"City of hope" – Mein Jahr in Lusaka, Sambia https://blogs.donboscovolunteers.de/wiebkebethke/ Mon, 06 Apr 2020 17:27:10 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 Erinnerungen sind das, was bleibt https://blogs.donboscovolunteers.de/wiebkebethke/2020/04/06/erinnerungen-sind-das-was-bleibt/ https://blogs.donboscovolunteers.de/wiebkebethke/2020/04/06/erinnerungen-sind-das-was-bleibt/#respond Mon, 06 Apr 2020 17:27:07 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/wiebkebethke/?p=261 Seit etwas weniger als zwei Wochen befinde ich mich wieder in Deutschland und habe noch keine Nacht nicht von der City of hope und all den tollen Menschen dort geträumt. Mein Kopf weiß zwar, dass es die absolut richtige Entscheidung war, dass wir zurück fliegen mussten, doch mein Seele vermisst einfach diesen wunderschönen Ort mit […]

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Seit etwas weniger als zwei Wochen befinde ich mich wieder in Deutschland und habe noch keine Nacht nicht von der City of hope und all den tollen Menschen dort geträumt. Mein Kopf weiß zwar, dass es die absolut richtige Entscheidung war, dass wir zurück fliegen mussten, doch mein Seele vermisst einfach diesen wunderschönen Ort mit all seinen Tücken aber auch liebevollen Menschen und Kindern, sowie das wunderschöne und warme Wetter, obwohl es hier ja auch immer besser wird 🙂 Und mit all den schönen Erinnerungen in meinem Herzen schreibe ich heute meinen letzten Blogeintrag zu meinen sieben Monaten unter der Sonne Afrikas und möchte ein abschließendes Fazit ziehen.

Wenn ich so an die letzte Monate zurück denke, erinnere ich mich vor allem an Lebensfreude, strahlende Gesichter und regelmäßige Tänze sowie wunderschöne Gesänge. Und das alles trotz schlimmster Schicksalsschläge, großer Armut oder bestehender Krankheit.
Durch diese kleinen aber feinen Dinge sehe ich die Welt jetzt mit anderen Augen. Ich habe andere Blickwinkel als sonst gewonnen und Dinge hinterfragt. Mir ist nochmal bewusster geworden, dass man nicht immer mit dem Strom schwimmen muss und das Geld nicht glücklich macht. So viele Menschen, und dabei ganz vorne mit dabei meine Mädels, haben mir gelehrt, auch mal drei gerade sein zu lassen und die Dinge einfach positive zu sehen. Es ist egal, wenn mal etwas nicht nach Plan läuft oder jemand wieder eine andere Meinung zu dem Thema hat. Das wichtigste ist, dass man sein Leben lebt und einfach glücklich ist: Dazu gehört auch einfach mal das zu machen, was einem in den Sinn kommt. Unglaublich viele Menschen sind mir total offen begegnet und haben mir geholfen mein eignes Ich zu finden. Ich habe gelernt, dass man viel mehr gelassener sehen sollte und es manchmal wichtig ist, die Zeit zu vergessen, nicht ständig auf die Uhr zu schauen, sondern im Moment zu leben und zu genießen.

Und nachdem ich gemerkt habe, dass ich in meinen Träumen die schönsten Erinnerungen, aber auch die lehrreichsten Situation noch einmal erlebe, habe ich angefangen meine Träume aufzuschreiben und so zu erkennen, wie viele, auch kleine und unwichtige Dinge, mich glücklich und zufrieden machten.

Ich erlebe noch einmal:

  • Strahlende Kinderaugen
  • Liebevolle und tiefergehende Gespräche mit den einzelnen Mädchen
  • Nicht ganz so geliebte Gänge zum Supper bei den Sisters
  • Lustige und aufregende Feiern im GART
  • Wunderschöne und tanzreiche Aktionen mit meinen Lehrkräften
  • Eine emotionale und schöne Hochzeit
  • Wunderschöne Urlaube
  • Die Frage von völlig fremden Menschen, ob ich sie mit nach Deutschland nehmen könnte,  mit anschließendem Heiratsanträgen
  • Unendlich viele Strom- und Wasserausfälle
  • Diskussionen über die zu machenden Hausaufgaben
  • Anstrengende und laute Unterrichtseinheiten, in den keiner etwas gelernt hat, aber jeder seinen Spaß hatte
  •  Wunderschöne Sonnenuntergänge und sternenklare Nächte
  • An leckeres und nicht nach wasserschmeckendes Obst
  • Sorge und Ängste um das Permit
  • Anstrengende Sporteinheiten
  • Ein emotionales und besonderes Weihnachtsfest  
  • Unendlich viele Tanzeiheiten, in denen ich oft zur Lachnummer wurden
  • Besondere Messen und Gebete
  • Zu tränenrührende Schicksalsschläge
  • Jede Menge Analysen über Blicke, Nachrichten, Aussagen und Situationen
  • Momente in den ich von allen Seiten beobachtet wurde
  • Sprachfehler, die weggelächelt wurden  
  • Die eine oder andere unschöne Situation  
  • Wunderschöne Stoffe
  • …. Und noch so vieles mehr!

Ich werde „meine“ Mädels, meine Schüler*innen , all die lieben Menschen, die facettenreiche Kultur und Mentalität, das wunderschöne Gelände, das perfekte Wetter -mein Zuhause vermissen. Es sind so viele Erinnerung und ich werde noch ein sehr lange Zeit von diesem wunderschönen Ort träumen, bis ich dann hoffentlich ganz bald mal wieder die Sonne Sambias auf meiner Haut und den Geruch nach Leben und Freiheit in meiner Nase spüren kann.

An dieser Stelle möchte ich noch einmal etwas ganz wichtiges loswerden. Ich habe knapp sieben Monte in Lusaka gearbeitet, gelebt, gelacht, geweint, gezweifelt und das Leben genossen. Diese unglaubliche Zeit voller Erlebnissen, unterschiedlichsten Emotionen und wunderbaren Augenblicke kann und werde ich nie in einem Satz zusammenfassen können. Es war einfach  wunderschön, lecker & eklig zu gleich, neu, traurig, zum Lachen, zum Schreien, zum Weinen, intensiv, lehrreich, anstrengend, bunt, nervenaufreibend, sportlich, lustig, aufregend…. –  eine prägende Zeit!

Als letztes möchte ich mich bei all meinen Unterstützern bedanken: jedes aufmunternde oder arschtretendes Wort hat mich gestärkt, jedes Telefonat an eine nicht vergessene Heimat erinnert, jede Spende hat mein Jahr mit gestützt und jeder Leser hat mir gezeigt, dass es Menschen gibt, die Interesse an meinem Leben habe und gerne von mir gelesen haben. Das größte Dankeschön gilt allerdings meinen beiden wunderbaren Mitvolontären. Vanessa, du hast mich so oft wieder zum Lachen gebracht und wir hatten eine wunderschöne, aber viel zu kurze Zeit zusammen.
Kira, wir hatten so viele unvergessliche Momente zusammen, haben immer zusammen gelacht bis uns die Tränen kamen, haben alles zusammen analysiert, den einen oder anderen Wein gekillt, unglaublich viele Workouts und langweilige Stunden gemeistert, konnten uns immer alles erzählen und haben immer zu einander gehalten. Vielen Dank  für diese wunderbaren fünf Monate und alles, was du für mich gemacht hast . Man kann sagen, wir haben die Zeit gerockt 🙂

Ich wurde in die „City of hope“-Familie aufgenommen und habe diesen Ort als mein zweites Zuhause lieben gelernt.

Here’s to the ones that we got
Cheers to the wish you were here, but you’re not
‚Cause the drinks bring back all the memories
Of everything we’ve been through
Toast to the ones here today
Toast to the ones that we lost on the way
‚Cause the drinks bring back all the memories
And the memories bring back, memories bring back you
(Maroon 5)

Die Zeit war unbeschreiblich und unglaublich prägend, sodass ich noch meinen Kindern später von diesem wunderschönen Ort erzählen werde! Sambia, ich habe mich in dich verliebt und werde dich immer im Herzen tragen!

Die nächste Zeit steht ganz im Zeichen der Entspannung, des Verarbeiten und des sozialen Engagement, bis ich dann voraussichtlich im Oktober eine Ausbildung zur Pflegefachfrau beginne. Damit geht einer der schönsten Lebensabschnitte zu Ende und ein neuer und sicherlich spannender Lebensabschnitt beginnt.  Vielen Dank an jeden Leser, jedem ein gesegnetes Osterfest und bleibt gesund! 🙂

Eure Wiebke

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Time to say goodbye https://blogs.donboscovolunteers.de/wiebkebethke/2020/03/29/time-to-say-goodbye/ https://blogs.donboscovolunteers.de/wiebkebethke/2020/03/29/time-to-say-goodbye/#respond Sun, 29 Mar 2020 16:18:05 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/wiebkebethke/?p=258 Knapp zwei Wochen ist mein letzter Bolgeintrag nun her. In diesem habe ich noch den letzten Abschnitt von meinem „normalen“ Leben mit der Corona-Krise erzählt. Und jetzt? Jetzt sitze ich nach eineinhalb Woche voller Stress, Kummer, Flugsuche, besuchen am Flughafen und emotionaler Abschiede in meinem eigenen Zimmer in Barsinghausen. Leider mussten ich aufgrund der Corona […]

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Knapp zwei Wochen ist mein letzter Bolgeintrag nun her. In diesem habe ich noch den letzten Abschnitt von meinem „normalen“ Leben mit der Corona-Krise erzählt. Und jetzt? Jetzt sitze ich nach eineinhalb Woche voller Stress, Kummer, Flugsuche, besuchen am Flughafen und emotionaler Abschiede in meinem eigenen Zimmer in Barsinghausen. Leider mussten ich aufgrund der Corona Pandemie fünf Monaten vor meiner eigentlichen Abreise zurück nach Deutschland zurückkehren und mich deutlich früher und schneller von all den lieben und netten Menschen verabschieden, als geplant. Von dieser Verabschiedung und dem ganzen Stress möchte ich heute berichten.

Am Dienstag (17.03.2020) am späten Nachmittag bekam ich über WhatsApp die Information, dass ich zu der Coronakrisen-Gruppe von Don Bosco hinzugefügt worden wurde. Knapp zwei Minuten später kam dann ein sehr langer Text, in dem uns mitgeteilt wurde, dass wir nach Hause fliegen werden und unsere Organisationsgruppe um Wolfgang und Heike nun anfängt nach Flügen zu suchen. Nachdem ich mit Herzklopfen diese Nachricht gelesen habe, brach für mich eine Welt zusammen. Noch ein Tag vorher habe ich meinen Eltern erklärt, ich möchte unbedingt da bleiben und dann, wurde über meinem Kopf vom Bundesministerium entschieden, dass ich nach Hause fliegen MUSS. Ab dann begann das Bescheidgeben in der City of hope und so auch schon mein Verabschiedungsmarathon. So habe ich erst meine Direktorin über meinen abrupten Rückflug informiert und es im Anschluss meiner Klasse und den Mädels gebeichtet. Am Ende des Tages habe ich dann natürlich auch noch meine Familie informiert, die sich (verständlicherweise) sehr doll über meine baldige Rückkehr gefreut hat. Damit ging ein sehr emotionaler Tag vorbei und Kira und ich planten eifrig unsere Abschiede.

