Endlich mal so richtig Urlaub

Nun war also das Zwischenseminar vorbei. Zumindest offiziell, denn da wir fast alle sowieso noch Urlaub in Ghana machen wollten, beschlossen die anderen kurzerhand, sich bei Quirin, Katja, Gladys und mir dranzuhängen.

Also fuhren wir nach dem eigentlichen Abschluss des Seminars und einem Abstecher in die China Mall, der angesichts des schier unendlichen Sortiments deutlich länger dauerte als geplant (wir kauften alle Mitbringsel für unsere Kinder), mit dem Uber (!) zum African Vibrations Hostel, unserer Unterkunft in Accra.

Schon bei der Ankunft im Hostel machte sich bei mir der Hunger bemerkbar – umso glücklicher war ich dann, als wir uns kurze Zeit später zu einer Pizzeria aufmachten. Ihr hättet mal unsere Gesichter sehen sollen, als die ersten Pizzen gebracht wurde – wir waren im siebten Himmel! Echte Pizza (wir hatten das Lokal sogar von einem Italiener empfohlen bekommen)!

Nach der Pizza in dem viel zu sehr heruntergekühlten Restaurant (10 °C) konnten wir uns bei der Outdoor-Karaoke-Bar, zu der wir anschließend gingen, wieder aufwärmen. Wobei man korrekterweise „Bar mit Live-Musik“ sagen müsste, denn das Karaoke-Niveau war unglaublich gut. So gut, dass wir uns zunächst gar nicht trauten, selbst zu singen. Als wir uns schließlich aufgerafft und auf ein Lied geeinigt hatten, war die Liste leider bereits geschlossen, sodass die restlichen Besucher von unserer Gesangseinlage verschont blieben. Der Abend war trotzdem wunderschön: Wir spielten gemütlich Karten, unterhielten uns, genossen die gute Stimmung und mein Bissap (Hibiskussaft) schmeckte außerordentlich gut.

Der einzige Negativpunkt dieses Abends war der Abschied von Henry, der am nächsten Tag zurück in den Senegal fliegen würde. Schade, dass du nicht beim restlichen Urlaub dabei sein konntest!

Nach Europa gebeamt

Am nächsten Morgen ließen wir es gemütlich angehen. Während die Jungs noch schliefen, gingen wir Mädchen brunchen. Für mich gab es eine Art Flammkuchen. Es war nicht ganz das, was ich mir vorgestellt hatte, aber definitiv sehr lecker.

Nach dem Essen schauten wir nach Souvenirs und ich kaufte mir ein richtig hübsches Armband. Dann fuhren wir mit dem Uber weiter zur Accra Mall. Es hätte jedoch genauso gut das Woluwé Shopping Centre oder das City2 in Brüssel sein können. Gleicher Aufbau, gleiche Läden. Zusammen mit Marlene sprang ich im Decathlon auf dem Mini-Trampolin, mit Leonie stand ich vor Lovisa herum und wartete, bis die anderen sich endlich entschieden hatten.

Ich fühlte mich nach Europa katapultiert und das war nicht nur ein befremdliches, sondern sogar ein richtig unheimliches Gefühl. In diesem Moment hatte ich richtig Angst vor meiner Rückkehr nach Europa. Bei meiner Ankunft in Togo war der Kulturschock irgendwie ausgeblieben. Klar, es sah anders aus und zwischendurch denke ich mir immer wieder „wo bin ich hier eigentlich gelandet?“, aber ich hatte schon erwartet, dass es ungewohnt sein würde und mich darauf eingestellt. Anders in Accra. Zum ersten Mal verstand ich, was mit Kulturschock überhaupt gemeint ist. Die Autobahnkreuze, das Hochhaus gegenüber von unserem Hostel und jetzt das Einkaufszentrum – irgendwie war es alles zu viel. Ich war echt froh, als wir wieder draußen waren!

Agbogbloshie

Es war auch höchste Zeit, denn wir waren mit Ulla und Gregor zu einer Führung durch Agbogbloshie verabredet und eh schon spät dran. Dass es dann auch noch Stau gab und wir obendrein von Google Maps an den falschen Ort gelotst wurden, machte das Chaos komplett. Letzteres bemerkten wir jedoch erst, als das eine unserer beiden Taxis bereits wieder weggefahren war, sodass wir uns zu acht in den Fünfsitzer quetschen mussten – plus Fahrer. Der war jedoch sehr nett und verständnisvoll und verlangte nicht einmal etwas für die Extrafahrt.

