Leonews aus Benin

zwischen Motorradtaxis und Markt-Gewusel

Kou do xou wé

Bonne nouvelle année à toutes et à tous!!! Ich hoffe, dass alle gut rübergerutscht sind in 2026 und dass dieses Jahr voller Abenteuer und einzigartiger Momente sein wird! Auch wenn Silvester schon wieder 2 Wochen zurückliegt, ist es dennoch erzählenswert!

Dinner for 2

Anders als Weihnachten haben Maria und ich den Jahreswechsel zu Hause bei den Schwestern verbracht. Nach einem wirklich produktivem Tag (Neujahrsputz und so 😉 ) sind wir abends in unseren neu geschneiderten Kleidern Essen gegangen! Und das natürlich nicht in einem schicken Restaurant sondern die nächste Sandstraße links bei unserer Lieblingsstreetfoodverkäuferin! Bei ihr ist die Auswahl immer riesig! Bestimmt 10 Töpfe stehen auf ihrem Tisch, allesamt mit Deckel, doch sie kennt sie alle in- und auswendig und öffnet immer zielsicher den Deckel. Wir lieben Atassi – ein Gericht mit Reis, Bohnen und einer leckern Soße. Wer will nimmt dazu Ei, Fisch oder Käse. Man sieht, wir haben es uns so richtig gut gehen lassen!

Kirche statt Club

Gestärkt ging es dann auch schon zusammen mit den Foyer-Mädchen in die Kirche. Um 21:30 Uhr warteten wir gespannt in der Kirchenbank und kurze Zeit später startete das Programm auch schon. Nach einer halben Stunde Anbetung folgte der Gottesdienst und um 0 Uhr spielte die Band die wirklichen Banger-Lieder! Alle Menschen standen auf, fingen an zu tanzen und zu singen und jeder fiel sich in die Arme und wünschte sich „Bonne heureuse année“. Der ganze Saal bebte und vibrierte, ein Lied folgte dem anderen und sogar die Priester konnten sich nicht mehr still halten und legten eine kleine Tanzeinlage ein. Nach dem Gottesdienst ging es nach Hause. Doch die Stimmung in der Kirche war auch auf den Sandstraßen Cotonous zu spüren. Überall hörte man Feuerwerke, Raketen und Knallerbsen und die Menschen waren so richtig in Feierlaune.

Dancing-Queens und Neujahrssekt

Auf dem Gelände ging die Party natürlich weiter. Zusammen mit den Foyer-Mädchen tanzten und sangen wir und feierten das neue Jahr. Irgendwann mussten sie dann ins Bett und Maria und ich machten es uns noch in unserem Zimmer gemütlich. Mit Kindersekt in Tassen haben wir auf das Jahr 2026 angestoßen und noch ein wenig gequatscht, bis wir dann müde ins Bett fielen.

Schwimmen am Strand

Was gibt es besseres, als am 1. Januar im Meer schwimmen zu gehen!? Genau das haben Maria und ich gemacht. Nach einer Feier und einem gemeinsamen Essen bei den Schwestern, was echt ein Festessen war, ging es an den Strand. Das Meeresrauschen, die leichte Brise und die Sonne, die langsam untergeht – herrlich! Und so ging der erste Tag in 2026 zu Ende…

Neujahrsparty bei Lotte

Am 2. Januar ging es nach einer erneuten Putzaktion nach Calavi zu Lotte. Dort machten wir uns nach einem wirklich leckeren Mittagessen (Ragout de Igname) an die Partyvorbereitungen. Fegen, putzen und die Tische aufstellen, dann konnte die Party auch schon starten! Es wurde ordentlich gefeiert, viel getanzt und gesungen! Nach einer sehr kurzen Nacht halfen wir Lotte, alles klar Schiff zu machen – mit Musik hat das auch richtig viel Spaß gemacht! Abends machten wir einen kleinen Spaziergang zum „Marché Glo“ bei ihr in der Nähe, um für unser Abendessen einzukaufen! Als Wegzehrung gab es einen Maiskolben und während es langsam dunkel wurde, kamen wir dem Markt immer näher. Die Stimmung war ganz besonders, da wir Vollmond hatten. Nach einer leckeren Brotzeit – ja richtig gelesen, wir haben ein Stück Deutschland nach Benin geholt- fielen wir müde ins Bett (erst einmal den fehlenden Schlaf nachholen…).

Am nächsten Tag ging es auch schon nach Hause mit vielen Ohrwürmern (von der Party) und einem neuen Wort auf Fon: Kou do xou wé = bonne fête!

Nach vielen Tagen des Feierns kehrt hier langsam aber sicher wieder der gewohnte Alltag ein. Ich denke immer noch gerne an den Silvesterabend zurück, denn das war das erste Silvester ohne spektakuläres Feuerwerk. Und ich muss sagen, ich hab es zu keiner Minute vermisst. An diesem Abend ging es darum, das Jahr 2025 würdig abzuschließen und gestärkt und voller Freude das Jahr 2026 zu starten. Man wurde von dieser Stimmung mitgerissen und hat in diesem Moment alles um sich herum vergessen. Ein wirklich einzigartiges Gefühl! Eines ist sicher: Diesen Jahreswechsel werde ich so schnell nicht vergessen!

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Halbzeit

  1. Ali

    2025 war echt ein Hammer Jahr für uns alle. Wir haben die Schule mit unserem Abitur abgeschlossen und sind alle schon in verschiedenen Abenteuern verteilt auf der ganzen Welt. So ein neuer Start in 2026 ist auch etwas ganz besonders! Du hast verdient, zu feiern. Und so wird es auch weiter gehen wenn du wieder in Deutschland bist 🎉 Sei stolz auf alles was du geschafft hast 🙂

    • Jule

      2025 einfach zu krass gewesen 🙂‍↕️. In 2027 wird dann wieder gemeinsam reingefeiert!

  2. Jule

    Feliz año nuevo! War das mal eine der Ausnahmen, bei denen ihr länger als 22 Uhr draußen bleiben durftet?

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