santa cruz rocks – mein jahr in bolivien https://blogs.donboscovolunteers.de/felixblogbolv/ Wed, 14 Aug 2024 23:44:23 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 Departure https://blogs.donboscovolunteers.de/felixblogbolv/2024/08/15/departure/ https://blogs.donboscovolunteers.de/felixblogbolv/2024/08/15/departure/#comments Wed, 14 Aug 2024 23:44:22 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/felixblogbolv/?p=38 Letzter Blog. Jetzt sind es nur noch 5 Tage bis zur Abreise und die Zeit scheint zu verfliegen, die letzten Wochen sind viel zu schnell vergangen. Mit jedem Tag, mit dem das Abflugdatum hier näher rückt, wird die Agenda von jedem von uns irgendwie noch voller. Wer hätte gedacht, dass ein Abschied so stressig sein […]

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Letzter Blog.

Jetzt sind es nur noch 5 Tage bis zur Abreise und die Zeit scheint zu verfliegen, die letzten Wochen sind viel zu schnell vergangen. Mit jedem Tag, mit dem das Abflugdatum hier näher rückt, wird die Agenda von jedem von uns irgendwie noch voller. Wer hätte gedacht, dass ein Abschied so stressig sein kann?

Am letzten Dienstag haben wir für die Jungs Mittagessen gekocht – Kartoffelsuppe und Kaiserschmarrn – und standen dafür 7h in der Küche. Wir wollten ihnen das deutsche Essen ein wenig näher bringen, auch deswegen, weil sie damit vielleicht merken, dass jeden Tag Reis nicht das Wahre sein könnte – wer weiß… Die Älteren haben sich dann tatsächlich so überfressen, dass einige Bauchweh hatten. Ich glaube, das kann man als Erfolg sehen.

Am 17.08 steht ein weiteres “Encuentro de Hogares” an, dieses Mal werden knapp 1500 Kinder aus Santa Cruz und Umgebung erwartet. Außerdem muss ich neben unserer Fotowand für den HDB auch noch „Meriendas“ organisieren!

Abschied.

Genau wie davor rauschen auch jetzt an mir die Minuten, Stunden und sicherlich auch die kommenden Tage bis zum Flug geradezu vorbei. Ist das gut? Wie ich mich fühlen soll, in Anbetracht dessen weiß ich nämlich nicht. Einerseits bin ich voller Vorfreude, meine Familie, Freunde, mein Zuhause und alles wiederzusehen, was daran hängt. Zu sehen, wie es sein wird und ob etwas anders ist. Zu sehen, ob sich die Leute, die ich kenne, verändert haben, seitdem ich weg gewesen bin. Andererseits fällt mir der Abschied schwer, nicht von der Arbeit, sondern von den Kindern. Über die letzten Monate habe ich sie sehr ins Herz geschlossen und mache mir in dieser letzten Zeit deswegen viele Gedanken. Darüber, ob mein Einsatz einen Effekt hatte und ob man sich an mich erinnern wird, auch nach dem Fortgang – schließlich bin/war ich nur einen von vielen. Sicher ist, dass “Ciao!” wird mir nicht leichtfallen. Denn mit dem Lebewohl kommt auch die Gewissheit, dass ich wahrscheinlich einen Großteil der Jugendlichen nie mehr wieder sehen werde, und das macht mich traurig.

Trotzdem sollte man dem Ganzen positiv gegenüberstehen und das wertschätzen, was einem das Jahr als Bereicherung gebracht hat, denke ich. Mal sehen. Außerdem ist Deutschland auch gar nicht so schlecht.

Bis dahin, denn das wars!

