theadierkes, Autor bei Theas Abenteuer in Sambia https://blogs.donboscovolunteers.de/theasabenteuerinasambia/author/theadierkes/ Fri, 20 Feb 2026 18:20:36 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 Halbzeit in Sambia: Zwischen Abenteuer, Feiertagsmomenten und neuen Impulsen im Seminar https://blogs.donboscovolunteers.de/theasabenteuerinasambia/2026/02/20/halbzeit-in-sambia-zwischen-abenteuer-feiertagsmomenten-und-neuen-impulsen-im-seminar/ https://blogs.donboscovolunteers.de/theasabenteuerinasambia/2026/02/20/halbzeit-in-sambia-zwischen-abenteuer-feiertagsmomenten-und-neuen-impulsen-im-seminar/#respond Fri, 20 Feb 2026 18:20:33 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/theasabenteuerinasambia/?p=114 Zu Beginn möchte ich mich einmal für die ganzen Spenden bedanken, die für das Winter-Camp eingegangen sind. Sowohl das Camp für die Jugendlichen als auch für die Kindern war ein voller Erfolg. Es gab es jeden Tag eine warme Mahlzeit für alle teilnehmenden Kinder und Jugendlichen. Da einige von ihnen auf der Straße oder in […]

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Zu Beginn möchte ich mich einmal für die ganzen Spenden bedanken, die für das Winter-Camp eingegangen sind. Sowohl das Camp für die Jugendlichen als auch für die Kindern war ein voller Erfolg. Es gab es jeden Tag eine warme Mahlzeit für alle teilnehmenden Kinder und Jugendlichen. Da einige von ihnen auf der Straße oder in der Markthalle leben, ist das leider nicht selbstverständlich für sie. Außerdem gab es kreative, gemeinschaftliche und sportliche Angebote, wie z.B. Fußball spielen, Armbänder basteln und Tanzen, diese Aktionen waren am beliebtesten.

Erster Urlaub

Meinen ersten einwöchigen Urlaub habe ich mit einem Schulfreund aus Deutschland in Kapstadt verbracht.

Den Flug dorthin musste ich allerdings erst einmal allein bewältigen. Ich weiß nicht, wer mehr Angst hatte, ich oder meine Eltern, vor allem meine Mutter. Aber ich kann sagen, die Menschen hier sind alle sehr hilfsbereit. Sie helfen, wo sie können und haben mich, wenn nötig sogar bis zu meinem Uber gebracht. Im Hotel habe ich die erste Nacht allein verbracht und dank des netten Mannes an der Rezeption habe ich sogar ein richtig leckeres MC Donalds-Menü bekommen. Das war ein echtes Highlight.

Ab dem zweiten Tag war ich nicht mehr allein unterwegs. Zu zweit waren wir am Pinguinstrand, am Kap der guten Hoffnung, bei einem Wein-Tasting, auf dem Lion-Hill und bei einer Safari-Tour, zu der wir selbst mit dem Auto hingefahren sind. Selbstverständlich waren wir auch schwimmen und ich habe es ausgekostet mal wieder in einer Stadt und nah an Einkaufsläden zu sein.

Die Safari war richtig gut, wir haben viele Elefanten, Affen, Löwen und Zebras gesehen. So nah – das Erlebnis kann man gar nicht in Worte fassen. Wir sind mit einem großen Auto durch die Wildnis gefahren. Auf der Hälfte der Tour legten wir an einem kleinen Häuschen eine Pause ein, dort konnten wir Wein oder Wasser trinken. An einem anderen Tag sind wir mit einem Guide auf den Lion-Hill gewandert. Zwischendurch gab es immer wieder Pausen, damit wir die Aussicht genießen und er ein bisschen über Land und Leute erzählen konnte. Das war wirklich interessant. Da es eine Abend-Tour war, konnten wir von oben den Sonnenuntergang am Meer beobachten. Die Farben sind unvorstellbar schön.

Des Weiteren nahmen wir an einem Wine-Tasting teil, bei dem wir verschiedene Weingüter besuchen konnten. Es gab unterschiedliche Weine und bei jedem Stopp wurde ein bisschen zu dem Gut, dem Wein und seiner Geschichte erzählt. Als wir nachmittags zurückkamen, mussten wir erstmal eine Runde schlafen, da alles sehr anstrengend war. Am vorletzten Tag haben wir zuerst den Pinguinstrand besucht. Wir haben viele Pinguine gesehen, saßen dort noch ein bisschen am Strand und haben sie beobachtet. Diese Tiere sind in Natur richtig süß. Danach ging es mit einem Guide-Bus zum Kap der guten Hoffnung. Da es ein kleines Missverständnis gab, mussten wir nicht einmal bezahlen. Glück gehabt.  