Agbogbloshie oder auch Old Fadama ist ein Slum im Nordwesten Accras, in dem mehr als 40 000 Menschen leben. Weltweit bekannt wurde Agbogbloshie als weltweit größte Elektroschrott-Müllkippe und damit als einer der giftigsten Orte der Welt. Offiziell wurde die Müllkippe 2021 plattgemacht, aber das hat nicht wirklich etwas an der Situation vor Ort verändert. Jetzt findet die Suche nach verwertbaren Rohstoffen halt dezentral ein bisschen überall im Viertel statt, es sind aber dennoch unglaublich viele Leute damit beschäftigt, den giftigen Müll auseinanderzunehmen.

„Den Müll“, schreibe ich hier so unbeteiligt. Dabei müsste ich richtiger „unseren Müll“ sagen, denn der Großteil des Elektroschrotts kommt aus Amerika und Europa. Was bei uns wegen Giftstoffen nicht normal entsorgt werden darf, stellt die Lebensgrundlage etlicher Familien hier dar. Überall im Viertel wird damit gearbeitet, dazwischen wird gekocht, gespielt, gelacht und geweint – kurz gesagt: gelebt. Die Ausfuhr von giftigem Müll in Länder, in der die korrekte Entsorgung nicht gewährleistet werden kann, ist übrigens durch das von 191 Ländern (USA bisher nicht) und der Europäischen Union ratifizierte Basler Übereinkommen seit 1989 verboten.

Die Kleider des toten weißen Mannes

Bevor wir jedoch den Elektroschrott sahen, führten uns Grace, eine Sozialarbeiterin, die selbst in Old Fadama aufgewachsen ist, und ihre Schwester Blessing über den Textilmarkt. Es ist der größte Markt für Secondhand-Kleidung in ganz Westafrika. Hier kommen die Container mit den „Kleidern des toten weißen Mannes“, wie die Übersetzung des Namens dieses Marktes heißt, an. Wobei es sich natürlich nicht wirklich um die Kleider von Toten handelt, sondern vielmehr um Sachen, die zurückgeschickt oder bis Ende der Saison nicht verkauft wurden oder auch um den Inhalt von Altkleidercontainern. Die Kleidung kommt in riesigen in Plastik (wieder Müll!) eingewickelten Paketen an. Diese werden dann von Händlern auf gut Glück gekauft (man sieht ja nicht, was drin ist) und nach Brauchbarkeit sortiert. Etwa vierzig Prozent der Kleidung wird weiterverkauft, der Rest landet auf der Müllkippe, wie Grace mir erklärte.

Eine Szene hat sich besonders in mein Gehirn eingebrannt: Zwischen all dem geschäftigen Treiben war ein großes Loch im Boden. Die Kanalisation, die meist unter den Bürgersteigen aus Beton verläuft, war geöffnet worden. In diesem Loch stand ein Mann und hievte den Unrat aus der Kanalisation. Dieser türmte sich bereits zu einem kleinen schwarzen Hügel auf, der furchtbar stank. Der Großteil des Abfalls war nicht mehr zu erkennen, aber ganz unten ragte der Ärmel eines Kinder-T-Shirts hervor – es war wohl einmal rosa gewesen.

Der Arbeiter, der zum Schutz lediglich bedeckende Kleidung und ein Tuch vor dem Mund trug, war selbst von oben bis unten von dem schwarzen Schlamm getränkt und ich fragte mich, wie er den Gestank wohl abends loswerden würde. Wahrscheinlich gar nicht. Ob er wohl den Gestank genauso schlimm fand wie ich? Oder bemerkte er ihn gar nicht mehr? Ich weiß gar nicht, was ich schlimmer finde.

Leben von und im Müll

Vom Textilmarkt ging es weiter in den eigentlichen Slum. Bevor wir weitergingen, bekamen wir noch folgende Anweisung: „Berührt die Dächer nicht, die meisten stehen unter Strom.“ In diesem Moment war ich ziemlich froh, klein zu sein!