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Midflight https://blogs.donboscovolunteers.de/felixblogbolv/2024/03/10/midflight/ https://blogs.donboscovolunteers.de/felixblogbolv/2024/03/10/midflight/#respond Sun, 10 Mar 2024 21:41:28 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/felixblogbolv/?p=34 Wie schnell die Zeit vergeht! Jetzt ist es schon fast fünf Monate her, seitdem ich meinen letzten Blog veröffentlicht habe. Meine Ankunft liegt nun schon länger zurück, als der Abflug bald da sein wird und dann ist dieses Jahr auch schon vorbei.  Wenn ich an die letzten Monate zurückdenke, kommt es mir so vor, als […]

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Wie schnell die Zeit vergeht! Jetzt ist es schon fast fünf Monate her, seitdem ich meinen letzten Blog veröffentlicht habe. Meine Ankunft liegt nun schon länger zurück, als der Abflug bald da sein wird und dann ist dieses Jahr auch schon vorbei.  Wenn ich an die letzten Monate zurückdenke, kommt es mir so vor, als hätte jemand die Geschwindigkeit auf *2 gestellt und die Zeit vergessen. Wo fange ich am besten an?

Bei meiner Arbeit vielleicht, über die ich, laut meinem letzten Blog, vorhatte, „zeitnah“ zu berichten. Dazu habe ich vor einem Monat in meiner kommunalen Zeitung B304 einen Artikel veröffentlicht, der einen umfassenden Überblick über alles gibt. Link: https://b304.de/viva-bolivia-ein-vaterstettener-als-freiwilliger-in-suedamerika/

So viel ist passiert und so viel hat sich geändert. Nach dem letzten Blog stand so einiges an. Zuerst kam Weihnachten und damit das Heimweh, dann die Arbeit über die Feiertage und Silvester.  Daraufhin 10 Tage „Campamento“ mit den Kindern im Januar, eine kurze Regeneration und unser Bolivien Urlaub Anfang Februar. (s. Blogs von Anna, Max u. Karl)  Die Möglichkeit, über das Erlebte und mich nachzudenken, zu reflektieren, fand ich erst im Zwischenseminar in der letzten Februarwoche. (Großes Dankeschön an Heike und Elena!) Ich merkte, dass ich unzufrieden mit der aktuellen Arbeitssituation war und dass ich mir Veränderung und Abwechslung wünschte. Dieser Wunsch wurde mir – zurück in Santa Cruz – nach einem Gespräch mit meiner Chefin erfüllt, ab nächster Woche werde ich mit den älteren Jugendlichen arbeiten.

Ich freue mich schon sehr auf das, was kommt, auch wenn ich mir unsicher bin, wie sich alles entwickeln wird.  Aber das weiß man ja nie!

Bis zum nächsten Mal – oder wie ich mich kenne – Bis in ein paar Monaten!

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Arrival https://blogs.donboscovolunteers.de/felixblogbolv/2023/11/17/arrival/ https://blogs.donboscovolunteers.de/felixblogbolv/2023/11/17/arrival/#respond Fri, 17 Nov 2023 19:25:41 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/felixblogbolv/?p=20 Hallo! Da bin ich wieder! Jetzt ist es doch schon knapp 3 Wochen her seit meinem letzten Blogeintrag – anders als ich gedacht hatte, aber mir haben sich zwei altbekannte Feinde in den Weg gestellt: Krankheit und Faulheit. Krankheit und Faulheit waren und sind zur Zeit das Terrain, auf dem ich mich bewege. Ich vegetiere […]

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Hallo! Da bin ich wieder! Jetzt ist es doch schon knapp 3 Wochen her seit meinem letzten Blogeintrag – anders als ich gedacht hatte, aber mir haben sich zwei altbekannte Feinde in den Weg gestellt: Krankheit und Faulheit. Krankheit und Faulheit waren und sind zur Zeit das Terrain, auf dem ich mich bewege. Ich vegetiere entweder wegen Fieber, Kopfweh und Schnupfen leidend vor mich hin oder liege antriebslos da. Beides meistens auf der Couch im Aufenthaltsraum, zum Leidwesen von mir selber und der anderen, nehme ich einmal an. Während ich das hier schreibe, bin ich immer noch leicht krank, denke aber, dass ich morgen wenigstens wieder auf die Arbeit gehen kann. So viel zu den letzten drei Wochen.