Weihnachten und Neujahr

An Weihnachten fand kein Oratorium statt. Abends gab es eine Messe, die eigentlich um 17 Uhr stattfinden sollte, aber aufgrund der sambischen „Pünktlichkeit“ fand sie 1 Stunden und 30 Minuten später statt. Getreu dem Motto „Kommst du heut nicht, kommst du morgen“. Daran habe ich mich hier fast schon gewöhnt. Die Messe fing mit einer kleinen Tanzaufführung der jüngeren Kinder an, danach gab es ein Krippenspiel. Dabei waren eher Jugendliche beteiligt. Sie haben die Geschichte von der Volkszählung bis zu der Stelle erzählt, wo Joseph und Maria im Stall angekommen sind. Aber es wurde nicht, wie bei uns üblich, die Geburt von Jesus gezeigt.

Danach gab es im Oratorium für die Animateure ein gemeinsames Abendessen und eine Geburtstagsfeier. Ein paar Freunde und ich sind dann noch durch die Straßen gelaufen und haben ein bisschen gefeiert. Zwischen Weihnachten und Silvester hatten wir dann ein paar Tage frei, wo ich dann die Zeit genutzt habe mir Braids zu machen. Die langen Haare waren erstmal wieder gewöhnungsbedürftig, aber ich habe viele Komplimente bekommen, worüber ich mich sehr gefreut habe. Auch an Sylvester gab es wieder ein gemeinsames Abendessen. Um Mitternacht hat Father Jospeh dann das nicht mehr so große Feuerwerk gestartet. Da er an den Tagen zuvor schon sehr viel verknallt hat, blieb für Sylvester nicht mehr allzu viel über. Danach bin ich wieder mit ein paar Freunden durch das Dorf umhergezogen. Ich dachte echt, dass mein Heimweh sehr stark wird, vor allem an diesen Tagen, da ich aber so viel unterwegs war, hatte ich gar keine Zeit für Heimweh.

Am 01.01.2026 war ich zum ersten Mal hier bei einem Barbershop und habe gemerkt, dass sie deutlich anders meine Haare schneiden als die Menschen in Deutschland. Der Rasierer wird einfach über den Kopf hin und her bewegt, bis alles kurz ist. Nicht unbedingt schick, aber praktisch. Abends haben wir uns dann noch mit den Leuten aus Lufubu getroffen und gemeinsam Abendebrot gegessen.

Am Freitag treten wir unsere Reise nach Lusaka für das Zwischenseminar an. Kaum zu glauben, das jetzt schon das Zwischenseminar stattfinden soll. Das bedeutet, dass die Hälfte der Zeit, die ich in Sambia bin, schon um ist.

Wir werden erst zwei Tage in Mansa verbringen und von dort aus 14 Stunden mit dem Bus nach Lusaka fahren. Was für ein Graus, denn es gibt keine Toilette an Bord.

In der Großstadt haben wir dann ca. 6 Tage Zwischenseminar, leider findet es nicht mit unserer Organisation Don Bosco statt, sondern mit der Organisation „Brot für die Welt“. Die anderen Don Bosco Volontäre aus Afrika treffen sich in Ghana. Da der Flug von Lusaka aus dorthin so teuer ist, wurde diese Lösung für uns gefunden. Schade. Wir hatten uns sehr auf die anderen gefreut.

Im Anschluss daran fahren wir dann noch eine Woche in den Urlaub, aber vor allem, um zu entspannen und im Pool zu liegen. Darauf freue ich mich sehr.

Ich wünsche Euch allen schöne letzte Wintertage. Ich freue mich immer auch von euch zu hören. Hoffentlich geht es Euch allen ebenso gut wie mir.

Viele Grüße und bis zu meinem nächsten Blog.

