Nun ist schon wieder eine Menge Zeit seid dem letzten Blog vergangen. DafĂŒr gibt es aber jetzt auch wieder einmal zahlreiche Ereignisse von denen ich berichten möchte:

Starten will ich mit meinem Treffen mit andern Deutschen, die im GIZ arbeiten.
Das ganze hat so angefangen, als einer der Deutschen vom GIZ zu Besuch in Fatumaca war. Nachdem wir uns ein wenig unterhalten hatten lud er mich ein mit ihm, dem GIZ und den anderen deutschen VolontÀren am nÀchsten Mittwoch in Baucau in einem Restaurant essen zu gehen.

Dies sagte ich natĂŒrlich zu, da ich so ein Ereignis nicht verpassen wollte. Am Mittwoch wurde ich dann sogar von einem der Fahrer am Nachmittag in Fatumaca abgeholt. Zusammen fuhren wir dann nach Baucau zu einem Restaurant. Dort traf ich auch die anderen Mitarbeiter des GIZ. Das GIZ leitet mehrere Projekte hier in Osttimor. Zur Zeit wird an einem Baum -Pflanz Projekt gearbeitet. Es sollen mehrere Tausend BĂ€ume gepflanzt werden (die genau Zahl weiß ich leider nicht mehr aber momentan sind es glaube ich ca. 200.000). Auch hat sich das GIZ damals als ich in Osttimor angekommen bin um mein VISA gekĂŒmmert.

Das Restaurant hatte wirklich eine super Lage und im Abendsonnenschein hatte man einen super Ausblick.

Nach und nach kamen immer mehr Leute, bis wir zu einer Gruppe von ca 20 Leuten gewachsen waren. Die zwei VolontÀrinnen aus Baucau waren auch da. Diese sah ich hier zum letzten Mal, da sie gegen Ende des Monats schon abgereist sind, da sie nur 10 Monate Freiwilligen Dienst in Osttimor hatten.

Es war ein sehr schöner gemĂŒtlicher Abend, gepaart mit gutem Essen und einem super Ausblick.

SpĂ€t Abend fuhr ich dann zusammen mit den Leuten vom GIZ zu einem Hotel, da ich so spĂ€t nicht mehr nach Fatumaca kam. Das Hotel war fĂŒr Timoresische VerhĂ€ltnisse sehr schön und zum ersten Mal seid 9 Monaten konnte ich wieder mit zumindest lauwarmen Wasser duschen. Dies hielt allerdings nur ungefĂ€hr 2 Minuten…
Auch das Hotel hatte einen super Ausblick aufs Meer, vor allem im Morgensonnenschein.

Am NĂ€chsten Morgen wurde ich dann nach einem FrĂŒhstĂŒck im Hotel wieder nach Fatumaca gebracht.

Am 20. Mai feierten wir den UnabhÀngigkeit Tag. Osttimor ist nun seid 17 Jahren, also seid dem 20. Mai 2002 unabhÀngig von Indonesien.
Dieser Tag wird immer groß gefeiert. Auch natĂŒrlich bei uns.
Nach einem Marsch von allen SchĂŒlern, die in einzelne Gruppen geteilt waren (nach Klassen), stellten sich alle auf dem großen Fußball Feld auf. Dort sollte nach einer Rede die Timoresische Flagge gehisst werden.
Das Problem war leider nur, dass es ĂŒberhaupt garnicht windig war, aber dafĂŒr ziemlich heiß.
Dies stellte vor allem fĂŒr die SchĂŒler ein Problem dar, da sie die gante Zeit auf dem offenen Feld stehen mussten.
Mindestens 15 SchĂŒler sind in den ca 2 Stunden auf dem Feld zusammengebrochen und mussten vom Feld getragen werden. Da ich einer der wenigen Leute war, die keine feste Aufgabe oder Position auf dem Feld hatte, war es meine Aufgabe die SchĂŒler vom Feld zu begleiten und mich um sie zu kĂŒmmern.😅

SpĂ€ter wurde auch noch die Flagge gehisst, aber davon konnten leider keine schönen Fotos gemacht werden, da es ĂŒberhaupt nicht windig war und die Flagge und schlaff an der Fahnenstange runter hing…
Nachher wurde Musik gemacht und getanzt, gefolgt von gutem Essen.

So wurde der Independenz Day ordentlich gefeiert!

An einem anderen Tag fuhr ich mit den Novizen und den Fratern zum Berg Ariana. Dort war ich bereits zwei mal vorher gewesen, aber das war im Oktober letzten Jahres.
Zusammen stiegen wir alle in auf die LadeflÀche eines Trucks und fuhren zum Berg. Dies dauerte ungefÀhr 45 Minuten. Am Berg angekommen machten wir uns an den Aufstieg. Dieser dauerte jedoch nicht sonderlich lange. Nach ca. einer halben Stunde waren wir schon auf der Spitze des Berges angekommen. WÀhrend es unten noch recht warm gewesen war, war es oben auf dem Berg recht kalt. Dazu kam das es super windig war und wir spÀter auch noch inmitten der Wolken waren.
Oben machten wir dann erst einmal jede Menge Fotos.

