Konzertbesuch in Defalé
Durch den Ausflug mit den Salesianern nach Défalé fand Père François heraus, dass dort am darauffolgenden Wochenende ein Konzert stattfinden sollte. Das ließen Christine und ich uns nicht zweimal sagen. So ergab sich unser erster Ausflug mit Père François am 17. April: zuerst begleiteten wir ihn bei einer Haussegnung, um von dort aus Juliette, unsere Praktikantin im Foyer, abzuholen. Angekommen in Siou, ihrem Heimatsort, stellten wir nur leider fest, dass das in dem Nebenort situierte Vormittagsprogramm eher eine elitäre Empfangsrunde, als eine kulturelle Darbietung darstellte. Umso mehr freuten wir uns, als Christine und ich abends noch einmal gemeinsam mit Gladys, Victor und Dany (zwei Freunden) auf dem Moto nach Défalé zu dem eigentlichen Konzert fuhren. Davor gab Dany uns allerdings noch eine Tour bei dem Heim der Schwestern, indem er aufgewachsen war. Ich musste grinsen, als er von den Streichen erzählte, die er den anderen Kindern damals gespielt hatte.
Danach beeilten wir uns zum Konzert zu kommen, um dort auf einen weiteren Freund, Guénolée, zu treffen und – à la togolais – fünf Stunden auf die sich verspätenden Artisten zu warten. Allerdings hat sich das Warten spätestens gelohnt, als Ralycia, meine togoische Lieblingsartistin, auf die Bühne kam. Abgesehen davon, dass die R&B-Sängerin bei ihrem Auftritt ermutigende Worte an die jungen Frauen richtete, hat sie sich nicht gescheut, diese auch auf die Bünde zu bitten, um mit ihr gemeinsam zu performen.

Happy Birthday Emma!
Am 20.04. haben Christine und ich den Geburtstag mit einem Mädchen aus dem Foyer nachgefeiert, dass relativ zu Beginn unseres Dienstes schwanger geworden ist und seitdem zu einer guten Freundin von uns geworden ist. Dadurch, dass sie fußläufig von unserem Zentrum mit ihrem Mann wohnt, haben wir sie schon einige Male besucht und inzwischen sogar eine eigene Saftfrau auf dem Markt, zu der wir obligatorisch bei so ziemlich jedem unserer Treffen hinpilgern. Nachdem sie also am 19. ihren Geburtstag gefeiert hat, haben Christine und ich ihr an unserem darauffolgenden freien Tag einen Besuch abgestattet. Als wir das Geburtstagslied zu Ende gesungen haben, ging es auch schon an die Arbeit: wir kochten unser aller Lieblingsessen „Haricot mit Gari“ (Bohnen mit Maniokmehl). Dafür zeigte sie uns, wie wir die Kohle vorbereiten und anfächern mussten und wir folgten auch bei der Vorbereitung der Soße ihrer Anleitung. Währenddessen bereiteten wir zusätzlich einen Tamarind-Saft zu, dessen Früchte Christine und ich vorher auf dem Markt besorgt hatten. Nachmittags spazierten wir gemeinsam an den Fluss und hatten die Chance tiefer mit ihr darüber zu reden, wie es ihr geht, wie sie sich ihre Zukunft vorstellt, und welchen Namen sie ihrem Kind geben will. Sie zeigte uns außerdem deutsche Lieder wie beispielsweise „Lieblingsmensch“ und ich übersetzte ihr den Text der Melodien, die sie so schön fand. Wir waren uns einig, dass wir uns alle nächstes Jahr nach diesem Tag zurücksehnen werden.