Thea

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Kajaks, Kochabenteuer und klatschnasse Novembertage https://blogs.donboscovolunteers.de/theasabenteuerinasambia/2025/11/23/kajaks-kochabenteuer-und-klatschnasse-novembertage/ https://blogs.donboscovolunteers.de/theasabenteuerinasambia/2025/11/23/kajaks-kochabenteuer-und-klatschnasse-novembertage/#respond Sun, 23 Nov 2025 11:56:14 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/theasabenteuerinasambia/?p=71 Mwaiseni, was so viel wie „Willkommen“ bedeutet. Willkommen zu meinem neuen Blog. Diesen Monat ist einiges passiert: Wir waren Kajak fahren, es gab den Independence-Day von Zambia, den ersten Regen, wir mussten die Fenstergitter lackieren und wir durften bzw. mussten das erste Mal für eine Feier in unserem Haus kochen. Spendenaufruf Kurz vor Weihnachten findet […]

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Mwaiseni, was so viel wie „Willkommen“ bedeutet. Willkommen zu meinem neuen Blog.

Diesen Monat ist einiges passiert: Wir waren Kajak fahren, es gab den Independence-Day von Zambia, den ersten Regen, wir mussten die Fenstergitter lackieren und wir durften bzw. mussten das erste Mal für eine Feier in unserem Haus kochen.

Spendenaufruf

Kurz vor Weihnachten findet ein Wintercamp im Oratorium statt: eine Woche für Kinder und drei Tage für Jugendliche. Das Camp startet um 8 bis 12:30 Uhr, wo die Kinder dann auch Mittagessen bekommen. Danach ist von 14:30 Uhr bis 18 Uhr Oratorium. Der Brother, die Animator (Jugendliche, die in Kazembe leben und im Oratorium freiwillig arbeiten) und wir Volos erstellen ein tolles Programm für die Kinder mit vielen Spielen, Tänzen und Bastelangeboten.

Leider sind in diesem Jahr bis jetzt zu wenig Spenden eingegangen, sodass es vielleicht ausfallen muss. Das wäre wirklich schade, da die Kinder und wir natürlich auch uns schon sehr darauf freuen. Daher bitte ich an dieser Stelle um eine Spende für das Weihnachtscamp. Jeder Euro zählt. Entweder über die internationale Überweisung oder über mein privates Konto.

Bankdetails Internationale Überweisung:

ZAMBIA NATIONAL COMMERCIAL BANK PLC

Land: Zambia

Filiale: Kawambwa

Kontoname: DON BOSCO CARPENTRY

Kontonummer: 1667780100177

Filialcode: 01

Sofortiger Code: ZNCO ZMLU

Privates Konto von Thea Dierkes:

Kontoinhaber: Thea Dierkes

IBAN: DE27 2545 0110 0161 1323 78

Verwendungszweck: Wintercamp Volunteers

Kajakfahrt

Am 21.10. sind wir morgens zu siebt auf einem Truck zum Fluss gefahren. Dort gibt es eine kleine Bucht, den sogenannten Haven. Die Männer und der Father haben die Kajaks abgeladen, und wir sind wie am Vortag besprochen in unseren Teams gestartet: Ich mit Brother Mark, Sophia mit Father Jacek, Sara mit Joseph und Justin alleine.

Wir fuhren zuerst durch einen sehr schmalen Weg, dann über einen immer breiter werdenden Fluss mit vielen Lilien, bis wir auf den Grenzfluss zwischen Kongo und Zambia kamen. Auf der zambischen Seite machten wir eine kurze Pause und aßen unseren selbst gebackenen Kuchen.

Danach ging es weiter zu einem kleinen Dorf. Die Kinder freuten sich riesig über uns und riefen ständig „Musungu“. Einige wollten mit ins Boot, einer fragte sogar, ob er Sara heiraten könne. Währenddessen sind Sophia und Father Jacek kurz auf der kongolesischen Seite ausgestiegen.

Der Rückweg gegen die Strömung war extrem anstrengend, und ich war hungrig und genervt, vor allem weil sich unsere Paddel dauernd in den Pflanzen verhedderten. Trotzdem kamen wir als zweites zurück. Heim ging es dann mit fünf Personen und vier Kajaks auf der Truck-Ladefläche – bei etwa 120 km/h. Zurück zu Hause mussten wir ziemlich schnell ins Oratorium um weiterzuarbeiten, und Father Jacek machte die ganze Zeit Witze darüber, wie müde ich sei. Natürlich habe ich ihm später bewiesen, dass ich trotzdem noch Fußball spielen kann.

