Hallo und willkommen zu meinem Blog. Hier werde ich hin und wieder von meinen Erfahrungen aus meinem Freiwilligendienst in Togo erzählen.

In diesem Eintrag geht es um unsere Anreise, unseren fünftägigen Aufenthalt in Lomé und die Weiterreise nach Kara.

Die Anreise

Friedemann, Jann und ich trafen uns am Flughafen in Brüssel um dann gemeinsam den Flieger nach Lomé, Togos Hauptstadt, zu nehmen. Nach acht Stunden Flug und einer Zwischenlandung in Accra sind wir pünktlich in Togo gelandet. Schon auf dem Flug fiel uns auf wie herzlich viele der Togolesen sind. Manche fragten uns, was wir machen wollen in Togo und waren dann sehr erfreut von unserem Freiwilligendienst mit Don Bosco Volunteers zu hören. Vom Flughafen holte uns Père Augustin ab und wir bekamen auf der Fahrt die ersten Eindrücke Lomés. Sehr auffällig ist der Straßenverkehr. Motorroller, Tuk-Tuks und Autos fahren ziemlich durcheinander über die Straßen, denn Spuren gibt es keine. Die Einheimischen finden sich aber offensichtlich gut zurecht.

Unsere Zeit in Lomé

Bevor wir weiter nach Kara fuhren, der Stadt wo unsere Einsatzstelle ist, verbrachten wir in Lomé fünf Tage. Untergebracht waren wird in einem Postnoviziat, eine der vier Don Bosco Einrichtungen in Lomé. Die dortigen Salesianer waren sehr gastfreundlich und haben uns herzlich empfangen. Wir nahmen an ihrem Alltag teil, indem wir mit ihnen aßen und an den täglichen Morgenmessen und Nachmittagsgebeten teilnahmen. Zu diesem Centre Don Bosco zählen neben dem Postnoviziat, auch ein Ausbildungszentrum und eine Universität.

Das Schild vor der Maison Don Bosco
Blick auf das Ausbildungszentrum
Die Kapelle im Postnoviziat

Ein Salesianer namens Mathias führte uns durch Lomé. Er zeigte uns den Palais de Lomé. Ein schön renovierter Palast, der heute als Museum dient und von einem großen Garten umgeben ist. Der Eintrittspreis war für uns mehr als doppelt so hoch wie für Einheimische. Nachher besichtigten wir den Stadtmarkt, der zugleich auch der größte Markt Togos ist. Hier werden allerlei Dinge verkauft. Von Gewändern, Elektronikzubehör, Motorradteilen bis hin zu Lebensmitteln findet man alles. Wir drei Volunteers fielen natürlich schnell auf und wurden oft angesprochen. Wir lehnten aber immer dankend ab, da unser Ziel die Cathédrale Sacré Coeur de Lomé war. Eine in den Jahren 1901 und 1902 von den Deutschen erbaute Kirche, die inmitten des Marktes steht. Mathias erklärte, dass heute täglich zu fast jeder Uhrzeit Messen in dieser Kirche stattfinden. 

In der Maison Don Bosco haben wir die bisschen Gartenarbeit, die wir machen durften, gemacht. Viel lassen einen die Salesianer nicht arbeiten, wenn man zu Gast ist. Der Garten wurde um die Kapelle herum angelegt und wird vom ältesten Mitglied der Communauté, Père Clément, mithilfe anderer Salesianer gepflegt. Aktuell ist das Klima ziemlich angenehm. Es regnet in Lomé aber trotz Regenzeit nur wenig und im Garten muss regelmäßig gegossen werden. Auch hier bekommt man den Klimawandel zu spüren. 

