Hi, ich bin nun seit über zwei Wochen zurück in Deutschland und doch noch nicht wirklich angekommen. Wie auch? Ich war sieben Monate in einer anderen Welt, die sich doch auf demselben Planeten befindet. Die letzten Wochen auf der Insel waren nochmal sehr aufregend.

Vom 3. bis zum 8. August fand das lang geplante Summer Camp der English school statt, bei dem wir als Comitee Members bei der Organisation und dem Ablauf mitgeholfen haben, aber eben auch einfach viel Zeit mit den Kids verbringen konnten. Es war ein wunderschöner Abschluss für mich und ein Tschüss Sagen an alle Kids, die ich gerade sehr vermisse. Extra fürs Camp kamen zwei Brothers ins Projekt, einer aus dem Süden Sri Lankas und einer aus Pakistan. Sie bildeten mit uns ein Animation Team und halfen maßgeblich mit. Es war sehr cool, nochmal neue Leute kennenzulernen und es waren die ersten Brothers überhaupt, die wir kennengelernt hatten. Jeder Tag war durchgeplant, aber gemäß Sri Lankanischem Mindset war es dann doch nicht so schlimm, ab und an ein paar Minuten später dran zu sein, komplette Programmpunkte zu zu verschieben oder komplett zu streichen. Die Tage haben wir in der Schule verbracht, außer an zwei Tagen, an denen wir ein Picnic veranstaltet haben. Am Mittwoch nach Jaffna und am Samstag nach Anuradhapura. Bei letztgenanntem haben wir viele Buddhistische Tempel besichtigt und es war unser letzter Tag mit den Kids, da danach die Ferien anfingen. Am Donnerstag war außerdem DJ Night mit Karate Vorführung, bei der auch Eltern und andere exterene Personen eingeladen waren. Ich und Alena waren natürlich im Karate Programm envolviert, es hat viel Spaß gemacht. Zudem wurde draußen zwischen English School und Konvet ein großes Feuer errichtet, um das getanzt wurde (wir haben auch einen deutschen Song performt). Natürlich durfte ein Feuerwerk nicht fehlen, es war abgesehen von den zwei Picnics definitiv der schönste Tag des Camps für mich.

Hier ein paar Eindrücke:

Yoga als Start in den Tag
Team Competitions
Picnic in Jaffna
die Brothers und zwei der Sisters
das Campfire
Karate Vorführung

Eine Woche haben wir dann im Projekt verbracht ohne wirkliche Arbeit, da alle Kids Ferien hatten. Hab also Schlaf nachgeholt und versucht, mich mental aud den Abschied einzustellen. außerdem habe ich meinen Urlaub geplant, da ich nochmal ein bisschen von dem Land sehen wollte und die Kilinochchi Fathers uns eingeladen hatten, um mit ihnen nach Pinnawala zu einem Elephants Orphanage zu fahren. Alena hatte dagegen schon Pläne für die nächste Woche, sie würde nach Indien fliegen mit einem der Fathers. Somit fuhr ich am Donnerstag alleine per local bus nach Kilinochchi und erlebte einmal mehr die Gastfreundschaft der Fathers dort. Am darauffolgenden Tag fuhren wir zu dritt in den Süden nach Metiyagane, wo wir bei einer Don Bosco Einrichtung übernachtet haben und ich ein paar Wörter Sinhala gelernt habe, was wirklich komplett anders klingt als Tamil. Samstags ging es dann endlich ins Orphanage, ich wollte unbedingt noch Elefanten sehen bevor ich zurück fliegen würde und es hat sich gelohnt.

in Kilinochchi
im Orphanage

Am selben Tag ging es für mich noch ins Provincial House in Negombo, wo ich Johanna getroffen hat, die Voluntärin in Murunkan war. Das Klima dort ist immer sehr angenehm, wobei das Wetter, aber vor allem die Atmosphäre gemeint ist. Wir haben gequatscht und neue Leute kennengelernt, vor allem Brothers. Apropos, am Sonntag flogen dann die beiden Brothers (zu Johannas Summer Camp kam auch ein pakistanischer Brother) aus Pakistan zurück in ihr Heimatland, weshalb wir sie im Provincial House noch verabschieden konnten. Daraufhin habe ich noch die darauffolgenden Tage bis Donnerstag dort verbracht, Johanna ist dann bald schon zurück nach Murunkan gereist und am Sonntag, dem 24. schon nach Deutschland geflogen.

der Beach beim Provincial House
das Provincial House

Ich habe die Zeit genossen und bin am Donnerstag dann nach Galle gefahren per Bus, wo ich Father Sebastian getroffen habe, der mir Galle und dann drei Tage Ahungalla gezeigt hat. Dort habe ich auch übernachtet, die Brothers werden dort von ihm die ersten drei Jahre in Philosophie unterrichtet, zu dem Zeitpunkt war aber nur einer der Brothers vor Ort. Father Sebastian und ich haben alle Tourist Attractions ausprobiert: Boat Safari, Fish Therapy, Turtles Orphanage, Massage, Train Drive und Swimming Pool, es war sehr cool, natürlich ein riesiger Unterschied zu den Verhältnissen im Norden Sri Lankas. Überall weiße Touristen und hohe Preise, eine andere Welt.

