Seit sieben Tagen bin ich jetzt schon in Vijayawada. Es fühlt sich eindeutig schon deutlich länger an, egal wo man hinschaut, es gibt immer irgenwas zu sehen: die kleinen Geckos, die immer vor unseren Zimmern unterwegs sind, die Männer, die wirklich überall, zu jeder Tageszeit und in allen denkbaren Positionen schlafen, der Verkehr, der sich anfühlt, als wäre man in einen Bienenschwarm geraten, in dem jede Biene eine kleine Hupe hat, um nicht ineinander zu fahren, die Kühe, die gemütlich über die Staße spazieren, die ganzen Foodstände mit Gerichten, von denen ich noch nie im Ansatz etwas gehört habe, die aber wirklich ausnahmslos lecker schmecken und jeden Abend ein Feuerwerk, das sich so anhört als würde irgenwo eine Mülltonne explodieren. Und das sind jetzt nur ein paar Beispiele.


Der erste Tag war wirklich eine Explosion aus Gefühlen, Eindrücken und den verschiedensten Gerüchen. Als Annika, Samuel und ich mit ca. zwei Stunden Schlaf um 8:00 Uhr morgens in Vijayawada angekommen sind und von einem sehr lieben Fahrer abgeholt wurden, sind alle Gespräche sehr schnell verstummt, weil es wirklich so viel zu sehen gab, was zumindest ich persönlich noch nie so gesehen habe. Das Treiben auf den Straßen, all die Farben, die Menschen, der Verkehr haben mich richtig in ihren Bann gezogen und eigentlich waren das schon genug Eindrücke für einen Tag. Nachdem wir von Frühstück, Zimmer beziehen, Infogespräch mit dem Leiter des Hauses, Stadtbesichtigung, einem ersten D-Martbesuch (Einkaufsladen hier), einem ersten Versuch Telugu zu lernen und einem ausgiebigen Inspizieren der Dachterrasse dann tatsächlich am Ende unseres ersten Tages angelangt sind, war ich auch zu nichts anderem mehr fähig, als ins Bett zu fallen.

Seitdem haben wir unsere erste Woche dazu genutzt die Stadt etwas zu erkunden, alles Streetfood, das wir finden zu probieren, die Menschen hier im Haus etwas besser kennenzulernen, uns über das unglaublich leckere Essen, das wir im Haus bekommen, zu freuen, basics auf Telugu zu lernen und uns an den Straßenverkehr und das Zurechtfinden in dem Wirrwar an Straßen und kleinen Wegen zu gewöhnen. Es gefällt mir aber jetzt schon wirklich gut hier und seitdem ich meine erste Überforderung überwunden habe, fühle ich mich richtig wohl und freue mich die Projekte kennenzulernen und mich noch besser einzuleben und bin gespannt, was sonst noch so auf uns zukommen wird.

Ivonne
Hi Enya, vielen Dank für deine Einblicke. Ich bin wirklich so stolz auf dich und deine Entacheidung, diesen großen Schritt zu gehen. Sag mal, wie ist das eigentlich, wischt man sich in Indien wirklich den Arsch mit der Hand ab? Ich freue mich auf weitere Infos vom anderen Ende der Welt. You’re so amazing my friend;-). Viele Grüße deine Ivonne aus Helgoland