So, mittlerweile ist ein Monat rum und Weihnachten steht (seeeeeeehhhhhrrrrr) kurz vor der Tür. Also der perfekte Moment, um mal wieder ein paar Zeilen zu schreiben und damit zu bestätigen, dass ich immer noch am Leben bin. Yeah! So, was ist nun alles passiert? (Ziemlich viel.)
Zuerst mal endete der November mit dem 19. Geburtstag von Jette. Und den haben wir gefeiert. Jette hatte am 28. Geburtstag, das war ein Donnerstag, weswegen wir auch zweimal gefeiert haben ;). Am Donnerstag hatten wir eine kleine Feier mit Kumar, am Nachmittag, die jungen Inder hatten uns von sehr interessanten Traditionen erzählt (unsere Patres meinten, dass sie nicht jede (95%) kennen). Eben jene Traditionen wurden in einer kleinen Überraschungsfeier am Donnerstag ausgetestet. Die Traditionen involvieren: Eier auf dem Kopf zerschlagen, mit Sahne begossen werden, Kopf in den Kuchen gedrückt und ich glaube, das reicht um ein Kopfkino zu starten (die Tradition, die die Patres kannten, war die der Fütterung des Geburtstagskinds). Nach einem interessanten Abend mit den Patres, hatten wir für Freitag die nächste Überraschungsparty mit den Collegeboys geplant. Dieser Abend verlief einwenig anders als eigentlich geplant. Eine, von der vor kurzem erst beendeten Arbeit erschöpfte, Jette durfte nochmals durch die sehr belebenden Geburtstagsaktionen durch. Und wieder erwarten verwandelte sich die noch eben so traditionsvolle Flat in ein Schlachtfeld von Kuchen, Eier, Mehl, Sahne, Shampoo, … Nach etwa einer Stunde kriegsähnlichen Zuständen versammelten wir uns alle hinten auf unserer Terrasse und spielten bis in die tiefe Nacht Kartenspiele, nachdem sich ca. die Hälfte geduscht und alle ihre Sachen sporadisch gewaschen hatten. Wie man es erwarten kann, war der nächste Tag Morgen bis Abend die HÖLLE. Den GANZEN SCHEISS WEG ZUMACHEN war eines meiner schlimmsten Erlebnisse in meinem Leben. Der Gestank, das klebrige Zeug, das Konfetti, es war einfach schlimm.
Nach diesem sehr ereignisreichen Ende des Monats November ging es nun in die Weihnachtszeit. Viel änderte sich dabei für uns erstmal nicht, außer dass die Kinder im Vemucti und im Shelter anfingen mit Tanzproben für das Weihnachtsfest. Hierbei muss ich erwähnen, dass sich alle Don Bosco Einrichtungen Vijayawadas am 21.12. auf dem Gelände des Chirigus trafen, um gemeinsam Weihnachten zu feiern – außer dem Shelter, da die Kinder dort ein erhöhtes Weglaufrisiko haben und sie ihre eigene Feier am 18. hatten. Außerdem sollte ich erwähnen, dass Lele sich sowohl die Choreografie für unseren Tanz als auch die für das Shelter ausgedacht hat. Naja, ich drifte ab.
Der Dezember begann führ uns mit einem Kinobesuch, mein erster in Indien. Der Film: Zoomania 2 . Zum Film werde ich mich weniger äußern, mehr zudem Erlebnis drum herum. Ganz nett war der Service, der uns unsere 3D Brillen zum Platz brachte, sowie die Snacks. Der Projektor oder die Leinwand waren jedoch nicht ganz aufeinander abgestimmt und genauso wenig war das Bild an sich, was zur Folge hatte, dass vor allem die Werbung oben und unten stark abgeschnitten war, was mir zu Anfang eher sorgen als Freude bereitete. Beim Film an sich ging es dann doch ganz gut und das Bild war nur ein wenig – und meistens nicht auffällig – abgeschnitten. Sehr verwirrend war jedoch die Werbeunterbrechung von ca. 5 min. inmitten des Films. Diese Kause kann als Klo- und Snackpause genutzt werden. Für Menschen, die das aber zum ersten Mal erleben, ist die Pause eher nervig als hilfreich. Am Ende ging wir aber alle gut gelaunt aus dem Kinosaal :). Das große Highlight des Monats war es aber, dieses Kinoerlebnis, und das war uns allen auch bewusst. Denn wir hatten unseren ersten gemeinsamen Trip geplant. Und zwar nach Hyderabad.
Hyderabad liegt bei ca 17° nördlicher Breite und 78° östlicher Länge (also so schön mittig auf der indischen Halbinsel) und ist die Hauptstadt des südlichen Bundesstaats Telangana. Hyderabad hatte 2011 ca. 6,8 Millionen Bewohner und eine Bevölkerungsdichte von ca. 11 Tausend Ew./km2. Zum Vergleich: Berlin hatte 2024 eine Bevölkerungsdichte von ca. 4,3 Tausend Ew./km2. Das, was wir am 12.12 nach 5 1/2 Stunden Bussfahrt erblickten, haute uns förmlich aus den Sandalen. Diese schiere Größe dieser Stadt war nur (Achtung English) second only to New York. Der Unterschied ist aber deutlich. Während man in New York noch ein klares städtebauliches Prinzip erkennen konnte und sich Wolkenkratzer an Wolkenkratzer reihte, war Hyderabad einfach ein Chaos, in das sich immer mal wieder Wolkenkratzerinseln verirrt hatten. Besucht haben wir die Volontärin Lina, die uns schon Anfang November besucht hatte. Die Don Bosco Einrichtung war eine richtige Oase in dieser hyperaktiven Stadt. Fast nur umgeben von einem kleinem Wald ist die schon etwas zentraler gelegene Einrichtung ein Ort der Ruhe.
Was wir genau dort erlebt haben kommt Morgen sonst wird das ganze noch viel zu lang wie ich gerade merke. Lasst euch eins gesagt sein, es ist schon so einiges passiert ;).
Kleine Anmerkung meinerseits: Bilder sind kompliziert (jedenfalls check ich es noch nicht ganz wie man sie richtig hochlädt), kommen aber sicherlich.
So nun soll ich hier auch noch Werbung machen für meinen Spendenlink (das kommt nicht von Don Bosco, sondern von andern).
https://www.donboscomission.de/volontariat/2025/spenden/anton
Ne Spende wäre schon sehr nett :). Hierbei werde ich nicht direkt unterstützt, sondern indirekt. Die Spende geht nämlich an Don Bosco, die das ganze hier finanzieren. Das heißt, dass Don Bosco mir hier mehr oder weniger den ganzen Krams (außer das Reisen) hier finanziert (auch den Flug hierhin) das inkludiert die Miete, nen Monatsgeld (was kein Gehalt ist (offiziell verdiene ich hier in Indien kein Geld) und nen ganze andere Menge an Sachen. Das Ganze ist nicht so billig. Eine guten Teil übernimmt dabei zum Glück die staatliche Weltwärts Organisation. Und den restliche Teil würde ich gerne mit Spendengeldern auffüllen, welche ihr (ich meine damit euch Lesende) spendet:).