Galle am Abend
Boat Safari
das Turtle Orphanage

Leider hatte meine Mitfreiwillige Alena Pech bei ihrer Reise, sie und der Father wurden bei der Immigration nach Indien nicht durchgelassen, sondern zurück nach Sri Lanka geflogen, da es wohl Probleme mit dem Visum gab und Katholiken in dem Teil Indiens gerade offenbar nicht erwünscht sind. Wir zwei haben uns im Provincial House dann noch getroffen bevor ich meine Fahrt in den Süden angetreten bin.

Am Sonntag Abend bin ich dann über Nacht zurück nach Pallavarayankattu gefahren und am Montag wurde der Koffer gepackt. Die Tech School Students und der Staff hat uns sehr süß verabschiedet und wir haben eine Mini Rede gehalten, es war sehr emotional alles. Außerdem mussten wir uns noch bei der Police Station abmelden und haben abends mit den Sisters Nudeln gekocht und mit den Hostel Girls das letzte Mal eine Dance Night veranstaltet. Auch die Nursery hat uns super schön verabschiedet, mit Blumen und Kuchen. Mittwochs war das letzte Mal Messe morgens, abends ging es schon los mit dem local bus nach Negombo ins Provincial House. Die zwei Nächte dort bis zum Flug am 28. waren sehr gut zum Abschied nehmen und reflektieren.

Bye bye Kittens
über Nacht von Dehli nach Frankfurt

Der lange Flug an sich war entspannt, wir sind einmal in Dehli umgestiegen und mit AirIndia geflogen und als wir dann in Frankfurt waren, hat sich das ganz falsch angefühlt. Hektisch, laut, kalt und grell. Natürlich wahr ich froh, meine Familie wiederzusehen, mein Zimmer zu betreten und endlich wieder gute Schokolade zu probieren. Natürlich habe ich mich in den letzten Wochen einigermaßen eingelebt. Doch die Sehnsucht, das Fernweh, das Vemissen wird nicht weggehen. Eine weitere Reise dorthin ist selbstverständlich, ich habe so viele, so sympathische Menschen kennenlernen dürfen, die mich durch die Monate hinweg aufgebaut haben. Ich bin so dankbar für alles und möchte darauf aufmerksam machen, was für eine wichtige Arbeit die Salesianer eigentlich leisten. Sie betreiben Heime, Kindergärten, Schulen, Berufsschulen und Weiteres, schaffen unzählige Arbeitsplätze und bewirken so viel Gutes im Leben von jungen Menschen überall auf dieser Welt.

Wenn ihr für die Arbeit von Don Bosco Volunteers an die Don Bosco Mission spenden wollt, könnt ihr das hier tun. Eure Spende trägt dazu bei, dass auch in Zukunft weiterhin Freiwillige mit DBV einen Freiwilligendienst im Ausland zu machen können.

Euch wird eine Spendenbescheinigung zugeschickt, wenn ihr im Verwendungszweck zusätzlich eure Adresse angebt

DON BOSCO MISSION

LIGA BANK MÜNCHEN
IBAN: DE66 7509 0300 0102 1418 76

BIC: GENODEF1M05 

Verwendungszweck: Anne/S25VB008

Eine Woche nach der Ankunft war dann auch schon Das Rückkehrenden Seminar in Benediktbeuern, was natürlich mega schön war, da ich endlich alle Mitvoluntäre nach einem Jahr wiedergesehen habe. Wir haben viel reflektiert, uns ausgetauscht, Spiele gespielt und indisch gekocht. Alles in allem glaube ich, dass durch diese Seminare Freudschaften fürs Leben entstanden sind.

Für mich bleibt jedoch wenig Verschnaufpause, nächste Woche ziehe ich schon um fürs Studium, mein erstes „richtiges Ausziehen“ von daheim, abgesehen von dem Freiwilligendienst. Dadurch ist es gerade ziemlich stressig, aber ich weiß, dass die letzten sieben Monate ein riesiges Geschenk waren und ich in meiner Zukunft immer wieder neue Erkenntnisse daraus ziehen werde und mich immer wieder erinnern werde an die Leute, die Kultur und die Atmosphäre dieses wunderschönen Landes.

Somit: DANKE FÜR ALLES, auch an dich, der du bis hier gelsen hast!

Liebe Grüße, Anne