Wir überquerten einen Fluss, der jedoch längst nicht mehr als solcher zu erkennen war, weil seine Oberfläche komplett von Müll bedeckt war. Dazu liefen wir über eine Hängebrücke. Auf der anderen Seite angekommen, blieben wir kurz stehen und ich konnte mich wieder genauer umschauen. Um uns herum waren richtige Müllberge. Und auf dem Müll hatten Menschen ihre Häuser gebaut. Der Müll ist im wahrsten Sinne des Wortes ihre Lebensgrundlage. Grace meinte bei einem Berg, er sei seit ihrer Kindheit auf das Sechsfache gewachsen und auf die Frage, ob ihr das keine Angst mache, antwortete sie: „Nein, warum?“

Während wir so dastanden und auf was auch immer warteten, freundete Quirin sich direkt mit einer Gruppe kleiner Kinder an, was wir alle total niedlich fanden. (Du wirst mal ein toller Papa, mein Lieber!) Einerseits war es voll schön, Quirin mit den Kindern zu sehen, andererseits tut es mir im Herzen weh, dass sie unter diesen Umständen aufwachsen müssen. Diese Familien haben es wirklich schwer!

Hoffnungsträger

Dennoch habe ich den Slum nicht als schwermütig empfunden. Ja, hier gibt es wahnsinnig viel Leid, aber auch viel Freude. Es ist nicht trostlos, auch hier gibt es Orte und Menschen, die Hoffnungsträger sind. Zu einem dieser Hoffnungsträger, einer Computerschule, ging es dann weiter. Der Weg dorthin war das reinste Labyrinth, bereits nach den ersten Metern gab ich jeglichen Versuch der Orientierung auf.

In der Computerschule können die Schüler in Abendkurs den Umgang mit Computern, sowie die Basics des Programmierens lernen, um später ein Studium oder eine Ausbildung in dem Bereich absolvieren zu können.

Dort verabschiedeten wir uns von Ulla und wurden dann zurück an unseren Ausgangspunkt gebracht.

Schnipp schnapp, Haare ab

Nach einem kleinen Abstecher zu einem Kunstmarkt, fuhren wir wieder zurück ins Hostel. Dort wurden wir bereits von Katja und Lotte, einer Via-Freiwilligen aus Benin, erwartet.

Marias begrüßte Lotte etwa so: „Hi, wie schön, dich zu sein sehen! Wir schneiden jetzt Christines Haare ab.“ Ihr hättet mal Lottes Gesicht sehen sollen!

Ich hatte schon länger mit dem Gedanken gespielt und an diesem Abend sollte es also geschehen! Maria und Lotte flochten mir kleine Zöpfchen (ich glaube, die beiden waren noch aufgeregter als ich selbst) und alle durften einen Zopf abschneiden. Dann kam Quirin mit seiner Haarschneidemaschine und rasierte mir einen Avatar-The-Last-Airbender-Strich. Er wollte gerade anfangen, mir die restlichen Haare auch abzurasieren, da gab das blöde Teil plötzlich den Geist auf. Da saß ich nun also mit unregelmäßig kurzen Haaren und einem umgekehrten Iro. Auf gar keinen Fall würde ich so vor die Tür gehen! Also versuchten Leonie, Maria, Marlene und Lotte mit Matildes Haarschneideschere und mit Nagelscheren (!) zu retten, was zu retten war. Sie taten ihr bestes und das Ergebnis war auch den Umständen entsprechend gut, doch zu unserem anschließenden Salsa-Abend zog ich trotzdem lieber ein Käppi über.

Der Salsa-Abend selbst war super! Wir trafen uns mit weiteren Freiwilligen aus Benin (wie viele seid ihr bitte?!) und tanzten und tanzten und tanzten. Ganz viel Salsa und zwischendurch Line-Dances, die allerdings sehr viel anspruchsvoller als „Cotton-Eye Joe“ waren.

Abschied von Accra

Am nächsten Tag trafen wir zufällig Elia und seine Familie beim Brunch. Nach dem Essen verabschiedeten wir uns sowohl von ihm als auch Marlene, die zurück nach Benin musste und von Maria, Leonie und Lotte, die weiter nach Cape Coast fuhren, während es für uns in die Volta-Region nahe der togoischen Grenze ging.

Die Fahrt war… abenteuerlich. Letztlich kamen wir aber heil in unserem Hostel in Wli an (danke nochmal fürs Krisenmanagement, Quirin) und wurden dort von *Überraschung* Gregor in Empfang genommen. Er hatte sich nämlich dazu überreden lassen, auch noch einen Teil seines Urlaubs mit uns zu verbringen.