Bild nach der Gartenarbeit: Vivien einer der Postnovizen, Friedemann, ich, Père Clément und Jann (von links nach rechts)

Sehr erfreut war ich auch als uns gesagt wurde, dass wir mit den Salesianern Fußball spielen werden. Vor der Maison Don Bosco ist ein asphaltiertes Basketballfeld und ein größeres Fußballfeld, wo der Boden aber aus teilweise plattgedrückter aber auch aufgewühlter roter Erde besteht. Jedenfalls fiel auf dem Feld jede Bewegung ein bisschen schwerer als gewohnt. Die Salesianer hatten da natürlich keine Probleme. Selten war ein Fußballspiel so anstrengend, dachte ich mir nachher.

Blick auf das Fußballfeld. Im Hintergrund sieht man einen noch andauern Anbau an das Ausbildungszentrum. Uns wurde gesagt, dass für die Fertigstellung das Geld fehlt.

In den folgenden Tagen sind wir auch zum Strand gegangen und haben Kirchen im Umfeld besichtigt. In Lomé gibt es im Gegensatz zum Norden, wo der Islam und traditionelle Religionen präsenter sind als im Süden, auffällig viele katholische Gemeinden. An einem Abend lud uns Père Augustin zu seinem Bruder zum Abendessen ein. Der lebt mit seiner Familie in einem ziemlich großen Anwesen. Es wurde wegen uns versucht möglichst europäisch zu kochen. Deswegen bekamen wir Reis mit Würstchen und Tomatensauce. Uns wurde auch viel Alkohol angeboten, vor allem Bier ist sehr beliebt in Togo. Darunter auch deutsches Bier wie Pils. Die Brauerei SNB braut ihr Bier sogar nach dem deutschen Reinheitsgebot, erklärte uns der Bruder von Père Augustin stolz. Die Familie bei der wir aßen war sehr nett und wir hatten tolle Gespräche. Nachher brachte uns Père Augustin zu einer Art Musikfestival, wo auf einer Bühne togolesische Künstler auftraten. Man konnte dort aber auch durch die vielen umliegenden Stände bummeln.

Blick auf den Strand, wo Fischer gerade ein Boot an Land ziehen.

Reise nach Kara

Schnell ging die Zeit in Lomé um, und ehe wir uns versahen, stand schon die Weiterreis nach Kara an. Am Montag morgen holte uns Père Cyrille, der Verantwortliche der Maison Don Bosco in Kara, ab. Wir machten es uns gemütlich im vollgepackten Auto und stellten uns auf die achtstündige Fahrt ein. Schnell wurde es grüner um die Straße herum, als wir Lomé verließen und ich freute mich mehr von Togos Landschaft zu sehen. Teilweise sind gar keine Häuser und Stände um die Straße herum und man sieht nur grüne Pflanzen und Palmen die bis zum Horizont reichen. Wir machten abgesehen von den vielen Pipistopps zwei Pausen auf der Strecke. Jedenfalls aßen wir bei unserer ersten Pause zu Mittag leckeres Fufu mit Hühnchen und es gab natürlich Bier. Die Fahrt war trotz der Länge angenehm, hin und wieder sprachen wir mit Père Cyrille, die meiste Zeit schauten wir aber raus um die fremde Gegend wahrzunehmen. In Kara angekommen war es schon dunkel und wie in Lomé wurden wir sehr herzlich begrüßt. Zu Abend aßen wir alle zusammen am Tisch mit den anderen Salesianern. Das Essen war sehr lecker, da haben uns die Vorfreiwilligen Christine und Gladys auf jeden Fall nicht zu viel versprochen vom Koch Fidèle.

Spenden

Rund 50 Freiwillige werden jedes Jahr von Don Bosco Volunteers ins Ausland entsandt. Der Freiwilligendienst wird zu 75% von Weltwärts finanziert. Die restlichen 25% muss ich durch einen Spendenkreis sammeln. So finanziere ich meinen Freiwilligendienst mit, aber mache auch auf das Projekt und die wichtige Arbeit Don Boscos aufmerksam. Es würde mich riesig freuen, wenn Du meinen Dienst und somit auch Don Boscos Volunteers unterstützt. Jede Spende, egal wie groß oder klein hilft!

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