Unabhängigkeit & 1. Mai: Steht auf und tanzt!
Anlässlich des Unabhängigkeitstages, der in Togo am 27.04. gefeiert wird, fand erneut ein Konzert statt. Diesmal allerdings in Kara selbst. Da es die vorige Zeit zu einigen Problemen im Mädchenfoyer kam, waren Christine und ich uns einig, dass wir in irgendeiner Form Stress abbauen mussten. Deshalb bin ich extrem dankbar für unsere Freundesgruppe, mit der ich an diesem Abend beispielsweise bis 5 Uhr morgens zu togoischer Musik getanzt habe. Eine Woche später wurde ich von Dany zur Feier des 01. Mais eingeladen und lernte dort sein Arbeitsumfeld kennen. Auch hier brachten mir seine Kollegen wieder Tänze bei und ich amüsierte mich mit ihnen und Guenolée bis ich abends ins Foyer fuhr.
Der Tag der Arbeit wird hier in Togo sehr hoch gehalten, sodass wir bereits einen Monat im Voraus in die Planungen mit einbezogen wurden. Gemeinsam mit allen Mitarbeitern des Foyers feierten wir den 01.05. also in einem Restaurant. Hierfür fuhren wir morgens bereits ins Foyer, um mit den anderen das Essen vorzubereiten. Abends stellten wir bei Ankunft die Tische auf und servierten bei viel zu guter Musik zunächst einmal die Vorspeise, den Salat, dem anschließend das Foufou mit einer Soße folgte, die nach angereicherter, exzellenter Hühnersuppe geschmeckt hat. Wir waren eine große Gruppe an Leuten, vor allem nachdem unser Direktor Père Cyrille, Père François und Armand unter anderem mit den Aspiranten angekommen sind. Diese sind junge Männer, die mit dem Gedanken spielen Salesianer zu werden und deshalb ein Jahr in einer Gemeinschaft verbringen, um eine konkretere Vorstellung des Ordenslebens zu erhalten. Zu dem Zeitpunkt waren sie noch vier, allerdings sind inzwischen nur noch zwei Ghanaer bei uns, um hier in den folgenden Monaten ihre Französischkenntnisse verbessern. Die anderen beiden kamen aus Kara und wurden mit gleicher Begründung für ihre Englischkenntnisse nach Sunyani in Ghana entsendet.
Der Abend war ohnehin wunderschön, allerdings gefiel es mir nicht, dass wir nur herumsaßen. Also initiierte ich nachdem wir für einen unserer Mitarbeiter, der seinen Gebursttag feierte, gesungen haben, dass jeder aufstehen und tanzen sollte. Das funktionierte erstaunlich gut, sodass sich letztendlich sogar unsere Pères mit ein wenig Überzeugungsarbeit in der Polonaise um den Tisch einreihten. Weniger Überzeugung brauchte es für die Kinder außen rum, die es sich nicht zweimal sagen ließen. Allerdings wurde daraus dann ein kleines Fangspiel, da sie aus kleinen Papieren Konfetti bastelten, dass sie mir zu gerne in meine Haare warfen. Es würde mich nicht wundern, wenn immer noch welches an meiner Kopfhaut klebt. Was für ein Dank dafür, dass wir sie im Anschluss zu einer Runde Foufou eingeladen haben.

Neue Ansays: der Deutschclub wächst
Insgesamt war die Zeit im Foyer zwar insbesondere im April herausfordernd, allerdings hatten Christine und ich jedoch im Vergleich dazu so viel Freude am Deutschclub, wie nie zuvor. Es sind neue Kinder hinzugekommen, die interessante Fragen stellen und wirklich lernbereit sind. Nicht selten überziehen wir auch, weil es unfassbar Freude macht zu sehen, wie sie jede Woche mehr von den deutschen Vokabeln in den Geschichten verstehen, die wir ihnen mitbringen. Selbst für die Grammatik haben sie ein sehr gutes Verständnis, auch wenn sie sich noch ein bisschen überwinden müssen, die unregelmäßigen Konjugationen auswendig zu lernen. Allerdings muss ich mich hier nur an meinen Französischunterricht der 8. Klasse zurückerinnern, um tiefstes Mitgefühl mit ihnen zu empfinden.
Wenn der April auch seine Hürden hatte, so war jedoch spätestens ab Mai wirklich Vorfreude angesagt: Marlene und Katja kamen ab dem 10.05. für eine Woche zu Besuch! Am Anfang der Woche lieh Victor ein Auto aus, um uns eine Tour zu den „Tata Tamberma“, den traditionellen Lehmhütten Karas, zu geben. Unterwegs machten wir noch einen Zwischenstopp bei Damen, die uns die traditionelle Töpferkunst näher brachten. Sie erklärten uns, wie sie die heimische Erde zu Ton verarbeiten, den ich mit einem langen Holzpfahl zurechtstampfen durfte. Anschließend zeigten sie uns, wie sie auf einer Tonscherbe die Wulsttechnik anwandten: sie formten die Tonmasse zu stangenförmigen Rollen und schichteten sie aufeinander, um Gefäße und Krüge zu formen. Dabei beeindruckte mich vor allem ihre Schnelligkeit und Präzision! So stellen sie ca. 20 Krüge pro Tag her! Leider konnte ich es selbst aufgrund einer Handverletzung nicht ausprobieren, aber den Mädels dabei zuzusehen hat mir gereicht, um zu verstehen, dass es längst nicht so einfach ist, wie die Keramikerinnen es aussehen lassen.

