Unfassbar, dass es im nächsten Monat schon losgeht nach Kolumbien. Noch unfassbarer, dass ich bereit bin, diesen riesengroßen Schritt zu wagen. Ich, ganz weit weg von meiner Familie, in einem neuen Land. Wenn mein früheres Ich das wüsste, dann würde es aus allen Wolken fallen. Die Noémi noch vor zwei Jahren hätte niemals gedacht, dass sie es wagen würde, ein Freiwilliges Soziales Jahr zu absolvieren.
Mittlerweile habe ich mich an den Gedanken gewöhnt, so eine große Reise anzutreten, obwohl sie noch längst nicht begonnen hat. Irgendwie liegt es daran, dass mein Kopf noch nicht begriffen hat, dass mein letzter Tag in Deutschland immer näher rückt. Ich will mir auch noch nicht zu große Hoffnungen machen, dass es Anfang September 2026 für mich schon losgeht, da ich mein Visum immer noch nicht beantragt habe. Das liegt daran, dass sich mein Einsatzplatz so spontan geändert hat und ich deshalb immer noch kein Einladungsschreiben bekommen habe, das ich für die Beantragung des Visums benötige. Ich drücke also ganz fest die Daumen, dass die nötigen Dokumente vom Partner bald ankommen und es noch möglich sein wird, mein Visum so kurzfristig zu erhalten, um damit rechtzeitig den bereits gebuchten Flug Anfang September nehmen zu können. Es wäre nämlich sehr schade, erst Ende September fliegen zu können, denn dann würde ich nächstes Jahr dementsprechend auch erst später zum Studieren zurückkommen. Außerdem wartet meine Mitvolontärin Malina bereits in Kolumbien auf mich.
Viel kann ich momentan nicht machen außer mit voller Anspannung zu warten und dann Ende August die nötigen Dinge für die Reise zu besorgen. Meine Packliste wird auch immer länger und die Dinge, die ich noch machen möchte, bevor ich gehe, häufen sich immer mehr. Gleichzeitig freue ich mich schon sehr auf das, was auf meinem FSJ auf mich zukommen wird und ich bin mir sicher, dass ich mein Jahr nicht bereuen werde, denn es werden mich positive sowie negative Erfahrungen gleichermaßen prägen.
Ich hoffe, dass ihr dranbleibt und freue mich auf jede neugierige Person, die mich als Leser/in auf meinem Jahr in Kolumbien durch meine weiteren Blogbeiträge begleiten wird.
Bis bald!
Noémi
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