Meine EVAluation https://blogs.donboscovolunteers.de/meineevaluation/ Mein Auslandsjahr im Inland Sat, 20 Feb 2021 17:09:44 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.1 Ein letztes Mal Ensdorf https://blogs.donboscovolunteers.de/meineevaluation/2021/02/20/ein-letztes-mal-ensdorf/ https://blogs.donboscovolunteers.de/meineevaluation/2021/02/20/ein-letztes-mal-ensdorf/#respond Sat, 20 Feb 2021 17:09:42 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/meineevaluation/?p=93 Nachdem ich jetzt schon wieder einige Tage zuhause bin, dachte ich mir es wird Zeit nochmal auf die letzten Wochen und damit das Ende der Akademie zurückzuschauen. In dieser Zeit habe ich wieder so viel Neues erlebt, dass sich die 5 Wochen rückblickend wie einige Monate anfühlen. Am Mittwoch den 13. Januar ging es für […]

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Nachdem ich jetzt schon wieder einige Tage zuhause bin, dachte ich mir es wird Zeit nochmal auf die letzten Wochen und damit das Ende der Akademie zurückzuschauen. In dieser Zeit habe ich wieder so viel Neues erlebt, dass sich die 5 Wochen rückblickend wie einige Monate anfühlen.

Am Mittwoch den 13. Januar ging es für mich zusammen mit 3 weiteren Volontär*innen wieder zurück nach Ensdorf. Aber im Gegensatz zum letzten Mal war unsere Hauptaufgabe nicht mehr das Apfelpressen, sondern es kamen einige neue Herausforderungen auf uns zu.

Karrierestart als Graffitikünstler*innen

Gleich am Freitag nach unserer Ankunft ging es los mit der Umsetzung unseres im Herbst geplanten Graffito. Dafür kam ein externer Graffitikünstler, der uns bei der Arbeit unterstützte und seine Tipps und Tricks mit uns teilte. So enstand schneller als gedacht unser großes Wandbild und weil anschließend noch so viel Farbe und Motivation vorhanden war, dachten wir uns, wir gestalten den Raum noch ein bisschen weiter. So verschönerten wir den Raum noch mit einer Weltall-Säule und einem Frühlingsbaum. Dass es sich trotzdem noch um Arbeit und nicht nur Vergnügen gehandelt hat, lässt sich erkennen, wenn man unsere Ausrüstung anschaut. Durch diese war es teilweise tatsächlich etwas schwerer zu atmen.

Selfmade Palettenmöbel

Der Spielesaal sollte natürlich nicht nur durch die Graffiti gut aussehen. Nein, es fehlten noch Möbel. Daher bestand unsere nächste Aufgabe daraus Paletten zu schleifen, zuzuschneiden und richtig angeordnet zusammenzufügen. Eine teilweise sehr anstrengende und nervenraubende Arbeit, die sich beim Anblick des Endprodukts jedoch sichtlich gelohnt hat.

Regensburg kennenlernen

Eine besondere Änderung im Vergleich zu unserem Aufenthalt im Herbst war der wöchentliche Wechsel mit Regensburg. Jeweils zu zweit durften wir jede zweite Woche in die Einrichtung in Regensburg hineinschnuppern. So konnten wir nochmals einige neue Arbeitsbereiche kennenlernen. Wir waren hier vor allem bei der Freizeitgestaltung im Jugendtreff beteiligt und halfen verschiedenen Jugendlichen beim Hausaufgaben machen oder lernten mit ihnen für die Schule. Mir persönlich hat das Deutschlernen am meisten Freude bereitet. Im Gegenzug dazu wurden mir nämlich auch ein paar arabische Sätze beigebracht. Ich bin wirklich dankbar für die Offenheit des ganzen Regensburger Teams, durch die wir eine weitere Einrichtung Don Boscos kennenlernen konnte.

Ökologische Nachhaltigkeit in unseren Einrichtungen- Wie kannst DU aktiv werden?

Das ist der Titel unseres vierten und letzten Projekts. Bereits vor einigen Wochen wurden an alle deutschen Einrichtungen der Salesianer Fragebögen zum Thema Nachhaltigkeit verschickt. Darauf wurde abgefragt, auf welche Bereiche oder Projekte die Einrichtung schon besonders stolz ist und wo noch Verbesserungspotenzial besteht bzw. welche Ideen und Pläne in der Zukunft umgesetzt werden sollen. Unsere Aufgabe bestand nun daraus, diese Fragbögen auszuwerten, zu vergleichen und die besten Ideen und Projekte in einer Präsentation zusammenzufügen. So entwickelten wir eine Prezi auf die in Zukunft alle salesianischen Einrichtungen zugreifen können.