1. Jetzt möchte ich einen Blick auf das werfen, was davor passiert ist und das ist einiges! Also zurück zum Flug. Wie immer habe ich die “Flugzeugfilme” gebinged und bin wie immer in jeder anderen Sekunde entweder vor Langeweile oder Schreck (bei Böen/Luftlöchern) halb umgekommen; ich habe leichte Flugangst. Ordentlich gefüttert wurde diese Angst, als unser erster Flieger seine Landung in Frankfurt a.M. in letzter Sekunde wegen Luftverwirbelungen Not-Abbrechen musste, und als wir im zweiten Flieger Richtung Bogota´ über die Anden durch ein Gewitter flogen. So etwas wie das letztere hatte ich davor noch nie gesehen und hing daher von Neugier gepackt am Fenster und beobachtete wie in den zusammengeballten schwarz-grauen Wolken, die sich schier unendlich weit nach oben zu erstrecken schienen, blaue-, gelbe- und rosafarbene Blitze zuckten. Was ein Spektakel! Ich verlor mich richtig in den Wolken und Regenfällen. Mich freute das. Elias freute das nicht, denn mein Gesicht war (leider) zwischen seinem und dem Bildschirm. Unser dritter und letzter Flug, ein Nachtflug nach Santa Cruz de La Sierra (unserem Einsatzort), war auch ein “Erlebnis”. Ich verbrachte ihn dösend und zitternd; das Flugzeug kam, nach meiner Einschätzung, direkt aus der Arktis. Es war, als würde uns jemand ein letztes Mal das spüren lassen wollen, was wir in Bolivien die nächsten paar Wochen nicht empfinden würden: Kälte. Im Nachhinein betrachtet waren die Flüge vielleicht doch nicht so langweilig. Ich glaube jede Flugreise ist ein Erlebnis für sich. (Wenn ich es hinkriege, kommen hier auch Bilder:)

2. Wir landeten um 3.30 Uhr nachts in Santa Cruz. Unser Mentor Paolo holte uns mit seinem Pick-up Van ab. Dass wir nicht mehr in Deutschland waren, wurde uns spätestens dann klar, als wir müde auf der Rückbank gequetscht in Paulo´s Auto saßen. Wie ein Irrer – und das ist kein Witz – hat uns Paolo nach Hause gefahren. Verkehrszeichen: egal, mit 120 innerorts: kein Problem. Als Anna Paolo dann fragte, warum er nicht angeschnallt sei, meinte er mit einem Lächeln, das sei die bolivianische Art. Tolle bolivianische Art! – gerne für dich, aber nicht für mich, dachte ich mir dann und wollte mich anschnallen. Aber da war nichts. Die Gurte waren abmontiert worden! “Zuhause” sind wir dann doch irgendwann, wenn auch ein bisschen schockiert, Freitag Nacht angekommen und wurden von den anderen beiden deutschen Freiwilligen Karl (Essen) und Max (Potsdam) empfangen. Sie waren beide extra um halb fünf aufgestanden, um “Hallo” zu sagen. Paolo hat uns dann noch unsere Zimmer gezeigt und wir haben uns ins Bett geschmissen. Ich und Eli sind Roommates, also Zimmerpartner. Den Fakt, dass unsere Dusche dauerhaft getropft hat, unser Klo (noch) keine Brille hatte und das Bad generell gestunken hat wie Sau, haben wir beide glaube ich etwas notgedrungen ignoriert. Umso schlimmer war dann natürlich das Aufwachen. Aber keine Sorge, alle Probleme haben sich innerhalb der ersten Woche lösen lassen. Zeit zum Nachdenken und Verarbeiten hatte ich erst ungefähr zwei Wochen später, dazu komme ich noch. Es gab zu viel Neues, zu viele Eindrücke, eine fremde Sprache, fremde Menschen, ein fremdes Klima und es ist noch einiges am Ankunfts Wochenende passiert!