Irgendwie hatte das Hostel einen Fehler bei der Buchung der Beniner gemacht, weshalb kurzerhand zusätzliche Matrazen in unsere Zimmer gelegt wurden und Gladys und Edwin draußen in den Hängematten unter dem Mangobaum schliefen.

Endlich wieder wandern!

Den Morgen darauf ließen wir es ganz gemütlich angehen und frühstückten erst in Ruhe, bevor wir zu einer Wanderung aufbrachen. Begleitet wurden wir von Malike, einer ehemaligen Volontärin, die ebenfalls durch Ghana reiste.

Wohin die Wanderung gehen sollte? Rauf auf den Mount Afadjato, der mit seinen 587 m der höchste Berg Ghanas ist. Der Aufstieg dauerte zwar nur knapp eine Stunde, war aber dafür sehr, sehr steil. Am Gipfel angekommen waren wir uns jedoch einig: Das war es wert gewesen! Man hatte einen wirklich tollen Blick!

Dementsprechend dauerte die Fotosession etwas länger als geplant, weshalb wir auch nicht mehr wie eigentlich geplant zum Wasserfall konnten. Das hoben wir uns also für den nächsten Tag auf.

Nach der Wanderung gingen einige von uns Fufu essen. Dort probierte ich auch zum ersten Mal Antilopenfleisch. Ich fand’s sehr lecker! Das Fufu war auch gut, ich muss jedoch sagen, dass mir togoisches Fufu besser schmeckt. Bei uns wird Fufu nur aus Yams zubereitet, in Ghana mischen sie oftmals auch Manjok oder Kochbananen hinein.

Die Nacht verbrachte ich zusammen mit Gladys in der Hängematte. Zwischendurch muss es geregnet haben (das Gras war am nächsten Morgen nass), ich habe allerdings nichts davon mitbekommen. Das Blätterdach des Mangobaums, unter dem wir schliefen, war so dicht, dass wir trocken blieben.

Bergauf

Am nächsten Morgen ging es für uns früher los, die Wanderung, die wir vorhatten, war nämlich deutlich länger als die des Vortages.

Diesmal wollten wir zu den Wli Waterfalls, den höchsten Wasserfällen Westafrikas. Wasserfälle!!! Gladys hatte mir schon mindestens einem Monat damit in den Ohren gelegen und jetzt war es endlich soweit! Wir machten den Togo-Loop, der oben über die togoische Grenze führte. Geplante Dauer der Tour: 7 Stunden.

Nach einem deutlich längeren, aber weitaus weniger steilen Aufstieg als am Vortag kamen wir an den höchsten Punkt unserer Tour. Die Aussicht war wunderschön, so viel Grün! Danach ging es weiter bis zu einer Weggabelung. Ratet mal, was an dem Wegweiser klebte. Genau, ein „Nett hier“-Sticker. Da muss ich die Baden-Württemberger unter euch jedoch enttäuschen: Mit Wli kann es der Schwarzwald an Schönheit dann doch nicht aufnehmen, zumindest meiner Meinung nach.

Ein Stück vom Paradies

Anschließend mussten wir einen Bach überqueren. Bevor wir jedoch ans andere Ufer gingen, wateten wir ein ganzes Stück flussaufwärts. Während wir Dora The Explorer spielten, erntete unser Guide irgendwo eine Ananas und servierte uns diese auf einem Bananenblatt. Wirklich wie im Film!

Danach ging es zu einer Höhle, in der eine riesige Flughundkolonie hauste und dann schließlich zu den Upper Waterfalls! In Null Komma nix waren wir im kühlen Nass. Diesmal war das Wasser tatsächlich kalt. Wir duschten unter dem Wasserfall, kletterten die Felsen hoch, spritzten uns gegenseitig nass… Kurzum, wir kosteten die Zeit in diesem Paradies in vollen Zügen aus.

