Nach langer Zeit gibt es mal wieder etwas von mir zu hören. Ja, ich lebe noch und gut geht es mir auch! Und jetzt nutze ich mal die freien Minuten, um wieder ein Update zu machen. Bevor ich mich aber dem Aktuellen widme, möchte ich noch einen kleinen Rückblick machen. Denn für einen Don-Bosco-Volontär ist das Don-Bosco-Fest dann doch zu wichtig, als dass ich es einfach so übergehen könnte 😉 Ebenso das Zwischenseminar, das ein doch wirklich wichtiges Ereignis meines Freiwilligendienstes markiert! Aber nun mal von vorne: Allgemein ist der Januar der „Don-Bosco-Monat“. Warum? Am 31. Januar 1888 stirbt Johannes Bosco in Turin. Wer das ist? Der Gründer des aktuell weltweit zweitgrößten Ordens, der Salesianer Don Boscos. Und so wurde der 31. Januar das Hochfest des hl. Johannes Bosco und damit auch der wohl wichtigste Tag für den Orden der Salesianer. Also des Ordens, mit dem ich dieses Jahr verbringe. Somit gab es natürlich auch in meiner Einrichtung einen guten Grund zum Feiern und es wurde in Foyer, Berufsschule und Pfarrei viel auf die Beine gestellt!
Ein ganz wichtiger Punkt dabei war das Fußballturnier der Pfarrei, an dem alle Jugendbewegungen (und das Foyer) teilnahmen. In der Kategorie der Älteren hatten wir nicht so viel Erfolg, in der Kategorie der Jüngeren sah das aber schon wieder anders aus. So standen wir am letzten Sonntag des Januars auf dem Feld zum Finale. Spielstand am Ende? 1:1. Also ging es ran ans Elfmeterschießen… 3 Elfmeter. Zum Ersten treffen beide Spieler, zum Zweiten verschießen beide. Also geht es zum allerletzten Schuss.
Somit waren die Jungs überglücklich und der Pokal dieses Jahr ging an die Truppe aus dem Foyer. Also erstmal ein Paar Gruppenfotos machen! Sogar ausnahmsweise mal mit mir 😉
Die selben Tage gab es auch noch für die „ganz Kleinen“ einen Nachmittag voll mit verschiedenen Aktivitäten und Spielen. Da ich selbst mit die Kids begleitet habe, habe ich hiervon praktisch keine Bilder. Aber ich kann sagen, es war alles dabei. Von Hüpfspielen, über Tanzen bis hin zum Malen, wirklich alles!
In der Berufsschule, im CPAR, gab es natürlich auch verschiedenste Events über eine ganze Woche verteilt. Am wichtigsten ist hier wohl das Fußballturnier zu erwähnen 😉 Hier ging es für 8 (oder 9?) Teams der Jungs gegeneinander, bei den Mädels gab es nur ein Spiel. Eben dann z.B. Mechaniker 2ter Jahrgang gegen Elektriker 3ter Jahrgang.
Im Finale natürlich wie immer Gleichstand, also ging es ab zum Elfmeterschießen.
Und es gab viele Auftritte im neu errichteten Gebäude für Veranstaltungen. Übrigens kommt das Geld auch aus einer Spende eines Deutschen, der die Berufsschule schon seit Jahren unterstützt. Super Sache auf jeden Fall, ist echt ein schönes Plätzchen geworden 😉
Und hier links Père Carlos bei der Vorstellung des Lebens von Don Bosco und der salesianischen Familie.
Dann ging es zu einem weiteren, für mich wahnsinnig interessanten Programmpunkt über: Die Vorstellung der verschiedenen Ethnien durch Theater und Tanz, von den Schülern für sich selbst organisiert. Moderiert übrigens auch von den Schülern. Hatte alles Hand und Fuß, da haben die Schüler (natürlich mit Begleitung der Lehrer, aber trotzdem haben sie es hauptsächlich selbst in die Hand genommen) echt was auf die Beine gestellt! Hier zeige ich jetzt einfach mal einige Fotos. Ist für euch bestimmt genauso spannend wie für mich mal die traditionellen Gewänder der Ethnien zu sehen und zumindest mal Standbilder aus Tanz und Theater.
Und anschließend kam tatsächlich zu einem meinerseits „gefürchteten“ Programmpunkt: Die Lehrer wurden einzeln auf die Bühne geholt und mussten/durften auch noch jeweils eine kurze Runde tanzen.

Auch mein direkter Ansprechpartner, der Foyerverantwortliche Père Dominique, ließ sich das Tanzen nicht nehmen

Und natürlich waren auch die Lehrerinnen mit vertreten, hier einfach mal die Schneidermeisterin als Repräsentantin
Der nächste und gleichzeitig letzte Tag der Feierlichkeiten begann dann, wie üblich, mit einer Messe. Geleitet von Père Carlos, der auch der Direktor der Berufsschule ist. Hier übrigens einer der Schüler als Ministrant, der ansonsten auch immer in der Pfarrei engagiert ist.
