Tim jeiht noh Ujanda

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Anjekumme

Wassusotia!
nun bin ich also zusammen mit Simon in Bombo angekommen. Seit einer Woche leben wir mit den Salesianern auf einem Hof innerhalb des Don Bosco-Geländes („Combount“). Nachdem wir zunächst einmal unsere Zimmer geputzt und Kammerjäger gespielt hatten, begann das Entdecken. Ich befürchte, dass ich euch leider nicht ansatzweise alles erläutern kann, was ich hier erlebe, deswegen versuche ich einfach mal Euch anhand einiger Beispiele ein so umfassendes Bild wie möglich zu liefern.
Morgens und abends findet hier eine Messe bzw. abends das Rosenkranz-Beten statt, zu dem Simon und ich gehen. Anschließend gibt es dann die Mahlzeiten und zusätzlich natürlich etwas zu Mittag. Während wir morgens eine Art Weißbrot mit Erdnussbutter oder Honig und schwarzem Tee frühstücken, gibt es zu den anderen Mahlzeiten etwas Warmes. Hierbei ist die Grundlage immer Reis, eine Art Gries aus Mais („Posho“) und Kartoffeln. Das isst man dann zusammen mit eintopfartigem Gemüse, Bohnen, Fleisch und Fisch, Kürbis oder für hier typischen Wurzeln („masaka“). Zum Nachtisch haben wir vor ein paar Tagen das erste Mal Zuckerrohr gegessen. Dass war für uns etwas Neues weil man das Rohr erst mit den Zähnen schält und dann den Inhalt, der aus saftigen Fasern besteht, kaut und anschließend wieder ausspuck und hat echt Spaß gemacht.
Da hier noch Schulferien sind und wir erst ab nächster Woche wenn die Pänz zurück sind mit unserer eigentlichen Tätigkeit beginnen werden, haben wir im Moment noch sehr viel Freizeit. Diese haben wir bisher größtenteils genutzt, um „Bombo Town“, wie hier das Zentrum des Dorfes genannt wird, zu erkunden. Den Eindruck von dort kann man schwer beschreiben. Viele Menschen leben in einfach gebauten Hütten, die aus Holz und Wellblechplatten bestehen. Viele der häuslichen Arbeiten finden vor dem Haus statt (z.B. kochen, waschen oder etwas reparieren) und auch sonst erscheint Bombo für ein Dorf sehr geschäftig und belebt. Zwischen Kühen, die in Müllbergen nach Essbarem suchen oder sich einfach mit Verpackungen zufrieden geben, arbeitenden oder spielenden Kindern und mit Maschinengewehren bewaffneten Sicherheitsbeamten der lokalen Bank auf der einen und Gesang, Lachen und Musik auf der anderen Seite entsteht eine schwer zu beschreibende, lebensfrohe und irgendwie ein bisschen „jecke“ Atmosphäre, an die ich mich jetzt allerdings schon ein bisschen gewöhnt habe.
Im Vergleich allerdings zur Ugandas Hauptstadt Kampala, die Simon und ich zusammen mit dem Direktor unserer Einrichtung am Dienstag besucht haben, ist Bombo allerdings nicht mehr als ein verschlafenes Nest. Die Stadt ist riesig, wunderschön und vor allem extrem „busy“ (hektisch, belebt). Als wir über die von überladenen Motorrädern (überladen sowohl mit Waren als auch mit Menschen) und Taxibussen verstopften Straßen in die Stadt fuhren, brachte Brother Pius, ein Salesianer der auch mitgekommen war, all meine Eindrücke und mein Erstaunen mit einem simplen Satz auf den Punkt: „Man, do you see the confusion?“ (zu Deutsch: Mann, siehst du all das Chaos?)
Jetzt erstmal freue ich mich sehr auf die nächste Woche und darauf, endlich mit den Kinder und Jugendlichen Zeit verbringen zu können. Ich werde Euch auf dem Laufenden halten 🙂
’ne schöne Jross / Mubeere Bulungi,
Euer kölscher Muzungu / Tim

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  1. Avatar

    otto meuser

    alles gute von Gladbach,viele schöne stunden..tim sauge alles auf,derzeitraum ist lang aber auch kurz.viel glück..im herzen bis du ja hier. liebe grüße Oma,opa.

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