Tagesausflug zu den „Tata Tamberma“
Mit einigen Souvenirs ausgestattet ging es danach zu unserer zweiten Station: den Lehmhäusern. Die Region Koutammakou wurde aufgrund seiner Harmonie zwischen Mensch und Natur 2004 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt und es braucht nur einen Besuch, um sich von seiner Einzigartigkeit überzeugen zu lassen. Die burgenähnlichen Häuser wurden ab dem 17. Jahrhundert von dem Volk der Batammariba (Temaberma) gebaut, die damals vor Sklavenjägern aus Benin ins Atakora-Gebirge flohen. Die Häuser bestehen aus zwei Etagen. Bei Eintritt wird man im Erdgeschoss von einem Altar für die animistischen Ahnen begrüßt, dem gegenüber Platz für den Ältesten und die Stalltiere ist. Auf dem Weg zur Terasse befindet sich die Küche und im Obergeschoss sind die Schlafzimmer, sowie Platz zum Trocknen der Getreide.

Glücklicherweise haben wir den Ausflugtag auf den Anfang verlegt, denn die restliche Woche verbrachten Katja und ich leider viel im Krankenhaus. Bereits am Mittwoch blieben wir zu Hause, während Christine und Marlene mit Père Jonathan die Elefanten besuchten. Katja hatte leider Malaria und ich musste mich weiterhin um meine Handverletzung kümmern. Dennoch begleiteten uns die beiden mit in unsere Foyers, wo wir mit den Kindern lernten, Fußball spielten und – als großes Highlight für die Kinder – mit Marlene Kinderlieder sangen, die sie auf der Gitarre begleitete. Die beiden haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen und wir werden nicht selten jetzt noch von den Kindern mit den Liedern begrüßt, oder danach gefragt, wann sie denn wieder kommen.

Beninurlaub heißt Don-Bosco-Tour
Nach der gemeinsamen Woche bei uns, fuhren wir vier mit unserem Père gemeinsam nach Parakou, in eines seiner ehemaligen Projekte. Im Gemeindezentrum angekommen, wurden wir von einem der vier Salesianer in Empfang genommen, die dort in der Gemeinschaft zusammenleben. Neben einer Grundschule, die sich auf dem gleichen Grundstück befindet, existiert dort auch ein Ausbildungszentrum, welches ca. einen Kilometer vom Zentrum entfernt ist. Hier haben wir übernachtet und bei der Campustour die Schreinerei besichtigt. Vor allem waren wir aber von der Größe und Menge an Sportplätzen überwältigt. Sie hatten sogar einen Handballplatz und eigene Don-Bosco-Mannschaften, die jeweils in der ersten Liga spielen. Am nächsten Tag zeigte Père Jonathan uns die Universität und noch ein paar Wahrzeichen der Stadt, bevor wir uns nachmittags von ihm verabschiedeten und alleine mit dem Bus nach Porto-Novo, in das Projekt von Marlene und Matilde fuhren.

Als wir nach weniger als acht Stunden angekommen sind, wurden wir so herzlich und selbstbewusst von den Kindern des Heimes in Empfang genommen, dass wir erst nach ca. einer Stunde Spielen unsere Zimmer bezogen. Den restlichen Abend verbrachten wir bis spät in die Nacht auf der Dachterasse, denn außer den Kindern trafen wir in Porto auch auf Quirin und Elia, zwei weitere Freunde von uns, die in Ghana ihren Freiwilligendienst machen. Die nächsten Tage spielten wir mit den Kindern Fußball, führten das Märchen der Bremer Stadtmusikanten als Schattentheater auf und besuchten unter anderem die Freiluftkirche „Notre-Dame des Lagunes“.

