La Noël des enfants
Am 27.12. geht es direkt weiter im Weihnachtsprogramm: Es wird Kinderweihnachten bei uns im Don Bosco Zentrum gefeiert. Dafür werden nicht nur alle Kinder aus dem Viertel, sondern selbstverständlich auch die Kleinen unserer beiden Foyers eingeladen. Nachdem wir vormittags eine gemeinsame Messe gefeiert haben, können die Kinder das Programm kaum abwarten. Kein Wunder, denn die verschiedenen Spielstationen, an denen sie Lose für Gewinne in unterschiedlichen Preisklassen erwerben können, erinnert an einen Jahrmarkt. Vor lauter Vorfreude laden die Kinder ihre Jacken, Schuhe und teilweise auch ihre Lose bei uns ab, um gleich zum nächsten Spiel zu sprinten. Christine und ich genießen es die Packesel der Kinder zu sein und ihnen jedes Mal stolz mit ihrem Los ein High Five abzunehmen, wenn sie eine Station erfolgreich beendet haben. Abgesehen von einer Fuß- und Basketballstation wurde beispielsweise Sackhüpfen, oder auch eine Station angeboten, bei der man es schaffen musste, acht Kerzen mit einem Streichholz anzuzünden. Nach dieser Aktion durften wir aber erst ein mal mit den Gewinnern die Hände abkühlen gehen.


Happy Birthday Katja!
Der 28.12. ist ein besonderer Tag, denn es handelt sich um den Geburtstag von Katja. Diesen haben wir an unserem darauffolgenden freien Tag, dem Montag, gefeiert. Nachdem alle Pères für eine réunion nach Cinkassé in den Norden gefahren sind und wir somit sturmfrei haben, machen wir uns einen extrem gemütlichen Tag, um uns nach den ganzen Feiern mal richtig auszuruhen. Das bedeutet ausschlafen bis mittags, und uns von unserem Koch mit Pommes, Würstchen und Kochbananen (Katjas Lieblingsessen) verwöhnen zu lassen! Mittags reden wir viel, legen uns nachmittags wieder schlafen und schauen abends gemeinsam einen Film an, während wir ein mit Spaghetti gefülltes Omelette genießen! Was für ein wichtiger Tag!

Neues Jahr und neues Fest
Neujahr wurde ähnlich wie die anderen Feste auch hier gefeiert. Nur besuchten die Jungs im Gegensatz zu den Mädchen am 31.12. keine Messe, sondern wir bliesen einige Luftballons als Dekoration auf und tanzten natürlich wieder. Außerdem freuten sich die Kinder über eine Diashow, mit der wir die letzten Jahre des Foyers reflektierten und die Wartezeit zum Essen überbrückten. Um 23 Uhr fahren wir allerdings nach Hause um in der Maison Don Bosco zu essen und gehen danach alle relativ schnell ins Bett.
Am 01.01. wird die schon lange angekündigte Einladung der Don Bosco Schwestern fällig. Als wir mittags bei ihnen ankommen, erwartet uns ein Festmahl bestehend aus Pizza, Foufou und Eis als Nachspeise! Was für ein Segen! Das dachten sich unsere Foyer Kinder auch, als wir ihnen danach das übrig gebliebene Foufou vorbei fahren. Abends ist ebenfalls wieder Musik und Tanz angesagt. Jedoch war die Stimmung nicht die Beste, da wir ein paar Kinder zurechtweisen mussten, die ihre Böller leichtsinnig verwendet haben.

Nationalpark in Tchamdé
Spätestens am 05.01. waren wir drei aber wieder bei bester Laune. Denn zum Abschied Katjas hat Père Jonathan einen Ausflug in einen Nationalpark vorgeschlagen. Also fahren wir einen Tag vor ihrer Abreise gemeinsam nach Tchamdé, um nicht nur Löwen, sondern echte Elefanten zu besichtigen! Und tatsächlich sogar zu streicheln! Dafür brettern wir erst ein mal ca. 20 Minuten mit einem Safari Truck über Stock und Stein, bevor wir in dem Resort ankommen, wo uns die 2 Giganten in freier Wildbahn begrüßen. Der einzige Grund aus dem ich beim Angesicht meiner Lieblingstiere noch nicht in Freudenschreie ausgebrochen bin, liegt darin, dass ich sie nicht abschrecken wollte. Bevor wir sie allerdings bewundern und streicheln können, bekommen wir ein kurzes Briefing über ihre Herkunft, ihre Verbreitung und ihren Lebensraum.
So erfahren wir, dass die beiden Weibchen 22 Jahre alt sind, aus Burkina Faso stammen und täglich 150kg Essen. Und das, ohne dass sie von den Rangern gefüttert werden. Was ihr Trinkverhalten angeht, so nimmt ihr Rüssel täglich durchschnittlich bis zu 100l Wasser auf. Unsere Frage, ob sie tatsächlich Angst vor Mäusen und Ameisen haben wird mit ja beantwortet. Sobald nämlich Ameisen in den Rüssel der Riesen gelangen, sind sie den schmerzhaften Bissen hoffnungslos ausgeliefert und begehen Suizid, indem sie ihren ihren Kopf so lange gegen eine Mauer schlagen, bis sie sterben.


