3480 Bolivianos, das ist ist der umgerechnete Betrag (entspricht 300 Euro), der mir von der Don Bosco Mission Bonn zur Verfügung gestellt wurde, um meine Einsatzstelle durch ein Projekt zu unterstützen. Im Folgenden werde ich erläutern, wie ich diese Mittel nun eingesetzt habe und wie das dem Projekt auch auf lange Sicht helfen kann.
Schon seit Anfang des Jahres ist mir aufgefallen, dass sehr viele Jungs Recherche-Arbeiten für die Schule erledigen müssen und es für diesen Andrang einfach zu wenige mobile Endgeräte gibt. Abgesehen von den Handys der Erzieher und meinem Handy gibt es noch zwei IPads, auf welche die Jungs während der Hausaufgaben-Zeit zugreifen können. Auf fast 50 Jungs hochgerechnet ist das nicht besonders viel, gerade auch weil die Digitalisierung auch hier in Bolivien in den kommenden Jahren eine verstärkte Rolle spielen wird.
Um diesem Problem entgegenzuwirken, habe ich mich auf die Suche nach Läden gemacht, welche Laptops anbieten. Mit Hilfe eines Erziehers habe ich dann auch ein Geschäft gefunden, welches zu fairen Preisen aus den USA importiere Laptops verkauft. Auch wenn es durch die vielen Blockaden in Bolivien nicht möglich war, die Laptops von La Paz aus nach Santa Cruz herfahren zu lassen, sind sie nun einen Monat später mit dem Flugzeug angekommen, und so konnte ich zwischen HP-, Dell- und Lenovo- Geräten entscheiden, welcher die Anforderungen am besten erfüllt. Schließlich habe ich nun für ca. 320 Euro ein Lenovo ThinkPad gekauft und dem Heim gespendet. Die Jungs haben sich sehr über die Anschaffung gefreut und können kaum warten, den neuen Laptop zu benutzen.
Auf lange Sicht können die Schüler so bessere schulische Leistungen erzielen und müssen sich nicht mehr ganz so oft über die Handys der Erzieher streiten. Abgesehen von schulischen Aufgaben kann der Laptop auch eingesetzt werden, um Filme auf die Leinwand zu projizieren. Die anderen, vorhandenen Laptops im Heim sind mittlerweile alt oder kaputt, weshalb ich mir umso sicherer bin, dass der Laptop immer einen Nutzen finden wird.


Vielen Dank also an die Don Bosco Mission Bonn, welche es ermöglicht, solche Projekte umzusetzen.
Bald kommt von mir auch wieder ein „richtiger“ Blogeintrag über die letzten Wochen und die anstehenden, verbleibenden zwei Monate.
Liebe Grüße,
Yannick
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