Mimmi in Benini

(M)ein Jahr in Benin

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Q&A zu meinem Freiwilligendienst

Hallo zusammen! Von vielen Seiten (Freunde, Familie, Menschen, die diesen Blog lesen, …) trudeln immer wieder Fragen bezüglich meiner Zeit hier in Benin ein. Da sich einige davon schon häufiger wiederholt haben, habe ich diese einfach mal gesammelt, um euch hier die Antworten zu präsentieren 🙂

Wie sieht der Tag so aus? Was machst du so?

Der Alltag unter der Woche sieht gerade folgendermaßen aus: wir quälen uns um 6:30 Uhr aus dem Bett (irgendwann gewöhnt man sich hoffentlich ans frühe Aufstehen!), machen uns fertig und frühstücken um kurz vor 7 Uhr bei den Schwestern. Um Viertel nach sieben fahren wir dann mit eine der Schwestern zu unseren Projekten, dem Maison de l‘Espérance und dem Maison du Soleil, die Haus an Haus stehen. (Mehr zu den Projekten hier). Ich unterstütze im Moment das ME und meine Hauptaufgabe wird es sein, einzelne Jugendliche vormittags individuelle zu fördern und zu fordern (ähnlich wie eine Nachhilfe). Nachmittags unterstütze ich eine der Tatas im Französischunterricht und in der „Kreativen Stunde“ (Malen, Basteln, Selbstfindung, …). Einen Nachmittag der Woche bin ich im Mädchenheim bei uns auf dem Gelände und einen Vormittag gemeinsam mit Milena in der école alternative. Um 17 Uhr endet unser Arbeitsplan regulär, sodass wir abends noch einiges an Freizeit haben, die wir meist verwenden, um sich mal zuhause zu melden, um noch einen kleinen Spaziergang zu machen oder auch um sich einfach mal ein bisschen Zeit für sich zu nehmen. Und wenn man tagsüber nicht schon genug Gesellschaft hatte (:D), dann steht es einem immer offen, den Abend noch im Foyer mit den Mädels ausklingen zu lassen.

Wie und wo wohnt ihr?

Wir wohnen auf dem Gelände der Soeurs Salesiennes Cotonou, das eine großes collège, das Foyer, die école alternative, das Haupthaus und das Haus der Aspirantinnen sowie einen Obst- und Gemüsegarten und einige kleinere Gebäude umfasst. An sich schon wirklich riiiiesig! Milena und ich teilen uns ein Zimmer mit kleinem Bad im Haus der Aspirantinnen, können bei den Schwestern aber auch die Küche und die Waschmaschine mitbenutzen 🙂

Habt ihr eigentlich Zeitverschiebung?

Eigentlich liegen Deutschland und Benin in derselben Zeitzone, nur gerade sind wir noch eine Stunde früher, weil in Deutschland ja noch die Sommerzeit ist und hier die Winterzeit das ganze Jahr über gilt. 

Regnet es in Afrika?

Oh ja und wie es regnen kann! Bis Mitte Oktober ist hier noch die „kleine Regenzeit“, danach kommt bis Juni die Trockenzeit auf uns zu. Anschließend wird wohl die große Regenzeit sein, auch wenn es mir ein Rätsel ist, wie noch mehr Wasser vom Himmel kommen kann, als in so manchen Nächten. Teils scheint im Moment die Sonne vom strahlend blauen Himmel, teils erwischt man einen Nieseltag und manchmal (vor allem nachts) schüttet es so stark, dass schon einmal die Straße unter Wasser stand. Gerade kann man also nicht von Wasserknappheit sprechen, aber ich bin gespannt, wie heiß es hier auch werden kann (weil ehrlich gesagt bin ich jetzt schon ein bisschen am Schwitzen). 

Bist du da ganz alleine?

Nein ich bin nicht ganz alleine. Zum Glück habe ich noch meine Mitvolontärin Milena mit dabei! Wir sind zwar in unterschiedlichen Projekten, verbringen aber nach der Arbeit und am Wochenende total viel Zeit zusammen und können immer aufeinander zählen 🙂

Schaut doch gerne auch mal auf ihrem Blog vorbei: Wundertüte Benin

Was esst ihr so?

Tatsächlich ganz viel Unterschiedliches: bei den Schwestern gibt es häufiger auch mal europäische Küche (zum Beispiel Pizza oder Spaghetti), typisch Beninisch haben wir aber auch schon ein wenig probiert. Oft gibt es als Grundlage einen sättigenden Brei aus Mais- oder Maniokmehl und dann dazu Fisch oder Fleisch. Ganz typisch ist wohl die „Pâte rouge“ (übersetzt roter Teig), der aus Maismehl mit Tomate gemacht wird und teils auch sehr sehr scharf sein kann. Was wir hier total lieben sind natürlich die frischen Früchte, die nicht erst um die halbe Welt reisen mussten, um auf unserem Teller zu landen. Ananas, Avocado oder Papaya gibt es an jeder Ecke! Eine andere Leckerei, die wir für uns entdeckt haben, sind frittierte Bananen in einem süßlichen Teig oder auch karamellisiere Erdnüsse – mmmmh!

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