Nach der wertvollen Zeit in Porto-Novo ließen wir Marlene für kurze Zeit in ihrem Projekt zurück, um zu fünft eine Stunde nach Cotonou zu fahren. Hier besuchten wir das Projekt von Leonie und Maria, welche ebenfalls auf einem riesigen Campus leben – nur mit dem Unterschied, dass sie als einzige von uns bei den Ordensschwestern untergebracht sind. Leider hatten wir wenig Zeit mit ihren Mädchen aus dem Foyer, jedoch zeigten sie uns bei einem Besuch auf dem Dantokpa-Markt die „Baraque“, eine Art Jugendzentrum, in der sich unter anderem um die Alphabetisierung der Kinder gekümmert wird, welche auf dem Markt arbeiten. Zudem können sie kommen, um sich auszuruhen oder zu spielen. Abends fuhren wir zu Lotte, einer Freundin und Freiwilligen, die mit der gleichen Organisation wie Katja ausgereist ist. Bei ihr verbrachten wir vor lauter guten Gesprächen eine kurze aber wundervolle Nacht in der Villa, in der sie untergebracht ist, bevor wir am nächsten Tag, nach einem festlichen Frühstück sondergleichen (danke noch einmal Lotte, du Schatz!) nach Ganvié, in ein Stelzendorf fuhren und dort eine Bootstour unternahmen. Direkt im Anschluss fuhren wir weiter, um unser Hostel zu beziehen. Hier stieß auch Henry auf uns. Unser Freund Henry ist ebenfalls ein Freiwilliger unseres Zwischenseminars, der uns den Liebesbeweis erwiesen hat, vom Senegal aus nur für unser ¾-Seminar nach Benin zu fliegen! Mit ihm habe ich direkt am ersten Abend ein wirklich wichtiges und tiefes Gespräch über unseren Glauben geführt. Ich bin wirklich dankbar dafür, dass du die Kosten und Mühen auf dich genommen hast, um uns zu sehen, Henry!


Apropos Glaube: Den Pfingstsonntag feierten wir alle gemeinsam in der Don-Bosco-Gemeinde Cotonous, welche mit Abstand meine Lieblingskirche sein muss. Sobald man eintritt, wird man von einem riesigen hölzernen Jesus in Empfang genommen, im Hintergrund ein wunderschönes Wand-Gemälde in warmen Mischfarben. Von dort aus verabschiedeten wir uns von Leonie und brachen dafür wieder mit Marlene gemeinsam nach Ouidah, 40 km entfernt, auf, wo wir einen Python-Tempel besuchten, den wir uns im Nachhinein hätten sparen können. Nach einem kurzen Platzregen führten wir zu siebt unsere Reise zum „Baum des Vergessens“ fort. Dort erhielten wir eine geführte Tour durch das Viertel, in dem die deportieren Sklaven damals so lange den Baum umkreisen mussten, bis sie ihre Identität vergaßen. Anschließend besuchten wir die „Pforte ohne Wiederkehr“, ein Beton-Mahnmal und gleichzeitige UNESCO-Gedenkstätte am Strand, welche dort seit 1995 an die über eine Million verschleppter Sklaven erinnert.

Hakuna Matata: endlich in Grand Popo
Unterwegs wurde mir zwar der Rucksack geklaut, doch spätestens als wir am Strand in Grand Popo unsere Zimmer in der Reggae-Unterkunft bezogen, wusste ich, dass nun der erholsame Teil des Urlaubs beginnen sollte. Und ich sollte Recht behalten. Unsere Zeit am Strand startete täglich mit Quirins traumhaften Avocado-Sandwiches und ging fließend in Strandspaziergänge, gemeinsame Spiele, tiefe Gespräche bei selbstgepflückten Kokosnüssen von Edwin und Quirin (ihr seid so männlich!) und irgendwie auch schon wieder viel zu leckerem Käse zum Abendessen über. Das Wichtigste war aber, sich zwischendurch mehrmals täglich von den Wellen hin- und her werfen zu lassen! Spätestens nach unserem Urlaub habe ich verstanden, warum alle Grand Popo als Paradies und Kurort bezeichnen! Eine Kur hätte ich nach unserem letzten Tag allerdings auch noch einmal vertragen, denn scheinbar werden auch im Paradies Handys geklaut. Seit unserem letzten Benintag bin ich handylos, also wenn ihr mich erreichen wollt, dann entweder über Christine, oder meine E-Mail: gladysgerezgiher@gmail.com. Angekommen in Deutschland werde ich mir wieder ein neues besorgen, aber bis dahin genieße ich es, eine ehrliche Ausrede für die Togoer parat zu haben, die hier regelmäßig nach meiner Nummer fragen.