Zuckersüß

Beim Abstieg kosteten wir außerdem noch etwas Anderes, nämlich eine Frucht. Ihren Namen habe ich leider wieder vergessen, aber ihre Schale war rot und ziemlich hart. Die Form war ein bisschen wie bei einer Sternfrucht, allerdings nur mit drei Kanten und außerdem kleiner. Innen war ein Kern, der mich an den einer Litschi erinnerte und nur oben war ein klein wenig Fruchtfleisch. Das macht jedoch nichts, man nibbelt nämlich sowiewo nur ein winziges Stückchen ab, denn diese Frucht ist unglaublich süß!!!

Unser Guide hatte uns zwar schon vorgewarnt, dass sie süßer sei als alles, was wir in unserem Leben zuvor gegessen hatten, aber ich dachte, ehrlich gesagt, er übertreibe. Hat er aber nicht. Ich hab nur einmal daran geknabbert und meine Geschmacksknospen waren total überfordert. Ich wollte die Süße also mit etwas Wasser herunterspülen, was die Sache jedoch nur schlimmer machte. Jetzt hatte ich Wasser, das süßer als purer Sirup schmeckte, im Mund. Glücklicherweise hatten wir Sour Cane dabei (wie Zuckerrohr nur kleiner und halt sauer statt süß). Darauf zu kauen brachte etwas Ausgleich. Dennoch schmeckte ich die Süße auch zwei Stunden später noch. Keine Übertreibung!

Abschluss und Abschied

Zum Abschluss trafen wir diejenigen, die nicht mitgekommen waren an den Lower Falls und gingen nochmal ins Wasser.

Da es unser letzter gemeinsamer Abend war, erinnerte ich Oscar daran, dass er noch sein Versprechen einlösen und mir die Haare komplett abrasieren musste. Es war wie schon bei der letzten Haar-Aktion ein Gruppenereignis, bei dem alle mitmachen wollten und sehr, sehr viel lachten. Das Endergebnis war ungewohnt, aber ich fand es voll cool. Und das Letzte, was ich noch mitbekam, bevor ich in meiner Hängematte einschlief (die anderen dachten, ich sei bereits eingeschlafen, weil ich die Augen geschlossen hatte), war, wie Quirin zu den anderen sagte: „Respekt an Christine, die Frau hat echt Eier!“

Oscar an der Arbeit

Am nächsten Morgen stand leider schon die Abreise an. Bis nach Hohoe fuhren wir bis auf Mira, die bereits früher aufgebrochen war, alle zusammen, dort verabschiedeten wir uns von Quirin, Gregor und Malike. Für die drei ging es zurück nach Accra, während der Rest nach Lomé musste.

Papierkram und dann ab nach Hause

Die Rückreise nach Togo kann so zusammengefasst werden: Trotro nach Ho, dort was zu essen kaufen und in ein Trotro nach Aflao. In Aflao über die Grenze nach Lomé. Diesmal im Vergleich zur Hinreise unkompliziert. In Lomé gleich Taxi gefunden, zu Katja gefahren. Alle dort übernachtet.

Am nächsten Tag fuhren die vier Beniner wieder zurück, Katja musste zur Arbeit und Gladys und ich? Wir durften in Ruhe ausschlafen und unterhielten uns dann bei einem leckeren Frühstück mit Laura, Katjas Mitbewohnerin.

Nach dem Essen ging es für uns zum Passport Service, Visum verlängern. Von dort aus fuhren wir zur Maison Don Bosco, wo wir uns einen gemütlichen Nachmittag machten und wo auch Katja netterweise übernachten durfte.

Als wir am nächsten Tag unser Visum und Katja endlich ihre Carte de séjour in der Hand hielten, war die Freude groß! Gefeiert wurde, indem Katja uns noch einmal zu sich nach Hause und anschließend auf ihre Arbeit mitnahm. Es war sehr interessant, ihr Projekt kennenzulernen und die Kinder waren (fast) genauso süß wie unsere.

Die vermissten wir auch schon, weshalb es am Tag darauf wieder nach Kara ging. Nach Hause. Ich freute mich auf die Communauté und Fidèles Essen, auf funktionierendes Essen und eine Waschmaschine, aber am meisten natürlich auf die Kinder! Ich hatte den Kopf voller neuer Projektideen…

Apropos Projektideen: Wenn ihr uns bei unserer Arbeit unterstützen wollt, könnt ihr gerne für Gladys spenden. Ich habe meine 3000 € bereits beisammen, aber bei ihr fehlen noch etwa 1000 €. Spenden könnt ihr hier und ihren Blog findet ihr hier.