer wieder zu Ohren kam, als wir unseren zukünftigen Einsatzort Santiago del Estero verrieten, war: „mucho calor“ (bedeutet ungefähr: „viel Hitze“) … das war uns aber nach unseren Córdoba-Temperatur-Erfahrungen gerade recht.

Ansonsten erlebten wir in Córdoba wahnsinnig schöne, lebendige, argentinische Gottesdienste, sehr leckeres Essen, das erste argentinische Quilmes-Bier und einen ersten Besuch in einem Oratorio (wo samstags immer Sport, Spiele und gemeinsames Brotbacken für Kinder aus der Nachbarschaft stattfinden) in einem der ärmeren Barrios (Viertel) der Stadt.

Das Don-Bosco-Zentrum in Córdoba
Es folgen ein paar Eindrücke aus Córdoba…
Córdoba und Fußball… bei den hartgesottenen Fans (und den Österreichern) unter euch klingelts vielleicht…

Sonntag morgens ging es dann los in den warmen Norden (wie ungewohnt das klingt :D) zu unserem Projekt. Auf dem Weg nach Santiago konnte ich dann auch den ersten „echten“ argentinischen Mate-Tee probieren, die davor kamen alle aus dem saquito (Teebeutel) und sind hier nicht so wirklich anerkannt ^^

Santiago del Estero

Mittlerweile sind wir jetzt schon den dritten Tag in der „madre de las ciudades“ (Mutter der Städte – Santiago del Estero ist die älteste Stadt Argentiniens) und gewöhnen uns immer besser ein. Auch hier sind wir sehr nett empfangen worden, wobei die Menschen aus Santiago allgemein etwas reservierter und zurückhaltender sind. Von Padre Silvio werden wir langsam in unseren Arbeitsalltag eingeführt und der Draht zu den Jungs baut sich immer mehr auf. Von unserer neuen Heimatstadt haben wir auch schon einiges gesehen und gestern dabei geholfen eine große Spielespende von einem Supermarkt abzuholen. Während ich hier so am schreiben bin, merke ich auch , dass es ziemlich schwierig ist, all die Erlebnisse kurz und gut verständlich in einem Blogbeitrag unterzubringen. Ich hoffe, dass ich euch einen guten ersten Eindruck vermitteln konnte und ich melde mich wahrscheinlich eh schon bald wieder. Dann erzähl ich euch vielleicht, wie mein Tagesablauf hier im Oratorio so aussieht… oder von tiefenentspannten argentinischen Hunden… oder vom leckeren Essen… lasst euch überraschen 🙂

Die Jungs mit den mitgebrachten FCN-Caps
Der Eingang zum Oratorio
Eines der schönsten Gebäude von Santiago im typischen Stil der spanischen Eroberer

Hasta la proxima, euer Simon

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Thema von Anders Norén.