Und als letzter großer Programmpunkt stand dann etwas an, was von den Schülern schon sehnlichst erwartet wurde: Es gab ganz verschiedene Spiele, bei denen man sozusagen Punkte sammeln konnte und damit dann verschiedene Preise gewinnen konnte. Vom Biskuit über Hefte, Seife und Geodreiecke bis hin zu Hemden für die Allerbesten! Ich konnte dem Schauspiel leider nicht beiwohnen, da ich mit dem Vergeben der Preise alle Hände voll zu tun hatte 😉
Aber ich habe zum Glück trotzdem einzelne Fotos davon:
Und so wurde dieser anstrengende, aber sehr schöne Vormittag noch mit einem gemeinsamen Essen aller Lehrer abgeschlossen.
Am Abend gab es noch eine große Messe aller Salesianer, in denen auch die salesianischen Kooperateure noch kurz ihre Arbeit vorstellten. Aber das lasse ich jetzt mal mit 2 Bildern gut sein, sonst wird das hier zu lang…
Und dann gab es natürlich noch ein Fest im Foyer zur Feier Don Boscos. Wir haben getanzt, Theater gespielt, gegessen und sogar ein bisschen gesungen. Ein wahnsinnig schöner Abend, an dem mir auch mal wirklich bewusst geworden ist, dass ich endlich so richtig angekommen war.
Manche essen mit der Hand:
Manche lieber mit Löffel:
Und dann ging es weiter im Programm:
Somit beendeten wir eine wirklich traumhafte Woche, die wahrscheinlich für mich noch schöner war als für „meine“ Jungs. Denn mir zeigte diese Zeit der Feste nochmal einen ganz anderen Einblick in die hiesige Kultur, die mich so freundlich aufgenommen hat. Eine wahnsinnig schöne Zeit, auf die ich immer noch gerne zurückblicke. Allgemein kann ich sagen, das ab Weihnachten oder Neujahr sich meine Gefühlslage stark geändert hat. Davor war ich zwar immer nett aufgenommen, aber trotzdem war mir die Kultur noch ein bisschen fremd und die Sitten unvertraut, die Zeit war nicht immer einfach. Mit dem Weihnachtsfest, einem Kurzurlaub danach und dem Januar hat da ein Wandel stattgefunden, der mit dem Zwischenseminar im Februar abgeschlossen und abgerundet wurde. Mittlerweile fühle ich mich in dem Leben hier geborgen und aufgehoben, mir ist das jetzt alles vertrauter. Klar kenne ich noch nicht alles. Ehrlich gesagt lerne ich noch täglich dazu und das wird sich wohl auch nicht mehr bis zum Ende meines Aufenthaltes hier ändern. Aber jetzt habe ich hier ein zweites Zuhause, eine zweite Heimat gefunden. Vielleicht hat es deswegen auch so lange bis zu einem weiteren Blogeintrag gedauert: Ich bin endlich im Leben richtig drin und wollte jede Sekunde hier nutzen. Naja, jetzt hab ich auf jeden Fall doch noch die Zeit gefunden, um wenigstens ein kleines Update zu machen 😉
Jetzt muss ich aber doch noch kurz etwas zum Zwischenseminar sagen, aber jetzt mal wirklich kurz. Also hier alles Wichtige zusammengefasst:
Im Februar ging es für alle Don-Bosco-Volontäre auf Zwischenseminar. Für mich hieß das, es geht auf nach Sambia. Dort traf ich mich mit vielen bekannten Gesichtern aus der Vorbereitung, die mittlerweile zu echten Freunden geworden sind. Dann wurde über eine Woche lang über die Einsatzstellen gesprochen, über Probleme gesprochen und nach Lösungen gesucht, Gefühle reflektiert, Ziele für die zweite Jahreshälfte formuliert und vieles mehr. Sprich es wurde versucht, das bisher Geschehene zu verarbeiten und uns auf das Zukünftige vorzubereiten. Eine unglaublich schöne Woche, die mir wirklich weitergeholfen hat!
Anschließend ging es dann zum entspannten Teil über: Ich hatte eine Woche Ferien mit einigen anderen der Volontäre. Eine Woche Entspannung an den Victoria-Falls, eine traumhafte Abwechslung zu den sonst anstrengenden Tagen hier in der Einrichtung! Wen das Zwischenseminar und der Urlaub genauer interessiert, den leite ich mal auf zwei andere Blogs weiter:
Vroni aus Benin schreibt sehr schön über die Zeit, Sven aus Uganda hat aus den Bildern ein tolles Video „zusammengeschnipselt“!
Somit gibt es zum Abschluss jetzt noch ein paar Bilder aus Sambia und dann ist auch wieder Schluss.
Danke fürs Lesen und bis zum nächsten Mal 😉
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