{"id":350,"date":"2018-08-24T08:19:44","date_gmt":"2018-08-24T06:19:44","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/tobiniess\/?p=350"},"modified":"2018-09-03T09:22:16","modified_gmt":"2018-09-03T07:22:16","slug":"ein-schoener-abschluss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/tobiniess\/2018\/08\/24\/ein-schoener-abschluss\/","title":{"rendered":"Ein sch\u00f6ner Abschluss"},"content":{"rendered":"<h3>Liebe Leserinnen und Leser!<\/h3>\n<h3>&#8212;<\/h3>\n<p>Mit diesem letzten Eintrag verabschiede ich mich aus meinem Jahr als Volont\u00e4r in Tschechien.<\/p>\n<p>Wie versprochen wird dieser von\u00a0 einem Sommercamp handeln. In diesem Sommercamp ging es darum, jungen (tschechischen) Menschen die englische Sprache n\u00e4her zu bringen. Und das etwa nicht durch Unterricht wie in der Schule, sondern eher auf informellem Wege. Vor Allem durch reden, reden, reden.<\/p>\n<p>Im Voraus muss ich eingestehen, dass ich mit Camps an sich selbst noch nicht viel Erfahrung habe. Ich war als Kind selbst eigentlich nie als Teilnehmer auf einem Camp wie diesem, geschweige denn als Betreuer.<\/p>\n<h3>&#8212;<\/h3>\n<p>Auf diesem Camp war ich als &#8222;International Leader&#8220; t\u00e4tig. Das bedeutet, dass ich w\u00e4hrend des Camps so viel wie m\u00f6glich mit den Jugendlichen in Kontakt treten sollte und mit ihnen auf englisch kommunizieren sollte. Denn als &#8222;International&#8220; konnte ich vermeintlich kein tschechisch sprechen. Dass ich tschechisch sprechen konnte sollte eigentlich ein Geheimnis bleiben. Dieses hielt aber nicht wirklich lange stand, da das Camp ein Paar Jugendliche besuchten, die mich bereits aus Prag kannten.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem hatte ich mir direkt am ersten Abend vor gesamtem Publikum einen kleinen Versprecher geleistet. Mir war ein englisches Wort nicht eingefallen. Aus einem Reflex heraus hatte ich dann das tschechische Wort benutzt. Anscheinend ist die tschechische Sprache doch schon sehr tief in meinem Unterbewusstsein verankert. Dadurch war meine Rolle als International auch schon etwas geschw\u00e4cht, da nun manche Kinder versuchten, mit mir tschechisch zu sprechen. Manchmal war das aber auch n\u00f6tig, da die Kinder die englische Sprache auf ganz unterschiedlichen Niveaus beherrschten. Deshalb wurden viele Teile des Programms \u00fcbersetzt oder fanden komplett auf tschechisch statt. Dadurch entstand eine weitere M\u00f6glichkeit f\u00fcr die Teilnehmer ihr englisch zu verbessern, da sie den anderen Internationals, die nat\u00fcrlich kein Wort verstanden, das Wichtigste \u00fcbersetzten.<\/p>\n<h3>&#8212;<\/h3>\n<p>Dass die tschechische Sprache sich in meinem Kopf ein wenig gesetzt hatte, zeigte sich auch daran, dass ich an der &#8222;Englisch-Challenge&#8220; scheiterte, welche daraus bestand, 24 Stunden nur englisch zu sprechen. Immer wieder benutzte ich meist tschechische oder deutsche W\u00f6rter, meistens murmelte ich sie einfach nur so vor mir her aber das reichte schon, um an der Herausforderung zu scheitern. Fast alle Jugendlichen (30 an der Zahl) schafften es, die 24 Stunden durchzuhalten.