Für eine gewisse Übersicht haben wir diese in die vier Bereiche „Outdoor“, „Küche“, „Bildung“ und „Kleinigkeiten“ unterteilt. Unter „Outdoor“ findet man einige Projekte, die mit oder ohne Jugendliche in der Natur umgesetzt werden können. Der Bereich „Küche“ umfasst z.B. die Abfallvermeidung, aber zeigt auch Tipps für das gemeinsame Kochen in Wohngruppen oder in einer Großküche auf. Im Unterpunkt „Bildung“ werden verschiedene Seminarthemen vorgestellt, die sich auf das Thema Nachhaltigkeit beziehen. Der letzte Punkt „Auch Kleinigkeiten helfen“ beinhaltet dagegen verschiedene kleinere und größere Themen und Projekte. Wie zum Beispiel Tipps zum Gebäude, der Mobilität, der Kleidung, aber auch ganz grundsätzliche Dinge, auf welche jede*r im Alltag achten sollte.

Abschied nehmen

Und was kommt jetzt? Das ist eine gute Frage, die ich vor ein paar Wochen selbst noch nicht beantworten konnte. Ich war mir zwar ziemlich sicher, dass ich meinen Freiwilligendienst bei Don Bosco fortsetzen will, jedoch hatte ich noch keine wirkliche Ahnung, wie das genau aussehen sollte. Doch auch hier war wie immer Verlass auf unsere zwei Organisatoren, die für jede*n von uns eine passende BFD-Stelle gefunden haben. Für mich heißt das zurück nach Benediktbeuern, also in meine neue zweite Heimat:)

Da ich mir aber noch nicht ganz sicher bin, ob ich meinen Blog auch dort fortsetzen werde, heißt es jetzt erstmal Abschied nehmen. Mir hat es wirklich Spaß gemacht, meine Erlebnisse auch schriftlich festzuhalten. Vielen Dank an jede*n Leser*in und vielleicht bis bald:)

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Back in Bene https://blogs.donboscovolunteers.de/meineevaluation/2020/12/22/back-in-bene/ https://blogs.donboscovolunteers.de/meineevaluation/2020/12/22/back-in-bene/#comments Tue, 22 Dec 2020 15:00:37 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/meineevaluation/?p=75 5 Wochen Benediktbeuern sind schon wieder rum, Weihnachten steht vor der Tür und dann kommt auch schon 2021. Aber fangen wir einmal ganz langsam von vorne an. Nach unserer freien Woche im Herbst sind wir, die 24 Auslandsfreiwilligen zurück in unser zweites Zuhause, die Jugendherberge in Benediktbeuern, gereist. Ich kam ein paar Tage verspätet an, […]

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5 Wochen Benediktbeuern sind schon wieder rum, Weihnachten steht vor der Tür und dann kommt auch schon 2021. Aber fangen wir einmal ganz langsam von vorne an. Nach unserer freien Woche im Herbst sind wir, die 24 Auslandsfreiwilligen zurück in unser zweites Zuhause, die Jugendherberge in Benediktbeuern, gereist. Ich kam ein paar Tage verspätet an, doch nach zwei negativen Corona-Tests durfte auch ich endlich wieder zur Gruppe zurück und in unseren normalen Alltag starten. Da ich erst gegen abend zu den anderen dazustieß, stand der erste Programmpunkt schon fest. Ein Kinoabend mit einem unserer heißgeliebten Bollywoodfilme, was für mich der perfekte Start in die kommende Zeit war.

Die Seminare

Am Montagmorgen fing dann das eigentliche Programm an. Wir bekamen Besuch von einem externen Referenten, der auch die restlichen Tage der Woche mit uns verbrachte. Sein Programm war sehr abwechslungsreich und spannend aufgebaut. Wir lernten viel Neues durch spannende Vorträge, aber hatten auch oft die Möglichkeit uns zu zweit oder in Kleingruppen über die verschiedenen Themen auszutauschen. Mein Highlight dieser Woche war der Donnerstag. An diesem durften wir selber Initiative ergreifen. Wir sollten uns überlegen wie wir unsere eigenen Ideen für einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Welt in Projekte umsetzen können. Dabei kamen sehr viele unterschiedliche Pläne zusammen. Unter anderem kam so auch die tolle Idee zustande, gemeinsam mit den Johannitern Pakete für ärmere Ländern zu packen und zu verschicken.