Am Mittwoch bekam ich dann die Flugtickets für Dienstag (24.03) und die Aussage, dass wir für Notfälle auch noch auf die Rückholaktionsliste der Bundesrepublik gesetzt wurden. Von so einem Notfall bin ich zwar nicht ausgegangen, allerdings bin ich im Nachhinein mehr als glücklich drüber, dass es diese Notfallliste gibt. Den restlichen Tag verbrachte ich entspannt mit den Schüler*innen und backte mit Kira gemeinsam aus knapp drei Kilogramm Mehl unseren Verabschiedungskuchen. Abends gab es dann die erste Flugcancelung. Unser Flug wurde damit auf Mittwoch verschoben. Naja, wenigstens einen Tag mehr mit den Mädels, wenn es so gewesen wäre.
Der Donnerstag stand dann ganz im Zeichen der Verabschiedung von den Schüler*innen. Nachdem Mittwochabend der Strom mal wieder super lange weg war, sind Kira und ich nur zum frühen Vormittagsunterricht gegangen und haben dann weiter unseren Kuchen gebacken. Gott sei Dank mussten wir in dieser Zeit sowieso nicht unbedingt in der Klasse anwesend sein, denn es wurden nur Aufgaben von der Tafel angeschrieben, die für die verlängerten Ferien aufgegeben wurde. Denn auch in Sambia wurden aufgrund der Coronakrise die Schulen geschlossen. Nach dem Mittagessen und bestimmt sechs entstanden Kuchen ging es dann in die Klasse zurück. Meine kleine Verabschiedungsparty begann mit einer großen Fotosession, die bei allen sehr gut ankamen J. Danach bekam ich unterschiedlichste Vorträge. Dabei wurde gesungen, getanzt, Gedichte vorgetragen und Reden gehalten. Am Ende dieser emotionalen Verabschiedung habe ich noch meinen Kuchen verteilt und die Kidis durften noch ein bisschen mit meinem Handy und meiner Box tanzen. Der restliche Nachmittag gehörte dann unseren Mädels im GART und den Schwestern, die am Abend noch Cakepops aus dem restlichen Kuchen bekommen haben.
Am Freitag stand dann die Closing-mass und die Verabschiedung bei Lehrer*innen und Schüler*innen an. Desweitern stand noch der Besuch unserer Provincal Schwester an. Bei strahlemden Sonnenschein wurde eine wunderschöne und aussagekräftige Messe gehalten und im Anschluss habe ich mich dann von allen verabschiedet. Den Nachmittag verbrachten Kira und ich dann auf einem Souvenirmarkt, um das eine oder andere Mitbringsel zu ergattern. Am Abend stand dann die letzte Movienight mit den Mädels an. Mit selbstgemachten Popcorn, den übergebliebenen Kuchen, sowie ein paar Lollies haben wir mit den GART-Mädels einen schönen Film geschaut.

Für den Samstag hatten wir dann eigentlich geplant, ein bisschen zu entspannen und dann das letzte Oratorium zu besuchen. Aber wir kennen es gar nicht anders, natürlich gehen unsere Pläne mal wieder nicht auf. So fand gar kein Oratorium statt und am Nachmittag kam dann Sister Prisca zu uns, um uns mitzuteilen, dass der Flughafen in den nächsten Tagen geschlossen werden sollte. Und damit begannen die ersten stressigen Stunden der letzten Woche. Dreieinhalb Stunden haben wir mit Hochdruck nach Flügen gesucht. Mein Handy stand keine Minuten still, denn auch meine Familie hat stundenlang nach Flügen gesucht, Mails an die Botschaft geschrieben und versucht Flüge zu buchen. Am Ende des Abends hatte Kiras Reisebüro Gott sei Dank einen Flug für Montagmorgen um 2:30 Uhr früh gefunden, womit wir wenigstens nach Paris gekommen wären. Nachdem alle über den Flug informiert waren und wir uns ein bisschen beruhigt hatten, wurde der Plan in die Kirche am nächsten Morgen zu gehen gestrichen und der Wecker auf sechs Uhr (und das am Sonntagmorgen!!!) gestellt, damit wir genug Zeit zum Packen, unsere Pizza-Abschiedsparty und den Hausputz hatten.

Nach wenigen Stunden Schlaf war dann auch schon Sonntagmorgen und wir fingen an unter Hochdruck die Koffer zu packen. Gegen 11 Uhr machten wir uns dann auf den Weg ins GART um unsere Pizza-Party zu starten und so begannen wir gemeinsam mit den Mädels Pizzateig zu belegen und diese dann in den Ofen zu verfrachten. So vergingen knapp vier Stunden gemeinsames backen, tanzen und lachen und zwischendrin gab es das letzte Mal Nshima, Reis und grünes Gemüse (Gott sei Dank endlich das letzte Mal 🙂 ), wobei für die Provincal Schwester gesungen, getanzt und ein Kuchen gebracht wurde. Alles in allem eine sehr schöne Mittagszeit und eine schöne Abschiedsparty 🙂
Dann ging es wieder ins eigene Haus. Putzen und aufräumen stand an und am Abend besuchten uns noch zwei andere Volontäre, die ihre Zeit in Kasama verbracht haben. Um kurz vor sieben kamen dann drei der Mädels, die uns mitteilten, dass wir um acht zum Flughafen starten werden. Dann schoss erneut unser Stresspegel in die Höhe, denn wir hatten eigentlich mit einer Abfahrt um zehn und nicht um acht gerechnet. Nachdem alle Sachen gepackt und wir geduscht hatten, ging es zur letzten Verabschiedung zu den Mädels. Nach einer sehr emotionalen Verabschiedung machten wir uns dann das letzte Mal zu den Schwestern auf und zum (eigentlich) letzten Mal suchten wir nochmal das Haus nach vergessenen Dingen ab und schlossen alle Koffer und Rucksäcke.
Dann ging es zum Flughafen, wo wir zwar deutlich zu früh ankamen, allerdings sahen, dass der Flug pünktlich ist. So verabschiedeten wir uns von unserem Fahrer und den beiden mitgefahrenen Schwestern und warteten auf das Check-In. Nachdem das Check-In begonnen hatte und wir fast dran waren, kam der Schock. Eine Stunde vor dem Abflug wurde dann unser Flug von Nairobi nach Paris gecancelt und so auch der Flug von Lusaka nach Nairobi. Und schon wieder begannen stressige und unschöne Stunden. Nachdem Kira und ich unsere Familien aus dem Bett geklingelt hatte und wir versuchten noch in der Nacht neue Flüge zu buchen, stand fest, dass wir am Flughafen schlafen würden, um am nächsten Morgen über die Airline-Büros neue Flüge zu bekommen. So verbrachten wir gemeinsam eine eher unbequeme und kurze Nacht auf den Stühlen am Flughafen, bis wir dann um kurz vor neuen einen Flug mit Ethopian Airlines in Aussicht hatten. Nach der Aussage des Airline-Mitarbeiters telefonierte ich in höchster Anspannung mit meinem Vater, der erst meinen und dann auch Kiras Flug buchen konnte. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie glücklich ich in diesem Moment war. Im Rausch unserer Gefühle gingen Kira und ich dann erstmal lecker Frühstücken, bevor wir wieder zurück in die City of hope fuhren und damit zum wahrscheinlich größten Überraschungsbesuch aller Zeiten wurden. Auf den kurzen Überraschungsschock folgten herzliche Umarmungen und kurze Zeit später konnten Kira und ich uns ein bisschen Ausruhen. Während wir geschlafen haben, hat meine Schwester nach Zügen von Paris nach Deutschland gesucht, weil unsere Eltern nicht über die Grenze fahren durften. Gott sei Dank fand sie auch eine Zugverbindung, denn sonst wäre auch das nächste Flugzeug ohne uns geflogen.

Eine entspannte Nacht und einem weiteren Abschied später standen wir nämlich erneut am Check-In und uns wurde mitgeteilt, dass wir erstmal klären müssten, ob wir überhaupt in Paris landen und dann mit dem Zug aus Paris weiterfahren dürften, denn eigentlich ist der Pariser Flughafen für alle nicht Staatsangehörigen geschlossen. Nachdem Kira und ich und wahrscheinlich auch unsere Familien 40 Minuten gezittert und geschwitzt hatten, wurde uns mitgeteilt, dass wir fliegen dürfen. Und so konnten wir mit einer Verspätung (nicht wegen uns) aus Lusaka losfliegen und es gab zum ersten Mal seit dem Beginn unserer Flugsuche keine Probleme mit unserer Reise. Leider wurde uns diese Problemlosigkeit nicht den ganzen Weg geschenkt. Nachdem wir am Gar du Nord Bahnhof (Paris) fast abgefroren wären, konnten wir dann pünktlich nach Brüssel starten. Dort wollten wir dann eigentlich umsteigen, doch unser Zug ist leider nicht wie geplant gekommen. So warteten wir dann noch eine knappe Stunde auf den nächsten Zug, der dann auf der Fahrt leider zehn Minuten Verspätung einfuhr, sodass der Schaffner für uns den Anschlusszug nach Aachen aufhielt. Dort angekommen, sind mir in den Armen meiner Eltern mehrere Steine vom Herzen gefallen. Nach einer entspannten Fahrt nach Barsinghausen konnte ich dann auch endlich meine Geschwister wieder in die Arme nehmen, den Umbau unseres Hauses betrachten und super leckeres Essen genießen. Rundum ein wunderschöner Abend. Und ihr könnt euch kaum vorstellen, wie schön die erste Nacht im eignen Bett wieder war 🙂

So ging eine aufregende und nervenaufreibende Zeit zu Ende und eine neue aufregende aber auch entspannte Zeit begann. Ich werde mich jetzt erstmal entspannen und wieder einleben und dann zeitnah einen letzten Fazit-Blogpost schreiben. Bis dahin wünsche ich euch allen alles Gute und bleibt gesund 🙂

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We are the champions https://blogs.donboscovolunteers.de/wiebkebethke/2020/03/16/we-are-the-champions/ https://blogs.donboscovolunteers.de/wiebkebethke/2020/03/16/we-are-the-champions/#respond Mon, 16 Mar 2020 18:13:13 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/wiebkebethke/?p=255 16.03.2020. Aus Deutschland hört man immer mehr Einschränkungen im Sozialen Leben und in Sambia? Da desinfizieren wir uns beim Einkaufen im Supermarkt mal die Hände und in der Schule wird Preventionsarbeit geleistet. Man muss dazu aber auch sagen, dass wir bisher noch keinen bestätigten Fall haben und die Grenzen nun für alle Risikoländer gesperrt sind. […]

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16.03.2020. Aus Deutschland hört man immer mehr Einschränkungen im Sozialen Leben und in Sambia? Da desinfizieren wir uns beim Einkaufen im Supermarkt mal die Hände und in der Schule wird Preventionsarbeit geleistet. Man muss dazu aber auch sagen, dass wir bisher noch keinen bestätigten Fall haben und die Grenzen nun für alle Risikoländer gesperrt sind. Leider gehört zu diesen Ländern auch Deutschland, sodass meine Eltern leider nicht, wie geplant, zu mir kommen können. Aber naja, wir machen das Beste draus.
Aber jetzt reicht es auch mit diesem Thema, denn ich kann es inzwischen nicht mehr hören bzw. lesen 🙂 Heute möchte ich euch mal von der letzten Woche berichten, denn die hatte es echt in sich.

