Nun bin ich schon ganze 3 Wochen hier in Kolumbien und es ist eine Menge passiert. Von einen Wechsel in ein anderes Projekt, über Erdbeben und das unerwartete Treffen mit einem Salesianer, wo ich es am wenigsten erwartet hätte und Erlebnissen mit meiner Familie hier vor Ort.

Nach meiner Landung am 23.07 nahm mich meine Tante herzlich in Empfang. Bevor es am nächsten Tag in die Karibik nach Cartagena ging, nutzen wir den Abend für ein freudiges Wiedersehen. In Cartagena besuchte ich eine Frau mit dem Wissen von 101 Jahren. Und was ich besonders an ihr bewundere, ist das Interesse in diesem Alter an dem, was heutzutage passiert.
Generell ist die Stadt Cartagena ein bedeutender Ort für die Geschichte von Kolumbien. Sie spielt eine fundamentale Rolle bei der Eroberung von den Spaniern, da sie direkten Zugang zum Atlantik hat.

/ ⬅️ das ist die Festung San Felipe in Cartagena

Nach einer Woche in Cartagena, ging es für mich auf die erste Entdeckung von Bogotá. Ich lernte die Innenstadt und ein bisschen die Umgebung kennen. Ich besuchte eine Kirche von den Salesianern in Bogotá ⛪️ Santuario Nuestra Señora del Carmen. Am gleichem Wochenende lernte ich auch einen echten Salesianer kennen. Als ich in Suesca war, war unser Tourguid (und sein Bruder den wir später getroffen haben) ein Mitglied der Salesianer. Noch besser: beiden haben ihr Bachillerato ( örtliches Abitur) in der Einrichtung „La Holanda“ gemacht. Ich hätte mir das nicht träumen können.

Am folgenden Dienstag ging es dann für mich nach Pinchote. Ein kleines Dorf Nähe der Stadt San Gil in Santander. Der Ort liegt ca. 7 Stunden von der Hauptstadt entfernt. Hier leben meine Großeltern in einem ländlichen Haus. Ich liebe die Früchte, welche wir im Garten anbauen. Ingesamt ist Kolumbien reich an verschiedenen Früchten 🍉🍍 die meisten davon kenne ich nicht einmal. Ich nutze die Momente hier um mit meiner Familie zu sein und die Region besser zu verstehen.
Jetzt gerade sitze ich hier in der Hängematte und schreibe diesen Blog für euch.

Während ich hier bin sind verschiedene Dinge passiert. Wie ich schon in der Einleitung angedeutet habe, wurden Noémi und ich in ein anders Projekt integriert. Statt nach „La Holanda“ in Granada, Meta geht es für uns nach Fusagasuga 🏙️ in das Projekt I.T.A. Valsalice ( Instituto Técnico Agrícola). Genau wie das alternativa Projekt liegt der Fokus auf der landwirtschaftlichen Bildung. Sowohl von Kindern und Jugendlichen, als auch für Erwachsene durch Lehrpfade im Angrenzenden Wald. Zwar wissen wir noch nicht viel von unseren Aufgaben, aber wahrscheinlich werden wir jene Lehrpfade begleiten und uns damit auseinandersetzen 🌿 ich selbst bin immer gespannter auf das Projekt!

Doch während ich hier in Pinchote war, ist noch etwas anderes passiert, was ihr sicherlich auch mitbekommen habt. Am 10.07 um 07:34 Uhr gab es ein so starkes Erdbeben, das die Kraft hatte mehrere Städte ins Chaos zu stürzen. Mein Mitleid gilt allen Betroffenen des Ereignis. Ich möchte euch erzählen, dass es hier in Kolumbien des Öfteren kleinere Erdbeben gibt, welche man auch im Alltag spürt. Jedoch nie welche, mit so großem Ausmaß. Glücklicherweise gibt es viele Initiativen, die helfen das Chaos zu bekämpfen.
Hier in Santander hat man das Beben nur leicht gespürt und ich selber habe es gar nicht mitbekommen.

Soviel erstmal zu meinen ersten Wochen hier ☀️ ich hoffe das ihr gesund seid und das es euch gut geht.
Viele liebe Grüße aus der Hängematte in Pinchote!
Malina <3

  • Ein Foto von Cartagena
  • Ziegen die ich irgendwann in Pinchote fotografiert habe (ich finde sie einfach süß 🌸)