Toni und Max in Benin

Erlebnisse und Erfahrungen aus Parakou

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chapter two – Die Tage der Reise

Obwohl wir uns schon so lange auf den Freiwilligendienst freuten und viele Vorbereitungstage hinter uns hatten, so dass wir es kaum abwarten konnten loszulegen, ging schlussendlich dann doch alles schneller als gedacht. Alles war gepackt und wir standen gemeinsam mit unseren Mitvolontären abflugbereit am Frankfurter Flughafen. Wir verabschiedeten uns von unseren Familien, die uns noch bis zum Flughafen begleitet hatten und dann war es an der Zeit Deutschland für ein Jahr hinter uns zu lassen, um nach Benin aufzubrechen.

Nachdem wir ohne große Probleme durch die Sicherheitskontrollen waren, und auf den Bus, der uns zu unserem Flieger brachte warteten, waren wir guten Gewissen und voller Vorfreude auf das kommende Jahr. Dass das Gate des Abfluges noch kurzzeitig geändert wurde, kümmerte uns dabei weniger, auch als wir eine gefühlte Ewigkeit mit dem Bus zum entlegensten Flugzeugstellplatz brauchten, machten wir uns noch keine großen Gedanken das irgendetwas schiefgehen könnte.
Doch als der Flieger dann mit ca. 45 Minuten Verspätung losflog kamen uns die ersten Gedanken wie das mit dem Umsteigen aussehen würde. Bei einer Umsteigezeit von eigentlich knapp einer Stunde, jedoch mit einer Verspätung von 45 Minuten, würde das alles sehr knapp werden. Obwohl das Flugzeug von Frankfurt nach Brüssel ein wenig der Zeit aufholte, waren wir etwas besorgt, das Flugzeug nach Benin zu verpassen. Dies verstärkte sich nur noch weiter, als wir zu einer riesigen Schlange für die Passkontrolle kamen. Das wir unseren Flug verpassen könnten interessiert das Flughafenpersonal erstaunlich wenig, denn wir mussten uns ganz hintenanstellen. So sank unsere Hoffnung den Flieger nach Benin noch rechtzeitig zu erreichen und wir stellten uns schon auf 2 Tage Aufenthalt in Brüssel ein. Als wir dann zur eigentlichen Abflugzeit die Passkontrolle hinter uns hatten waren wir uns immer noch nicht sicher, ob wir den Flieger erwischen würden. Doch als wir am Gate ankamen, standen noch fast alle Passagiere in einer Schlange für das Flugzeug. Denn auch unser Anschlussflug hatte Verspätung, was uns jedoch keiner des Flughafenpersonals berichtet hatte. So flogen wir mit jetzt schon mit insgesamt knappen 2 Stunden Verspätung Richtung Benin los. Mit einem Zwischenstopp in Abidjan landeten wir dann abends in Benin am Flughafen von Cotonou. Dort wurden wir von Mitarbeitern des Don-Boscos-Zentrums in Cotonou mit dem Auto abgeholt.

Auf diesem relativ kurzen Weg vom Flughafen zur Einrichtung der Salesianer Don Boscos prasselten die vielen neuen Eindrücke nur so auf uns ein. Die schwüle Luft, die vollen Straßen, der hektische Verkehr auf den holprigen Straßen. Rechts und links der Straße dann, die vielen Läden mit Waren aller Art und zahlreichen Menschen rundherum. Dazu die bunte Leuchtreklame und Schaufenster. Ebenso, wie die Geräuschkulisse mit viel Gehupe und französischen Gesprächsfetzten, die zu uns durchdrungen. Alles sehr lebhaft und pulsierend. Ganz anders, als man es von einem Sonntag um 9 Uhr abends in Deutschland kennt.

Als wir dann im Projekt angekommen waren, bekamen wir zuerst jeweils unser Zimmer und danach noch unser erstes Abendessen in Benin: Spagetti mit Tomatensoße. Aber der Nachtisch war dafür umso typischer für Benin, frische Papayas. Anschließend ließen wir uns direkt in unser Bett fallen, da wir von der Reise doch ziemlich geschafft waren. Am nächsten Morgen, gab es dann erstmal Frühstück und anschließend hatten wir bis zum Mittagessen Zeit uns die Gegend ein bisschen anzuschauen. Da wir allerdings noch etwas überfordert mit den ganzen neuen Eindrücken auf einmal waren, beließen wir es dabei einmal um den Block zu laufen und uns dafür noch etwas genau das Zentrum der Salesianer anzuschauen. La paroisse was auf Deutsch Kirche bzw. Kirchengemeinde heißt, ist riesig, also nicht nur die Kirche, sondern das gesamte Gelände war einfach beeindruckend. Den Rest des Tages verbrachten wir vor allem damit uns ein bisschen zu erholen und etwas zu schlafen, denn am nächsten Tag sollte es bereits um 6 in der Früh weiter Richtung Parakou, unserem eigentlichen Ziel gehen.

So war es dann auch. Punkt 6 Uhr wurden wir von einem Salesianer mit dem Auto abgeholt. Mit dabei war auch Godwill, ein Salesianer Bruder, der uns nach Parakou begleitete und genau wie wir dort ein Jahr verbringen wird. Nach fast 8 Stunden in einem doch sehr komfortablen Bus kamen wir in Parakou an. Dort wurden wir auch direkt vom Einrichtungsleiter, der gleichzeitig auch Ansprechpartner für uns ist, mit dem Auto in Empfang genommen und zu dem Ort gebracht, wo wir nun das kommende Jahr verbringen werden. Ebenfalls eine paroisse ähnlich wie in Cotonou. Hier bekamen wir dann auch jeder sein eigenes Zimmer womit dann unsere Hinreise abgeschlossen war. Wir sind da! Dort wo wir das kommende Jahr hoffentlich viele schöne Erinnerungen sammeln werden und auch aus schwierigen Situationen etwas mitnehmen können. Sicherlich wird sich dadurch unser Bild von Benin, dass wir durch die ersten Eindrücke bekommen haben auch noch verändern.

 

 

Der Blick von einer Terrasse auf das Gebäude in dem wir unsere Zimmer hatten und die dahinterliegende Umgebung und den Meeresarm der direkt hinter der parroisse liegt

Die riesige Kirche von außen

Ein genauerer Blick auf den Meeresarm, auf ein Haus auf dem Wasser, das gerade noch in Bauphase ist, ein fertiges Haus und das Fortbewegungsmittel für dessen Bewohner

Blick auf die Nachbarhäsuer  der parroisse

Blick auf die weitere Nachbarschaft und die nächstgelegene „Müllkippe“

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Thema von Anders Norén.