Independence-Day (Unabhängigkeitstag)

Am Tag vor dem Independence-Day hatte ich mein erstes Fußballspiel – allerdings nur gegen die andere Hälfte unserer eigenen Mannschaft. Ich stand im Tor, musste aber zum Glück nicht viel tun. Der Platz besteht nur aus Erde und Hügeln, sodass der Ball überall hinspringt. Wir haben 2:0 gewonnen. Überraschend für mich war, dass sich die Mädels einfach auf dem Feld umgezogen haben, obwohl noch Zuschauer da waren. Ganz anders als in Deutschland.

Eigentlich sollten Sophia und Sara danach zur Study-Time, aber die fiel wegen der Feier am Abend aus. Diese sollte um 20 Uhr beginnen, wir kamen aber, so wie man es von uns Jugendlichen kennt, erst um 22 Uhr. Wir saßen dann mit Animateuren und vielen Kindern am Rand und haben das Geschehen beobachtet. Als wir kamen, wurde hauptsächlich geredet, was wir aber leider nicht verstanden haben, weil es auf Bemba war, ein paar Mal in die Luft geschossen und die zambische Flagge gehisst. Trotzdem hatten wir viel Spaß mit den anderen Jugendlichen. Um 24 Uhr war alles vorbei.

Am nächsten Morgen ging es schon um 8 Uhr weiter, mit Schülern in Schuluniform und erneut vielen Reden.

Regenzeit und Malerarbeiten

Anfang Oktober kam der erste Regen. Wir dachten, ab jetzt regnet es bis April durch, aber danach blieb es erstmal wieder trocken. Über den Monat kam der Regen dann immer häufiger. In den letzten Tagen hat es nachts durchgeregnet und tagsüber mindestens zwei Mal so heftig, dass man auf der Straße eingesunken ist.

Wir mussten außerdem die Fenstergitter schwarz lackieren. Am ersten Tag wussten wir noch nicht, dass Lackfarbe ein kleines Problem werden kann: Sie ging nicht mit Wasser ab, und selbst Aceton perlte an unseren Händen ab. Uns wurde dann Diesel über die Hände gekippt, womit es zum Glück gut abging. An den nächsten Tagen funktionierte Aceton besser, aber am letzten Tag ging die Farbe natürlich kaum wieder ab – trotz Aceton, Seife, Nagelbürste und Diesel. Meine Nägel sind immer noch schwarz, aber egal: Wir bekommen neue Gitterfenster, die wir wieder schwarz streichen müssen.

Feier in unserem Haus

Für den Geburtstag des Brothers sollte die Feier bei uns stattfinden, und wir mussten kochen. Wir wollten etwas typisch Deutsches machen: Nudeln mit Rahmsauce, Reis und Hühnchen. Wir hatten gehofft, dass die Köchin das Hühnchen macht, aber sie gab uns nur einen gefrorenen Hühnerkörper. Als er aufgetaut war, lief das Blut im Kühlschrank aus – ziemlich ekelig. Das Schneiden war extrem schwer, wir hörten sogar die Knochen knacken. Also haben wir das Hühnchen erst im Topf fertig gebraten und dann das Fleisch abgemacht. Das hat zum Glück gut funktioniert.

Als die Fathers und der Brother kamen, war alles fertig. Wir haben gemeinsam gegessen, und am Ende musste jeder dem Brother noch etwas mit auf den Weg geben. Es war ein sehr schöner Abend.

Ich wünsche euch allen eine tolle Adventszeit und hoffe, dass ich in meinem nächsten Blog vor allem über das tolle Camp berichten kann.

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Lernen und Lachen mit den Kindern in Kazembe https://blogs.donboscovolunteers.de/theasabenteuerinasambia/2025/10/04/lernen-und-lachen-mit-den-kindern-in-kazembe/ https://blogs.donboscovolunteers.de/theasabenteuerinasambia/2025/10/04/lernen-und-lachen-mit-den-kindern-in-kazembe/#respond Sat, 04 Oct 2025 11:57:08 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/theasabenteuerinasambia/?p=43 Hallo ihr Lieben, Heute vor einem Monat sind wir in Lusaka angekommen. Die Zeit verging so schnell! Inzwischen haben wir schon die ersten zweieinhalb Wochen im Oratorium in Kazembe, unserem eigentlichen Aufenthaltsort, gearbeitet. Father Jacek, unser Ansprechpartner für alle Lebenslagen, hat uns am Flughafen abgeholt. Vorher war er noch Brot, Eier, Cola und Pizza einkaufen, […]

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Hallo ihr Lieben,

Heute vor einem Monat sind wir in Lusaka angekommen. Die Zeit verging so schnell! Inzwischen haben wir schon die ersten zweieinhalb Wochen im Oratorium in Kazembe, unserem eigentlichen Aufenthaltsort, gearbeitet.

