Blinkende Albträume

Helloooooo,das erste Weihnachten fern von zu Hause ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber ich muss sagen: Weiße Weihnachten sind schon sehr schön.

Es fühlt sich an, als wäre in den letzten Wochen gleichzeitig unglaublich viel und doch irgendwie nichts passiert. Diesen Monat haben wir eigentlich ziemlich viel Zeit damit verbracht, Weihnachtskekse zu backen, Geschenke zu besorgen und das Caring Center für Weihnachten zu dekorieren. Für Letzteres haben wir zwar nur zwei Tage gebraucht, aber der gesundheitliche und emotionale Schaden, den die Dekoration hier mit sich bringt, ist mit Sicherheit bleibend.

Ich bin ja ganz persönlich der Meinung, dass ein einziger Raum nicht in zehn verschiedenen Farben blinken muss. Was soll das bitte????

Aber anscheinend sind Felitzitas und ich die Einzigen, die diese Dekorationen als ein Verbrechen an der Menschheit sehen.

Als ein Junge, der gerade erst dazugekommen ist, die Dekorationen zum ersten Mal gesehen hat, stand er nur mit riesigen Augen da, schaute nach oben und flüsterte: „Wow.“

In diesem Moment habe ich dann auch kurz meine durch Blinklichter verursachten Kopfschmerzen vergessen.

Das Geschenke-Besorgen stellt sich übrigens als deutlich schwieriger heraus, als ich anfangs gedacht hatte – einfach weil ich hier nicht wie zu Hause zehn Bilder malen kann, die ich dann unkompliziert verteile.

Was an Weihnachten aber natürlich nie fehlen darf, sind Plätzchen. Die haben wir selbstverständlich mit den Jungs gebacken. Beim ersten Mal nur mit den etwas Älteren. Als Allererstes haben wir ihnen beigebracht, dass Keksteig essen erlaubt ist.

Ob das so schlau war, ist im Nachhinein eher fraglich. Spätestens als einer der Jungs angefangen hat, den Teig einfach zu löffeln, kamen mir erste Zweifel.

Ich hätte das zwar unterbinden können, habe mich aber stattdessen mit ihm verbündet. Gemeinsam haben wir den Keksteig geklaut und so viele Kekse wie möglich gegessen, bevor es jemand gemerkt hat.

Mit den jüngeren Kindern zu backen war allerdings sehr stressig – Wiederholungsbedarf besteht eher nicht. Am Ende war mehr Mehl auf den Kindern als im Teig, und es wurden mehr Tränen vergossen, als es Kekse gab.

Eigentlich war es trotzdem ganz lustig, aber als sie angefangen haben, sich in der Küche zu kloppen, waren meine Nerven dann doch ziemlich strapaziert.

Meine restlichen Pläne für den restlichen Winter bestehen hauptsächlich daraus, so wenig wie möglich das Haus zu verlassen. Das liegt vor allem daran, dass ich bei entspannten −24 °C vielleicht einfach am Boden festfriere.

Aber ehrlich gesagt finde ich die Mongolei sogar bei solchen Temperaturen echt schön.

Da ich einige Probleme mit hochladen der Bilder hatte findet ihr den Rest auf meinem Instagram account: Volunteering_with_rahel

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Ein neues Zuhause weit weg von zuhause

  1. Ulla Fricke

    Liebe Rahel, Plätzchen backen mit Kindern ist auch mit nur zwei Kindern immer ein Garant für schlechte Laune danach. Habt einen guten Start ins neue Jahr! Liebe Grüße
    Ulla von Don Bosco Volunteers

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