Beginnen möchte ich mit dem Weltfrauen-Tag, der letzte Woche Sonntag am 08.03 gefeiert wird. Also eigentlich. Hier in Sambia wurde der Feiertag glatt mal auf den Montag (09.03) gelegt, denn es ist ja schon irgendwie doof, dass ein Feiertag auf einen freien Tag fällt.
So habe ich am Sonntag gemeinsam mit den Mädels und Schwestern erst ein bisschen den Weltfrauen Tag gefeiert und abends gab es dann eine große Geburtstagsparty für zwei unserer Schwestern und einer unserer Aspirantin. Was soll ich sagen, wir haben super viel gelacht, das ein oder andere Spiel gespielt, wobei tatsächlich auch die Schwestern bei Reise nach Jerusalem oder Sackhüpfen mitgemacht haben, lecker gegessen und gemeinsam einen wunderschönen Tag bei Sonnenschein und um die dreißig Grad verbracht. Abends um 22 Uhr war ich dann aber auch froh, endlich in mein Bett zu fallen, denn ich wusste, dass der nächste Tag auch wieder voll mit Action und Spaß wurde.
Und so komme ich auch schon zum Montag. Während alle Schulkinder frei hatten, trafen sich die Lehrkräfte, Schwestern und ich, um gemeinsam den „Womensday“ zu feiern. Dafür hat sich extra jede Frau aus dem gleichen Chitenge-Stoff ein Kleid, Rock, Hose, Bluse und co. Schneidern lassen. Auch ich habe mir ein Kleid schneidern lassen, was mich am Anfang eher weniger überzeugt hat. Doch mit ein paar kleinen Hilfsmitteln und der Unterstützung meiner Schwester, sah ich dann am Montagmorgen doch ganz akzeptabel aus. 🙂
Mir wurde gesagt, wir treffen uns um 7:30 Uhr in der Schule und starten dann mit unserem Tagesprogramm. Also wir haben tatsächlich schon um 7.30 Uhr gestartet, allerdings erstmal in der Küche, denn wir mussten das Essen für den Tag vorbereiten. Warum die Frauen am „Womensday“ selber in der Küche stehen mussten, obwohl doch die Männer eigentlich alles machen wollten, konnte mir keiner so richtig erklären. So verbrachte ich dann die ersten Stunden des Tages in der Küche, schälte Unmengen an Kartoffeln und half beim Fertigstellen von dem Salat.
Um kurz vor zehn war dann soweit alles fertig, alle Lehrer*innen waren an der City of hope angekommen und wir machten uns gemeinsam mit dem Schulbus auf dem Weg zu einem großen Platz, an dem der Marsch mit allen Schulen des Chilanga-distrikts begann. So liefen viele verschiedene Schulen mit unterschiedlichsten Chitenge-stoffen und Plakaten durch die Straßen und genossen das schöne Wetter, sowie die Aufmerksamkeit für diesen besonderen Tag. Am Ende unseres Marsches kamen wir an einer Schule des Distrikts an und es begann der eher langweilige Teil des Tages. Nach knapp einer Stunde verabschiedeten wir uns klammheimlich vom Gelände, weil die Reden und Darbietungen eher zum Einschlafen waren.
Nach einer weiteren Busfahrt kamen wir dann um ca. 12:00 Uhr an unserer Partylocation für den Tag an. Ein wunderschöner Ort, an dem wir dann gemeinsam mit vier weiteren Schulen den Womensday mit leckerem Essen, guter Musik, jede Menge Tänzen und einer gehörigen Portion Spaß verbrachten. Ich kann euch sagen, selbst am Teachersday habe ich nicht so viel getanzt und gelacht, wie am Montag. Rund um ein wirklich schöner Tag, an dem ich nochmal intensiver meine Lehrkräfte kennen gelernt habe.

Nach zwei Tagen Schule kam dann schon der nächste Feiertag, weil wenn man schon den „Womensday“ feiert, dann soll auch der „Youthday“ nicht zu kurz kommen. Kira und mir kam der freie Tag eigentlich ganz gelegen, denn Kiras Eltern flogen am Nachmittag wieder nach Hause und so nutzten wir den restlichen Tag für einen entspannten „wine and talk“ Tag. Die Mädels haben in der Zeit auch ihren Spaß gehabt und haben sich mit meiner Box und kurzzeitig auch mit meinem Handy die Langeweile vertrieben und mal wieder richtig getanzt und gesungen. So waren Mädels, Schwestern und Volontäre mehr als glücklich und zufrieden. 🙂

Freitagmorgen ging es dann allerdings wieder früh raus, was meinem leicht verkaterten und müden Körper eher weniger gefallen hat. Nützte aber nichts, denn es stand der „Sports-day“ auf dem Programm, wofür wir so lange in drei Großgruppen trainiert haben. Und so machten wir uns mit auserwählten Schüler*innen (die Gruppenbesten) und einigen Lehrkräften auf den Weg zum nächsten College, wo es einen großen Sportplatz gibt und der Tag begann. Nach endlos vielen Langstreckenläufen, Sprints und Staffeln stand dann die „Lulongwe-Gruppe“ als Sieger fest. Und ihr könnt es euch fast schon denken, ich gehörte mit zu der Gruppe, sodass wir gemeinsam mit unseren „Gruppen-Lehrern“ unseren Sieg feierten. So wurde gesungen und getanzt, was das Zeug hält. Auch der Wettergott hat es gut mit uns gemeint und es strahlte den ganzen Tag die Sonne auf uns herab. Eher zum Leidwesen von Kira und mir, denn wir verließen am Frühnachmittag mit Sonnenbrand und gehörigen Kopfschmerzen den Sportplatz, aber durch den Sieg war das schnell vergessen.

Auch am Samstag konnten wir dann wieder die strahlende Sonne und knapp dreißig Grad genießen, denn an diesem Tag wurde der „Youthday“ für die Mädels gefeiert. So fuhren wir am Samstagmorgen mit guter Laune, meiner Musikbox, richtig viel Essen und strahlenden Augen los. Es ging an den Kafue-River, wo wir dann den gesamten Tag zusammen verbachten.
Gestartet wurde mit kleinen Gruppenspielen und einem kleinen Wettkampf zwischen unseren geteilten Gruppen. Danach ging es auf ein Boot, womit wir eine Rundtour über den Kafue-River gemacht haben. Diese war das große Highlight des Tages, denn wir konnten Nilpferde beobachten und haben super viel getanzt und gemeinsam Spaß gehabt. Nach knapp zwei Stunden und einer Portion Mittagessen kamen wir wieder an unserer Location an und es wurde weiter getanzt und Spiele gespielt. Am späten Nachmittag machten wir uns dann alle erschöpft, aber mit bester Laune auf den Rückweg zurück zur City of hope und Kira und ich machten uns noch einen schönen Abend.

Der Sonntag stand dann ganz im Sinne des entspannen und wir machten uns auf den Weg zum Shoppen, denn hier haben die Geschäfte auch sonntags auf und es gibt eigentlich nicht viel Besseres, als mal entspannt shoppen zu gehen, vor allem nach der frustrierenden Nachricht, dass meine Eltern nicht kommen dürfen und auch Kiras und mein Abflug in den Sternen stand. Nach einem erfolgreichen Shoppingtag und der Info, dass wir erstmal hierbleiben können, sah der Tag schon besser aus und wir konnten den Abend noch in der Abendsonne genießen.

Sooo, und damit ist eine actionreiche Woche schon wieder vorbei und der „normale“ Alltag beginnt wieder. Zumindest für uns 🙂
Euch wünsche ich nur das Beste, bleibt gesund und langweilt euch nicht allzu doll. Ich schicke euch sonnige und warme Grüße nach Deutschland 🙂 Bis bald

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Party after Party, Wine after Wine https://blogs.donboscovolunteers.de/wiebkebethke/2020/02/23/party-after-party-wine-after-wine/ https://blogs.donboscovolunteers.de/wiebkebethke/2020/02/23/party-after-party-wine-after-wine/#comments Sun, 23 Feb 2020 16:50:24 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/wiebkebethke/?p=248 Wow, wie schnell die Zeit doch einfach vergeht. Wir sind schon wieder fast am Ende des Monats Februar und damit ist fast mein Halbzeitmonat um. Jetzt sind es noch weniger Tage, die ich noch hier bin, als Tage, die ich schon hier verbracht habe! Irgendwie verrückt. Heute möchte ich euch mal von meinen spannenden und […]

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Wow, wie schnell die Zeit doch einfach vergeht. Wir sind schon wieder fast am Ende des Monats Februar und damit ist fast mein Halbzeitmonat um. Jetzt sind es noch weniger Tage, die ich noch hier bin, als Tage, die ich schon hier verbracht habe! Irgendwie verrückt.
Heute möchte ich euch mal von meinen spannenden und schönen Erlebnissen aus dem Halbzeitmonat berichten, denn der war geprägt von Wiedersehensfreude, Spaß, Kissenschlachten, Partys und vielem mehr!

Anfangen möchte ich mit dem „Don Bosco Feast“, das wir am 31.01 anlässlich des Todestages Don Boscos gefeiert haben. An diesem Tag stand Don Bosco und damit Spiel, Spaß und Freude auf dem Programm. Begonnen hat der Tag um 07:30 mit einer sehr schönen Messe, die auf den Heiligen Don Bosco abgestimmt war. Dazu hat einer unsere Fathers des Don Bosco Ordens eine wunderschöne Predigt gepredigt, die auch unseren Kleinsten klargemacht hat, was John Don Bosco alles für die Kinder und Jugendlichen in der Welt gemacht hat und wie wichtig es ist, immer mit offenen Augen durch die Welt zu gehen, dabei aber das Lernen und den Spaß, sowie das Beten nicht zu vernachlässigen. Außerdem wurden die neuen Schülersprecher-gruppen der Primary und der Secondary school gesegnet. Im Anschluss an die Messe begann ein kleiner Festtag. Zwei Wochen vor dem großen Tag fingen die Schüler*innen an, kleine Spiele, wie Sackhüpfen, Wettessen und co. zu trainieren und traten dann am 31.01 gegeneinander an. Das Ganze wurde durch unsere „DJs“ musikalisch unterstützt und so wurde zu dem ein oder anderen Lied die Hüfte und der Hintern bewegt ☺ Auch die Lehrer*innen durften ihr Talent beim Sackhüpfen und Wettessen unter Beweis stellen und zeigten, dass auch sie noch sehr viel Spaß an diesen „Kinderspielen“ haben. Der Tag endete dann mit einem gemeinsamen Mittagessen und dann durften alle in ihr wohlverdientes Wochenende starten.
Auch Kira und ich starteten so gesehen in das Wochenende, aber eigentlich begannen damit unsere zwei Wochen Seminar und Urlaub. So machten wir uns noch einen gemütlichen Freitag mit den Mädels und fingen dann am Samstag mit den Vorbereitungen für das Seminar an. Dafür sind wir erstmal gemeinsam einkaufen gefahren, da der Plan war, dass wir unseren letzten Abend gemeinsam in der City of hope verbringen. So wurden die Zutaten für Pizza und das Frühstück, sowie ein paar alkoholische Getränke gekauft, um die letzten Stunden so schön wie möglich zusammen zu gestalten. Wieder zuhause angekommen kam dann der erste „Schock“. Denn auf einmal stand Francis, einer meiner deutschen Mitvolontäre aus Malawi, vor der Tür, weil sein Flug nach Lusaka auf den Samstag und nicht den Sonntag gebucht wurde. So hatten wir dann schon unseren ersten Schlafgast und verbrachten einen super schönen Abend gemeinsam. Nachdem wir dann am Sonntagmorgen soweit alles gepackt, das Haus sauber und den Sport gemacht hatten, ging es mit dem Taxi auf in das Provinzialiat in Lusaka, in dem unser Zwischenseminar stattfinden sollte.
Dann begann ein wunderbares Seminar, das von Freude, Austausch, jeder Menge Spaß, Kissenschlachten mit anschließendem Sleepover, Spielideen, (ein wenig) Alkohol und zu wenig Schlaf geprägt war. Dabei habe ich so viel positive Energie getankt, dass das neue Halbjahr nur sehr gut werden kann. Der Höhepunkt des Seminars war der Mittwoch. An diesem Tag haben wir gemeinsam einen Ausflug zu einem wunderschönen Badesee, der aus einem alten Tagebau entstanden ist, gemacht. So konnten wir den Tag mit Schwimmen, Paddeln und ganz viel Spaß gemeinsam genießen, haben uns aber alle einen nicht allzu kleinen Sonnenbrand geholt, sodass das „After-sun“ am Abend nicht fehlen durfte. Alles in allem ein wunderschöner Tag, an dem wir die Seele mal wieder richtig baumeln lassen konnten.
Nach zwei weiteren Seminartagen mussten wir uns dann am Samstag schon wieder von Benedict, unserem Seminarleiter, verabschieden. Wir restlichen elf genossen noch einen Tag in Lusaka, an dem wir erst die Bustickets für Livingstone kauften und dann auf einen Markt gingen, auf dem der ein oder andere Stoff für T-shirts, Kleider oder für einen Chitenge kaufte.

