Anne Hilger, Autor bei Annes Tagebuch https://blogs.donboscovolunteers.de/tamiltagebuch/author/annesindientagebuch/ Fri, 01 May 2026 16:46:52 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 Ostereiersuche und andere Geschichten https://blogs.donboscovolunteers.de/tamiltagebuch/2026/05/01/ostereiersuche-und-andere-geschichten/ https://blogs.donboscovolunteers.de/tamiltagebuch/2026/05/01/ostereiersuche-und-andere-geschichten/#respond Fri, 01 May 2026 16:09:43 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/tamiltagebuch/?p=293 Hello, ratet, wer am Montag einen Termin bei der Deutschen Botschaft in Colombo hatte? Tja, es ist so viel passiert seit dem letzten Blogeintrag, das glaubt man gar nicht. Aber starten wir chronologisch von Anfang an… 28. März:Heute war das Don Bosco Quiz in Murunkan wir, sind mit den teilnehmenden Schülerinnen (ja, nur Mädchen) mit […]

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Hello, ratet, wer am Montag einen Termin bei der Deutschen Botschaft in Colombo hatte? Tja, es ist so viel passiert seit dem letzten Blogeintrag, das glaubt man gar nicht. Aber starten wir chronologisch von Anfang an…


28. März:
Heute war das Don Bosco Quiz in Murunkan wir, sind mit den teilnehmenden Schülerinnen (ja, nur Mädchen) mit dem Schulbus hin gefahren. Leider waren Frie & Johanna, die beiden Murunkan Volunteers, an dem Tag nicht da, aber es war trotzdem sehr schön. Es traten vier Schulen gegeneinander an in verschiedenen Fragerunden und Spielen, die umfassendes Wissen ūber Don Bosco erfordern. Außerdem gab es einen Sing- Tanz- und Zeichenwettbewerb. Die Leute sind alle sehr nett zu uns und haben uns konstant Essen angeboten.
Gab noch Mittagessen und haben mit ein paar der Boys Volleyball gespielt. Am Ende hat Pallavayarankattu sogar gewonnen 🥳. Im Bus zurück wurde dann natürlich obligatorisch getanzt, meine Lieblingsbeschäftigung im Bus.



29. März:
Heute ist Palmsonntag, also war eine sehr lange tamilische Messe in der Kirche und nachmittags sind wir mit den drei Sisters und ein paar Hostel Girls nach Jaffna gefahren mit dem Bus zur ‚Passion‘. Da ist ein Theaterstück, das die Geschichte von Jesus erzählt. Wir durften sogar Backstage gehen, da wir sehr früh da waren. Das Stück selbst war natürlich auf Tamil aber man hat es auch so verstanden, war sehr lang und intensiv mit beeindruckenden Kostümen und Schminke.


Holy Week ab 30. März, also schulfrei & viele Messen:


1. April:
Haben einem Father von außerhalb gebeichtet auf Vorschlag der Sisters, für mich die erste Beichte meines Lebens, war auf jeden Fall interessant.
Achso, und Affen haben unser Mittagessen gegessen, Fenster vom Essensraum war offen, konnten bei den Sisters essen.

Nach dem Affentheater



3. April:
Heute war Karfreitag, also gab es eine sehr lange, aber schöne Messe außerhalb.

4. April:
Mein 19. Geburtstag, da Ferien sind, sind keine Students da, nur wir, die Cooking Lady, die Sisters und die Fathers (wobei die an dem Tag auch nicht da waren).
Alena hat mich zum Frühstück mit einem Pfannkuchen Kuchen (?) überrascht, war sehr experimentell, da in der Küche kein Ofen existiert. Hat super geschmeckt, sehr süß von Alena. Die Sisters haben für mich mehr als einmal gesungen und mich gesegnet, ohne die drei würden wir es hier glaub ich echt nicht so schön haben. Gab noch Fotoshooting im Garten natürlich, hier werden immer und überall Fotos gemacht, und dann viel nach Deutschland telefoniert.
Abends war in der großen Kirche Osternacht, wir haben das erste Mal Saree getragen, eine Nachbarin hat sie netterweise geliehen und eine andere Bekannte der Sisters hat uns beim Ankleiden geholfen, ist echt nicht so einfach. Ich bin ehrlich, ich und Sarees werden keine Freunde, war schon echt unangenehm eng und man konnte nur schwer darin laufen. Die Osternacht selber war wie erwartet sehr viel länger als in meiner Gemeinde in Deutschland und ohne großes Osterfeuer, aber sonst schön.

Alenas Überraschung



5. April:
Ostereiersuche für die Sisters veranstaltet, haben dafür extra Körbe aus Palmblättern für Osternester geflochten und mit gekochten Eiern, Süßigkeiten und Snacks gefülllt. War lustig, die Sisters kannten das Konzept gar nicht und hatten viel Spaß, wie wir auch.