Father Jacek, unser Ansprechpartner für alle Lebenslagen, hat uns am Flughafen abgeholt. Vorher war er noch Brot, Eier, Cola und Pizza einkaufen, damit unser Kühlschrank nicht mehr leer ist und wir auf der dreistündigen Fahrt nicht verhungern. Was für ein Luxus 🙂.

Erste Tage in Kazembe

In den ersten zwei Tagen nach unserer Ankunft in Kazembe gab es vor allem Theorie: Wir erfuhren, welche Aufgaben wir haben und wie unser Tagesablauf aussieht.

Von Montag bis Freitag bekommen wir morgens von 10 bis 12 Uhr Aufgaben – entweder von Father Joseph, der für das Oratorium zuständig ist, oder von Father Jacek, der in der Carpentry School arbeitet. Um 12:30 Uhr essen wir gemeinsam mit den Fathers Mittag. Von 14:30 bis 18 Uhr geht es dann für uns ins Oratorium. Dort geben wir den Kindern Spielsachen wie Bälle, Billardzubehör oder Karten- und Brettspiele. Wenn alle etwas zu tun haben, setzen wir uns dazu und spielen mit.

Ich spiele sehr oft UNO oder das Schlangen-und-Leiter-Spiel. Trotz der Sprachbarriere funktioniert das super und macht viel Spaß. Ab nächster Woche kann ich auch endlich wieder Fußball spielen, worauf nicht nur ich, sondern auch die Kinder lange gewartet haben. Leider musste ich bisher immer absagen, da ich mir bei meinem letzten Fußballspiel in Deutschland einen Bänderriss zugezogen hatte 😬.

Von 18:15 bis 20:15 Uhr müssen dann zwei von uns Volos bei der Study-Time helfen: Bücher ausgeben, Computerunterricht geben und bei Fragen unterstützen. Die dritte Person bereitet in der Zeit das Abendessen vor. Abends gibt es fast immer Nudeln – entweder mit selbst gemachter Tomatensoße (ich hätte nie gedacht, dass ich mal richtige Tomaten esse …) oder als Nudelsuppe.

Wochenende und Freizeit

Samstags gehen wir morgens in die Kirche und räumen anschließend das Oratorium auf. Nachmittags findet wieder das Oratorium statt. Sonntags besuchen wir vormittags den Gottesdienst, der oft drei Stunden dauert 🫣. Den restlichen Tag haben wir frei.

In den Gottesdiensten tragen die Frauen traditionelle Kleidung. Die werden Chitenge genannt und man trägt sie als Rock oder Kleid. Viele Frauen benutzen es auch als Tragetuch für ihre Kinder.

Ausflug zu den Wasserfällen

An einem Sonntag hat uns Father Jacek zu den Wasserfällen mitgenommen. Wir mussten auf der Ladefläche eines Pickups mitfahren, weil vorne kein Platz mehr war. Das hat ganz schön gerumpelt, und wir haben den einen oder anderen blauen Fleck davongetragen. In Deutschland wäre das undenkbar.

Die Wasserfälle waren riesig und die Landschaft drumherum wunderschön. Man konnte dort sogar schwimmen, was die anderen beiden gemacht haben. Ich konnte leider nicht ins Wasser – wegen meines Bänderrisses.

Begegnungen und erste Feiern

Viele Menschen im Oratorium und auch auf dem Markt fragen mich oft, ob ich ein Mädchen oder ein Junge bin. Manche diskutieren sogar darüber. Ich finde das immer sehr witzig. Father Jacek hat uns nämlich erklärt, dass die meisten hier europäische Mädchen mit langen Haaren verbinden. Deshalb ist es für viele neu, ein Mädchen mit kurzen Haaren zu sehen.

Obwohl wir erst kurz in Kazembe sind, haben wir schon einige Feiern miterlebt. Die erste war eine Geburtstags- und Willkommensparty bei den Fathers zu Hause. Sophia und Father Joseph hatten Geburtstag, und der Provincial kam. Wir haben einen Kuchen gebacken und haben ihn zusammen mit zwei Brothers tanzend und singend aus der Küche ins Esszimmer getragen. Father Joseph und Sophia mussten sich gegenseitig füttern, da es Tradition ist.

