Jaaaa… da habe ich euch noch vor 2 Blogeinträgen groß angekündigt, dass ich mehr Blogartikel schreibe und dass ich hierbleiben werde, trotz all den Schwierigkeiten am Anfang.

Nun habe ich mich an beides nicht wirklich gehalten, und das tut mir leid!

Und der Grund dafür ist leider ein bisschen traurig.
Ich habe ja seit Anfang an schon Probleme mit meinem Asthma gehabt und war in den letzten Monaten immer mal wieder mit meinem Lungenarzt online in Kontakt.
Der hat mir Medikamente empfohlen, die ich ausprobiert habe, aber es wurde einfach nicht besser.

Ich habe in den letzten Wochen gemerkt, dass ich körperlich immer weniger Kapazität für meine Arbeit habe, war super viel und lange krank und habe einfach total gespürt, wie mein Körper und vorallem meine Lunge unter allem gelitten hat.
Jetzt habe ich zusammen mit meinem Arzt die Entscheidung getroffen, dass ich zurück nach Hause fliegen werde.
Die Entscheidung war unfassbar schwer für mich zu treffen, aber ich habe erkannt dass man, wenn man nicht auf sich selbst aufpasst, auch nichts für andere tun kann.

Manchmal muss man seine eigene Gesundheit einfach an erste Stelle packen, wobei das gerade in so einem Kontext sehr schwierig ist.

Ich nehme aus den letzten 7 Monaten unglaublich viel mit. Ich habe viel über mich und die Welt gelernt. Mehr als in den letzten 5 Jahren meines Lebens.

Ich habe die Menschen hier extrem liebgewonnen und rausgefunden, dass freiwillige Arbeit mir sehr viel gibt. Das möchte ich in Deutschland sehr gerne weiterführen.

Ich bin unfassbar dankbar für diese wunderbare Zeit und alle Erfahrungen, die ich machen durfte, und trotz allen Schwierigkeiten, würde ich mich immer wieder dazu entscheiden, diesen Schritt zu machen.
Dass mein Körper so auf die Umstände reagiert hat, ist leider einfach nicht vorher klar gewesen, das wurde durch den Zyklon auch noch verstärkt. Ich bin aber so froh, dass ich mich getraut habe, diesen Freiwilligendienst zu machen.
Das Land, die Menschen und die Arbeit werden mir sehr fehlen, aber das zeigt mir, wie sehr ich in den vergangenen Monaten hier angekommen bin.

Für mich ist diese Reise jetzt leider vorbei, aber ich gehe mit vielen Erinnerungen, neuen Freundschaften, vielen Lektionen und Erfahrungen und trotz allem mit einem guten Gefühl zurück nach Deutschland.

Danke an Don Bosco und weltwärts, dass ihr jungen Menschen wie mir so eine Erfahrung möglich macht!

Eure Frie 🤍