Ostereier alle gefunden



8. April:
Unsere Zimmer wurden geweiht von Fr Melvin wegen Ostern. Haben die Schnitzeljagd Dokumente ausgedruckt, kopiert und die Hinweise versteckt. Versucht, den Students unsere Treasure Hunt zu erklären, in Sri Lanka gibt es die zwar auch, aber wohl weniger kompliziert und eher mit sportlichen Aufgaben als Rätseln. War kompliziert und chaotisch, aber alles in allem gelungen. Abends war Osterdinner mit den Fathers, war lecker, Fr Gayan & ich haben Whisky getrunken (ich nur probiert), er war später definitiv mindestens angetrunken.

10. April:
Heute war Sports Day der Tech School, in Gegensatz zum Sportsmeet der English School sehr schlicht und entspannt, die Students haben als 4 Teams gegeneinander Spiele gespielt, an denen wir auch teilnehmen konnten, da wir je einem Team zugeteilt wurden. War lustig, aber eher weniger sportlich.

12. April:
Morgens lange Messe in Dorfkirche, dann mit Kleinbus nach Jaffa zu der Tech School Sekretärin gefahren mit den Sisters, Fr Gayan und einem Hostel Girl. Gab lecker Mittagessen, die Tochter der jüngeren Schwester von ihr war sehr süß, haben gespielt.
Zurück gefahren, an einem der wenigen Windräder gestoppt für Fotos (ist hier offenbar eine Attraktion) und bei der großen Brücke übers Meer ausgestiegen. Mussten mal wieder Fotos mit Fremden machen haha.

Auf dem Weg mit viel Beten
Vorm Windrad



16. April:
Heute war unser Colombo Trip (ergo Urlaub, da Ferien), die Nacht davor im Bus ca 7 Stunden versucht zu schlafen, um dann schon um 3 Uhr nachts anzukommen. Dort abwechselnd an Bus Station geschlafen, dann rumgelaufen, gefrühstückt und Klamotten etc gekauft.
Gab viele Obdachlose, kranke Tiere, Müll, Gestank und aufdringliche Verkäufer/Fahrer, aber sonst waren alle Leute echt nett. Waren auf dem Lotus Tower, Aussicht war mega :). Haben in Touristen Restaurant überteuert Lunch gegessen leider, aber Pizza war gut. Später nach Negombo gefahren und Fr. Paul (Vice- Provincial) getroffen beim Provincial House.

Der Lotus Tower
Aussicht vom Lotus Tower
Leider viele kranke Tiere
Friedhof am Strand in Negombo



18. April:
Sind heute vom Provincial House nach Galle gefahren mit 2 Bussen, dort Mittag gegessen und in unser Beachhouse gegangen, ist Mini Raum, aber direkt am Meer :). Dann in Galle im Meer schwimmen gegangen, leider abwechselnd & war sehr seicht, aber schön. Alles sehr touristisch, deshalb teuer, haben trotzdem lecker Abend gegessen & uns gut unterhalten :).

Unser Beachhouse



19. April:
Heute waren wir den ganzen Tag in Galle unterwegs, war schön, haben nur zu viel Geld ausgegeben (Touri Preise halt). Waren morgens Schnorcheln für 2 Stunden (anstrengend, aber haben viel gesehen :)). Mittag gegessen in Strandliege, ausgeruht und rumgelaufen. Paar Souvenirs gekauft, und abends Dinner in cutem Restaurant mit Live Musik (Gitarre) gehabt, sehr schön.

21. April:
Gestern bei Rückreise war erst schöne Zugfahrt (saßen an den offenen Türen), dann nicht so schöner Busunfall (Rollerfahrerin am Kopf verletzt), mussten dann umsteigen in einen anderen Bus. War der falsche Bus, sind also kurzerhand in Kilinochchi ausgestiegen, wo wir bemerkt haben, dass mein Rucksack fehlt, Alenas zum Glück nicht. War natürlich ein Schock, weil da meine Dokumente und Bankkarte drin waren. Wurden von anderem Passagier netterweise zu Polizeistation gebracht, wo dann ein Father aus Kilinochi uns abgeholt hat. Er ist sehr nett, haben dort geschlafen.
Morgens bei der Polizei Verlustanzeige erstattet, hat gedauert, ist sehr unwahrscheinlich, dass der Rucksack gefunden wird.
Dann v.a. Klamotten shoppen gegangen und abends mit den Fathers zu einem Pool gefahren, war gut mal wieder zu schwimmen und hat meine Stimmung aufgehellt.