Der Freitag sah dann nochmal ein bisschen anders aus, mit ausschlafen am Vormittag und einer neuen Referentin zum Thema gewaltfreien Kommunikation am Nachmittag und das Wochenende über. Auch dies war ein sehr spannendes Seminar, bei dem man sehr viel Neues lernen konnte.

Ein bisschen Eigeninitiative

Die nächsten zwei Wochen verbrachten wir vor allem mit unseren eigenen Projekten, mit denen wir auch alle Hände voll zu tun hatten. Das größte und für uns wichtigste Projekt war unsere eigene Austellung zum Thema Nachhaltigkeit. Mit dieser wollten wir vor allem auf die SDGs aufmerksam machen. Meine Gruppe beschloss hierfür auf das Nachhaltigkeitsziel 2: „Kein Hunger“ genauer einzugehen. Dabei setzten wir uns mit verschiedenen Supermärkten in Verbindung. Wir wollten uns über deren Umgang mit Lebensmitteln informieren, die das Mindesthaltbarkeitsdatum schon überschritten haben. Freudigerweise erzählten uns die meisten, dass sie bereits einen mehr oder weniger konkreten Plan hätten, wie sie verhindern könnten, dass diese Lebensmittel sinnlos weggeschmissen werden.

Zusätzlich zu diesem Projekt galt es auch einen Online-Adventskalender für die Don Bosco Seite zu erstellen. Hierfür mussten wir kurze Videoclips aufnehmen, die sich um verschiedene Themen rund um Weihnachten und die Adventszeit drehten. Falls ihr jetzt neugierig geworden seid, könnt ihr euch diese gerne auf der Youtubeseite „Salesianer Don Bosco“ anschauen.

Und als wären zwei Projekte nicht genug, hatten wir dazu noch die Aufgabe einen eigenen Seminartag vorzubereiten. Auch hier durften wir uns die Themen selbst aussuchen. So hielt ich mit vier weiteren Freiwilligen einen Vortrag zum Thema „Was macht Werbung“. Unser Ziel war es, die anderen dafür zu sensibilisieren, wie manipulativ Werbung sein kann. Gleichzeitig wollten wir auch auf unterschiedlichste Diskriminierung in der Werbung aufmerksam zu machen.

Werbung für unser Seminar

Besinnungswochenende

Eine Besonderheit gab es noch, die ich euch nicht verschweigen möchte. Am Freitag den 04.12.20 begann für uns ein Wochenende, das sich von den übrigen sehr unterschied. In dieser Zeit beschäftigten wir uns viel mit uns selbst, unserer Vergangenheit und unseren eigenen persönlichen Problemen. Anfangs war ich ein wenig skeptisch, doch im nachhinein muss ich zugeben, dass dies eine sehr gute Erfahrung war und uns als Gruppe noch enger zusammengeschweißt hat. Ganz nach dem Spruch „Geteiltes Leid ist halbes Leid“. Ich bin wirklich dankbar für die vielen herzensguten Menschen, die ich in meiner Zeit in Bene bis jetzt kennenlernen durfte und hoffe, dass diese Beziehungen auch noch länger halten werden.

In der letzten Woche änderte sich dann noch kurzfristig der Referent, was das Programm jedoch nicht verschlechterte. Im Gegenteil, die neuen Themen waren für uns alle sehr beeindruckend. Die ersten Tage drehte es sich vor allem um die Befreiungstheologie und Oscar Romero, später die Woche schauten wir uns dann die angespannte Situation in Teilen Frankreichs zwischen den lokalen Gangs und der Polizei genauer an. Aber auch die Adventszeit kam nicht zu kurz und wir schmückten unseren eigenen Weihnachtsbaum als Zeichen der Hoffnung und hatten am letzten Abend eine sehr schöne und sehr lange Weihnachtsfeier:)

Und natürlich die Freizeit

Ja freie Zeit zur eigenen Gestaltung gab es selbstverständlich auch sehr viel und dabei auch wieder unzählige Angebote. Bei mir pendelte sich langsam ein Rhythmus zwischen den Besuchen in der Sporthalle mit Fußball oder Volleyball und den abendlichen Workoutstunden ein. Daneben entdeckte ich auch meine Liebe zu langen Spaziergängen, egal ob nachts oder tagsüber, und zum Lesen wieder. Selbstverständlich darf auch unser Harry-Potter-Marathon nicht unerwähnt bleiben. Bei dem wir es tatsächlich geschafft haben, alle Filme mit nur einer Pause zum Schlafen und Essen durchzuschauen. Und dank der vielen unterschiedlichen Talente wurden wir sowohl im Singen durch den Chor, als auch im Tanzen durch die Tanzkurse gefördert.