Am Sonntag ging es dann endlich los in den Urlaub. Die Vorfreude konnte man förmlich spüren, da die liebe Katha (eine weitere Mitvolontärin) ein wunderbares Programm für den Urlaub vorbereitet hatte.
So saßen wir dann am Sonntagmorgen nach kleinen Strapazen um 06:30 im Bus und die Fahrt nach Livingstone begann. Knapp 20 km vor dem Ziel hatte unser Bus leider einen Motorschaden, sodass wir erstmal nicht ganz so genau wussten, wie wir denn jetzt die letzten Kilometer nach Livingstone kommen. Neben uns ist dann aber noch ein LKW stecken geblieben, sodass sogar für Entertainment gesorgt wurde. Nach der Aussage, dass wir hier wohl noch länger stehen würden, haben sich drei von uns auf den Weg zur nächsten Straße gemacht und mit ihrem charmanten Charakter einen anderen Busfahrer dazu gebracht uns aufzunehmen, sodass wir dann um 14:30 endlich in Livingstone waren, wo wir dann ein wunderschönes Hostel mit Pool bezogen. So verging der Abend mit einer gemeinsamen Runde im Pool, gemeinsamen Kochen und gemütlichem Beisammensitzen mit ein bisschen Bier.
Um zwölf gratulierten wir dann Tim, der seinen 19. Geburtstag in unserem Kreis feiern durfte. Neben dem traditionellen Beschmieren des Gesichtes aus einer Paste aus Wasser und Maismehl, sowie dem Überschütten von Wasser, gab es dann noch eine nächtliche Poolparty.
Am nächsten Morgen hieß es dann früh aufstehen, denn es ging nach Botswana rüber und dann ab in den National Park „Chobe“. Dort angekommen durften wir dann in einem Safariauto Elefanten, Affen, Antilopen und co. beobachten. Am frühen Nachmittag ging es zu unserer Schlafstelle für die Nacht, wo wir zwischen Bäumen unsere Zelte aufschlugen. Nach einem reichhaltigen Nachmittagsessen ging es dann auf den nächsten Abschnitt der Safari. Auch auf diesem haben wir wieder jede Menge Tiere gesehen, sind dann aber leider ziemlich nass geworden, weil ein Gewitter über den Nationalpark gezogen ist. Den Abend verbrachten wir dann noch gemeinsam bei leckerem Essen und dem Spiel „Werwolf“. Nachdem wir ein paar Löwen schreien gehört hatten, zumindest meinte das unser Guide (ich habe sie nicht gehört), ging es für uns in die Zelte und wir verbrachten eine Nacht zwischen Löwen, Elefanten, Affen und co. Das war irgendwie eine richtig coole Erfahrung.
Am nächsten Morgen musste um 05:30 aufgestanden werden, damit wir pünktlich um 09:00 auf dem Fluss zur Flusssafari waren. Auch diese Safari war geprägt von Tieren. Neben unterschiedlichsten Vögeln, Nilpferden und Büffeln habe ich dann endlich auch mal ein Krokodil gesehen.
Nach anstrengenden 30 Stunden kamen wir ein bisschen fertig, aber überglücklich am späten Nachmittag wieder zurück ins Hostel. Dort angekommen haben wir mal wieder eine Poolparty gemacht und der Plan wurde gefasst, diesen Abend die Party Locations von Livingstone zu erkunden. So starteten Kira und ich eine Duschparty mit anschließendem Fertigmachen zum Feiern und währenddessen wurde unser Abendessen vorbereitet. Nach einem leckeren Barbecue ging es dann los. Daraus wurde ein schöner Abend, bei dem Kira und ich das ein oder andere Getränk ausgegeben bekommen haben und dementsprechend gut gelaunt waren 🙂

Der Mittwoch stand dann voll und ganz im Namen der „Victoria Falls“ und so durften wir uns den ganzen Tag das wunderschöne Naturspektakel der Wasserfälle angucken. Ich sag euch, ich habe noch nie so viel Wasser und so hohe Klippen gesehen. Es war echt beeindruckend.

Leider wurden unsere Pläne, eigentlich wie immer, wenn man einen Plan in CoH hat, durchkreuzt, sodass wir nicht wie geplant den letzten Abend zusammen in der CoH hatten, sondern noch alle gemeinsam eine Nacht länger in Livingstone geblieben sind. So konnten wir den Pool noch einmal genießen und sind dann alle gemeinsam am Freitag nach Lusaka zurückgefahren.
Doch auch hier ging leider einiges schief. Auf dem Rückweg hatten wir eine kleine Buspanne und mussten zwei Stunden auf den nächsten Bus warten. Außerdem haben leider unsere „Flieger“ aufgrund des Wetters ihren Flug verpasst, wodurch wir ungeplant noch das gesamte Wochenende zusammen verbringen konnten. So hat das chaotische und eher ungeplante Leben hier doch auch positive Seiten 🙂

So alles in allem waren meine letzten Wochen wunderschön und geprägt von Spaß, Freude und lustigen Gesprächen. Naja und die Aussage meiner Lehrerin „Do whatever you want to do. Especially Party after Party and Wine after Wine“ wurde mehr als gut umgesetzt. Nun genieße ich die weitere Zeit und freue mich vor allem auf den April, in dem mich meine Eltern dann für einen zweiwöchigen Urlaub besuchen.

Die letzte Woche war dann geprägt von Wiedersehensfreude seitens der Mädels, Schüler*innen, Lehrer*innen und uns, Korrekturarbeiten und jeder Menge neuer Aktivitäten und dadurch ganz viel Spaß. Auch der Karneval kam für Kira nicht zu kurz, sodass wir am letzten Freitag zu zweit eine kleine aber feine Karnevalsparty gefeiert haben und dabei unsere gekauften Getränke und Snacks für die eigentliche „Sleepover-Party“ in der City of hope vernichteten. 

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Spaß, Freude und Gesang auch im neuen Jahr! https://blogs.donboscovolunteers.de/wiebkebethke/2020/01/26/spass-freude-und-gesang-auch-im-neuen-jahr/ https://blogs.donboscovolunteers.de/wiebkebethke/2020/01/26/spass-freude-und-gesang-auch-im-neuen-jahr/#respond Sun, 26 Jan 2020 10:38:06 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/wiebkebethke/?p=229 Lange schon habe ich mir hier nicht mehr gemeldet. Doch heute möchte ich euch gerne mal wieder ein bisschen aus dem schönen Lusaka berichten. Schließlich ist das Jahr bald schon zu einem zwölftel wieder um 🙂 Erst einmal möchte ich jedem von euch ein frohes und gesegnetes neues Jahr wünschen, auch wenn ich damit super […]

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Lange schon habe ich mir hier nicht mehr gemeldet. Doch heute möchte ich euch gerne mal wieder ein bisschen aus dem schönen Lusaka berichten. Schließlich ist das Jahr bald schon zu einem zwölftel wieder um 🙂
Erst einmal möchte ich jedem von euch ein frohes und gesegnetes neues Jahr wünschen, auch wenn ich damit super spät komme. Aber was soll man machen, der Januar hatte es in sich und ist wie im Flug verflogen. Abe lest selber.

Anfangen möchte ich mit unserem wunderschönen Urlaub, den wir auf der Insel Sansibar verbracht haben. Am 26.12 starteten wir in das Abenteuer Sansibar und durften das Leben ab dem 28.12 auf der Insel genießen. Dabei waren wir schnorcheln, haben eine Delphintour gemacht und haben uns die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Rund um ein wunderschöner und gelungener Urlaub, der mit einer schönen Neu-Jahrs-Nacht bei Sternenhimmel, Meeresrauschen und Candle-light gekrönt wurde.  
So starteten wir mehr als tiefenentspannt in das neue Jahr und haben viel Kraft und Motivation für das neue Jahr gesammelt.
Nach einer nicht ganz so entspannten Rückfahrt, wir sind beide Fahrten mit dem Bus gefahren, kamen wir dann am 08.01 etwas unentspannt und geschafft endlich in der „City of hope“ an und hatten dann noch zwei Tage bis unsere geliebten Mädels das Gelände endlich wieder belebt haben.
So stand das Wochenende vom 09.01-12.01 unter den Gesichtspunkten: ankommen, Hallo sagen, auspacken und alles für die Schule vorbereiten, die dann am 13.01 auch endlich wieder losging.
Für die Schüler*innen wahrscheinlich eher so semi-erfreulich, ich allerdings habe mich schon den ganzen Urlaub wieder auf die Schulkinder und den Schultag gefreut.
Wer hätte gedacht, dass kleine Sechstklässler*innen  über die Weihnachtsferien zu großen und ein bisschen pubertierenden Siebtklässler*innen werden können. Aber ja, meine geliebte sechste Klasse ist zu den Großen der Primary School geworden und muss sich auf die Abschlussexamina im November dieses Jahres vorbeireiten. So ist der Unterricht jetzt doch ein bisschen anspruchsvoller und auch ich habe deutlich mehr zu tun mit Hausaufgaben, Stundenaufgaben und Test korrigieren. Leider mussten wir sehr schnell feststellen, dass meine Klasse nicht nur „älter“ und „größer“ geworden ist, sondern über die Ferien auch ein bisschen an ihren mathematischen Fähigkeiten verloren hat, sodass ich nun von montags bis donnerstags in der Prep-Time eine extra Mathestunde unterrichte. Dabei geht es vor allem um die Basics, wie zum Beispiel um das Ein-Mal-Eins und das Addieren und Subtrahieren mit großen Zahlen. Nach einer Woche voller Mathespielen und anfänglichen Unmut (seitens der Schüler*innen :)) über diese lustige, aber auch anstrengende Extrastunde kann ich aber sagen, dass man eine Steigerung der Mathematischen Fähigkeiten feststellen kann. Bei mir war die Motivation auch zuhause zu lernen auch immer ein wenig höher, wenn Süßigkeiten und Kuchen als Belohnung nach einem Sieg beim „Eckenrechnen“ oder der „Matheolympiade“ anstanden. Ich werde hier immer mal berichten, wie sich meine Klasse bis zu meiner Abreise im August steigern wird.

