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Bunte Begegnungen beim Bereisen Benins- Teil zwei

Es war einmal ein Tag, der keinem anderen glich.

Vier von denen, die beschlossen hatten, sich für ein Jahr in ein anderes Land zu begeben, machten sich in der langersehnten Zeit, die frei von Arbeit war, auf den Weg, um von der vielfältigen Kultur zu lernen, die Natur zu genießen und neue Dinge zu entdecken.

Kurz gesagt Henneh, Jule, Lea Scheder und ich haben unsere Rucksäcke aufgeschultert und sind ab in den Urlaub.

Begleitet wurden wir von zwei Französinnen, die aktuell einen Freiwilligendienst in Togo machen, und unserem einheimischen Guide Euloge.

Wunderwanderung

Am zweiten Tag unserer Reise ging es hoch hinaus. Unser Ziel waren die Gipfel des Zwillingberges in der Nähe von Salvalou.

Zusammen mit einem regionalen Guide legten wir flott die ersten Höhenmeter zurück und mussten feststellen, dass es durchaus steil nach oben ging.
Zum Glück gab es so viel Neues zu bewundern und zu entdecken, dass wir regelmäßig Halt machten.

Der erste Stopp…

… erfolgte, um die atemberaubende Landschaft um uns herum und unter uns betrachten zu können. So viel Grün, wie sich hier in alle Richtungen erstreckte, hatte ich seit quasi vier Monaten nicht mehr zu Gesicht bekommen und unglaublich stark vermisst (In Cotonou gibt es zwar viel, aber Grünflächen fehlen definitiv).

Zweiter Stopp war ein Baobab

Der erste, den wir so richtig sahen und wahrnahmen.
Der Baum war riesig, so wie fast alle Baobabs, die man hier so zu Gesicht bekommt.
Wir hätten ihn auch ziemlich sicher nicht zu acht umarmen können, was wir allerdings nicht ausprobiert haben, da es auf der einen Seite steil nach unten ging. Stattdessen haben wir uns alle nacheinander einzeln an den Baobab gestellt und ihn alleine umarmt. Für Außenstehende hätte das wohl ziemlich witzig ausgesehen, genauso wie für uns.
Aber Baobabs sehen nicht nur majestätisch aus, sondern haben auch noch andere Vorzüge. Grün, weich und in der Form eines Footballs, so sieht die Frucht aus, die an dem ansonsten kahlen Baobab hängt. Für mich bis dahin unbekannt. Das Innere kann man vielleicht ein bisschen mit Traubenzucker vergleichen, zumindest zerfällt es so ähnlich im Mund. Einfach ein Stück herausbrechen und bei Bedarf snacken. Schmeckt ziemlich lecker und dennoch war der Geschmack etwas ungewohnt für mich.

Dritter Stopp, die Steinplatten kurz unterhalb des Gipfels

Auch hier hatte die kurze Pause wieder hauptsächlich den Sinn, die Weite des Grüns zu bestaunen. Zusätzlich wehte ein angenehmer Wind und die Sonne strahlte uns in die Gesichter. Und genau hier kam dann für mich das erste Mal auf unserer Reise so ein richtiges Urlaubsgefühl auf. Irgendwo über allem zu stehen, den schon zurückgelegten Weg zu sehen, die Sonne auf der Haut und den Wind in den Haaren zu spüren. Das ist für mich Freiheit.

Vierter und fünfter Stopp …

… waren die beiden Gipfel des Zwillingsbergs. Dort wurde fleißig für das ein oder andere Urlaubsfoto gepost und abenteuerliche Kunststücke für das perfekte Gruppenfoto hingelegt.

Sechster Stopp, Cashew-Bäume

Wusstet ihr wie die Cashew-Nuss wächst? Ich jedenfalls nicht. Sie wächst an Bäumen und hängt an einer roten, orangen oder gelben Frucht. Diese Frucht kann man ebenso essen wie die Nuss, ist aber bei weitem nicht so bekannt und wird auch viel seltener gegessen.
Wir haben sie natürlich probiert. Naja, mein Fall ist sie nicht so sehr, doch richtig schlecht schmeckt sie auch nicht. Auf jeden Fall konnte ich den Geschmack des süß-sauren und auch etwas bitteren Safts nicht mit etwas, mir davor Bekanntem vergleichen.

Siebter Stopp, Liane

„Wenn man hier zur Jagd geht, nimmt man kein Wasser mit.“, erklärte uns der regionale Guide, der uns auf dieser Wanderung begleitet hat. Da die Jagd allerdings schon mal ein paar Stunden dauern kann, wird man dabei natürlich auch durstig. Dafür gibt es eine super einfache und sehr geniale Lösung: Lianen. Hä? Wieso das?
Wenn man eine Liane an zwei Stellen mit einer Machete durchtrennt, fließt das in der Liane gespeicherte Wasser hinaus.  Schwupp-die-Wupp hat man seine eigene, ganz natürliche Trinkflasche am Start.

Achter Stopp, Palmwein

Beim letzten kulinarischen Stopp unserer Wanderung wurde uns kurzerhand selbstgemachter Palmwein angeboten. Dieser schmeckt richtig gut und die Herstellung ist simpel, aber genial. So fällt man erst eine Palme und legt diese für ungefähr zwei Wochen in die Sonne, um die natürliche Gärung im Inneren der Palme in Gang zu bringen. Anschließend wird ein Loch in den Stamm geschlagen und der heraustretende Saft wird von einem Gefäß aufgefangen. Fertig.

Was wir sonst noch so gesehen haben:

Bei Henneh, Jule und mir ist auch jeweils eine Kamera mitgereist, weswegen wir oft das Schlusslicht bildeten, da wir einfach nicht genug vor die Linse bekommen konnten. Dafür gibt’s jetzt auch ne volle Ladung an Fotos, mit denen ihr hoffentlich noch bessere Einblicke in diese wunderbare Wanderung bekommt.

Bis in Kürze

Lea

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Thema von Anders Norén.