Der König der Tiere hinter Gittern
Wird nehmen uns ca. zwei Stunden Zeit um die Tiere zu bewundern und ich bin noch immer überwältigt von ihrer Eleganz. Obwohl sie so riesig sind, wäre mir überhaupt nicht aufgefallen, dass eine der beiden plötzlich direkt hinter mir aufgetaucht ist. Ich erschrecke mich leicht und bin einfach nur fasziniert. Diese Faszination hält an, bis wir den Weg zurück zu den beiden Löwe Gehegen fahren. In dem einen befinden sich 7 Löwen, während wir kurz danach zum anderen Gehege der beiden weißen Löwen gebracht werden. Im Vergleich zu der wirklich einmaligen Erfahrung den Elefanten über seine dicke Haut zu fahren und ihn aus solcher Nähe erleben zu dürfen, kam ich mir bei den Löwen wie eine blöde Touristin vor. Einerseits war es unfassbar beeindruckend die Tiere zu sehen und sie Brüllen zu hören, aber andererseits merkte ich, wie provoziert sie sich von uns fühlten. Kein Wunder, bei der Art und Weise wie sie mit ein bisschen Fleisch wild gemacht wurden und der Guide spöttisch gegen den Zaun schlug, um ihnen seine Dominanz zu beweisen und uns eine Show zu bieten. Darauf hätte ich wirklich verzichten können.

Evaluation nach den Ferien
Worauf ich auch hätte verzichten können, war der Abschied von Katja. Diese ist nämlich am 08.01. wieder zurück nach Lomé gefahren, um sich auf ihre neue Arbeitsstelle vorzubereiten. Christine und ich nutzten den restlichen Vormittag nach ihrer Abfahrt ebenfalls zur Vorbereitung: um Arbeitsblätter für die Lernzeit unserer Kinder herzustellen. Dadurch, dass wir nämlich die ersten Zeugnisse erhalten und diese ausgewertet haben, können wir den Kindern jetzt spezifisch bei den Zeiten in Englisch, oder beispielsweise bei den negativen Zahlen in Mathe helfen. Das ist ein riesiger Erfolg, wie wir immer wieder feststellen, wenn nun plötzlich Kinder außerhalb der festgelegten Zeiten auf uns zukommen und um Hilfe oder neue Aufgaben beten.
Evaluation haben wir nach den Ferien ebenfalls mit den Schülern unseres Deutschclubs gemacht, deren Anzahl sich inzwischen wesentlich reduziert hat. Gut, dass Christine und ich uns einig sind, dass wir lieber wenig motivierte als viele semi-motivierte Kinder unterrichten. Unser anonymes Feedback ergab, dass sie gerne weitere deutsche Lieder und Vokabeln lernen wollen, Grammatik hingegen kein wichtiger Schwerpunkt werden muss. Nach über drei Monaten Togo stand nun auch die erste Evaluation mit unserem Direktor Père Cyrille und Père Jonathan statt. Das hatte sich allerdings schnell erledigt, weil wir abgesehen von kleinen Anregungen von beiden Seiten unsere vollste Zufriedenheit aussprechen konnten.

Nun bleibt nur noch, euch ein gesegnetes neues Jahr mit reichlich schönen Momenten, ganz viel Frieden, Gesundheit und Freude zu wünschen!
Außerdem bin ich immer noch dabei meine 3000€ Spenden zusammen zu sammeln. Leider habe ich nicht die Kontaktdaten eines jeden Spenders, weshalb ich mich hier noch ein mal herzlich für jede einzelne Spende bedanke! Diese geht direkt an Don Bosco und finanziert mir meinen Aufenthalt hier vor Ort.
Deshalb noch ein Mal vielen Dank für eure Unterstützung bis zu meinen 3000€!
Mein Spendenkonto lautet:
Konto:
DON BOSCO MISSION
LIGA BANK MÜNCHEN
IBAN: DE66 7509 0300 0102 1418 76
BIC: GENODEF1M05
VERWENDUNGSZWECK: Gladys Gerezgiher S25VB005
Oder aber über den Spendenlink:
http://www.donboscomission.de/volontariat/2025/spenden/gladys
Christine Gnan
Wenn man bedenkt, dass du vor Freude und Ehrfurcht fast geheult hast, ist das Ende des Elefanten-Abschnitts ziemlich trocken, Glagla! Zum Glück haben diese beide Grazien noch keinen Suizid begangen und zum Glück stecken Elefanten den Rüssel ins Maul, wenn sie Bienen oder Ameisen hören. Sind eben schlaue Tiere, deine Lieblingstiere!
Aber sonst sehr schön. Und sehr praktisch, dass du schneller bist als ich, kann ich mir zum Beispiel das Beschreiben von Silvester sparen. Hab dich lieb! Und jetzt: Faut commenter chez moi. Vite même.
gigiinafrica
Ich erzähle eben gerne objektiv Chrichri. Außerdem hab ich geschrieben jusqu‘ààà, deswegen kann so ein Fauxpas schon mal passieren. Aber hast Recht, ils avonez beaucoup d‘intelligence. Ganz viel looove zurück an dich & heeetz mich nicht, j‘arrive.
Christine Gnan
Achtung Lachunfall! Wie, dass kein Wasser involviert ist… Mehr muss die Nachwelt auch gar nicht wissen. Tu as compris? Tu as compris?
Christine Gnan
*wie gut