Die nächste Feier war unsere eigene Willkommensparty im Oratorium mit den Kindern. Wir mussten mit einer bestimmten Schrittfolge auf die Bühne kommen und wurden an einen Tisch gesetzt. Es gab Tanzvorführungen und zum Schluss traditionelles Essen: Reis, Hähnchen und Paprikasoße, das wir vorne auf der Bühne mit den Fingern essen mussten. Das sah bestimmt etwas unbeholfen aus 🫣.

Am letzten Samstag im Monat gibt es immer eine gemeinsame Geburtstagsfeier für die Animateure. Diesen Monat hatten vier Leute Geburtstag. Es wurde viel gesungen und getanzt. Nebenbei gab es Nshima (einen geschmacklosen Maisbrei), Hühnchen und Paprikasoße. Zum Nachtisch gab es Zitronenkuchen, den wir zusammen mit einem Animateur gebacken haben. Hier ist es Tradition, die Geburtstagskinder mit Wasser zu übergießen – eine wirklich nasse Angelegenheit.

Reise nach Lusaka und Temporay Permit

Am Montag mussten wir erneut nach Lusaka. Zum Glück fuhr Father Joseph mit uns im Auto, sodass uns die 15-stündige Busfahrt erspart blieb. Diesmal bekamen wir in Lusaka bessere Zimmer, und die Luft war viel angenehmer. Am Dienstag waren wir bei der Immigration und haben endlich unseren Ausweis für ein Jahr erhalten.

Das Foto im Pass sieht aber schrecklich aus – ich sehe aus wie ein Gespenst. Nachdem wir endlich unser Temporary Permit, was uns erlaubt für ein Jahr hierzubleiben, erhalten haben, waren wir viel shoppen. Schokolade stand dabei ganz oben auf der Liste ❤. Natürlich haben wir auch andere Dinge gekauft: Kisten, Kleidung und natürlich noch mehr Essen.

Mit einem voll beladenen Auto ging es schließlich zurück nach Kazembe. Wir freuen uns sehr, wieder hier zu sein. Wir haben die Arbeit mit den Kindern und unser Haus vermisst.

Ich genieße die Zeit hier sehr und werde in einem Monat wieder berichten, was so passiert ist.

Bis dahin wünsche ich euch allen eine gute Zeit.

Um dieses Projekt finanzieren zu können, muss ich Spenden sammeln, wofür ich auch ein eignes Spendenkonto habe. Dies findet ihr unter diesem Link: https://www.donboscomission.de/volontariat/2025/spenden/thea

Eure Thea

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Ankunft in Lusaka – viele neue Eindrücke https://blogs.donboscovolunteers.de/theasabenteuerinasambia/2025/09/06/ankunft-in-lusaka-viele-neue-eindruecke/ https://blogs.donboscovolunteers.de/theasabenteuerinasambia/2025/09/06/ankunft-in-lusaka-viele-neue-eindruecke/#respond Sat, 06 Sep 2025 16:01:10 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/theasabenteuerinasambia/?p=18 Hallo Liebe Leser und Leserinnen, wie ihr wahrscheinlich alle wisst, bin ich am 01.09.25 abends mit Sara und Sophia nach Lusaka geflogen. Der Nachtflug war leider nicht so erholsam wie erhofft, weil es sehr starke Turbulenzen gab. Nach ca. 10 Stunden fliegen und einem Umstieg sind wir dann erfolgreich angekommen. Schon am Flughafen gab es […]

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Hallo Liebe Leser und Leserinnen,

wie ihr wahrscheinlich alle wisst, bin ich am 01.09.25 abends mit Sara und Sophia nach Lusaka geflogen. Der Nachtflug war leider nicht so erholsam wie erhofft, weil es sehr starke Turbulenzen gab. Nach ca. 10 Stunden fliegen und einem Umstieg sind wir dann erfolgreich angekommen. Schon am Flughafen gab es Schwierigkeiten mit unserem Stempel, da wir und die Frauen am Schalter uns aufgrund der Sprachbarriere kaum verstanden haben. Als wir dann mit unseren Koffern auf dem Weg nach draußen waren, um nach einem der Fathers zu suchen, kamen zwei Männer mit Warnwesten und haben uns unsere Taschen abgenommen und mit uns den Father gesucht. Nachdem wir ihn gefunden hatten, haben sie unsere Taschen zum Auto getragen und wollten dann natürlich ein Trinkgeld bekommen. Durch die Aufregung und dem Stress hatte nur Sophia Geld griffbereit und wollte beiden zusammen einen 20$ Schein geben. Sie haben aber dagegen protestiert, da sie beide 20$ haben wollten. Diese haben wir ihnen dann auch gegeben und uns im Nachhinein geärgert, da es sehr viel Geld ist. A wie heißt es so schön? Aus Fehlern lernt man.  Im Auto gab es nur in der Mitte einen Anschnaller, es gilt Linksfahrgebot und der Father hat uns direkt erklärt, dass hier keiner nach den Regeln fährt.

