Insight Sri Lanka

(Fast) Ein Jahr in Pallavarayankattu

Über viele liebe Menschen

Hey ihr Lieben,
ich sitze gerade im Bus nach Jaffna und schreibe meinen ersten Blogeintrag am Handy. Bitte entschuldigt die sicherlich zahlreichen Tipp-und Satzbau Fehler 😉

Kurzer Exkurs: Hier noch ein Video als Nachtrag zu meinen Schilderungen des Sports Meets im letzten Beitrag.

Die letzten zwei Tage waren super schön. Komplett unangekündigt und unerwartet stand Freitag Mittag auf einmal Father Paul vor mir. Er ist der Vice-Provincial der Salesianer Sri Lankas und wir hatten ihn schon bei unserem Aufenthalt im Provincial House in Negombo kennengelernt. Er ist der einzige Grund, weshalb wir hier sein können, das Visum für Sri Lanka bekommt man nämlich fast genauso schwer wie das für Indien. Aber Father Paul hat sich mit voller Hingabe für uns eingesetzt und ist mehr als ein Dutzend Mal ins Immigration Office gefahren, um Fragen zu klären und die Beamten zu ermutigen, doch unser Visum zu bearbeiten. Ganz ganz lieben Dank dafür!!!Aber damit nicht genug: Wir sitzen also zusammen beim Mittagessen und er fragt, wie es uns geht, ob unsere Zimmer passen, wie wir mit der Hitze klarkommen, ob es sonst irgendwelchen Probleme gibt. Letzteres konnte ich glücklicher Weise verneinen, ich habe bloß hinzugefügt, dass ich es vermisse, Gitarre zu spielen. Father Paul, der Süße, so: „Wait a second.“ Dann nimmt er sein Handy, macht drei Anrufe und sagt, ich würde heute Abend Gitarre spielen.

Ein anderer Father, der später an dem Tag kam, hat also neue Saiten für Father Melvins (der Direktor hier in Pallavarayankattu) mitgebracht. Father Paul hat innerhalb von acht Stunden Gitarrensaiten besorgt, was Father Melvin trotz regelmäßiger Erinnerung meinerseits in fünf Wochen nicht geschafft hat. Danke!
>Wahrscheinlich wissen die wenigsten von euch überhaupt, dass ich Gitarre spiele. Anfang November, als ich in Benediktbeuern war, habe ich angefangen, von Arnes (dem besten indischen Salesianer überhaupt) die Grundlagen der Gitarre zu lernen. Später kam ein bisschen Theorie mit Duy (auch ein super lieber Salesianer) dazu. Seitdem bin ich ein bisschen verliebt in das Instrument und habe es hier sehr vermisst, auch weil Gitarre Spielen mir hilft, runterzukommen und meine Gedanken zu ordnen. Glaubt mir, während eines Auslandsfreiwilligendienstes hat man an beidem einen großen Bedarf 🙂 <

Am Samstag sind wir in ein anderes Don Bosco Projekt hier in der Nähe, nach Murunkan, gefahren. Dort hat das alljährliche Don Bosco Quiz, ein ziemlich großer Wettbewerb zwischen den nördlichen Don Bosco Schulen, stattgefunden. Spoiler: Unsere Schülerinnen haben gewonnen! Aber es war nicht nur deshalb super schön. Es waren viele junge Salesianer dort und >das hört sich jetzt vielleicht komisch an< die haben sich einfach für uns interessiert und sich mit uns unterhalten. Bis dahin war es mir nich gar nicht so sehr aufgefallen, aber ich habe es sehr vermisst, einfach entspannt mit jemandem zu reden. Vor allem, wenn die Person dir auch zuhört. Bei unseren Fathers ist das etwas schwierig. Father Melvin hat immer viel zu tun und wenn wir uns mal unterhalten, geht es immer um seine Arbeit und die Schule. Und Father Gayan ist sehr introvertiert, da muss man den Zeitpunkt für ein Gespräch sehr genau abpassen. Mit den Sisters quatschen wir sehr oft und viel, aber da merkt man die Sprachbarriere deutlich. Kurz gesagt, ich hatte die letzten zwei Tage mit Father Paul und den jungen Fathers in Murunkan mehr schöne Unterhaltungen als seit meiner Ankunft hier. Das hat mir wahnsinnig gut getan 🙂

Jetzt fahren wir gerade mit den Sisters anderthalb Stunden mit dem Bus nach Jaffna um uns ein Theaterstück oder so zum Kreuzweg anzuschauen. Ganz hab ich das noch nicht verstanden, ich bin gespannt 😅

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Die Zeit zwischen zwei (Un)glückstagen

  1. Petra Seyer

    Wie schön, liebe Alena, dass Du Dich immer besser einleben kannst.
    Reden und Zuhören, Kommunikation ist einfach alles, wie wahr. Danke, dass wir an den neuen Eindrücken teilnehmen dürfen.
    Hierzu macht sich die Natur gerade neu, das erste Grün, frische Farben, aber kalt mit Temperaturen zwischen 0 und 7 Grad, heute Umstellung auf Sommerzeit und Beginn der Osterferien, wo mir alles ein bisschen ruhiger vorkommt…
    Jetzt wird das Abendessen vorbereitet und dann gelesen, herrlich…
    Viel Freude und eine gute Hornhaut fürs Gitarre Üben..
    Liebste Grüße aus Erlangen von Petra

  2. FK

    Richtig schöner Blogpost! Viel Spaß noch 🙂

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