Allerdings musste ich mich in Benin nicht nur von meinem Handy, sondern auch von Marlene verabschieden. Ist beides ähnlich hart gewesen. Aber immerhin sind Quirin, Elia und Henry mit nach Lomé gekommen, wo wir eine knappe weitere Woche bei Katja verbracht haben. Abgesehen davon, dass wir auch hier ein paar Krankheitsfälle hatten, genossen wir die Zeit, indem wir mit Katja und Simon, dem Mitbewohner von Katja, ihre Arbeit besuchten. Wir spielten mit den Kindern zusammen Fußball und kochten mit ihren Kollegen gemeinsam Abendessen. Außerdem sind wir gemeinsam ausgegangen, haben eine Nacht zusammen durchgetanzt, waren Burger essen, als große Gruppe mit Gladys und Victor gemeinsam am Strand und anschließend auf einem Drift-Event.
Ab nach Hause mit Überraschungsbesuch
Offiziell war unser Urlaub mit dem 03. Juni zu Ende, aber nachdem wir es wirklich geschafft hatten, dass Quirin und Elia danach noch mit nach Kara kommen, um unser Projekt kennenzulernen, zog er sich gefühlt noch um drei Tage in die Länge. Praktisch waren wir trotzdem gemeinsam arbeiten und ich war wirklich beeindruckt davon, wie gut die Jungs, die eigentlich kaum Französisch sprechen, sich beim Lernen mit unseren Kindern angestellt haben. Als die Lernzeit vorbei war, hat Quirin angefangen, sich spielerisch mit den Kindern zu raufen und Tiergeräusche so perfekt imitiert, dass die Kinder sich beim Hundebellen kurz ängstlich umguckten. Die Jungs waren von Elias Schnelligkeit fasziniert, mit der er die Kinder fing und einer fragte mich ehrfürchtig, ob er ein Künstler sei, weil er ihn scheinbar singen gehört hat. Mit den Jungs tobten sie sich auch beim Fußball aus, während ihnen bei den Mädchen nach dem Rosenkranz einmal zu viel das Klatschspiel „Rosa Rosa“ beigebracht wurde. Da die Jungs Gladys und Victor bereits in Lomé kennengelernt hatten, waren wir selbstverständlicherweise auch noch einmal gemeinsam tanzen, bevor wir sie nach einer langen Nacht früh morgens zum Bus brachten, um sie zurück nach Lomé zu Katja zu entsenden. Das war wirklich nicht einfach.

Die ganze Gruppe fehlt mir jetzt schon. Ich bin unfassbar dankbar für jede einzelne der Erfahrungen und ich bin zuversichtlich, dass wir uns spätestens zum 5/4-Seminar beim Oktoberfest wiedersehen! Jetzt stehen jedenfalls erst einmal die Uni-Bewerbungen an. Ich kann mir noch überhaupt nicht vorstellen, dass wir in zwei Monaten schon wieder in Deutschland sind und erst recht nicht, dass wir uns in weniger als zwei Wochen von dem Großteil der Kinder verabschieden müssen, die danach bis September ihre Familien besuchen! Trotzdem freue ich mich natürlich auch, euch wiederzusehen und endlich mit dem Studium zu beginnen!
Außerdem sammele ich nach wie vor die Spenden, um die restlichen 1000€ voll zu bekommen, deswegen würde ich mich weiterhin sehr über eure Unterstützung freuen:
http://www.donboscomission.de/volontariat/2025/spenden/gladys
DON BOSCO MISSION
LIGA BANK MÜNCHEN
IBAN: DE66 7509 0300 0102 1418 76
BIC: GENODEF1M05
VERWENDUNGSZWECK: Gladys Gerezgiher S25VB005
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