{"id":265,"date":"2018-02-21T23:58:30","date_gmt":"2018-02-21T22:58:30","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/tobiniess\/?p=265"},"modified":"2018-09-03T15:36:32","modified_gmt":"2018-09-03T13:36:32","slug":"jedeme-na-hory","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/tobiniess\/2018\/02\/21\/jedeme-na-hory\/","title":{"rendered":"Jedeme na hory!"},"content":{"rendered":"<h3>Liebe Leserinnen und Leser!<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Wir fahren in die Berge!<\/h3>\n<p>Heute melde ich mich mich mal wieder bei euch und zwar werde ich von der Wintersportfreizeit des Oratoriums berichten. Bei dieser durfte ich auch Teil des Teams sein.<\/p>\n<h3>Arbeit, Arbeit, Arbeit&#8230;<\/h3>\n<p>Wieviel Arbeit es sein muss, eine solch gro\u00dfe Aktion zu planen, habe ich schon in meinem letzten Eintrag angedeutet. Im Nachhinein sehe ich, dass es noch viel mehr Arbeit ist, als ich dachte.<\/p>\n<p>Diese Arbeit, die haupts\u00e4chlich der Leiter des Oratoriums und sein hauptamtliches Team getan haben, hat sich aber auch richtig gelohnt! Denn Alles in Allem hatten wir eine sch\u00f6ne Woche.<\/p>\n<p>Ich konnte ihnen dabei leider eher nur ein bisschen zur Hand gehen. Das Bedeutete zum Beispiel, die Autos zu beladen, vor Ort in der K\u00fcche zu helfen. Feuer zu machen oder Zeit mit den Kindern zu verbringen.<\/p>\n<h3>Respekt:<\/h3>\n<p>Ich habe sehr gro\u00dfen Respekt vor dieser Arbeit und vor dem damit verbundenen Mut des Teams eine solche Aktion durchzuf\u00fchren. Denn ich selbst bekomme oft schon die Krise, wenn ich nur f\u00fcr ein Wochenende packen muss. Man stelle sich nun aber mal vor, man muss f\u00fcr 20 Kinder und 10 Betreuer packen. Alles in einen Kleinbus und einen Kombi mit Anh\u00e4nger. Und zwar mit Allem drum und dran. Das bedeutet Ausr\u00fcstung, Verpfelegung und so weiter, eben einfach alles, was man f\u00fcr eine Woche auf einer Bergh\u00fctte braucht.<\/p>\n<h3>Service:<\/h3>\n<p>Auch der Service des Teams f\u00fcr die Kinder war wirklich super. Denn die Kinder brauchten f\u00fcr ihre Fahrt mit dem Zug nur einen kleinen Rucksack. Alles andere wurde mit den Autos bef\u00f6rdert. Ausr\u00fcstung konnte vom Oratorium ausgeliehen werden und auch der Kostenpunkt f\u00fcr die ganze Woche war sehr gro\u00dfz\u00fcgig. So konnten auch die etwas einkommensschw\u00e4cheren Famlien ihren Kindern dieses Erlebnis erm\u00f6glichen. Vor Ort wurde zudem von zwei ehemaligen Freiwilligen des Oratoriums (heute Ehepaar mit Baby) gekocht und f\u00fcr die Verpflegung gesorgt. Somit war auch das leibliche Wohl gesichert. Und das war es mit gen\u00fcgen und zudem auch noch sehr lecker!<\/p>\n<h3>Freizeit:<\/h3>\n<p>Die Freizeit durfte bei dem Ganzen nat\u00fcrlich auch nicht zu kurz kommen. So war das Hauptziel der Woche einen Schatz zu finden und deshalb gab es jeden Abend eine \u00e4u\u00dferst kreativ gestaltete Aufgabe. Ich denke so oder so \u00e4hnlich h\u00e4tte <a href=\"https:\/\/www.donboscomission.de\/don-bosco\/\">Don Bosco<\/a> selbst eine solche Schatzsuche kreiert. Auch sonst wurde viel gespielt und so versuchte auch ich mich und spielte mit den Kindern das Rollenspiel &#8222;Die Werw\u00f6lfe von D\u00fcsterwald&#8220; so gut es ging auf tschechisch. Dabei hatte ich jedoch sehr viel Unterst\u00fctzung von den anderen Betreuern. Aber auch sonst hatten die Kinder das Spiel schnell begriffen, da manche von ihnen &#8222;Mord in Palermo&#8220; oder &#8222;Mafiosi&#8220; kannten.