Auch bei den Mädels im GART ist der „normale“ Alltag wieder eingezogen. So ist mein Tag wieder mit lautem Lachen, auch mal einer zickigen Bemerkung, weil ich nicht die Hausaufgaben schreiben möchte und super viel Spaß geprägt. Auch das Beten kommt nicht zu kurz, obwohl man sagen muss, dass mich auch diese Tätigkeit immer wieder glücklich macht, vor allem dann, wenn die Mädels mal wieder ihre wunderschönen Stimmen erheben um ein „Ave Maria“, ein „Hallelujah“ oder ein anderes Lied anzustimmen.

Als kleines Highlight der letzten Woche steht das Gedenkfest für den heiligen Franz von Sales und Laura Vicuna, welches wir am 24.01 zusammen mit den Mädels und den Schwestern gefeiert haben. Begonnen hat der Abend um 18 Uhr mit einer Eucharistiefeier, die durch wunderschöne Gesänge der Mädchen und einer tollen Predigt geprägt war. Im Anschluss daran folgte ein gemeinsames Abendessen und ein wenig Entertainment. Dabei haben die Mädchen ein eigens geschriebenes Gedicht über Laura Vicuna und einen Song vorbereitet und im Anschluss daran wurde mit unserem neuen, älteren Mitvolontär ein irischer Tanz aufgeführt. Die Krönung des Abends waren kleine Geschenke für die Mädels und ein selbstgebackener Kuchen mit Eis zum Nachtisch. Rund um ein schöner Abend und ein gelungenes Gedenkest für die beiden Heiligen.  

Nun steht nochmal eine Schulwoche mit dem Highlight „Don-Bosco-Tag“ am Ende der Woche an, und dann geht es für Kira und mich am Sonntag (02.02) zu meinem Zwischenseminar ins Provincialhouse, wo wir dann endlich mal wieder unsere Mitvolontäre aus Uganda, Ruanda, Malawie und die andere Sambia Gruppe treffen. Im Anschluss an das Seminar reisen wir noch ein bisschen und dann ist der „Halbzeitmonat“ fast schon um. Auf diese wunderschöne, spannende und tolle Zeit freue ich mich schon total und werde danach auch ein bisschen darüber berichten. 🙂

Und wie immer gibt es noch ein paar Bilder des vergangenen Monats auf meiner „Galerie-Seite“.

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Merry Christmas! https://blogs.donboscovolunteers.de/wiebkebethke/2019/12/25/merry-christmas/ https://blogs.donboscovolunteers.de/wiebkebethke/2019/12/25/merry-christmas/#respond Wed, 25 Dec 2019 21:50:35 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/wiebkebethke/?p=197 23:15 Ortszeit Lusaka, um das Volontärshaus wird es still. Die meisten Lichter in den Häusern um uns rum gehen langsam aus. Keine Nachbarskinder, die draußen spielen und lachen. Schon sind die Weihnachtszeit und das Weihnachtsfest wieder zu Ende. Wie anders mein Weihnachten dieses Jahr war, erfahrt ihr in diesem Bericht. Aber erst einmal wünsche ich […]

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23:15 Ortszeit Lusaka, um das Volontärshaus wird es still. Die meisten Lichter in den Häusern um uns rum gehen langsam aus. Keine Nachbarskinder, die draußen spielen und lachen. Schon sind die Weihnachtszeit und das Weihnachtsfest wieder zu Ende. Wie anders mein Weihnachten dieses Jahr war, erfahrt ihr in diesem Bericht. Aber erst einmal wünsche ich euch allen frohe Weihnachten und immer einen Stern der euch den Weg leuchtet.

Beginnen werde ich mit dem 23.12, denn der hatte es in sich. Nachdem wir mal wieder länger geschlafen hatten, ausgiebig gefrühstückt und unsere Vormittagssporteinheit hinter uns hatten, machten wir uns mit einem der Mini-Busse auf den Weg zum Einkaufen. Schließlich stand Weihnachten vor der Tür und auch unsere relativ lange Fahrt nach Zanzibar benötigt noch einige Lebensmittel. Im Supermarkt angekommen begrüßte uns die Weihnachtsmusik und ein Plastikweihnachtsbaum. Wenigstens ein wenig Weihnachtsstimmung, die hier leider so gar nicht aufgekommen ist. Naja bei 30 Grad Celsius und Palmen vor der Tür ist das auch nicht ganz so einfach J Nachdem wir mit all unseren Einkäufen wieder vor der Tür standen, hofften wir inständig, dass unser Strom wieder da ist. Aber falsch gedacht. Leider war der Strom nicht die obligatorischen 2-3 Stunden weg. Der Strom und das Wasser kamen dann um ca. 23:30 wieder und war damit knapp 12 Stunden nicht da. Wir haben aber das Beste draus gemacht und wurden dann noch kurzfristig zu einem 50. Geburtstag eingeladen. Um 17 Uhr schrieb uns Sister Prisca (unsere Direktorin) wir sollen doch heute Abend bitte zum Abendessen zu ihnen kommen, sie hätte Geburtstag und würde uns gerne einladen. Wir sind stark von einem festlichen Essen im Kreise der Schwestern ausgegangen und haben noch schnell ein kleines Geschenk vorbereitet. Am Convent angekommen trafen wir auf ganz viele neue Schwestern und auch einige Fathers aus dem Provinzialhaus. Erst da wurde uns bewusst, dass es sich doch um eine größere Geburtstagsparty handelt.
So hatten wir einen schönen Abend mit leckerem Essen, einer wunderschönen Torte, viel Tanz und ganz viel Spaß. Vor allem das Geburtstagskind hatte viel Spaß und hat ganz viele tolle Geschenke bekommen.
Wieder zuhause war der Strom leider immer noch nicht wieder da. Naja, wir haben dann noch eine nächtliche Sporteinheit gemacht und um 23:30 ging dann endlich der Strom wieder an und wir konnten gegen 0 Uhr dann auch endlich duschen. Alles in allem mal wieder ein richtig chaotischer aber auch schöner Tag.

Ja und dann war auch schon der 24.12. Heiligabend! Ein Tag den ich normalerweise mit meiner Familie verbringe. Auch Kira und ich hatten den Plan, es uns gemütlich zu machen. Wir hatten ein leckeres Essen geplant, wollten den Adventskranz anzünden und dann abends in die Kirche. Ja diese Pläne, sie werden eigentlich immer durchkreuzt. Bis um 11:48 lief auch noch alles nach Plan. Nach einer entspannten Nacht und einem gemütlichem Frühstück bekam ich schon die ersten Nachrichten, dass ich in der Zeitung wäre und der Artikel so gut gelungen wäre. Was ein Zufall! 🙂 Nachdem ich schon die letzten Jahre in der Zeitung die Artikel „Weihnachten aus aller Welt“ gelesen habe, dachte ich mir dieses Jahr, ich schreibe als kleines Weihnachtsgeschenk auch einen Artikel. (Wer den Artikel gerne lesen möchte, hier ist der Link dazu: https://www.weihnachten-in-hannover.de/weihnachtsgruesse/weihnachtsgruesse-aus-sambia/ )
Während unserer täglichen Vormittagssporteinheit fiel leider wieder mal der Strom aus und 10 Minuten später auch das Wasser. Das war’s dann wohl mit Duschen. Naja wir hatten die Hoffnung, dass der Strom nach den obligatorischen 2 Stunden wiederkommt. Aber leider nein. So gab es weder unser „Festessen“ noch eine Dusche am Heiligenabend. Ein bisschen verärgert und traurig saßen Kira und ich dann zusammen, aßen einige selbst gebackene Weihnachtskekse und entschieden dann um 17 Uhr unseren geplanten Nachtisch als „Mittag“ zu essen. Enttäuscht über den nicht ganz so schönen Heiligabend verließen wir dann um 19:30 ein bisschen schickgemacht, aber leider ungeduscht (keine Sorge, unser Körpergeruch war nicht so dramatisch :)) das Haus, um zur Messe zu gehen. Und in der Kirche änderte sich die Stimmung relativ schnell. Wir haben eine wunderschöne Weihnachtsmesse mit einem Chor bestehend aus Brüdern des Don Bosco-Ordens, einer aussagekräftigen Predigt und einer tollen Stimmung gefeiert. Nach knapp 2 Stunden war die Messe rum und die Weihnachtswünsche wurden verteilt.
Der restliche Abend gehörte dann meiner Familie, nachdem um 23:00 Uhr (!) endlich der Strom wieder da war, durfte ich an der Bescherung zuhause teilnehmen und auch ich konnte zwei Geschenke auspacken. Auch hier bedanke ich mich nochmal für alle Geschenke. Ich habe mich sehr gefreut, dass ihr alle an mich gedacht habt!

Ja, und dann war da relativ schnell auch schon der 25.12. Begonnen hat der Tag mit einer weihnachtlichen Morgenmesse um 8 Uhr. Auch diese war wieder wunderschön. Der Chor hat wieder gesungen, die Stimmung war ausgelassen und die anwesenden Priester gestalteten den Gottesdienst echt schön.
Als wir wieder zuhause angekommen waren, ging es an die Vorbereitungen für das „Festessen“ bei den Schwestern. Dafür wurden Weihnachtstüten und Weihnachtsteller mit selbstgebackenen Keksen vorbereitet, Mini-Pizzen selber gebacken und der Nachtisch aufgepeppt. Nebenbei machten wir noch ein kleines Weihnachtsworkout und man wird es kaum glauben, wir konnten sogar duschen 🙂
Um 13 Uhr brachen wir dann zum Essen zu den Schwestern auf. Dort angekommen wurde erst das leckere Buffet aus unterschiedlichsten Speisen verspeist und im Anschluss danach wurde ein bisschen zu (Weihnachts-)Musik getanzt. Nachdem wir alle ordentlich unsere Hüften geschwungen hatten, gab es noch eine kleine Bescherung, bei der auch wir eine Kleinigkeit bekommen haben und unsere Weihnachtstüten verschenkt haben. Darauf folgte noch ein gemeinsam gesungenes Weihnachtslied und ein Abschlussgebet und um 15 Uhr waren wir glücklich und zufrieden wieder Zuhause.
Dort begann dann das Packen und Vorbereiten für unseren Zansibar-Trip den wir morgen in aller Frühe starten werden. Auch dort gab es so ein paar Probleme, aber ich kann euch sagen, es wird immer alles wieder gut, auch wenn man kurz vor dem Verzweifeln ist.