“Der Jetlag hat natürlich reingekickt wie sonst was”, wie Eli das formuliert hat. Ziemlich passend finde ich. Ausschlafen konnten wir den Jetlag aber nicht, denn Karl kam am Samstagmittag auf die fantastische Idee:” Leute lasst mal Club gehen heute Abend” und ja was soll ich sagen, wir sind natürlich gegangen. Wir haben zuerst in einer Bar vorgeglüht und sind dann in die Disco gegangen. Der Alkohol ist leider ziemlich billig in Bolivien, dementsprechend gab es viel zu viel. Am Ende des Abends ging es manchen besser und manchen schlechter. Mir ging es nicht so gut. Das Erholungswochenende war daher für mich geplagt von “Nachwehen”.  Dazu kam ab Samstag noch Durchfall, weil ich mich oder besser gesagt mein Magen sich an das (unhygienische) Essen und Wasser gewöhnen musste. Ich hatte die ersten zwei Wochen kaum Hunger. Das liegt auch daran, dass die Bolivianer echt keine Genies sind, was die Essenskultur angeht. Es gibt immer entweder Reis/Kartoffeln/Nudeln mit Fleisch – und mit immer meine ich IMMER! Dem versuchen wir (5 Volos) aber abends mit unserem Kochplan entgegenzuwirken. Ich finde es schon etwas ironisch, beim Essen auf der Arbeit zu sehen, wie einige der Jungs vor Freude in die Luft springen, wenn es wieder Hühnchen mit Reis gibt (jede Woche mindestens drei mal). Europäische Küche vermisse ich auf jeden Fall jetzt schon. 

Wenn mich jemand fragen würde, was meiner Meinung nach das beste Essen in Bolivien ist, würde ich wohl Obst sagen. Im Vergleich zu Deutschland schmeckt hier alles um Längen besser; bis vielleicht auf Äpfel, aber die sind ja auch eigentlich im Kaukasus heimisch. Vor allem Mangos, Ananasse (z.B. 1 für umgerechnet 20 ct!)  und Papayas kann man hier zum Spottpreis erwerben, wenn man das überhaupt muss. Denn in der Stadt verteilt gibt es beispielsweise mehrere Mango Parks, in die man einfach hinein spazieren kann und einem die reifen Mangos wortwörtlich vor die Füße fallen. Wir waren mehrmals in solchen Parks und haben im letzten Monat Massen an Mangos gegessen. Am Anfang habe ich mich gewundert, warum die Einheimischen bei den ganzen gratis Mangos nicht selber zugreifen, so wie ich. Nach etwa 70 Mangos in 20 Tagen, weiß ich es besser und kann das Zeug schon fast gar nicht mehr sehen.

3. In der Woche darauf wurden wir dann in unsere Arbeit und Arbeitsumfeld eingeführt. Wir alle arbeiten im “Proyecto Don Bosco” für Kinder und Jugendliche in Santa Cruz. Das Projekt hat mehrere Einrichtungen, die über die Stadt verteilt sind. Anna arbeitet im “Mano Amiga”, einem Heim für missbrauchte Mädchen, Karl im Straßenkinderheim “Techo Pinardi” oder einfach auch nur “Techo”, und Elias, Max und ich im “Hogar”, dem Heim für Jungen von 7 bis 17 Jahren.

Zur Arbeit und allem weiteren ein anderes Mal mehr.

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Pilotfolge https://blogs.donboscovolunteers.de/felixblogbolv/2023/10/20/pilotfolge/ https://blogs.donboscovolunteers.de/felixblogbolv/2023/10/20/pilotfolge/#respond Fri, 20 Oct 2023 20:01:56 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/felixblogbolv/?p=11 Ich sitze hier schon seit Ewigkeiten! Und bevor ich weitere gefühlte drei Stunden damit verbringe, einen passenden Einstieg -seien es irgendwelche rhetorischen Fragen oder Zitate-  finden zu wollen, fange ich einfach an zu schreiben… Ehrlich gesagt, ich weiß nicht, wie man einen Blog schreibt, das hier ist mein erster Eintrag überhaupt. Ich weiß aber, über […]

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Ich sitze hier schon seit Ewigkeiten! Und bevor ich weitere gefühlte drei Stunden damit verbringe, einen passenden Einstieg -seien es irgendwelche rhetorischen Fragen oder Zitate-  finden zu wollen, fange ich einfach an zu schreiben…