<\/p>\n<h3>Bergerfahrungen \u00fcberall:<\/h3>\n<p>Allein der Weg vom nahegelegenen Dorf bis zu unserer Unterkunft war f\u00fcr unsere vollbeladenen Autos schon die erste &#8222;Bergerfahrung&#8220;, denn auf dem letzten St\u00fcck dorthin war die Stra\u00dfe steil und eisig. Mit der Hilfe des Besitzers der H\u00fctte, das hei\u00dft mit seinem Auto und einer Eisenkette wurde das schwere St\u00fcck dann am Ende dann doch noch gemeistert. Nur mit den Kindern beladen, war dieses St\u00fcck dann jedoch kein Problem mehr, diese wurden n\u00e4mlich vom Bahnhof zur H\u00fctte eskortiert.<\/p>\n<p>F\u00fcr manche von ihnen war aber dann sp\u00e4testens der kurze Weg zu Fu\u00df von der H\u00fctte hinauf in unser Skiareal die erste H\u00fcrde, bevor es erst richtig hoch hinaus und damit endlich los gehen konnte. Ich wurde quasi jede Minute gefragt, ob ich nicht jemandem die Ausr\u00fcstung abnehmen k\u00f6nnte. Ich gab mein Bestes, um die Kinder davon zu \u00fcberzeugen, dass sie diesen &#8222;H\u00fcgel&#8220; alleine erklimmen konnten. Mit S\u00e4tzen wie &#8222;Versuche es doch wenigstens mal&#8220;, &#8222;Du bist doch eine starker junger Mann&#8220; oder &#8222;Komm, noch ein kleines St\u00fcck, wir sind sowieso gleich da ging das erstaunlich gut&#8220;. Manchmal ging ich dann aber doch einen kleinen Kompromiss ein und wir tauschten zum Beispiel St\u00f6cke gegen Ski.<\/p>\n<h3>Endlich:<\/h3>\n<p>Der n\u00e4chste Berg war dann endlich die so lang ersehnte Piste, bei welcher der Weg nach oben ja bekanntlich ganz entspannt sein kann, zumindest im Sessellift, in dem man gut die Aussicht genie\u00dfen kann aber auch gut nachdenken oder sprechen kann. Im Schlepplift hingegen kann es da schon eher auch manchmal zu kleineren Unf\u00e4llen kommen.<\/p>\n<p>Oben angekommen konnte man dann erst einmal die sch\u00f6ne Aussicht genie\u00dfen, denn wir hatten mit dem Wetter meistens wirklich gro\u00dfes Gl\u00fcck gehabt. Dann hie\u00df es aber auch, diesen Berg wieder hinunter zu kommen, was f\u00fcr manche gar nicht so leicht war, denn neben denen, die schon relativ gut fahren konnten, gab es auch noch Fahranf\u00e4nger, die das erste oder zweite Mal auf der Piste waren.<\/p>\n<h3>Ein alter Bekannter:<\/h3>\n<p>Wie zum Beispiel f\u00fcr einen unserer Stammg\u00e4ste aus dem Oratorium, von denen ich schon einmal berichtet habe, der eigentlich schon jeden Morgen nach dem Fr\u00fchst\u00fcck gesagt hatte, er k\u00f6nne heute nicht fahren, ihm w\u00fcrden die F\u00fc\u00dfe und die Knie wehtun. Er ist dann aber doch am Ende wirklich jeden Tag gefahren. Einen Tag hatte auch ich die Ehre, ihn zu begleiten, was mich zwar sehr forderte, dem ich aber versuchte mit all meiner Geduld zu begegnen. St\u00e4ndig tat etwas weh oder er bef\u00fcrchtete \u00fcberall w\u00e4re Eis. Aber ja, aller Anfang ist schwer, das war er f\u00fcr mich damals auch. F\u00fcr mich war manchmal die Sprache immer noch ein Hindernis, welches zu einigen Missverst\u00e4ndnissen f\u00fchrte, die aber im Nachhinein gar nicht so schlimm waren. Ich war immer sehr froh und auch ein bisschen stolz, wenn wir beide gesund und halbwegs gl\u00fccklich unten angekommen waren.<\/p>\n<p>Generell war ich sehr froh, dass ich selbst noch einigerma\u00dfen fahren konnte, wenn auch nicht perfekt aber immerhin, denn in den letzten Jahren war ich immer nur sehr kurz und unregelm\u00e4\u00dfig auf der Piste. Manche Kinder fuhren sogar so gut, dass sie mir etwas beibringen konnten und so versuchten sie mir zu zeigen wie man &#8222;carvt&#8220;, was ich als Kind meines Wissens nach, nie richtig gelernt hatte. Ganz wichtig f\u00fcr die Technik sind aber vor Allem auch die Fachbegriffe &#8222;pizza&#8220; und &#8222;hranolky&#8220;, wobei es besser ist &#8222;hranolky&#8220; also parallel, wie &#8222;Pommes&#8220; zu fahren.