Nach langer Vorbereitung, Aufregung, und vielen Abschieden, hat das Warten am 8. September endlich ein Ende. Schon nachts treffe ich mich in Frankfurt am Flughafen mit den anderen Volontären. Wir werden dieses Jahr alle einen Freiwilligendienst im Bundesstaat Tamil Nadu machen. Als wir auch den Abschied unserer Familien hinter uns gebracht haben und das Flugzeug um 7.10 Uhr startet beginnt das Abenteuer nun wirklich. Ein Zwischenstopp in Paris, ein 8-stündiger Flug, eine Nacht in Mumbai am Flughafen und ein weiterer Flug nach Tiruchy liegen vor uns, bevor wir am Sonntag den 9. September um 14.10 endlich an unserem Zielflughafen ankommen und kurz darauf das erste Mal indischen Boden betreten.

Kurz vor dem Abflug
Da wir weit und breit die einzigen Weißen sind, ist es auch für die Fathers die uns abholen keine große Herausforderung uns zu finden. Als wir aus dem Flughafen kommen laufen sie sofort auf uns zu, nehmen uns Gepäck ab und führen uns zu den Autos, mit denen wir in das Don Bosco Provinzial House fahren (zu dem verrückten Verkehr in Indien gibt es bald einen eigenen Beitrag). Hier werden wir zwei Tage noch als Gruppe verbringen, bevor es für uns dann in die verschiedenen Projekte geht.
Als wir ankommen werden wir sofort von ein paar Nachbarskindern sehr herzlich empfangen. Wir bekommen Blumenkränze umgehängt und nach einem indischen Willkommensritual rote indische Punkte auf die Stirn gemalt. Danach bekommen wir gleich unseren ersten indischen Snack. Dieser besteht aus ganz vielen frischen Früchten (Mango, Ananas, Papaya und Granatapfel) und einem indischen, Pfannkuchen ähnlichem Brot. Danach haben wir erstmal ein bisschen Zeit uns auszuruhen, bevor wir am Abend zusammen mit den Fathers das erste Mal richtig indisch essen gehen. Das Essen ist auf jeden Fall sehr lecker und auch (extra) nicht zu scharf. Abends fallen wir nach zwei fast schlaflosen Nächten dann sehr müde ins Bett.

Ein herzliches Wilkommen in Tiruchy
Am nächsten Tag haben wir die Chance ganz viele Sachen zu sehen, die uns als normalen Touristen vermutlich verwehrt geblieben wären. Zusammen mit einem der Fathers besuchen wir drei verschiedenen Schulen Don Boscos, eine christlichen Kirche und einen hinduistischen Tempel. Als wir in den Schulen sind, schauen uns die Kinder sofort alle sehr aufgeregt an, fragen nach unseren Namen und wollen Fotos machen und unsere Hand halten. Vermutlich haben sie in ihrem Leben noch nicht viele Weiße gesehen. Für uns dagegen ist die Situation, nur wegen unserer Hautfarbe so besonders zu sein, sehr ungewohnt und wir kommen uns ein bisschen vor wie Prominente.
Den Abend verbringen wir dann gemütlich auf der Dachterrasse und am nächsten Tag geht es nach dem Mittagessen endlich in die Projekte aber dazu bald mehr 🙂
Kristian Peter
Super Initiative, ich hoffe, dass viele Sternsinger und andere sich ein Beispiel an dir nehmen! Ganz viel Erfolg, Durchhaltevermögen und hoffentlich auch ein bisschen Spaß! Dein Papa
Bettina Brunner
Hallo Sara,
toll, dass du den Mut hast zu helfen! Ich freue mich auf weitere Berichte. Viele Grüße aus Konstanz und eine eindrucksvolle Zeit wünsche ich dir.
Bettina Brunner