Feste/Feierlichkeiten Archive - Don Bosco Volunteers https://blogs.donboscovolunteers.de/blog/category/feste-feierlichkeiten/ Freiwilligendienst von jungen Menschen für junge Menschen! Wed, 18 Apr 2018 10:08:48 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 https://blogs.donboscovolunteers.de/wp-content/uploads/2023/11/cropped-01_cmyk-32x32.jpg Feste/Feierlichkeiten Archive - Don Bosco Volunteers https://blogs.donboscovolunteers.de/blog/category/feste-feierlichkeiten/ 32 32 Tie the thali! https://blogs.donboscovolunteers.de/charlotteinindia/2018/03/28/tie-the-thali/ Wed, 28 Mar 2018 19:24:20 +0000 http://21496.189 Hallo zusammen! Seit meinem letzten Eintrag ist schon wieder einige Zeit vergangen. Das liegt aber nicht daran, dass es nichts Interessantes zu berichten gäbe, sondern eher an der seltsamen Angewohnheit der Zeit, total schnell an mir vorüberzuziehen… Da aber erst am vergangenen Montag die (hinduistische) Hochzeit einer ehemaligen Mitarbeiterin Vembus stattfand, nehme ich dieses Event […]

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Hallo zusammen! Seit meinem letzten Eintrag ist schon wieder einige Zeit vergangen. Das liegt aber nicht daran, dass es nichts Interessantes zu berichten gäbe, sondern eher an der seltsamen Angewohnheit der Zeit, total schnell an mir vorüberzuziehen… Da aber erst am vergangenen Montag die (hinduistische) Hochzeit einer ehemaligen Mitarbeiterin Vembus stattfand, nehme ich dieses Event zum Anlass, meine Blogseite mal wieder mit neuem Inhalt zu füttern und tiefer in die Heiratsmaterie einzutauchen.

Zu Anfang ist festzuhalten, dass die Ehen hier (in dieser doch eher ländlichen Region) meist von den Eltern bzw. den Familien der jeweiligen Eheleute arrangiert werden. Natürlich gibt es Ausnahmen. Die Hochzeit, von der im Folgenden die Rede ist, zählt nicht zu den Ausnahmen.

Und los geht´s – erstmal mit dem, was ich verpasst habe 😀 Der Verlobung am Abend vorher konnte ich leider nicht beiwohnen, genauso wenig wie der tatsächlichen Hochzeitszeremonie, die zwar am Montag selber stattfand, jedoch um 7.30 Uhr am Morgen! Das ist hier nicht nur bei hinduistischen Hochzeiten der Fall, sondern auch bei christlichen. Von unseren Fathers habe ich erfahren, dass es hier wohl darum geht, unter den richtigen Sternen zu heiraten, zu genau bestimmter Uhrzeit. Und die ist eben ziemlich früh. Der Kernteil einer jeden Hochzeitszeremonie ist „to tie the thali“: das Umbinden der Hochzeitskette. Ist das also vielleicht der Ursprung des englischen Ausdrucks „to tie the knot“? Schöner Gedanke – wohl eher schwierig zu beweisen…

Jetzt kommen wir endlich zu dem Part, wo ich auch tatsächlich dabei war: Um 9.30 Uhr Vormittags sind Annette und ich zusammen mit Ammaa und den Jungs aus der Press losgestiefelt. Die Feier fand nämlich in einer kleinen Eventhalle direkt in Vilathikulam statt. Aus einiger Entfernung konnte man schon die Musik hören, was angesichts der kleinen Schule direkt daneben aus deutscher Sicht vielleicht etwas rücksichtslos klingen mag, hier aber ganz normal ist. Bei allen möglichen Feierlichkeiten werden die großen Boxen bis zum Anschlag aufgedreht (ich persönlich finde das total cool: Mit der richtigen Hintergrundmusik fühlt man sich direkt wie im Bollywood-Film, auch wenn man einfach nur die Straße entlangläuft!). Und als ich am Tag darauf nach erledigtem Einkauf vom Stadtzentrum zurück nach Vembu gelaufen bin, hat die Schule selber die Nachbarschaft zum Beben gebracht. Ich glaube, dort wurde schon fleißig für das Programm zum Jahrestag der Schule geprobt; den haben zu dieser Zeit nämlich gefühlt alle Schulen. Aber ich bin abgeschweift! Weg von der Musik und zurück zur Hochzeit.