Im Don Bosco Provincial angekommen wurden uns zwei Zimmer gegeben mit jeweils zwei Doppelbetten. Wir wollten aber gerne zusammen schlafen, weshalb Sophia und Sara sich unten das Bett geteilt haben und ich schlafe oben. Da in beiden Zimmer viele große flache Spinnen sind, haben wir von Anfang an Moskitonetze mit Panzerband aufgehangen, die aber leider in der ersten Nacht auf uns drauf gefallen sind. Mittlerweile sind wir jedoch Experten im Befestigen von Moskitonetzten mit Panzerband.

 Eigentlich dachten wir, dass wir direkt am Flughafen Sim-Karten kaufen und weiter zum Visa beantragen fahren. Das war leider nicht der Fall. Am Anreisetag haben wir uns nachmittags dann mit der Rezeptionistin auf den Weg in eine Mall gemacht um Geld zu tauschen und eine Sim-Karte zu kaufen. Wir haben es leider nicht geschafft, die Sim-Karte zu aktivieren, weshalb wir am nächsten Tag nochmal zu ihr gegangen sind. Sie konnte uns zum Glück weiterhelfen und hat dann Datenvolumen und Zeit zum Telefonieren gekauft. Nachdem wir die Sim-Karte gekauft hatten, sind wir nochmal alleine durch die Mall gelaufen und wollten Süßigkeiten kaufen. Es war uns aber zu teuer, da man für einen Saft 3,50 Euro hätte zahlen müssen, dachten wir. Das lag aber nur daran, dass wir einen falschen Umrechnungswert genommen hatten. Also statt 0,036 Euro haben wir mit 0,36 Euro gerechnet. Nachdem uns das aufgefallen ist sind wir am nächsten Tag nochmal in den Supermarkt gegangen und haben viele Süßigkeiten gekauft und ein Food-Tasting gemacht.

Ab und zu sieht man auch mal ein kontrolliertes Feuer. Wir glauben, dass dort Plastik verbrannt wird.

Dadurch, dass wir uns erst am Samstag vormittag um unser Visum kümmern, haben wir sehr viel Freizeit hier und leben aus unseren Koffern. Wir hatten uns eigentlich vorgenommen, dass National Museum und einen Park anzugucken, aber leider sind erst Sara und dann Sophia erkrankt. Als Sara krank war bin ich mit Sophia die Straße vor unserer Haustür hoch und runtergelaufen, wodurch wir sehr viel sehen konnten. Wir haben viele Schulen und Collages, Männer außen an LKWs hängen sehen und auch Hunde, Enten und Wassermelonen die wie Pyramiden am Straßenrand gestapelt werden. Wir wurden auch ab und zu angesprochen, ausgelacht oder uns wurde hinterhergepfiffen. Das ist ein wirklich komisches Gefühl.

Am nächsten Morgen war dann auch Sophia krank, weshalb wir zum Arzt gefahren sind. Dort wurde dann erst der Vor- und Nachname, Alter und eine Telefonnummer aufgenommen, aber man musste keinen Ausweis vorzeigen. Danach ging es an einen Tisch der in der Eingangshalle stand, wo Blutdruck, Puls, Temperatur und Gewicht aufgeschrieben wurde. Als das fertig war, mussten sie zum Arzt, dann wurden einige Tests gemacht, wie z.B. Blut abnehmen. Die Ergebnisse wurden dann beim Arzt erklärt und es wurden Medikamente verschrieben. Diese konnte man in der Eingangshalle bei einer kleinen Apotheke holen und gegenüber bezahlen. Jetzt liegen beide wieder im Bett und sind hoffentlich schnell wieder fit.

