Hallo zusammen! Keine Sorge, ich lebe noch. Nach meinem letzten Blogbeitrag sind da eventuell Zweifel aufgekommen ;). Doch ich genieße das Leben hier in vollsten Zügen, aktuell noch intensiver, da ich kurz davor stehe, in den 2-Monats-Endspurt zu starten. Ja, richtig gelesen. Die Zeit hier im wunderschönen Cotonou rennt, schneller als man denkt…
In den Projekten ist es ruhig geworden, da die meisten Schulen bereits jetzt oder spätestens in einer Woche in den Ferien sind. Der etwas ruhigere Alltag passt auch ganz gut zum Wetter, denn wir befinden uns gerade mitten in der Regenzeit. Die regelmäßigen Schauer bringen immer mal wieder frischen Wind und etwas abgekühlte Luft mit sich, sodass ich sogar teilweise friere!!! (Bei einer Lufttemperatur von 27 Grad, kaum zu glauben…)
Volobesuch aus Deutschland
Eine kleine Abwechslung zu unserem Arbeitsalltag schenkte uns Gesine, eine ehemalige Freiwillige, die ihren Dienst vor 3 Jahren in Ruanda geleistet hat und dieses Jahr als Teamerin unseres Jahrgangs aktiv ist. Unseren Aufenthalt nutzte sie als Gelegenheit neben einem Besuch der Projekte auch noch Benin zu erkunden. Maria und ich haben uns jedenfalls riesig darüber gefreut und auf ganz viel Volo-Austausch hingefiebert. Ihren Besuch haben wir zudem als Aufhänger genutzt, eine Tour Social zu unternehmen. Das ist eine Touristentour durch die Projekte der Schwestern in Cotonou, die vor ca 2 Jahren (unter anderem) von 2 Volontärinnen ins Leben gerufen wurde. Ziel ist es neben dem speziellen Einblick in die Projekte natürlich auch, Spenden zu generieren.
Zum Ablauf: Gestartet wird auf dem Gelände mit dem Foyer, anschließend geht es weiter mit einem kurzen Abstecher in den Garten und danach in die École alternative. Von dort aus noch kurz ins Atelier der Laura Vicuna (großes Collège) und dann mit einem Pick-Up und dem Chauffeur nach Ladji in den Espace Eveil. Nächster Stop ist das Maison du Soleil und Maison de l’Espérance mit Mittagessen. Den Abschluss bildet die Baraque, zu der man läuft und bei einer kleinen Tour über den Markt den Dantokpa aus nächster Nähe erlebt. Wir hatten viel Spaß zu dritt und die Kinder haben sich auch über ein neues Gesicht gefreut.
Schon in Deutschland haben wir in der Vorbereitung auf das Auslandsjahr viel über unser bevorstehendes Abenteurer geredet und Gesine hat auch viele Geschichten und Tipps geteilt. Damals konnte ich mir aber sehr wenig darunter vorstellen und alles Erzählte war so schwer greifbar. Jetzt nochmal mit ihr geredet zu haben war so wertvoll und ich hatte das Gefühl, dass jetzt erst so richtig Austausch möglich war und ich mit ihren Erfahrungsberichten und Ratschlägen viel mehr anfangen konnte.
Also nochmal danke an dich Gesine! Die Tage mit dir haben sich wie eine Woche am Stück angefühlt und am liebsten hätte ich noch mindestens eine weitere Woche drangehangen! Ich freu mich schon, wenn wir uns in Deutschland auf dem Ehemaligentreffen (;) ) wieder sehen!!

It’s Party-Time
In die Ferien wurde mit einer großen Party am Campus der Schwestern reingefeiert, die von den Abiturienten am Ende einer Mottowoche organisiert wurde. Zu Gast: Tazio und (die von den Foyer-Mädchen heiß begehrten) Conex et Don, alle drei beninische Künstler. Es war wirklich eine gute Stimmung und für die Foyer-Mädchen war das bestimmt das Highlight des Jahres. Text- und tanzsicher wie sonst keiner sorgten sie für Stimmung!!!