So nun habt ihr einen kleinen Einblick in meine Weihnachtstage bekommen. Ich hoffe, ihr habt eure Weihnachtstage schön im Kreise eurer Liebsten gefeiert und wurdet reich beschenkt. Auch auf diesem Weg, Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in das neue Jahr 2020!

P.S. Auf meiner Galerie-Seite könnt ihr euch einige Bilder zu den drei Tagen angucken und so auch bildlich einen kleinen Eindruck in meine Weihnachtswelt erhaschen.

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„Reflektion ist so wichtig um nicht auf einer Stelle stehen zu bleiben“ https://blogs.donboscovolunteers.de/wiebkebethke/2019/12/19/reflektion-ist-so-wichtig-um-nicht-auf-einer-stelle-stehen-zu-bleiben/ https://blogs.donboscovolunteers.de/wiebkebethke/2019/12/19/reflektion-ist-so-wichtig-um-nicht-auf-einer-stelle-stehen-zu-bleiben/#comments Thu, 19 Dec 2019 20:25:56 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/wiebkebethke/?p=185 Stille! Gerade in der Vorweihnachtszeit eher ein Fremdwort für viele. Und auch ich war oft eher gestresst, als still und gedankenverloren um mich auf das bevorstehende Fest vorzubereiten. Aber wie ihr ja schon wisst, ändert sich dieses Jahr vieles für mich und ich kann die Vorweihnachtszeit eher gechillter und ruhiger angehen. Und diese „Stille“ hat […]

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Stille! Gerade in der Vorweihnachtszeit eher ein Fremdwort für viele. Und auch ich war oft eher gestresst, als still und gedankenverloren um mich auf das bevorstehende Fest vorzubereiten. Aber wie ihr ja schon wisst, ändert sich dieses Jahr vieles für mich und ich kann die Vorweihnachtszeit eher gechillter und ruhiger angehen. Und diese „Stille“ hat mich zur Selbstreflektion angeregt und diese möchte ich mit euch in diesem sehr persönlichen Blogeintrag teilen.  

Heute vor zwei Wochen sind Kira und ich nach langem hin und her mit 23 Lehrkräften zusammen in ein spannendes und gebetreiches, aber auch schockierendes Wochenende gefahren. Das sogenannte „Retreat-Wochenende“ stand an. Ich gehe stark davon aus, dass ihr euch nicht ganz so viel unter diesem Namen vorstellen könnt. Glaubt mir, ich konnte mir am Anfang auch echt wenig darunter vorstellen, dass was uns dann aber erwartet hat, war weit von meinen Vorstellungen entfernt. Was soll ich sagen, innerhalb dieses Wochenendes war ich eher geschockt, gelangweilt und einfach nur sauer auf gewisse Dinge und ich danke hier nochmal meiner Mama und meiner besten Freundin Nina, die sich minutenlange Sprachnachrichten anhören mussten, auf den ich sauer, genervt und einfach nur enttäuscht war.
Als kleine Beschreibung für euch. Mein Wochenende bestand aus vielen Gebeten und Eucharestiefeiern, dem Analysieren und Interpretieren von Bibelstellen und der Diskussion ob Jesus, der Heilige Geist und Gott nun eine oder drei „Gottheiten“ sind. Wer mich kennt, weiß, dass ich gerne mal zur Kirche gehe und ich in Gott einen Ansprechpartner, sowie Erklärungen für gewisse Dinge sehe. Der weiß aber auch, dass mich lange Gespräche über die Bibel eher weniger interessieren und ich vor allem das Beschwören des Heiligen Geistes eher für Unsinnig ansehe. Ja und dann bin ich auf ein Wochenende gefahren, indem wir über diese Themen viereinhalb Tage von 6:30 Uhr bis 21:00 Uhr geredet habe. Für mich eher frustrierend und verstörend als Hilfreich und schön.
Aber was soll ich sagen, irgendwie haben mich diese Tage doch ein bisschen positiv verändert, auf was für eine Weise ist mir selber leider immer noch nicht bewusst.

Durch die Ferien ist es eher still um uns. Keine Schulkinder, die einem lachend entgegenlaufen und keine GART-Girls, die sich über jede Ablenkung von der Schule oder ein Gespräch mit uns freuen. Und diese Stille gibt mir Zeit mich selber zu reflektieren, mir Fehler einzugestehen, Momente zu verinnerlichen und diese wunderbare Zeit, die vergangen ist, zu verarbeiten. Und glaubt mir, mein Körper verarbeitet gerade mehr als viele Ereignisse. Meine Träume werden immer spannender, skurriler und reeller. Wie oft Kira und ich jetzt morgens zusammensaßen und wir über meine Träume gelacht und philosophiert haben. Wie oft ich mich Frage, warum mein Geist jetzt Situationen aus dem Sommer mit Situation von hier verknüpft und wie oft muss ich lachend meine Besten Freundin von meinen Träumen erzählen. Ja man kann sagen, mein Körper verarbeitet und reflektiert die letzte Zeit. Und auch mein Bewusstsein reflektiere viel die Monate und erkennt, wie ich mir doch verändert habe. Nicht nur körperlich, indem meine Haare glänzender, die Haut schöner und das Gewicht weniger geworden ist. Nein auch mein Bewusstsein hat sich mehr als geändert.
Wie mich stressige Situationen früher fertiggemacht haben, hat man vor allem an meiner schlechten Laune und körperlichen Symptomen, wie Kopfschmerzen, anhaltenden Erkältungen und unruhigen Verhalten erkannt. Und nun ist Stress für mich immer noch ein Thema, aber ich habe gelernt damit umzugehen. Wie sagt man so schön, „du musst das Leben tanzen“ und was soll ich sagen es stimmt. Vor allem die Kinder haben mir gezeigt, dass Tanzen einen von schlechter Laune befreit, einen Sorgen und Nöte vergessen lässt und der Stress einfach von einem abfällt. So trifft man mich ziemlich oft tanzend, singend und mit guter Laune an und sehr selten mit schlechter Laune, die oft durch nicht eingehaltene Meetings oder Strom- und Wasserausfällen entsteht. Kommt es doch mal dazu, dass ich schlechte Laune habe oder frustriert bin und die Tanzerei hilft nicht, merke ich oft spätestens am nächsten Tag, dass ich mir umsonst Sorgen und schlechte Laune gemacht habe und sich alles zum Guten ändert. Außerdem wird mir immer mehr bewusst, dass meine Sorgen und Probleme eigentlich keine sind. Was ist schon ein versäumtes Meeting oder ein nichtankommendes Weihnachtspacket, gegen täglichen Hunger, den Verlust einer ganzen Familie oder keinen Zugang zu sauberen Trinkwasser. Diese Probleme leiden so viele Menschen in dieser Welt und ich habe wegen so Kleinigkeiten gleiche schlechte Laune.
Und damit komme ich zu einem weiteren Punkt, der mich hier zum Nachdenken gebracht hat. Warum gibt es eigentlich so viele großen Unterschiede zwischen Schwarz und Weiß. Und damit meine ich genau was ihr vielleicht gerade denkt. Wieso wird der „Weiße Mensch“ immer als wohlhabend und so besonders bezeichnet und der „Schwarze Mensch“ als arm und weniger Wert? Jeder ist doch gleich und sollte die selben Privilegien in der Gesellschaft bekommen. Und gerade in der letzten Zeit wünschte ich mir, ich wäre nicht in einer wohlhabenderen Familie aufgewachsen und wäre stattdessen als dunkel häutiges Mädchen in einer ärmeren Familie aufgewachsen. Dann hätte ich vielleicht nicht erst mit achtzehn Jahren gemerkt, dass ich mehr als schöne Privilegien genießen kann und sich doch einiges in der Gesellschaft ändern sollte.
Ja Veränderungen in der Gesellschaft sind für mich gerade ein großes Thema, vor allem im Bezug auf den Klimawandel. Hierbei reflektiere ich mich auch selbst. Auch ich war kein Unschuldslamm. Ich bin lieber Auto gefahren, statt Fahrrad, habe nicht so extrem auf meinen Plastikverbrauch geachtet und wäre auch lieber geflogen, als mit der Bahn einen längeren Zeitraum und wahrscheinlich auch noch mit Verspätung unterwegs zu sein. Doch hier spüre ich die Auswirkungen des Klimawandels schon ziemlich stark. Durch die enorm hohen Temperaturen und den geringen Niederschlagswert leiden in Sambia und vor allem in dem Nachbarland Zimbabwe viele Menschen an Hunger und Wasserknappheit. Und das nur, weil ich mal wieder schneller und komfortabler an einem Ort sein wollte? Eigentlich schade. So hat sich mein Bewusstsein auf die Umweltverschmutzung in großen Teilen geändert und ich versuche auch mehr für den Umweltschutz zu tun. Vielleicht konnte ich ja dadurch auch den ein oder anderen zu einem kleinen Umdenken verhelfen.

Einer der größten Veränderung hat allerdings mein Glücksempfinden durchgemacht. Auch damals schon habe ich mich gefreut Menschen zum Lachen zu bringen oder gemeinsam mit ihnen Zeit zu verbringen. Aber ihr glaubt gar nicht, wie Kinderaugen strahlen können nur, weil ihr sie umarmt habt oder ein High-five verteilt habt. Und genauso welche Momente machen mich glücklicher denn je. Des Weiteren habe ich hier leider von so vielen schrecklichen Schicksalsschlägen gehört, dass es mich mehr als Glücklich macht, dass in Deutschland meine wunderbare Familie gesund und glücklich auf mich wartet und mich in jeder Situation unterstützen. Und das so wunderbare Menschen zu meinem Freundeskreis zählen, bestärkt mich täglich glücklich in den Tag zu starten. Was mich allerdings am meisten Freud ist, dass ich selber, aber auch der überwiegende Teil meines Umfeldes Gesund ist.

Wow, jetzt habe ich erstmal selber gesehen, wie viel mich doch beschäftigt und wie viel Glück ich im Leben hatte. Und mir wird gerade bewusst, dass sich auch mein Ziel mit dem ich hier geflogen bin, geändert hat. Ich bin hier um mich selber zu entwickeln und nicht um eine Gesellschaft zu verändern, denn das kann ich nicht alleine. Aber ich kann Einblicke in eine andere Kultur erlangen und so meine eigene Lebenseinstellung überdenken und meine Gefühle und Gedanken mit anderen Menschen teilen. Und genau das finde ich eigentlich viel schöner.
Damit ist ein emotionaler und sehr persönlicher Blogeintrag vorbei und ich freue mich, dass ihr es bis hierher ausgehalten habt. Ich hoffe, ihr konntet ein paar Einblicke in meine Gefühls- und Gedankenwelt bekommen und reflektiert euch auch ein bisschen, gerade im Bezug auf das bevorstehende neue Jahr. 🙂

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Das erste Viertel ist um! https://blogs.donboscovolunteers.de/wiebkebethke/2019/11/29/das-erste-viertel-ist-um/ https://blogs.donboscovolunteers.de/wiebkebethke/2019/11/29/das-erste-viertel-ist-um/#respond Fri, 29 Nov 2019 18:23:47 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/wiebkebethke/?p=181 Lang ist es her, dass ich mich hier zu Wort gemeldet habe. Aber was soll ich sagen, durch den entstandenen Alltag gibt es nicht mehr ganz so viel zu berichten. Allerdings ist jetzt das erste Viertel um und der November hat doch einige Überraschungen bereitgehalten. Aber lest selber 🙂 Leider hat der Oktober eher weniger […]

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Lang ist es her, dass ich mich hier zu Wort gemeldet habe. Aber was soll ich sagen, durch den entstandenen Alltag gibt es nicht mehr ganz so viel zu berichten. Allerdings ist jetzt das erste Viertel um und der November hat doch einige Überraschungen bereitgehalten. Aber lest selber 🙂

Leider hat der Oktober eher weniger schön geendet. Nachdem sich am 26.10 unsere Irische Mitvoluntärin verabschiedet hat, musste ich mich schweren Herzens drei Tage später von Vanessa verabschieden, die aus persönlichen Gründen ihren freiwilligen Dienst abgebrochen hat.