Ehrlich gesagt, ich weiß nicht, wie man einen Blog schreibt, das hier ist mein erster Eintrag überhaupt. Ich weiß aber, über was ich schreiben werde und ja, die Sprache bleibt so! Klar, genauso wie die anderen Volontäre, werde ich über meine Erlebnisse und Arbeit berichten. Der Blog dient aber vor allem zu einem, zur Selbstreflexion, die ich als kleinen Einblick in meine Gefühlswelt an Interessierte (das seid hoffentlich ihr!) weitergeben werde. Denn neben der Hilfe und Unterstützung, die ich in diesem Jahr leiste, steht für mich v.a. eines im Vordergrund: Die Selbstfindung.

“Alles was ich machen kann, ist ich selbst zu sein, wer immer das sein mag.” (Bob Dylan) (*Siehe erster Absatz/ da isses doch!)

Wer bin ich? Wo will ich hin? Was macht mich aus? Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich im Laufe meiner Schulzeit, v.a. in den letzten zwei Jahren, keine Chance hatte, über mich selbst, grundlegend und zeitintensiv, nachzudenken. Wie ein Sicherheitsnetz hat mich der strukturierte Alltag aus Lernen, Sport, Freunden und einem sicheren Zuhause, das Willkommenheit und Liebe vermittelt, aufgefangen; und wie schnell ist es zerrissen, als ich mit dem Abitur in der Hand, den Leistungssport an den Nagel gehängt habe und sich mein soziales Umfeld, langsam aber stetig, auflöste, weil die einen in ein fremdes Land gingen und die anderen in eine fremde Stadt, um zu studieren. Ich bin in ein richtiges Loch gefallen.

Aber passend zu: “Jedes Ende ist auch ein neuer Anfang”, ging es auch irgendwann für mich los.

Ich wollte raus, raus aus dem Ort und dem Umfeld, in dem ich die letzten 18 Jahre meines Lebens verbracht habe und die neu erworbene Freiheit genießen, solange sie noch da war.  Ich habe mich schon im Vorhinein sehr auf das FSJ hier gefreut, der Tag der Abreise war aber doch schneller da als ich dachte. Einerseits war ich traurig/nostalgisch, all das hinter mir zu lassen, was ich mit “Zuhause” verbinde, andererseits konnte ich es gar nicht erwarten, endlich in das Flugzeug zu steigen; um dann erstmal den Fensterplatz an Eli zu verlieren – 2 mal! Ich glaube, ich muss beim Rückflug strategisch anders vorgehen.

Viele (Freunde und) Familienmitglieder, die zum Verabschieden da waren, haben geweint, was mich zum einen natürlich mit Traurigkeit erfüllt hat, zum anderen aber auch mit Stolz, Wertschätzung und Freude. Es gibt wohl nichts Schöneres, als zu sehen, wie wichtig man einzelnen Menschen ist, die einem selbst sehr wichtig sind. Leider lernt man meistens, das Liebste erst dann wirklich wertzuschätzen, wenn es schon verloren ist oder in diesem Fall 10.404 km entfernt in Deutschland sitzt/ bzw. meistens schläft wegen der Zeitverschiebung. Ironischerweise, wäre ich so oder so mit 18 von Zuhause rausgeworfen worden, laut meinen Eltern; vermisst werde ich scheinbar aber trotzdem, so schrecklich kann ich ja dann gar nicht gewesen sein :). Ich glaube, das Loslassen bringt eine gewisse Ambivalenz mit sich.

Edit: Jetzt habe ich schon so viel geschrieben und noch gar nicht von meinem FSJ berichtet (tja). Bis bald!

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Hallo Welt! https://blogs.donboscovolunteers.de/felixblogbolv/2023/08/05/hallo-welt/ https://blogs.donboscovolunteers.de/felixblogbolv/2023/08/05/hallo-welt/#comments Sat, 05 Aug 2023 09:38:37 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/felixblogbolv/?p=1 Willkommen bei Don Bosco Volunteers Blog. Dies ist dein erster Beitrag. Bearbeite oder lösche ihn und starte mit dem Bloggen!

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