<\/p>\n<p>In unserem Team war zum Einen Gambi, welcher w\u00e4hrend des Camps als Priester f\u00fcr die Gottesdienste die wir feierten zur Verf\u00fcgung stand, aber auch f\u00fcr Gespr\u00e4che bereit war, ob zur Beichte oder einfach nur so um \u00fcber Gott und die Welt zu reden. Seine Hauptaufgabe war es jedoch zu kochen, denn die gesamten 10 Tage verpflegten wir uns selbst oder besser gesagt, Gambi verpflegte uns und wir halfen ihm dabei. Er zauberte wie immer vorz\u00fcgliche Gerichte aus dem Hut, welche mit einem enormen Arbeitsaufwand verbunden waren. Er hatte sogar schon zuvor in Prag vorgekocht und dann alle Lebensmittel, die wir beide zusammen in Prag gekauft hatten in einem Auto nach Litomy\u0161l gefahren, wo das Camp stattfand.<\/p>\n<h3>&#8212;<\/h3>\n<p>Mit einem zweiten Auto waren ich und Jana nach\u00a0Litomy\u0161l gefahren. Dort hatte ich Weihnachten und Ostern verbracht. Wir hatten n\u00e4mlich einiges an Material zu transportieren. Dieses ben\u00f6tigten wir f\u00fcr das Camp. Au\u00dferdem nahm sie die Schl\u00fcssel f\u00fcr unser Quartier entgegen. Das ganze von Jaroslav, meinem Mitbewohner aus Prag. Er war f\u00fcr die Pfadfinder in seiner Heimatstadt verantwortlich.<\/p>\n<h3>&#8212;<\/h3>\n<p>Jana war ein so genannter &#8222;Czech-Leader&#8220;. Das bedeutet, dass sie schon lange Zeit vor Beginn des Camps im Team alles n\u00f6tige f\u00fcr das Camp mit vorbereitet hatte, wie zum Beispiel Werbung, Unterkunft, Programm und so weiter. Weitere &#8222;Czech-Leader&#8220; waren Marek (Main-Leader), Tonda, Mark\u00e9ta und D\u00e1\u0161a. Weitere &#8222;Internationals&#8220; waren Victor aus Belgien (er war schon letztes Jahr dabei gewesen), Mar\u00eda aus Spanien, Jan aus Slowenien und Jacob aus Kanada (wobei er eigentlich auch als Czech-Leader galt, da er in Tschechien geboren worden war, dann aber nach Kanada ausgewandert war). Dar\u00fcber hinaus war er dann aber eben auch &#8222;Native-Speaker&#8220; und konnte immer aushelfen, wenn jemand ein Wort nicht wusste. Die Internationals wurden mit Hilfe von DBYN (Don-Bosco-Youth-Network) angeworben und eigentlich hatten sie die wichtigste Rolle inne, denn sie waren der Grund, warum die Jugendlichen gewisserma\u00dfen &#8222;gezwungen&#8220; waren, englisch zu reden.<\/p>\n<h3>&#8212;<\/h3>\n<p>Nun kommen wir aber zum eigentlichen Programm des Camps. Ein &#8222;klassischer&#8220; Tag sah wie folgt aus. Um 08:00 Uhr trafen sich alle Leader, ausgenommen Gambi und einem, der ihm in der K\u00fcche half, zu einem Meeting, bei welchem besprochen wurde, was an diesem Tag anstand.<\/p>\n<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck folgte ein Morgengebet, das jedes Mal ein anderer Leader hielt. Dann tanzten wir immer, da Mar\u00eda aus Spanien sehr gut Zumba und andere T\u00e4nze beherrschte, um alle ein bisschen aufzuwecken, bevor wir in den thematischen Teil des Tages einsteigen w\u00fcrden, welcher f\u00fcr die Teilnehmer manchmal etwas z\u00e4h war.<\/p>\n<p>Von 09:30 bis 12:30 folgte n\u00e4mlich das Thema des Tages. Dieses trug \u00fcber die Woche verteilt folgende Titel. Selbstpr\u00e4sentation und Soziale Medien, Pers\u00f6nliche Daten (Internet) und Fake News, Multikulturelle Gesellschaft, Beziehungen.<\/p>\n<h3>&#8212;<\/h3>\n<p>Au\u00dferdem gab es einen kleinen Auflug. Bei diesem wanderten wir, beziehungsweise nahmen wir den Bus, um in ein kleines Dorf zu gelangen. In dem Dorf\u00a0 \u00fcbernachteten wir dann in einer kleinen Stadthalle.