Deutlich erfreulicher starten wir dann den November mit dem alljährigen „Gratitude-day“ am 01.11. Dieser besteht im Großen und Ganzen eigentlich daraus, dass alle Klassen einen Tanz oder ein Lied, sowie ein Geschenk für Sister Prisca (unsere Rektorin) vorbereiten. Gestartet hat der Tag um ca. 08:30 mit einer Messe, in der es in der Predigt um die Dankbarkeit für jeden einzelnen Moment ging. Dabei wurden nicht nur den Schwestern, Lehrern und uns Voluntären gedankt, sondern auch Eltern und anderen Familienmitgliedern sowie Freunden und Bekannte und natürlich auch Gott.
Im Anschluss an die Messe begannen die Aufführungen der einstudierten Tänze, welche fleißig vor und nach der Schule täglich trainiert wurden. Dabei fing die Pre-School an und wir arbeiten uns bis zur 12 Klasse hoch. Im Anschluss daran bekamen alle Schüler*innen als Dank für die ganzen Geschenke eine Kleinigkeit zu essen und zu trinken und nach dem alle Schüler*innen den Schulhof verlassen hatten, gab es auch für die Lehrkräfte ein ausreichendes Mittagessen.
Geendet hat der Tag dann in dem auch Lehrer*innen, Hausmeister und alle an der Schule beschäftigten Menschen eine Kleinigkeit für Sister Prisca vorführten und ihre Geschenke überreichten. Darauffolgte dann auch eine kleine Einlage der Schwestern selber, sowie eine „Gratitude-Torte“. Damit ging ein wunderschöner Tag zu Ende, an dem ich viele wunderbare Tänze gesehen habe, aber auch selber ein wenig das Tanzbein schwingen konnte bzw. musste 🙂

Und dann startete das eher langweilige Wochenende, das ich ohne deutsche Mitvoluntärin aushalten musste.
Gott sei Dank kam am 05.11 dann auch schon meine neue deutsche Mitvoluntärin Kira. Mit der ich die nächsten sechs Monate zusammen rocken werde. Schön zu sehen ist, dass wir uns so gut verstehen und unsere Charaktere sehr gut harmonieren.

Und dann starteten für Kira die ersten spannenden Wochen und für mich ging es leider ein wenig bergab. Ich möchte hier definitiv nicht rumheulen, dachte aber, dass ich euch auch mal von meinen nicht so schönen Wochen berichte. Das Ganze begann mit einem Kapselriss, welchen ich mir leider in einer unserer gemeinsamen Sporteinheit zu zog. Wäre das nicht „schlimm“ genug, bekam ich in der Schule immer mehr aufgehalst, sodass ich zwischen drin echt am verzweifeln war. Neben den Examen der Klassen 4-6 die ich komplett (jeweils 6 Fächer) abgetippt habe, wurde ich als Springerkraft für erkrankte Lehrkräfte eingesetzt. Das bedeutete für mich, dass ich einen ganzen Schultag spontan in der ersten Klasse alleine verbringen durfte und am darauffolgenden Tag, wieder spontan, die Ehre hatte, die zweite Klasse zu unterrichten. Ich muss sagen, ich hatte seit ich hier bin kein einziges Mal so Schwierigkeit eine Klasse zu beruhigen. Aber auch das hat mit vielen Lernspielen, sowie einer Malstunde dann funktioniert und im Nachhinein bin ich doch etwas stolz auf mich, diese Tage so gut gemeistert zu haben.😃

Nebenbei haben wir angefangen Weihnachtskekse zu backen, welches sich eher als schwierig herausstellte, da wir doch sehr oft mit Strom- und Wasserausfällen über längere Zeiträume kämpfen müssen. Aber wie sagt man so schön, in der Not wird man erfinderisch und so haben wir jetzt schon für unsere anstehende Weihnachtsparty nächste Woche in der Schule knapp 500 Kekse.
Dann folgte der nächste Rückschlag für mich. Am 21.11 dachte sich mein Körper, komm wir werden mal krank. Und das leider nicht nur mit einer kleinen Erkältung. Nein, mir ging es so schlecht, dass wir am Freitag in eine Klinik fuhren, in der festgestellt wurde, dass ich an einer beidseitigen Lungenentzündung erkrankt bin. Diese Nachricht erfreute mich doch ein wenig, da die Verdachtsprognose Malaria im Raum stand.
Naja nach 5 Tagen Antibiotikagabe und einem weiteren kurzen Klinikaufenthalt um das Fieber zu reduzieren ging es mir am Mittwoch (27.11) dann wieder so gut, dass ich zurück in die Schule gehen konnte.
Hier haben die Examen begonnen, sodass ich nun damit beschäftigt war, die Examen meiner sechsten Klasse zu korrigieren. Diese Arbeit stellte sich dann doch als Gefühlschaos heraus, da ich bei einigen Klausuren echt die Hände über dem Kopf zusammenschlage und mir dachte: „warum hast du das geschrieben?“ Bei anderen wiederrum sind die Antworten einfach zu lustig und bei wiederrum anderen freue ich mich über großartige Noten 🙂

Zu guter Letzt möchte ich vom „Graduation-day“ erzählen, welcher am 29.11 stattfand. Bei diesem Tag handelt es sich um den Abschlusstag der 12ten Klassen. Neben wunderschönen Tänzen, die die Zwölftklässlerinnen einstudiert hatten, gab es dann die feierliche Zeugnisübergabe und im Anschluss daran saßen alle Absolventinnen mit ihren Eltern zusammen und haben gemeinsam ein leckeres Mittagsbuffet verspeist. Natürlich kam auch hier das Tanzen nicht zu kurz und so haben Absolventinnen, Schüler*innen, Eltern und Lehrer*innen zu dem ein oder anderen Lied eine kleine Tanzeinlage hingelegt 🙂

Nun möchte ich euch noch von einem echt verstörenden Erlebnis erzählen. Wie ihr bestimmt alle wisst, war am 29.11 auch der „Black-friday“. Dieser wird auch in Zambia zelebriert, sodass Kira und ich uns dachten, lass uns doch nach dem „Gratuation-day“ noch ein wenig shoppen gehen. Hat zwar eher semi-gut geklappt, aber als wir dann noch einen kurzen Abstecher in unseren Einkaufsladen gemacht haben, waren wir echt geschockt. Es befanden sich so viele Leute in dem Landen, die sich alle auf die reduzierten Artikel gestürzt haben, dass wir echt unsere Probleme mit dem kleinen aber wichtigen Einkauf hatten.
Am Ende haben wir dann aber noch alles bekommen und waren mehr als glücklich, dass wir endlich wieder im Freien waren.

So, nun bin ich (endlich) am Ende dieses Blogposts. Nun steht die Vorweihnachtszeit kurz bevor. Diese beginnen wir am 30.11 mit dem schmücken unserer Voluntärs-wg und werden dann nächste Woche als Jahresabschluss eine kleine „Christmas-party“ in der Schule zelebrieren, bevor dann am 06.12 unsere Weihnachtsferien anfangen. Aus dieser spannende oder halt auch weniger spannenden Zeit werde ich dann kurz vor Weihnachten berichten.

Nun wünsche ich allen auf diesem Weg eine schöne Vorweihnachtszeit und ganz viele schöne Stunden mit der Familie, Tee, Kakao oder Glühwein und dem ein oder anderen Weihnachtskeks 🙂

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Weeding-Time https://blogs.donboscovolunteers.de/wiebkebethke/2019/10/29/weeding-time/ https://blogs.donboscovolunteers.de/wiebkebethke/2019/10/29/weeding-time/#respond Tue, 29 Oct 2019 13:40:32 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/wiebkebethke/?p=153 Eine wunderschöne und emotionale Hochzeit ist vorbei und heute möchte ich auch euch an dieser Erfahrung teilhaben lassen 🙂 Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass die Hochzeit in vielen Punkten gleich abläuft, wie eine deutsche Hochzeit. So, nun beginne ich aber mal zu berichten:) Zuerst komme ich zu unserer Vorbereitung, denn diese hatte […]

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Eine wunderschöne und emotionale Hochzeit ist vorbei und heute möchte ich auch euch an dieser Erfahrung teilhaben lassen 🙂
Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass die Hochzeit in vielen Punkten gleich abläuft, wie eine deutsche Hochzeit.
So, nun beginne ich aber mal zu berichten:)

Zuerst komme ich zu unserer Vorbereitung, denn diese hatte es in sich.
Eineinhalb Wochen vor der Hochzeit berichtete Sister Prisca, dass eine unsere Lehrkräfte am 19.10.2019 Heiraten würde und sie uns gerne mitnehmen würde. Vanessa und Ich waren von der Idee begeistert und fingen an uns Gedanken um unsere Outfits, sowie um das Geschenk zu machen. Ein Tag später machten wir uns auf dem Weg in die Shoppingmall um unsere Outfits zu finden. Dies stellte sich als große Herausforderung heraus, da wir von Sister Prisca einige kleine Vorgaben bekamen. Nachdem wir dann eine andere Lehrkraft trafen, die uns berichtete, dass wir doch bitte gelb und/oder grün tragen sollten, gaben wir auf. Mal ehrlich, dunkelhäutigen Menschen stehen diese Farben super, doch uns Weißen? Nach einem erfolglosen Tag fuhren wir wieder nachhause und beschlossen eine Woche später ( übrings ein Tag vor der Hochzeit) nochmal in die Shoppingmall zu fahren.
Gesagt, getan. Eine Woche später standen wir wieder im Kaufhaus und versuchten verzweifelt ein Outfit zu finden. Gott sei Dank hat uns Sister Prisca erklärt, dass wir doch kein Grün oder Gelb tragen müssen (unser Glück :)). Nach endloser Suche, fand Vanesa ein schönes Kleid, sowie Schuhe und ich kaufte Schuhe und entschied mich für ein Outfit aus meinem Kleiderschrank.

