Unsere Weihnachtsfeier fand am Abend des 20.12. statt und es waren alle Salesianer, Jungs und  Mitarbeiter anwesend. Wir haben ein Programm aufgeführt, alle haben Geschenke bekommen und anschließend zusammen im Speisesaal gegessen.

Am eigentlichen Weihnachten ein paar Tage später waren fast alle nach Hause gefahren. An Heiligabend waren wir somit eine kleine Gruppe, die nach Salem zum Gottesdienst gefahren ist. Vier Staff members, die 8 Jungs, die in den Ferien generell im Care Home bleiben (Altersdurchschnitt 19) und ich. Die Messe fand unter freiem Himmel auf dem großen Gelände einer Gemeinde statt. Zuerst gab es ein Theaterstück zur Weihnachtsgeschichte, dann den Gottesdienst und schließlich haben wir mit den Fathers einer in der Gemeinde lebenden Gruppe Nonnen einen Besuch um zwei Uhr morgens abgestattet und Tea getrunken.

Während der Ferien ist der Tagesablauf im Care Home sehr entspannt. Es gibt mal keinen Stundenplan und die Jungs haben die Tage mit Cricket, Fernsehen und praktischen Aufgaben auf dem Gelände verbracht. Bei vielem davon habe ich mitgemacht und habe auch eine Cricket Lesson bekommen. Im Speisesaal haben wir zu neunt nur einen einzigen Tisch belegt. Der Ferienalltag hat mir gut gefallen. Nach ein paar Tagen bin ich schließlich selbst in den Urlaub gefahren.

Nach einer 15-stündigen Busfahrt bin ich am Morgen des 26.12. in Vijayawada angekommen, wo ich die dortigen Volos Marlene, Jette, Lele und Anton besucht habe. In den ersten zwei Tagen haben wir verschiedene Dinge in der Stadt unternommen und am Sonntag sind Marlene und ich in eins ihrer Projekte auf dem Land außerhalb von Vijayawada gefahren und dort bis Mittwoch geblieben. Dort wohnen aktuell 14 Jungs im Alter zwischen ca. 8 und 16 Jahren, die eine Vergangenheit als Straßenkinder und teilweise Drogenprobleme haben. Wir haben sie vormittags in Englisch und Mathe unterrichtet und nachmittags mit ihnen gespielt, und ich habe mich gefreut, Einblicke in die Projekte meiner Mitfreiwilligen zu bekommen.

An Silvester sind wir zurückgekommen und haben in der WG ein Krimidinner veranstaltet und uns vom Dach aus das Feuerwerk angeschaut, welches für eine so große Stadt ziemlich klein ausfiel, weil wahrscheinlich schon alles an Diwali verböllert wurde. Somit hatten wir einen sehr ruhigen Start ins neue Jahr.

Am dritten Januar bin ich zurück nach Nilavarapatti gekommen und habe dort noch zwei weitere ruhige Ferientage verbracht, an denen die Jungs und ich vor allem aufgeräumt und geputzt haben, weil zur Rückkehr der anderen alles ordentlich sein sollte. Bis Montagvormittag waren die meisten wieder da.

Wie jedes Jahr wird der Januar hier als Don Bosco-Monat gefeiert und am Dienstag gab es ein Einstiegsprogramm. Die Jungs wurden in drei Teams eingeteilt und werden in den nächsten Tagen und Wochen in verschiedenen Wettbewerben gegeneinander antreten. Am 31. Januar ist das Don Bosco-Fest.

Unter anderem deshalb ist der Januar ein sehr voller Monat. Es haben auch sechs Jungs und unser Direktor Geburtstag, am 15. Januar ist Pongal, was ein etwa so großes Fest wie Diwali ist, und schließlich erwarten wir zum Don Bosco-Fest sehr viele Gäste, weshalb das Programm, was wir bis dahin vorbereiten, nicht langweilig werden soll.

Ich hoffe ihr seid alle gut ins neue Jahr gestartet. Viele Grüße, Elisabeth