Wundertüte Benin

Milena in Westafrika

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Nach Berlin? – Nein, nein Benin!

„Nach Berlin?“ – „Nein, nein Benin!“ Wie oft ich einen derartigen Wortwechsel in den vergangenen Wochen geführt habe? Ich weiß es selbst nicht mehr.

Großeltern, Verwandte, Nachbarn bei Gesprächen über den Gartenzaun, Lehrer (!), Freunde und Bekannte – nur die wenigsten konnten Benin überhaupt einem Kontinent zuordnen. Und das, obwohl das Land immerhin circa ein Drittel so groß wie Deutschland ist.

Ich möchte ehrlich sein: Auch ich hatte das Land als ich den Vorschlag bekam nicht auf dem Schirm und musste Benin erst einmal googeln, um genau zu wissen, wo das ist. Aha, Westafrika also. Viele, mit denen ich gesprochen habe, reduzieren diesen Teil Afrikas auf gefährliche Krankheiten und auf Armut. Ja. Das gibt es da. Und ja, damit muss ich mich auseinandersetzen und das muss mir bewusst sein, ABER ich bin mir sicher: Da gibt es noch so viel mehr und das will ich kennenlernen! 

Ich werde Benin nicht allein unsicher machen: Mit dabei ist Mia – meine Mitvolontärin, die ich schon jetzt ins Herz geschlossen habe! Auch sie schreibt einen Blog, bei dem Du gerne vorbeischauen darfst (https://blogs.donboscovolunteers.de/mimmiinbenini)!

Was meinem Blog seinen Namen gegeben hat. 

In Benin gibt es keine weltbekannten Nationalparks, keine etliche Meter hohen Wasserfälle und auch keine berühmten Kite-Strände. In meinem lonely planet Westafrika-Reiseführer lassen sich tapfere 15 Seiten über dieses Land finden. Wäre ich also jemals in dieses Land gekommen, wenn ich dort nicht meinen Freiwilligendienst leisten würde? Sag niemals nie, aber vermutlich nein! Und genau das macht dieses Land für mich so spannend!  

Bei unserem zweiten Vorbereitungsseminar in Benediktbeuern wurden wir nach unserem Lieblingswort gefragt. Damals habe ich „Marmeladenglasmoment“ gesagt, aber je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr mag ich das Wort „Wundertüte“.

Ich erinnere mich noch gut an meine Zeit im Waldorfkindergarten in Berlin, wo es auf den Basaren immer Wundertüten zu kaufen gab. Das Höchste für uns Kinder! Und genau dieses Gefühl, das man als Kind hat, wenn man eine Wundertüte in der Hand hält, habe ich, wenn ich an Benin denke. Für mich ist Benin wie eine Wundertüte, auf die ich mich unheimlich freue, von der ich aber ehrlich gesagt kaum eine Vorstellung habe, was sich darin verbirgt. Je näher der Freiwilligendienst kommt, desto weiter öffnet sich diese Wundertüte und desto mehr lerne ich über dieses Land. Und wenn Mia und ich dann am 07. September im Flugzeug nach Benin sitzen, dann geht es erst so richtig los!

In diesem Sinne: Auf all die Marmeladenglasmomente, die hoffentlich in der Wundertüte Benin auf uns warten!

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Thema von Anders Norén.