Auf den hiesigen Hochzeitsfeiern gibt es kein festes Programm, sondern eher Programmpunkte, die es abzuhaken gilt und die da wären: Essen und Fotos mit dem Brautpaar (fungiert gleichzeitig als Beglückwünschung). Deshalb gibt es auch keinen zeitlich festgelegten Anfang oder Ende der Feier, sondern es herrscht ein reges Kommen und Gehen unter den Gästen. Lediglich enge Freunde oder Familie kommen schon zur Hochzeitszeremonie selbst und bleiben die ganze Feier über.

Kaum waren wir also angekommen, wurden wir auch schon zum Essen hochgeschickt, wo uns zu meiner Freude von allen Tischen Kinder aus der Evening-Tuition zugewunken haben (da fühlt man sich einfach gleich viel wohler :D). Wir durften beim Essen die wirklich coole Aussicht über die nächsten Dächer Vilathikulams genießen:

Auf Hochzeiten gibt es immer die besten Soßen zum Reis!

Gleich danach gings runter in die kleine Halle, wo das frisch angetraute Brautpaar auf einer Bühne stand, um mit allen Gästen nacheinander abgelichtet zu werden. Das war auch die Zeit, in der Geschenke und Glückwünsche an das Brautpaar gerichtet wurden.

Dass ich nicht lächle, liegt nur daran, dass ich mich an gute tamilische Sitten angepasst habe 😉

Wir saßen noch ein bisschen auf den Stühlen in der Halle, sahen dem Treiben (dem Fotografieren) zu und quatschten mit den Evening-Tuition-Kids, dann gings auch schon zurück nach Vembu…

Als Annette und ich am selben Tag zur Charles-Schule spazierten, haben wir neben dem Tempel, der auf unserem Weg liegt und Vembu am nächsten ist, gleich zwei große Plakate entdeckt (entdeckt ist gut, die waren wirklich schlecht zu übersehen), die die frohe Botschaft der Hochzeit verkündeten. Ein ähnliches hatte auch schon direkt vor der Eventhalle gestanden. Diese Plakate zu Hochzeiten sind hier nicht unüblich:

So viel diesmal aus Indien. Ich mache jetzt das Licht aus; hier ist nämlich eigentlich schon längst Schlafenszeit 🙂

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Kaalai Iravu https://blogs.donboscovolunteers.de/charlotteinindia/2017/12/15/128/ https://blogs.donboscovolunteers.de/charlotteinindia/2017/12/15/128/#comments Fri, 15 Dec 2017 17:46:24 +0000 http://21496.128 Hallo zusammen! In letzter Zeit war Einiges los: zum ganz normalen Adventsprogramm (auch hier schafft man es nicht um den normalen Weihnachtsstress herum), zu dem es auch noch einen Eintrag geben wird (allerdings erst, wenn ich auch über unser Weihnachtsfest hier berichten kann), kam am Sonntag, den 10. Dezember, ein ganz besonderer Programmpunkt: „Kaalai Iravu“ […]

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Hallo zusammen! In letzter Zeit war Einiges los: zum ganz normalen Adventsprogramm (auch hier schafft man es nicht um den normalen Weihnachtsstress herum), zu dem es auch noch einen Eintrag geben wird (allerdings erst, wenn ich auch über unser Weihnachtsfest hier berichten kann), kam am Sonntag, den 10. Dezember, ein ganz besonderer Programmpunkt: „Kaalai Iravu“ – frei übersetzt „von Morgens bis Nachts“. Nachdem ich das Ganze ausgiebig beobachtet habe, soll hier die Analyse und Bewertung folgen 😀
In Tamil Nadu gibt es wie überall auf der Welt regionale Künste und Traditionen, wie natürlich Tänze oder besondere Arten, Geschichten weiterzugeben etc. Durch die Globalisierung schwappt aber immer mehr Westliches über den großen Teich und verdrängt die regionalen Traditionen. Genau jetzt kommen Programme wie Kaalai Iravu ins Spiel: damit die hiesigen Künste nicht endgültig verloren gehen, bietet VEMBU den Menschen eine Bühne, die diese Künste (noch) beherrschen. Das Kaalai Iravu gab es so letztes Jahr schon einmal und soll auch einmal jährlich weitergeführt werden. Unser ambitionierter Direktor hat sogar vor, das Programm nächstes Jahr nicht nur über einen Tag, sondern gleich zwei laufen zu lassen!
Geplant und durchgeführt wurde das Ganze (mit Unterstützung der Fathers) durch einige Jugendliche aus Vilathikulam, der VEMBU-Youth Group. Geplant wurde natürlich schon Wochen vorher: Finanzierung, Essen und nicht zuletzt natürlich die einzelnen Programmpunkte (und noch vieles vieles mehr) wollen gut durchdacht sein!

