Hellooooo,
ja, ihr seht richtig – ich melde mich auch mal wieder. Der letzte Monat war super chaotisch, und ich hab es nicht früher geschafft, den Blogeintrag fertig zu schreiben. Deswegen gibt es diesen Monat ganze zwei Einträge.
Raus aus der Stadt
Nachdem Lizi und ich den gesamten Winter damit verbracht haben, uns gegenseitig auf die Nerven zu gehen und das Haus nicht zu verlassen, haben wir es tatsächlich auch mal geschafft, die Stadt zu verlassen – und das für ganze zwei Wochen.
Wir wurden nämlich gefragt, ob wir für zwei Wochen in einem Nationalpark Englisch an die Mitarbeiter unterrichten können. Als ob wir dazu nein gesagt hätten. Also haben wir unsere Sachen gepackt und sind zusammen mit einer Übersetzerin und zwei Mitarbeitern, die hauptsächlich von Ulaanbaatar aus arbeiten, 17 stunden ins nirgendwo gefahren.
Auf dem Rückweg haben wir es dank der gewöhnungsbedürftigen (oder eher lebensgefährlichen) Fahrweise sogar an einem Tag geschafft.
Aber gut, ich kann mich nicht beschweren – wir sind ja lebend angekommen, und ich habe es sogar geschafft, mein Testament zu verfassen. Eigentlich sollte ich dankbar für diese Möglichkeit sein.
In dem National park Khomyn Talyn Takhi, werden die einzigen lebenden Wildpferde geschützt. Schaut euch für mehr Infos unbedingt die Website des Parks an! Und wenn ihr mal in die Mongolei reist, kann ich euch diesen Nationalpark sehr empfehlen.
In diesen zwei Wochen gab es auch eine Veranstaltung zum Weltfrauentag. Viele Frauen aus einem Dorf „in der Nähe“ sind gekommen und wir haben zusammen gefeiert. Das ist auch ziemlich genau der Punkt, an dem meine Erinnerung verschwimmt. Am Abend sind viele Frauen durch die Gegend gelaufen und haben Shots verteilt. Lizi und mir hat aber niemand gesagt, dass man nur so daran nippen muss und sie dann zur nächsten Person weitergibt. Da wir dann aber einmal angefangen hatten, sind wir auch nicht mehr rausgekommen.


Zurück nach hause
Ich hatte zwar sehr viel spaß in diesen zwei Wochen, aber ich hab mich doch schon sehr gefreut meine Jungs wieder zu sehen.
Wir wurden auch von sehr fröhlichen Kindern empfangen, die zwei Wochen damit verbracht haben Father Paul zu fragen wann wir denn wieder kommen. Ich meine ist ja klar – wie können wir es wagen zwei Wochen zu verschwinden und ihnen nicht zu sagen wohin wir gehen und wann wir wieder kommen?
Also wir haben es ihnen schon erklärt aber die hören wirklich nie zu.


So viel ist aber tatsächlich nicht passiert, da wir nur eine Woche zuhause waren. Allerdings habe ich einen Streunerwelpen gefunden und angefangen, ihn zu füttern, kurz bevor wir zu unserem Zwischenseminar mussten. Das habe ich dann ganz eventuell Father Timothe erzählt, und es war ja auch nie meine Absicht, dass er Futter und Spielzeug kauft. Ups, hätte ich ja nicht wissen können, dass er sich auf den ersten Blick in meinen Hund verlieben könnte. Zu meiner Verteidigung Father Timothe hat auch schon einen Hund aufgenommen, also bin ich nicht die einzige.
Wir kommen jetzt langsam zum ende, aber ich habe auch schon lange nicht mehr die Worte der Weisheit des Father Pauls mit euch geteilt und es wird wieder mal zeit!
Vor Kurzem hatten wir Besuch von einem wichtigen Spender des Caring Centers. Father Paul hat ihm dabei erklärt, was das Wichtigste an unserer Arbeit ist – also an der Arbeit der Lehrer und von uns:
Wir wollen diesen Kindern eine bessere Zukunft ermöglichen. Dazu gehört auch, ihnen zu zeigen, wie es sich anfühlt, geliebt zu werden – und wie sie selbst Liebe und Zuneigung ausdrücken können. Denn genau das hilft ihnen, später einmal gute und liebenswerte Menschen zu werden.
Natürlich hat er das alles viel weiser und inspirierender formuliert, aber im Prinzip das gleiche.
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