<\/p>\n<p>Am Sonntag feierten wir morgens eine Messe, welche die Teilnehmer eigens vorbereitet hatten.<\/p>\n<p>An einem Tag besuchten wir eine Einrichtung f\u00fcr k\u00f6rperlich und geistig beeintr\u00e4chtigte Menschen und gaben uns alle M\u00fche, ihnen, ihren Angeh\u00f6rigen und den Mitarbeitern der Einrichtung einen sch\u00f6nen Tag zu machen. Die Teilnehmer \u00fcberlegten sich kleine Stationen, an welchen die Bewohner der Einrichtung kleine Aufgaben zu bew\u00e4ltigen hatten. Au\u00dferdem sangen und tanzten wir f\u00fcr sie. Einige f\u00fchrten erneut das auf, was sie bereits fr\u00fcher in der Woche bei einer kleinen Talentshow zum Besten gegeben hatten.<\/p>\n<h3>&#8212;<\/h3>\n<p>Nach dem Thema des Tages folgte das Mittagessen und danach eine kleine Pause. In dieser Pause hatten die Teilnehmer aber auch kleinere Aufgaben zu erledigen. Zum Beispiel putzten sie das Haus oder halfen Gambi in der K\u00fcche mit dem Abwasch.<\/p>\n<p>Das Programm am Nachmittag bestand h\u00e4ufig aus Spielen oder Diskussionen \u00fcber das am Morgen behandelte Thema. Zudem diente es dazu, das Programm f\u00fcr den Abend vorzubereiten. Eine weiter Sache, die sich durch das gesamte Camp zog, war die Aufgabe einen kurzen Film mit einem vorgegebenen Genre zu produzieren. Auch daf\u00fcr war Zeit am Nachmittag. Die Links zu den fertigen Videos gibt es am Ende des Blogs. Dabei hatte jeder International zusammen mit einem Czech Leader eine Gruppe von 6 Jugendlichen in der Verantwortung. Das Genre meiner Gruppe war &#8222;Comedy&#8220;&#8230;<\/p>\n<p>Nach dem Abendessen gab es einen interkulturellen Abend (gleich zweimal), an dem die Internationals jeweils ihr eigenes Land pr\u00e4sentierten. Wir lernten zum Beispiel f\u00fcr ein Land typische T\u00e4nze, spielten Quiz oder sahen uns Videos an. Mir fiel es dabei gar nicht so einfach, &#8222;Deutschland&#8220; zu pr\u00e4sentieren, da ich merkte, wie wenig ich eigentlich \u00fcber Deutschland als Ganzes wusste und vertiefte meinen Teil des Abends auf Baden-W\u00fcrttemberg und Bayern.<\/p>\n<h3>&#8212;<\/h3>\n<p>Am so genannten Bonfire-Abend sa\u00dfen wir bei Bratwurst und Co um ein Lagerfeuer und sangen ausgew\u00e4hlte Lieder, die fast jeder kennt.<\/p>\n<p>Neben der wie bereits erw\u00e4hnten Talentshow gab es noch einen Filmabend und einen Abend mit spirituellem Programm mit anschlie\u00dfender Messe.<\/p>\n<p>Jeder Abend wurde dann noch mit einem Abendgebet und einem kleinen pers\u00f6nlichen Impuls abgerundet, den wieder immer ein anderer Leader hielt. Das kennt man von <a href=\"https:\/\/www.donboscomission.de\/don-bosco\/\">Don Bosco<\/a> selbst noch als &#8222;Gute Nacht&#8220;. Damit entl\u00e4sst man die Jugendlichen mit einem guten Gedanken in die Nacht.<\/p>\n<h3>&#8212;<\/h3>\n<p>Dann folgte wieder ein Meeting der Leader, welches den ganzen Tag reflektierte.