JEA – Journée de l’enfant africain
Am 16. Juni wurde die Journée de l’enfant africain in der Baraque gefeiert. An diesem Tag bekam jedes der Mädchen ein T-Shirt und eine Portion zu essen mit einem leckeren Saft dazu! Die Baraque war voller Mädchen, ihre Waren haben sie vor dem Eingang gelassen. Das Thema der JEA war dieses Jahr „WASSER“ oder offiziell : „Den universellen Zugang zu Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene für alle Kinder in Afrika gewährleisten“. Passend dazu haben 3 Mädchen einen kleinen Sketch aufgeführt – zwar auf Fon, sodass ich nicht alles verstanden habe, aber gelacht haben wir trotzdem eine Menge!


Danach ging es weiter ins Foyer, wo ebenfalls gefeiert wurde. Tänze, Theaterstücke, Spiele! Ein Nachmittag nur für die Kinder, die sich selbst gefeiert haben.
Benin-Bucket-List
So langsam wird mir bewusst, dass die Zeit hier rennt und mein Flug zurück nach Deutschland schon so gut wie vor der Tür steht… Um da nicht in Stress zu geraten wegen mangelnder Planung, haben Maria und ich uns eine „Benin-Bucket-List“ geschrieben. Also eine Liste an Dingen, die wir noch machen wollen in der restlichen Zeit, die uns hier noch bleibt und auch eine Liste für unseren bevorstehenden Abschied. Da viele Projekte zu unterschiedlichen Zeiten in die „Sommerpause“ gehen, oder diese gar nicht haben (wie beispielsweise das Foyer oder das Maison du Soleil), findet unser Abschied auch nicht an einem Tag im August statt, sondern eher peu à peu. Das bedeutet aber Planung im Voraus, um dann nicht am Schluss enttäuscht zu sein…
Aktuell fahren schon einige Mädchen aus dem Foyer zu ihren Familien, um dort im Sommer ein Praktikum anzufangen. Von ihnen musste ich mich schon vor ein paar Tagen verabschieden… Und in solchen Momenten merke ich dann, dass es mir doch nicht so leicht fallen wird, von hier Abschied zu nehmen. Denn so schwer es in manchen Situationen war, wie herausfordernd Momente waren, so sehr wird mir das Leben hier dann doch fehlen. Vielleicht nicht so sehr das Klima aber dafür die Menschen und vor allem die Kinder.
Jetzt heißt es aber noch die letzten 2 Monate in vollsten Zügen zu genießen und nach und nach einen Hacken auf meiner „Benin-Bucket-List“ zu setzten! Ich halte euch auf dem Laufenden 😉
Alexandra
Liebe Leonie,
Ich wünsche euch viel Glück beim abhaken der bucket List! Dass es nur noch 2 Monate sind ist echt kaum zu glauben. Aber da werdet ihr bestimmt noch so einiges erleben. Das Video vom Fest am Campus sieht echt cool aus, ich würde mich total über weitere kleine Videos in den nächsten Blog Beiträgen freuen 🙂
leonews-aus-benin
Videos folgen!! Hab die Funktion erst letztens entdeckt;)
John
Hey Leonie ✌🏼 Genieß noch deine letzten zwei Monate in Benin!!! Du kannst dich aber auf alle Fälle auf Passau freuen du wirst hier sehr vermisst 🙂 Bis bald…
leonews-aus-benin
Ich vermisse euch auch schon so langsam … 🙁
Ulla
Liebe Leonie, das klingt ja sehr schön mit eurem Gesine Besuch! Ich wünsche dir gaaaanz viel Zeit, die letzten zwei Monate zu Genießen und den Abschied zu planen. Manchmal ist weniger mehr:-) Als Tourist kannst du immer wieder nach Benin kommen, ins Projekt als aktiver Volo so nie wieder. Vielleicht entlastet das eure Bucket List ein wenig. …Liebe Grüße
Ulla Don Bosco Volunteers