<\/p>\n<h3>Vorbereitung:<\/h3>\n<p>Jeden Morgen schauten wir uns alle zusammen Videos mit \u00dcbungen an, die f\u00fcr den jeweiligen Tag anstanden. Insgesamt waren wir f\u00fcnf Tage auf der Piste, mit einem Tag Pause, an dem wir einen kleinen Ausflug in die Natur machten. Auch dabei ging es hoch hinaus auf einen Berg, diesmal nur ganz ohne Lift. Die Gruppe war aus Stammg\u00e4sten des Oratoriums aber auch aus Kindern, die ich noch gar nicht kannte zusammengesetzt. Zu den Betreuern geh\u00f6rten Hauptamtliche, sowie Freiwillige wie zum Beispiel auch mein Zimmerpartner. Das Skigebiet befindet sich ganz in der N\u00e4he zur deutschen Grenze, so dass ich sogar in meine Heimat schauen konnte und es liegt in der N\u00e4he von J\u00e1chymov.<\/p>\n<h3>Messe:<\/h3>\n<p>Au\u00dferdem feierten wir auf der H\u00fctte eine Messe. Bei dieser konnten alle lernen, was ein Gottesdienst ist und auch was das alles rund herum bedeutet. Denn der Salesianer, der extra f\u00fcr diese Messe da war, diese sehr sch\u00f6n und kindgerecht gestaltete. Auch f\u00fcr Kinder, die noch nichts von Kirche Glauben und so weiter wissen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Berge:<\/h3>\n<p>Ich habe bewusst sehr oft das Wort &#8222;Berg&#8220; betont und auch sehr ausf\u00fchrlich die Berge der letzten Tage beschrieben, da ein Berg f\u00fcr mich eine sehr sch\u00f6ne Metapher f\u00fcr das Leben ist: Ein Berg scheint oft wie ein Hindernis, aber man kann auf seinem Weg nach oben sehr viel lernen, vor allem \u00fcber sich selbst. Es gibt einem eine ganz andere Perspektive auf die Dinge. Das durfte ich auch jetzt w\u00e4hrend meiner Zeit hier in Tschechien sehen. Am 1. Februar 2018 hatte ich &#8222;Bergfest&#8220; also sozusagen &#8222;Halbzeit&#8220;, denn jetzt sind es sogar schon nur noch weniger als f\u00fcnf Monate, die ich hier sein werde.<\/p>\n<h3>Fasten:<\/h3>\n<p>F\u00fcr die Zeit des Fastens, die einem manchmal auch wie eine Bergwanderung vorkommen kann w\u00fcnsche ich euch allen viel Kraft und einen neuen, frischen Blick auf die Dinge, versucht einmal die Perspektive zu wechseln. Das kann man hier, weg von zu Hause auf jeden Fall sehr gut tun. In diesem Sinne eine gesegnete Fastenzeit mit vielen neuen Erkenntnissen.<\/p>\n<p>Hier noch ein sehr sch\u00f6nes Zitat f\u00fcr diese &#8222;andere&#8220; Zeit:<\/p>\n<h6><span class=\"mw-headline\">&#8222;Eigentlich bin ich ganz anders, nur komme ich so selten dazu.&#8220;<\/span><\/h6>\n<h6><span class=\"mw-headline\">&#8211;<\/span>\u00d6d\u00f6n von Horv\u00e1th-<span id=\"&quot;Eigentlich_bin_ich_ganz_anders,_nur_komme_ich_so_selten_dazu.&quot;\" class=\"mw-headline\"><\/span><\/h6>\n<p>Nutzt diese Zeit!<\/p>\n<p>P.S.: Fotos folgen, sobald ich sie bekomme&#8230;<\/p>\n<p>Hier sind sie:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.strediskokobylisy.cz\/foto\/rok-2018\/hory-s-oratori\/\">http:\/\/www.strediskokobylisy.cz\/foto\/rok-2018\/hory-s-oratori\/<\/a><\/p>\n<p>(Update)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vielen Dank daf\u00fcr, dass du meine Seite besucht hast und bis bald,<\/p>\n<p>liebe Gr\u00fc\u00dfe,<\/p>\n<p>TOBI<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Leserinnen und Leser! &nbsp; Wir fahren in die Berge! 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