Hier werden die Girlanden aus Palmblättern zurechtgemacht

Der Ort des Geschehens (vor Beginn des Programms)

Nach ausgiebiger Vorbereitung (bis weit in die Nacht auf Sonntag hinein – um die Zeit kam ich dann auch in den Genuss frischer, kühler Luft) ging es dann am Sonntag um 15.00 Uhr los: Der erste Programmpunkt war ein Tanzwettbewerb einiger Schulen aus Vilathikulam. Zu meiner großen Freude haben unsere Charles-Mädels den ersten Platz abgeräumt! An dieser Stelle fühle ich mich jedoch verpflichtet, Fr. Antos Worte zum Thema Wettbewerb wiederzugeben: Es geht natürlich nicht darum, den ersten Platz abzusahnen, sondern darum, dass so ein Wettbewerb viele Schulen bzw. Gruppen dazu animiert, diesen traditionellen Tänzen Leben zu verleihen; sie aktiv zu praktizieren.

Nach dem Wettbewerb folgte dann das eigentliche Programm: Meinem Gefühl nach ging so ziemlich alles nur Mögliche auf der Bühne ab: Natürlich noch mehr Tanzgruppen aller Art, Trommelvorstellungen, Feuerakrobatik war auch mit dabei, ebenfalls eine Art Stabkampftanz (meine Beschreibungen sind schon der Hammer) aber auch Einzelpersonen, die auf der Bühne gesprochen oder gesungen haben – zum Beispiel der Chief Guest: ein Autor, der gebürtig aus einem Dorf hier in der Nähe kommt. Er heißt Jeyaprakash und verkehrte schon öfter hier in VEMBU. Auch wir hatten ihn schon vor Kaalai Iravu kennengelernt.

An den hübschen blauen Schildchen, die wir am Tag vorher zusammengeklebt haben, erkennt man: das sind Leute von VEMBU!

Eine reine Männertanzgruppe

Die VEMBU-Dance-Group

*Trommelwirbel*

Mit musikalischer Unterstützung werden Geschichten erzählt

Insgesamt ging das Programm bis 22.30 Uhr. Aber nicht nur draußen gings ab (die Musik war übrigens mit Sicherheit auch noch fünf Blocks weiter gut zu hören), auch die Dining-Hall und Savio-Hall waren Schauplätze des Geschehens (bzw. des Essens 😀 ). Das erste Mal kam ich an diesem Abend um 19.30 Uhr in den Genuss eines Abendessens, als ich kurz etwas aus der Dining-Hall holen wollte und den Autor dort alleine beim Essen sitzen sah. Ich gesellte mich dazu und konnte nach zweimaliger Aufforderung das Essen natürlich nicht mehr ablehnen 😀 Um 21.00 Uhr ging es für mich dann in die zweite Runde: Zusammen mit einem Comedian/Schauspieler, der auch auf der Bühne stand, seinen zwei Söhnen, Annette und Hendrik (die zwei Voluntärjungs aus Keela Eral sind nämlich auch mit einer Dance-Group bei uns eingetroffen, Jakob blieb während des Essens aber verschollen) aß ich richtig zu Abend. Als bis 23.30, also nach Ende des Programms, alles ausreichend aufgeräumt und abgebaut war, gings mit der kompletten Youth-Group und ein paar Gästen nach oben in die große Savio-Hall, wo Tische und eine Art Büfett aufgebaut waren. Eigentlich wollte ich hier nur was Winziges essen, weil ich schon vom zweiten Abendessen satt war, aber als ich eine Sekunde nicht aufpasste, wurden mir neben einem Vadei und einer Art süßem, gelben Brei noch drei Ikklis auf den Teller geklatscht… der Tag endete also damit, dass ich nach einem letzten Tee kurz vor zwölf glücklich und zufrieden ins Bett rollte!

Mit dem Ende dieses langen und ereignisreichen Tages endet nun auch mein Blogeintrag…

Auch am Ende des Abends saß das Publikum noch gebannt vor der Bühne (fotografiert vom Logenplatz direkt hinter den Boxen – mittlerweile funktionieren meine Ohren wieder)

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