Āyubōwan und viele Grüße aus Sri Lanka!
Ich und Alena sind am Montag ganz früh vom Münchener Flughafen los geflogen, nachdem wie eine Nacht bei Freunden übernachtet haben.
Wir wurden netterweise von zwei Volos aus Benediktbeuern mit dem Auto hin gefahren, die wir bei unserer spontanen Zeit im Kloster im Winter kennengelernt haben. Vor Ort war es recht verwirrend, aber irgendwann haben wir es geschafft, unsere Koffer anzugeben, durch den Security Check zu kommen und die Wartezeit am Gate rumzukriegen.
Dann ging es endlich los, das Flugzeig war riesig, es war zudem Alenas allererster Flug, während ich schon ein paar mal geflogen bin, allerdings nie so lange. Es war sehr angenehm und auch der Umstieg in Doha, Qatar, war einfach.
Wir sind dann um ca 1 Uhr Orzszeit in Colombo, Sri Lanka, angekommen und haben ziemlich lange auf unsere Koffer gewartet, dann wurden wir von unserem Ansprechpartner Viraj mit dem Auto zum Provincial House in Negombo gefahren.
Er ist sehr nett und das Haus so schön, wir haben je ein eigenes Zimmer mit eigenem Badezimmer und ich hab erstmal mein Moskitonetz provisorisch übers Bett gehängt.
Es gibt in jedem Raum einen Ventilator an der Decke, was auch seine Berechtigung hat, es sind ca 30°C tagsüber und die Luftfeuchtigkeit ist ziemlich hoch.






Moskitos sind bis jetzt so gut wie nicht existent, aber wahrscheinlich wird es in unserem Projekt in Pallawayakaddu, was ganz im Norden ist, anders.
Wir haben erstmal ausgeschlafen, was auch nötig war und dann hab ich mein Zimmer bisschen eingerichtet, bin sehr froh über den Luxus eines eigenen Zimmers mit Bad. Das Haus hat sonst viele Pflanzen und Vögel, hab sogar draußen schon einen Alligator gesehen :).
Zum Frühstück gab es Reis mit Beilagen, dann beim Mittagessen noch Mini Bananen (so viel besser als in Deutschland).

Viraj hat uns dann mit einer Mitarbeiterin, Imasha, in die Stadt gefahren zum Shoppen gehen, es ist Linksverkehr und ziemlich chaotisch, außerdem sind überall Hunde. Allerdings haben diese meist Besitzer, die sie abends füttern und bei denen sie schlafen können, wie Viraj erklärt hat.
Wir waren erst beim Geldautomaten, dann in einem Kleidungsgeschäft, was sehr modern war. Wir haben Hosen, Shirts und je zwei Sari ähnliche Kleider gekauft und danach noch woanders je eine SIM Karte gekauft, was sehr wichtig ist fürs Reisen.
Später noch mit Alena zum Strand gegangen, zu dem man der nur über die Straße gehen muss, das war das Highlight des Tages :). Der Sonnenuntergang war so schön und ich hab langsam realisiert, dass ich angekommen bin.



Haben dann Abend gegessen, bis jetzt war noch nix wirklich zu scharf für mich zum Glück, und dann erfahren, dass das mit dem Zwischenseminar in Indien knapp wird. Denn das Ein-Jahres-Visum für Sri Lanka braucht mindestens drei Wochen zum Bearbeiten (Reisepass wird konstant benötigt) und am 2. März ist schon das Zwischenseminar, wofür wir davor noch das Touristen Visum beantragen müssen, wofür wir wiederum unseren Reisepass benötigen. Das war dann enttäuschend, da wir uns beide sehr gefreut haben aufs Seminar und die Mitvoluntäre, wir hoffen jedoch noch auf eine schnelle Bearbeitung. Der Medical Check ist am 10. Februar und bis dahin bleiben wir im Provincial House und dann fahren wir ins Projekt, der Visumsprozess hat gestern angefangen.
Am zweiten Tag war Independence Day, es wird die Unabhängigkeit von Großbritannien ab 1948 gefeiert, weshalb viele Sri Lanka Flaggen überall hängen und es zahlreiche Feste gibt.
Wir haben morgens mit einer Frauen Gruppe von ca 35 Leuten ein Spiel namens Elle gespielt, was eine Mischung aus Brennbal und Cricket ist und bei der Hitze echt anstrengend war, aber auch sehr schön zu sehen, wie alle zusammen Spaß hatten, einschließlich uns beiden. Es gab einem Kommentator (wie beim Fußball) und ein paar Männer haben zugesehen und in der Halbzeit gab es frische Kokosnüsse direkt von den Palmen :).

Unser Team hat gewonnen, wir haben je eine Tasse geschenkt bekommen und dann draußen Mittag gegessen, wir haben es auch mit den Händen probiert, war noch recht schwierig. Die Frauen haben uns ein paar Tanzschritte gezeigt dann wurden wir aufgefordert, Karaoke zu singen…haben uns nach einigem Überreden für ein deutsches Lied entschieden und dann zusammen ins Mikrofon gesungen, war ziemlich lustig.
Ein weiterer Schritt raus aus meiner Komfortzone, beängstigend, aber im Nachhinein genau richtig so.
Nachmittags hat Viraj uns wieder die Stadt gezeigt, diesmal einen Fischmarkt und die Aussicht von einer Brücke auf unzählige bunte Fischerboote.

Danach ging es wegen dem vielen Stau zu Fuß an einen großen Strand, an dem viele Leute gefeiert haben und wir ein bisschen gelaufen sind und uns hingesetzt haben. Später noch in ein Strand Konzert der Band ‚Sahara Flash‘ gegangen, das war auch cool, die Musik ist so anders.



Noch bei der Don Bosco Technic School vorbei geguckt und süßes Gebäck probiert und dann nachts zum Provincial House zurück gefahren worden von Viraj.
Alles in allem bin ich sehr froh, hier zu sein mit Alena und ich hoffe sehr, dass das Projekt in Pallawayakaddu auch toll wird und das Zwischenseminar in Indien klappt.
Ganz liebe Grüße, Anne
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