Die ersten Tage

Heute melde ich mich wieder, aber diesmal schon aus Rango. Bis jetzt war alles so spannend, dass ich es noch nicht geschafft habe, über den Flug zu berichten. Als wir von Brüssel aus los geflogen sind, konnte ich es kaum glauben, dass wir nun wirklich nach Kigali fliegen. Der Flug war sehr aufregend. Keine wirklichen Turbulenzen, aber dennoch hatte ich bei fast jeder kleinen Unruhe etwas Angst. Alles in allem war er trotzdem sehr gut. Als die Landung dann nahte, wurde es wieder aufregend. Es war schon dunkel draußen, aber aus dem Fenster konnte ich die Lichter von Kigali sehen. Als wir dann aus dem Flugzeug gestiegen sind, konnte ich es immer noch nicht glauben, dass wir wirklich hier sind. Übers Rollfeld gelaufen und danach das Visum beantragt, bis wir dann aus dem Ausgang gingen und sehr viele Menschen vor dem Eingang gewartet haben, um jemanden abzuholen. Zum Glück haben wir Père Innocent sofort gefunden. Dann ging die Fahrt mit dem Auto los durch Kigali. Aus dem Fenster zu schauen ist wirklich interessant gewesen. Ich habe sofort gemerkt, dass alle hupen und dass es viele Motorradtaxis gibt, die sich überall durch schlängeln. Es war ein bisschen chaotisch, aber cool. Lustig wurde es dann auch, als wir über die hügelige, unbefestigte Straße zum Gelände der Salesianer gefahren sind. Alle wurden auf jeden Fall gut durchgeschüttelt. Unser Empfang war sehr herzlich, wir durften mit zwei Salesianern Bekanntschaft machen, die mit uns zu Abend gegessen haben. Es gab gebackene Kartoffeln, Spaghetti, Bohnen, Tomatensuppe, Reis, Fleisch und kleine Mini-Bananen😋. Alles sehr lecker ! 

Am nächsten Tag besuchten wir zum ersten Mal hier eine Messe. Die Musik war toll, so lebendig und rhythmisch. Auf Kinyarwanda haben wir nichts verstanden, aber konnten trotzdem bei den Liedern mit klatschen. Statt eine Klingel zu läuten bei der Wandlung der Hostie, wird laut geklatscht. Später nach der Messe haben wir die Koffer auf einen Pickup geladen und sind nach Rango los gefahren zusammen. Während der Fahrt war es so spannend. Überall Menschen auf den Straßen, die Körbe, Reisigbündel, Einkäufe etc. auf ihren Gepäckträgern der Fahrrädern oder auf dem Kopf transportiert haben. So viel, dass man sich fragt, ob die Fahrräder nicht zusammenbrechen. So werden Dinge die Berge hoch und runter transportiert. Unter anderem sah ich eine Ziege in einem Korb und ein totes Schwein auf dem Gepäckträger. Außerdem auch mehrere Baumstämme, Bierkästen aufeinander gestapelt, riesige Säcke…Es gab sehr viele Hügel, über die wir fahren mussten und überall war etwas los, es saßen Menschen an der Straße, liefen herum oder fuhren auf Motorradtaxis. Die Natur ist sehr grün, man sieht viel Gras, Bambus, Palmen, Bäume, Wald… Sehr viele Ziegen werden außerdem am Straßenrand an Bäumen befestigt und fressen dort. 

Endlich angekommen, wurden wir wieder herzlich empfangen und haben uns dann erstmal ein bisschen ausgeruht. 

Bis jetzt sind 5 einhalb Tage vergangen und wir haben schon Bekanntschaft mit vielen Leuten geschlossen. Teilweise sind die Namen sehr schwer zu merken. Am zweiten Tag sind wird dann das erste mal zum Oratorio gegangen, wo um die 80 Kinder und Jugendliche gespielt haben: Basketball, Volleyball, Fußball… es war viel los. Obwohl wir uns natürlich am Anfang fehl am Platz fühlten, haben wir nach kurzer Zeit mit ein paar älteren geredet und dann später mit ca. 20 Jungs im Alter von ca.12-15 Jahren alt Volleyball gespielt. Es war sehr aufregend, auch ein bisschen unangenehm. Die Kinder sind sehr gut in allen Spielen. Am Abend haben wir dann das erste mal das „mot du soir“ mitbekommen, ein kurzes Gebet, bevor alle gehen. Doch hiernach sind noch einige Jungs geblieben und haben sich mit uns noch 20 Minuten unterhalten. Heute waren wir in der Stadt Butare, in einem kleinen Dorf und sind etwas rumgefahren. Ich habe wunderschöne Hügel und Felder gesehen und Bananenpalmen. Am Nachmittag haben wir das erste mal Fußball versucht. Gegen die Novizen der Salesianer im Alter von um die 18-25 waren wir eher ein Hindernis. Am nächsten Tag haben wir ein paar Mädchen kennengelernt, die uns am Abend im Dorf ihr Haus gezeigt haben. Am Tag darauf waren wir wieder früh morgens beim Oratorium und haben mit ein paar Jungs Basketball gespielt. Nachmittags bis Abends haben wir dort ebenfalls verbracht. Es kamen sehr sehr viele, hauptsächlich Jungs. Dort haben wir dann ein bisschen Musik gehört und mit mehr Leuten geredet. Die Zahlen auf Kinyarwanda kann ich jetzt und ein paar Wörter, die uns Jungs beibringen. Mal schauen, was die nächsten Tage so bringen 😃

Grüße Sonja

👋🏼👋🏼👋🏼

Ankuft in Kigali am Abend
Auf dem Weg von Kigali in die Südprovinz nach Rango

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  1. Emmanuel

    Sehr nice. Das klingt nach einem gelungenen Start in das Jahr. Ich freu mich auch schon darauf in den Flieger zu steigen, warte aber noch auf mein Visum. Viel Spaß dir in Ruanda!

  2. Bing Bing

    Interessant und spannend. Wir sind ganz Ohr bzw. neugierig, Neues zu erfahren und daran teilzunehmen, welche Eindrücke Du gewinnst. Alles Gute!

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