11.12 – 15.12

Damit die Jungs während der Weihnachtszeit nicht in eine Depression verfallen, werden sie während der gesamten Weihnachtszeit beschäftigt. Jede Woche findet jeweils eine andere Aktion statt um für ausreichend Abwechslung zu sorgen.

Diese Woche sollten die Jungs freiwillig in einem anderen Heim arbeiten und dort kleinere Aufgaben bewältigen. Dafür wurden sie vorab in Gruppen bestehend aus 6 Jungs aufgeteilt mit jeweils einem Freiwilligen und einem Erzieher. Kurz vor der Abreise zu den einzelnen Heimen am Montag erfuhr ich, dass ich alleine arbeiten sollte, da „meine“ Erzieherin krank geworden war. Welch wunderschöne Nachricht.

Mit den Jungs fuhr ich also zu der Hogar „San Lorenzo“, einem Heim für Kinder im Alter von 2 – 10 Jahren. Dort angekommen wurden wir auch direkt in unsere Aufgaben eingeführt und fingen direkt an zu arbeiten. Die Aufgabe bestand darin sauber zu machen. Wir mussten einen langen, verstaubten und zugefüllten Flur vom Schutz befreien, damit er wieder begehbar gemacht werden konnte. Dabei stellte sich sehr bald heraus, dass die Jungs absolut keine Lust verspürten diese Aufgabe schnell zu erledigen. Während ihrer Arbeiten ließen sie sich schnell ablenken und fanden immer wieder neue Beschäftigungsmöglichkeiten. Sie taten alles außer zu arbeiten. Nach vier Stunden fuhren wir schließlich zurück und kamen pünktlich zum Essen. Damit endete auch meine Schicht und ich ging nach Hause.

Dieser Prozess wiederholte sich über die ganze Woche und änderte sich nur in Form von winzigen Details, wie z.B. die Art der Aufgabe. Nach dem Säubern des Flures kam die Säuberung des Gartens.

Hasta la próxima vez,

Maximilian