Danach wurde eine Messe gefeiert. Dazu gingen wir jedoch ein wenig von der Spitze des Berges aus abwĂ€rts, da es oben viel zu windig fĂŒr eine Messe war.
Nach der Messe machten wir uns auch schon wieder an den Abstieg.
Nach weiteren 45 Minuten kamen wir dann auch wieder in Fatumaca an.

An einem Sonntag Nachmittag machten wir uns (also die PriesterschĂŒler, zwei Frater und Ich) auf zu einem natĂŒrlichen Pool in einem Reisfeld.
Dazu mussten wir ungefĂ€hr 30 Minuten von Fatumaca aus ĂŒber die Reisfelder laufen.
Der Reis ist noch nicht ganz Ernte bereit, aber schon relativ weit heran gewachsen.
Am „Pool“ /Teich angekommen sprangen auch schon die ersten SchĂŒler ins Wasser. Auch ich ließ mir das, trotz des nicht wirklich guten Wetters nehmen.
Von den ungefĂ€hr 45 SchĂŒlern die mitgekommen waren gingen aber nur ungefĂ€hr 15 ins Wasser. Das lag zum einen daran, dass manchen zu kalt war aber auch vor allem daran das die restlichen fast alle nicht schwimmen konnten. Auch ich wurde davor schon oft gefragt ob ich denn schwimmen könne und wenn ich dann einfach sagte, dass ich schwimmen konnte wurde mir das meist nicht geglaubt.
In Osttimor ist es nicht wirklich hĂ€ufig, das die Leute schwimmen können. Als ich den SchĂŒlern dann erzĂ€hlte, dass ich in Deutschland keine Person kenne die nicht schwimmen könnte waren alle sehr erstaunt. Auch das mein 10 jĂ€hrige Bruder schon schwimmen kann, und das sogar ziemlich gut konnten die SchĂŒler kaum noch fassen.

Nach unserem Pool-Besuch gingen wir dann ĂŒber die Reisfelder und Straßen wieder zurĂŒck nach Fatumaca.
So in der Art sehen oft die Sonntags AusflĂŒge mit den SchĂŒlern aus. Es wird sich ein Ziel in der NĂ€he gesucht und dort wandert man dann hin.

Auch war ich letztens zum ersten Mal seid meinem Aufenthalt hier auf dem Radio Turm von Fatumaca. Warum wir den haben weiß keiner so genau. Radio hört hier nĂ€mlich keiner. Der Turm steht auf einem Haus und ist somit ca 50 Meter hoch. Den SchĂŒlern ist es strengstens untersagt alleine auf den Turm zu klettern, da dieser ĂŒberhaupt keine Sicherheit bietet. Es gibt nur mehrere quer gelegte Leitern die man hochklettern muss. Treppen und oder ein GelĂ€nder gibt es nicht. Da Fatumaca ja auch noch auf einem HĂŒgel liegt wird es auch nach wenigen Metern klettern schnell sehr windig.
Deshalb bin ich letztens mit einem Frater auf den Turm geklettert. Dieser trug dabei auch nur Flip-Flops. Oben angekommen hĂ€tte man auf jeden Fall aber einen super Ausblick ĂŒber ganz Fatumaca und es lohnte sich auf jeden Fall fĂŒr mich dort hochzuklettern.

Heute feierten wir auch das Pfingstfest. Dieses lag Gott sei Dank auf einem Sonntag. Als Christi Himmelfahrt dieses Mal auf einem Donnerstag lag wurde es nÀmlich kurzerhand auf den Sonntag verschoben.
Heute wurde auch endlich die Kirche vom Bischof eingeweiht. Dies Kirche war seid September letzten Jahres im Umbau und sollte eigentlich im Januar fertig gestellt werden. Dies hat sich aber aufgrund mehreren Faktoren immer weiter nach hinten verschoben. Nun ist sie endlich fertig. Bis darauf, dass sie neu gestrichen wurde und ein neues Dach bekommen hat, hat sich in den 9 Monaten Umbau nicht wirklich etwas verÀndert.
Dennoch sind jetzt alle froh, dass sie wieder genutzt werden kann und das Projekt abgeschlossen ist.

In meinem kommenden Blog werde ich euch einmal mehr ĂŒber Fatumaca zeigen, wie zum Beispiel die Klassenzimmer, die Essens SĂ€le und das EssenđŸ™đŸ»đŸ‘đŸŒ.

Bis dahin!

Euer Jakob

9.Juni