Dann kam auch schon der Tag. Morgens um 10:00 standen Vanessa und ich dann aufgetakelt in der Kirche und warteten auf die Braut. Bevor diese eintrat, tanzte eine afrikanische Stammesgruppe einen Tanz und der Chor sang einige schöne Lieder. Knapp zwanzig Minuten nach zehn kam dann auch endlich die schöne Braut in die Kirche und der Bräutigam nahm sie aus dem Armen ihres Vaters entgegen.
Dann begann die Zeremonie. Schön zu sehen war, dass insgesamt 5 Priester und 4 Messdiener an der Messe teilnahmen. Wie wir später erfuhren, waren vier der Priester mit dem Bräutigam gut befreundet und haben aus diesem Grund die Messe geleitet. Nach einer Lesung einer Brautjungfer und einer Lesung des Bräutigams, begann einer der Priester mit einer wunderschönen Predigt, die sehr gut auf das Brautpaar abgestimmt war. Gefolgt von dieser Predigt wurde dann das Ehegelübde vollzogen, dass vergleichbar mit dem Gelübde in Deutschland ist. Dann kam ein kleiner Schock für Vanessa und mich. Als daraufhin der Hochzeitskuss anstand, enthüllte der Bräutigam seine Frau und umarmte diese nur. Für uns eher unüblich. In Folge dessen wurden von Familienmitgliedern und Freunden noch Fürbitten vorgetragen und im Anschluss wurde die Kommunion verteilt. Nach zwei Stunden war die emotionale Messe vorbei und wir gratulierten dem frisch vermähltem Paar.

Nach der Kirche hatten wir dann eine kurze Pause zuhause, in der wir uns umgezogen und etwas gegessen haben.

Daraufhin folgte die „Kitchen-Party“. Diese fing etwas träge an und entwickelte sich dann zu einer traditionellen Hochzeitszeremonie. Einmal zur Erklärung, die „Kitchen-Party“ hat ihren Namen daher, da das Brautpaar eine gesamte Küche geschenkt bekommt.
Nun zu dem traditionellen Teil. Angefangen hat dieser, dass die Braut unter einem großen Tuch, also unkenntlich, von ihren Brautjungfern, der Familie und Freunden tanzend auf den Platz geführt wurde und dann unter einen großen Pavillon gesetzt wurde. Im Anschluss daran kam der Bräutigam begleitet von der traditionellen Tanzgruppe aus der Kirche, Familie und Freunden auf den Platz. Dann wurde Geld vom Bräutigam gesammelt und im Anschluss daran, durfte der Bräutigam die Braut immer weiter entrollen, sodass er sie am Ende komplett sichtbar gemacht hat.
In Folge dessen kam ein Teil den wir leider nicht so richtig verstanden haben, da dieser auf einer anderen Sprache vollzogen wurde. Dabei wurde der Bräutigam erst von seiner Frau beschenkt, danach küsste sie seine Füße und setzte sich danach neben ihren Bräutigam auf den Boden (dieser saß auf einen Stuhl). Im Anschluss wurden dann die Mütter des Paares nach vorne geholt und bekleidet. Dabei bekam die Mutter der Braut ein schönes Kleid an und die Mutter des Bräutigams Lumpen an. Warum das so ist, kann ich euch leider nicht sagen.
Nach einer kurzen Rede wurden die Mütter wieder entkleidet und das Paar wurde begleitet von Gesängen vom Platz geleitet.
Dann gab es noch ein bisschen was zu essen und wir konnten gemeinsam mit dem Brautpaar Bilder machen und ihnen unser Geschenk übergeben.

Um ca.18 Uhr fuhren wir dann noch einmal nach Hause um uns für die anstehende Party umzuziehen. 
Um 19:30 fuhren wir dann in ein Hotel, in dem die große Party stattfand. Dort angekommen wurden wir liebevoll begrüßt und zu unseren Plätzen geleitet. Kaum dort angekommen startete auch schon ein Eingangstanz der Brautjungfern und Freunde des Bräutigams. In Folge dessen kam das Brautpaar tanzen rein und lies sich feiern.
Nach einigen weiteren Tänzen wurde das Essen gebracht. Hierzu kann man sagen, dass auf afrikanischen Hochzeiten nicht ganz so viel Wert auf das Essen gelegt wird. Kurz nach dem Essen hielten der Brautvater und der Bräutigams Vater eine kurze Rede und dann folgte der Hochzeitstortenanschnitt. Nach dem der gemeinsame Kuchenstückaustausch vorbei war, wurden jeweils eine Torte an die Eltern des Brautpaares von dem Brautpaar übergegen. In Folge dessen kam dann der langersehnte Hochzeitskuss, der applaudierend unterstützt wurde. Im Anschluss daran folgte der Hochzeitstanz zu „Perfect“ von Ed Sheeren, der durch die Brautjungfern und Bräutigamfreunde unterstützt wurde.
Dann war die Tanzfläche endlich eröffnet und es wurde ein wenig zu guter Musik ausgelassen gefeiert. Um ca. 23 Uhr abends verkündete der Moderator, dass die Hochzeit nun vorbei ist und wir machten noch ein Foto mit dem Brautpaar und verabschiedeten uns dann von ihnen. Von anderen Lehrkräften erfuhren wir dann, dass es ganz normal wäre, dass die Hochzeit dann vorbei ist. Allerdings erfuhren wir am nächsten Tag, dass noch Freunde des Brutpaares Feiern waren, aber gut der Tag war auch schon so aufregend und wunderschön, sodass wir um ca. 23:30 glücklich und zufrieden in unser Bett fielen.

So, nun bin ich am Ende. Einige Bilder zu unserem spannenden Tag könnt ihr auf meiner „Galerie-Seite“ entnehmen.
Ach eins noch. Nicht wundern, sowohl wir als auch das Brautpaar hatte an diesem Tag drei unterschiedliche Outfits an 🙂

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Teachers-day, eine Nacht in einem Bus und vieles mehr https://blogs.donboscovolunteers.de/wiebkebethke/2019/10/15/teachers-day-eine-nacht-in-einem-bus-und-vieles-mehr/ https://blogs.donboscovolunteers.de/wiebkebethke/2019/10/15/teachers-day-eine-nacht-in-einem-bus-und-vieles-mehr/#comments Tue, 15 Oct 2019 09:04:43 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/wiebkebethke/?p=123 So was soll ich sagen, die ersten sechs Wochen sind um und so langsam wird das Leben hier zum Alltag. Ja ihr lest richtig. Ich schreibe Alltag, denn ich habe mich dran gewöhnt, dass es hier drunter und drüber läuft. 🙂 Nun möchte ich euch aber mal von meinem chaotischen, aber auch lustigen Leben hier […]

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So was soll ich sagen, die ersten sechs Wochen sind um und so langsam wird das Leben hier zum Alltag. Ja ihr lest richtig. Ich schreibe Alltag, denn ich habe mich dran gewöhnt, dass es hier drunter und drüber läuft. 🙂 Nun möchte ich euch aber mal von meinem chaotischen, aber auch lustigen Leben hier erzählen.

Beginnen werde ich mit dem „Teachers-day“. Dieser war am 04.10.2019 und wird eigentlich als internationaler Feiertag für Lehrer gehandhabt, welcher aber in Deutschland nicht zelebriert wird. Warum auch immer, unsere deutschen Lehrerkräfte fänden einen weiteren lustigen Feiertag bestimmt auch nicht schlecht 🙂
Der Tag fing für uns um 07:30 an und begann mit einem gemeinsamen Marsch um  das Schulgebäude. An diesem nahmen alle Schulen unseres Schulbezirkes Teil, sodass knapp 1.000 Lehrer*innen am Ende ihres Marsches auf unserem Schulhof endeten. Der Marsch wurde durch Gesänge, Plakate und einer Blaskappelle begleitet und war super witzig.
Dann startete der offizielle Teil des Tages. Zuerst wurde die Nationalhymne gesungen und im Anschluss daran folgte eine kurze „Dancesession“, bei der jede Lehrkraft ihre Tanzschritte zur Schau stellen konnte. Auch wir haben viel getanzt, was schnell zur Lachnummer unter den anderen Mitmenschen wurde, denn wir können nicht mal ansatzweise so gut unsere Hüften schwingen, wie hier einige der Frauen und Männer. Im Anschluss daran folgte eine Tanzchoreo unserer Schule mit einem ungeplanten Freestyle-Prat von Vanessa und mir, welcher durch Rufe wie „M`zungu-Dance“ lachend unterstützt wurde und es folgten einige Reden sowie einer Verleihung für die erfolgreichsten Lehrer*innen. 
Geendet hat der ganze Tag dann in einer anderen Location. Dort wurde gemeinsam mit allen Lehrkräften gegessen, getanzt und auch das ein oder andere alkoholische Getränk verzehrt. Dieser letzte Abschnitt trainierte aber nicht nur meine Bein- und Hinternmuskulatur durch das viele Tanzen und „Booty-shaken“, sondern auch unser Bauchmuskulatur durch das viele Lachen über uns aber auch gemeinsam mit den Lehrern unserer Schule.

Im Folgenden erreichte uns leider die traurige Nachricht, dass eines unser Lehrkräfte an den Folgen einer Fehlgeburt verstarb. So nahmen wir am 08.10 an einer sehr emotionalen Beerdigung teil.

Nach diesem traurigen Tag war ich dann wieder mal auf mich alleine gestellt und durfte mein Talent als Lehrkraft unter Beweis stellen. Ein Glück hat mich meine Klasse so lieb aufgenommen, dass ich vor allem mit der Lautstärke innerhalb der Klasse kein Problem hatte 🙂 Naja so finge ich an ein wenig Englisch zu machen und endete die Englischstunde mit einer Runde „Galgenmännchen“, was die Klasse sehr erfreute. Als dann aber „Home-Economics“ auf dem Plan stand, war ich etwas überfordert. So fingen wir Rollenspiele an, in den sich die Schüler*innen gegenseitig erklärten, wie Verletzungen im Alltag entstehen. Dieser Teil war sehr amüsant, da meine Schüler*innen sehr viel Kreativität aber auch Spaß an den Tag legen.

Geendet hat meine fünfte Woche leider etwas ernüchtern. Leider haben wir seit der ersten Woche Probleme mit dem beantragen unseres „Study-Permit“, sodass uns am Donnerstag (10.10) nahgelegt wurde, dass wir doch einmal bitte das Land verlassen müssen und wieder einreisen dürfen.
Gesagt getan. So fuhren wir am Samstagmorgen knapp 7,5 Stunden mit dem Bus nach Livingstone um dann rüber nach Simbabwe zu gehen. Bei unserem Landwechsel habe ich dann das erste Mal in meinem Leben wilde Elefanten und Affen gesehen. Nach knapp einer halben Stunde im Immigration Center von Simbabwe und einem Visum für Simbabwe ging es für uns wieder zurück nach Sambia. Dort angekommen wollten wir dann mit dem letzten Bus zurück nach Hause fahren. Leider wussten wir nicht, dass die Busse Nachts zwischen 21 & 4.30 Uhr Fahrverbot haben, sodass wir eine ziemlich unbequeme und schlaflose Nacht in dem Bus verbracht haben. Aber auch diese haben wir unversehrt überstanden und konnten dann endlich morgens um 7 Uhr in unser heißgeliebtes Bett fallen. 🙂
Jetzt muss nur noch das beantragen unseres „Study-Permit“ klappen und dann ist das Kapitel Visum endlich abgeschlossen.

Nun liegen die nächsten spannenden Wochen an. Es stehen eine Award-Verleihung, eine afrikanische Hochzeit, sowie der Abschlusstag der 12. Klassen und ein Graduation-day an. Von diesen werde ich dann aber in einem anderen Blogpost berichten.

Ach nebenbei. Zu allen Aktionen findet ihr Bilder auf meiner „Galerie-Seite“ 🙂

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