<\/p>\n<h3>&#8212;<\/h3>\n<p>Ich habe ganz bewusst recht detailliert dargestellt, wie das Camp von statten ging um darzustellen, wie gut strukturiert und wie toll organisiert es war. Denn das Team hatte auch schon im Voraus sehr viel f\u00fcr das\u00a0 Camp organisiert. Generell muss ich sagen, dass die Salesianer in Tschechien tolle Arbeit leisten, und das eben nicht zuletzt mit ihren (Sommer)-Camps. Ich habe eine Liste f\u00fcr diesen Sommer gesehen, welche mindestens 20 verschiedene Camps auff\u00fchrte, f\u00fcr alle Altersklassen, ob paddeln auf der Moldau oder Fu\u00dfball oder eben ein solches Englisch-Camp, welches jetzt sogar schon seit \u00fcber zehn Jahren besteht. Ich habe gesehen wie gut dieses Camp den Teilnehmern gefallen hat und denke, dass es ihnen sehr gut getan hat daran teilzunehmen.<\/p>\n<p>Schon in ganz jungen Jahren lernen die Jugendlichen auf diesen Camps sehr viele verschiedene Sachen, die f\u00fcr ihr Leben wichtig sind. Ich bin sehr froh, dass ich an diesem Camp als Betreuer teilnehmen durfte und wird mir f\u00fcr immer als &#8222;Ein sch\u00f6ner Abschluss&#8220; im Herzen bleiben.<\/p>\n<h3>&#8212;<\/h3>\n<p>Nun lasse ich noch ein Paar (bewegte) Bilder von dem Camp folgen&#8230;<\/p>\n<p>ZUSAMMENFASSUNG DES CAMPS:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=mW8Wp5S20xU&amp;t=384s\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=mW8Wp5S20xU&amp;t=384s<\/a><\/p>\n<h3>&#8212;<\/h3>\n<p>FILM GENRE COMEDY:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=xgMKEKYNy0A&amp;t=46s\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=xgMKEKYNy0A&amp;t=46<\/a><\/p>\n<h3>&#8212;<\/h3>\n<p>ALLE ANDEREN FILME:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/channel\/UCWc-b7ECAMsE1Kv650qXN6g\">https:\/\/www.youtube.com\/channel\/UCWc-b7ECAMsE1Kv650qXN6g<\/a><\/p>\n<h3>&#8212;<\/h3>\n<p>+++BILDER OHNE WORTE+++<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>+++BILDER OHNE WORTE+++<\/p>\n<h3>Information:<\/h3>\n<p>Falls ihr noch Fragen zu diesem Eintrag oder zu irgendetwas anderem auf diesem Blog habt, k\u00f6nnt ihr mir diese gerne stellen. Gerne per Mail (tobiniess@t-online.de) oder eben einfach, wenn wir uns das n\u00e4chste Mal sehen.<\/p>\n<h3>DANKE!<\/h3>\n<p>An dieser Stelle bleibt mir dann nur noch, DANKE zu sagen, f\u00fcr jeden einzelnen Aufruf meines Blogs aber auch f\u00fcr die Aufrufe der Blogs der Don Bosco Volunteers auf der ganzen Welt und denen damit verbundenen Spenden. Ich kann euch nur empfehlen, weiterhin die Blogs der zuk\u00fcnftigen Volont\u00e4re aufzurufen, was ich auch tun werde, denn ich bin mir sicher, dass sie sehr Interessantes berichten werden. Vielleicht sucht ihr euch ja das ein oder andere Projekt heraus, das ihr (weiterhin) unterst\u00fctzen wollt.<\/p>\n<p>DANKE auch an alle, die mich w\u00e4hrend meiner Zeit in Tschechien begleitet haben, sei es im Gebet, mit Nachrichten und Anrufen oder einfach daf\u00fcr, dass ihr in Gedanken mit mir wart. Damit verabschiede ich mich und freue mich schon darauf, wenn wir uns bald mal wieder sehen.<\/p>\n<h3>&#8212;<\/h3>\n<p>Vielen Dank daf\u00fcr, dass du meine Seite besucht hast und bis bald,<\/p>\n<p>Liebe Gr\u00fc\u00dfe, TOBI<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Leserinnen und Leser! &#8212; Mit diesem letzten Eintrag verabschiede ich mich aus meinem Jahr als Volont\u00e4r in Tschechien. Wie versprochen wird dieser von\u00a0 einem Sommercamp handeln. In diesem Sommercamp ging es darum, jungen (tschechischen) Menschen die englische Sprache n\u00e4her zu bringen. 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