Hier noch ein paar krasse Facts, die mir so aufgefallen sind. Die Gottesdienste hier und in Deutschland sind sehr ählnlich. Man hat das Gefühl, dass was die Gemeinde oder der Pfarrer sagt wurden einfach von Deutsch auf Englisch übersetzt. Die Fathers sagen nie Hallo, sondern je nach Uhrzeit : „Good Morning“, „Good Afternoon“ oder „Good Evening“. Die meisten Puppen oder auch die Personen in den Zeitschriften oder Büchern sind alle hellhäutig.

Wir wissen nicht, wie lange wir noch in Lusaka bleiben und wie lange es mit dem Visum dauert, aber wir freuen uns schon sehr auf Kazembe.

Um dieses Projekt finanzieren zu können, muss ich Spenden sammeln, wofür ich auch ein eignes Spendenkonto habe. Dies findet ihr unter diesem Link: https://www.donboscomission.de/volontariat/2025/spenden/thea

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Sambia – Vorfreude und Abschied https://blogs.donboscovolunteers.de/theasabenteuerinasambia/2025/08/25/sambia-vorfreude-und-abschied/ https://blogs.donboscovolunteers.de/theasabenteuerinasambia/2025/08/25/sambia-vorfreude-und-abschied/#respond Mon, 25 Aug 2025 16:25:15 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/theasabenteuerinasambia/?p=9 Hallo lieber Leser und Leserinnen , oder wie man in Sambia, Kazembe sagen würde muli shani. Ich heiße Thea, bin 19 Jahre alt und komme aus Aerzen, einer kleinen Stadt in der Nähe von Hameln bzw. Hannover. Hier wohne ich mit meinen Eltern und meinen 3 Schwestern. Wir haben einen gemeinsamen Hund namens June. Ich […]

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Hallo lieber Leser und Leserinnen , oder wie man in Sambia, Kazembe sagen würde muli shani.

Ich heiße Thea, bin 19 Jahre alt und komme aus Aerzen, einer kleinen Stadt in der Nähe von Hameln bzw. Hannover. Hier wohne ich mit meinen Eltern und meinen 3 Schwestern. Wir haben einen gemeinsamen Hund namens June.

Ich spiele seit 10 Jahren Fußball in einem Verein, passe einmal in der Woche auf ein 4-jähriges Mädchen auf und habe im Juli mein Abitur bestanden.

Nach der Schule, also jetzt habe ich Lust andere Kulturen kennenzulernen und mit anderen Menschen vor allem Kindern zu arbeiten. Deswegen habe ich mich für Don Bosco Volunteers entschieden, eine Organisation die sich für Bildung von Kindern einsetzt. Durch mehrere Seminare wurde ich gut auf mein FSJ vorbereitet.

Ich fliege mit zwei anderen Mädels nach Kazembe und für uns geht es am 1.9 von Frankfurt aus los. Zuerst fliegen wir von Frankfurt nach Äthiopien und von dort aus nach Lusaka, dies ist die Hauptstadt von Sambia.

In Lusaka bleiben wir ca 3 Tage bleiben, um unser Besucher-Visum zu erhalten, dies ist nur 30 Tage gültig. Wenn wir das bekommen haben, geht es nach Kazembe, wo wir das nächste Jahr wohnen werden. Innerhalb dieser 30 Tage müssen wir aber nochmal nach Lusaka um dann ein Visum für das Jahr zu erhalten.

Ich bin schon sehr aufgeregt und habe mich am Wochenende bei einer kleinen Feier schon von vielen Nachbarn und Freunden verabschiedet. Mein Zimmer wird auch immer unordentlicher, alle Sachen, die jetzt noch auf dem Boden liegen, sollen eingepackt werden. Ein paar Tränen wurden auch schon vergossen. Kurz vor der Ausreise und beim Packen realisiert man erst wie lange so ein Jahr sein kann ohne die sichere und vertraute Umgebung die ich hier habe.

Trotzdem freue ich mich schon riesig auf meine Reise und kann es kaum abwarten.

Damit ihr immer gut informiert seid, werde ich alle 3-4 Wochen einen Blogeintrag schreiben, den ihr gerne verfolgen könnt. Wenn ihr Fragen oder Anmerkungen habt, meldet euch gern über WhatsApp oder Instagram (theas_fsj_sambia) bei mir.

Wenn ihr mich bei meinem Freiwilligendienst und den Projekten unterstützen möchtet, freue ich mich über kleine Spenden. Den Link hierfür, erfahrt ihr im nächsten Blog.

Tschüss eure Thea oder auf Bemba: Mube bwino, Thea wenu

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