Am 22.10. war es endlich so weit: Das lang ersehnte Botschaftstreffen stand auf dem Plan! Mitte September, direkt einen Tag nach unserer Ankunft, hatten wir eine Einladung zum Kennenlernen aller weltwärts-Freiwilligen am Vormittag bekommen, verbunden mit der nachträglichen Feier zum Tag der Deutschen Einheit in der Residenz des Botschafters.
Da das Ganze unter der Woche stattfand, hatten wir für den Tag frei bekommen und machten uns mit dem Zem morgens auf den Weg. Unser Zeitpuffer von optimistischen 10 Minuten reichte allerdings leider überhaupt nicht aus, denn unsere Zem-Fahrer kannten den Weg nicht. So befanden wir uns eine Weile später zwar pünktlich um 10 Uhr im richtigen Viertel, allerdings eher auf einer Baustelle und noch mehr als einen Kilometer von der Botschaft entfernt. Also suchten wir uns ein neues Zem und fuhren ein Stück weiter. Da die deutsche Botschaft – oder zumindest das Gebäude, das wir suchten, von dem wir keine Genaue Adresse bekommen hatten – auf Maps nicht eingezeichnet war, irrten wir noch ein bisschen durch die Gegend und fragten uns durch, bis wir irgendwann vor einem Sicherheitsmann mit deutschem Adler auf der Brust standen.
Um ins Gebäude zu kommen, mussten wir durch mehrere Schleusen und Sicherheitschecks. Als schließlich auch unsere Handys ausgeschaltet und zusammen mit unseren Taschen eingeschlossen waren, wurden wir endlich zu dem Raum gebracht, in dem das Treffen stattfand. Der deutschen Pünktlichkeit wurden wir also nicht ganz gerecht, aber das Wichtigste hatten wir zum Glück noch nicht verpasst und ein paar Croissants waren auch noch für uns übrig ;))
Rike und ich hatten sehr gehofft, dort noch ein paar andere Freiwillige aus Cotonou kennenzulernen, mit denen wir in Zukunft auch mal etwas unternehmen könnten. Sr Johanna hatte uns nämlich schon erzählt, dass es hier in Cotonou einige Freiwillige gibt. Am Ende waren allerdings nur acht andere Volos da und leider wohnte nur eine von ihnen ebenfalls in Cotonou. Trotzdem haben wir uns mit den anderen connected und sind anschließend gemeinsam Richtung Amazone-Statue gelaufen, einem der touristischen Highlights der Stadt.

Für diejenigen, die außerhalb von Cotonou auf dem Land wohnen, stand danach noch ein weiterer Punkt ganz oben auf der Bucketlist: ein Besuch im Super U, um sich mit einem Monatsvorrat der Dinge einzudecken, die man aus Deutschland am meisten vermisst.
Für Rike und mich ging es nach einem gemeinsamen Shawarma-Essen noch einmal nach Hause, um uns für die Feier umzuziehen. Auf den Dresscode „schick oder traditionelle Kleidung“ hatten wir uns beim Packen für unser Jahr hier nicht unbedingt vorbereitet, aber mit dem, was wir dabeihatten, ließ sich zum Glück etwas Passendes finden.
In der Residenz des Botschafters erwarteten uns ein großer Garten mit schwarz-rot-gelben Festzelten, ein roter Teppich, jede Menge Fotografen, live Musik und natürlich auch einiges an deutschem Essen. Wir haben den Abend sehr genossen, viele nette Gespräche geführt und sind am Ende sogar noch mit einem kleinen Mitgebsel was für jeden Gast am Ausgang verteilt wurde nach Hause gegangen.

Insgesamt hatten wir also einen sehr schönen Abend, wobei es sich schon wie eine andere Welt angefühlt hat, denn der Kontrast zu unserem Alltag war schon relativ hoch und auch so viele Leute auf einem Haufen zu treffen die Deutsch sprechen ist man gar nicht mehr gewohnt.







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