Ich werde, bzw. vermisse bereits jetzt schon, jeden einzelnen der Gruppe und möchte hier ein kurzes Dankeschön für all die guten und teils auch tiefen Gespräche aussprechen, die ich in dieser Zeit führen durfte. Ich kann es kaum abwarten im Februar, nach meinem Praktikumsaufenthalt, wieder zurückzukommen!

Bis dann, eure Eva

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INDIenSDORF https://blogs.donboscovolunteers.de/meineevaluation/2020/11/09/indiensdorf/ https://blogs.donboscovolunteers.de/meineevaluation/2020/11/09/indiensdorf/#respond Mon, 09 Nov 2020 16:34:04 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/meineevaluation/?p=41 „Hallo Welt, ich bin gut in Indien gelandet“. Wie gerne hätte ich meinen Blog mit diesen Worten begonnen. Aber naja dank Corona kann ich jetzt berichten, dass ich die ersten zwei Monate meines Auslandsfreiwilligendienstes im Inland gut überstanden habe und sowohl in Benediktbeuern, als auch in Ensdorf bei Amberg schon echt viel lernen und erleben […]

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„Hallo Welt, ich bin gut in Indien gelandet“. Wie gerne hätte ich meinen Blog mit diesen Worten begonnen. Aber naja dank Corona kann ich jetzt berichten, dass ich die ersten zwei Monate meines Auslandsfreiwilligendienstes im Inland gut überstanden habe und sowohl in Benediktbeuern, als auch in Ensdorf bei Amberg schon echt viel lernen und erleben durfte.

Aber jetzt einmal ganz von vorne. Beworben hab ich mich ja eigentlich im Herbst 2019 für ein freiwilliges Jahr im Ausland. Ende Februar stand dann sogar fest, dass ich in ein Projekt im Süden Indiens gekommen wäre. Dieses wird auch Care Home genannt und beherbergt um die 80 Jungen, welche alle HIV-positiv sind.

Und dann? Dann kam Corona…

…und ich musste mich nach und nach von meinen Wünschen und Träumen verabschieden. Trotzdem hieß das nicht, dass ich meinen Freiwilligendienst komplett abbrechen musste. Uns wurde nämlich eine tolle Alternative angeboten, mit dem Ziel einer verspäteten Ausreise. Ob diese nun noch stattfinden wird oder nicht, bis jetzt hat sich die Vorbereitungszeit in Benediktbeuern auf jeden Fall gelohnt. Dort haben wir die unterschiedlichsten Lerninhalte besprochen, wie z.B. die Menschenrechte, die SDGs oder die Pädagogik Pädagogik Don Boscos– /wp:paragraph –>

Nachmittags dagegen hatten wir auch sehr viel Freizeit, die wir mit den unterschiedlichsten Sportarten, von Volleyball, über Yoga bis Judo gefüllt haben.

Ausflug an einen See
Die gemeinsamen Abende

Die Kunst des Apfelpressens

Ein Freiwilligendienst besteht aber natürlich nicht nur aus Theorie, sondern auch aus der Anwendung der erlernten Wissens. Und genau das war dann der Plan in den verschiedenen Einrichtungen der Salesianer in Deutschland, für mich speziell in Ensdorf.

Mein Praktitkum dort begann Anfang Oktober und trotz meiner durch Krankheit verursachten frühzeitigen Abreise, habe ich dort viele neue Erfahrungen gesammelt, da unser Porgramm sehr abwechslungsreich war. Unter anderem haben wir bei der Kinderbetreuung in der offenen Ganztagsschule der Mittelschule in Ensdorf mitgeholfen. Eine weitere Aufgabe war die Spielesaalumdekorierung, in dem wir uns bei unserer Rückkehr im Januar sogar mit unserem eigenen Graffiti zum Thema Nachhaltigkeit verewigen dürfen. Meine Lieblingsaufgabe war jedoch das Apfelpressen. Das war zwar recht anstrengend, dafür war die Belohnung am Ende (ein paar Schlücke frisch gepresster, noch heißer Apfelsaft) aber immer eine gute Entschädigung.

Kurz gesagt, die Zeit in Ensdorf war für mich zwar nicht sehr lang, jedoch sehr schön und aufschlussreich. Ich bin wirklich dankbar, die Chance bekommen zu haben dort mitzuarbeiten.

Vroni und ich fleißig am Apfelpressen 😉

Alles in allem war es eine sehr interessante Erfahrung und ich freu mich schon auf die kommende Zeit. Sowohl auf die nächsten Wochen in Benediktbeuern, als auch wieder in die Oberpfalz nach Ensdorf zurückzufahren.

Bis dann, eure Eva:)

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