22. April:
Ins Provincial House gefahren wegen Passport Beantragung in Colombo, die Kilinochchi Fathers haben uns über 7 Stunden dorthin gefahren, da fühlt man sich echt gut aufgehoben.

27. April:
Waren mit Fr. Paul in Colombo bei der Embassy zur Terminvergabe und sind dann am Samstag spontan nach Kandy gefahren, da mein Termin bei der Botschaft zur Ausstellung eines neuen Reisepasses erst am Dienstag ist.
Dort konnten wir in der uns schon bekannten Don Bosco Einrichtung übernachten und haben Kandy genossen. Ist sehr viel kühler und hat sogar geregnet.
Die Fathers haben uns ein paar Tempel gezeigt. Sind dann heute wieder die vier Stunden zurückgefahren ins Provincial House, ist viel Fahrerei leider.
Wenn der Termin bei der Botschaft morgen glattläuft, fahren wir bald endlich zurück in unser Projekt nach Pallavayarankattu, ich vermisse es schon ziemlich.



29. April:
Termin gestern lief gut, musste alleine rein und Alena hat mir die Gebühr für den Pass bezahlt, da meine Bankkarte ja im verlorenen Rucksack war (eine neue Karte ist schon auf dem Weg, keine Sorge). Wird jetzt 4-6 Wochen dauern, dann muss ich wieder die 7 Stunden Fahrt von Pallavayarankattu nach Colombo durchhalten. Wenn es soweit ist, muss mein Residence Visum nochmal neu beantragt werden. Ergo, das wird höchstwahrscheinlich nichts mit der Indien Reise, ist schon traurig. Aber ich weiß, dass ich zum Teil selber schuld bin.

Frühstück in Colombo nach dem Termin



30. April:
Gestern nach Kandy gefahren extra für die New Year Celebration heute, haben von Lehrerinnen dafür traditionellen Rock über die Hose bekommen (selbst die Boys hatten diese Röcke), war ziemlich warm, hat sich aber im Laufe des Tages zum Glück abgekühlt. War wie der Sports Day der Tech School, nur weniger Sport, also viele Spiele mit den Tech Students, wir haben bei ein paar mitgemacht. War schön zu sehen wie viel Spaß die Students hatten, sind sehr kompetitiv hier generell und tanzen gerne. Die Sarees von ein paar der Girls waren sehr schön. Am Ende gab es eine Beauty Queen & -King Competition, durften/mussten in der Jury sitzen. War von ca 9 Uhr morgens bis 17 Uhr abends, also sehr lange, am Ende hab ich im Dunkeln noch getanzt mit den Students :).
Morgen geht es endlich zurück nach Pallavayarankattu, vermisse es echt sehr trotz all den tollen Menschen, die wir in den zwei Wochen Spontanreisen getroffen haben.

Aussicht vom Dach der Don Bosco Einrichtung




So, und jetzt noch ein paar Gedanken:

☆ die fast immer zu laute Musik & dass gefühlt alle super gut tanzen können: Das ist mir wirklich überall aufgefallen, wo wir die zwei Wochen unterwegs waren, es ist den Leuten nicht peinlich, einfach zu tanzen und meistens können sie es dann auch noch.
☆ das nicht abwechslungsreiche Essen in Pallavayarankattu: vielleicht liegt es daran, dass unser Projekt wirklich tief im Norden liegt und somit weniger Kapazitäten da sind, aber das Essen im Süden werden wir vermissen. Hier eine Collage von ein paar der Speisen, die wir im touristischen Süden genießen durften zur Veranschaulichung.


☆ der Punkt auf der Stirn (Bindi) fast nur im Norden: Da der Norden mehrheitlich von Tamilen bewohnt wird, die dem Hinduismus angehören, wird dort der Punkt eher getragen als im Süden. Er ist traditionell ein Symbol für das ‚dritte Auge‘ bzw. spirituelles Bewusstsein, vor allem von Frauen getragen. Wenn man die Girls in Pallavayarankattu fragt, ist der Bindi für sie allerdings eher ein Mode Accessoire.
☆ Bus Experiences: in Bussen passiert, so viel, manchmal läuft zu laute Musik oder man wird eingequetscht aufgrund zu vielen Menschen, oft kommen Leute rein zum Betteln oder wollen dir irgendwas verkaufen und immer sind die Straßen so uneben, dass das Schlafen schwierig ist. Allgemein sind die Busse schmaler als in Deutschland und die Sitze kleiner, dafür sind sie von außen sehr stylisch lackiert.
Das Hupen eines Busses ist unmöglich zu überhören und die Fenster kann man öffnen, so toll. Sonst hatte ich mehr gute (v.a. Tanzen mit den Girls) als schlechte (versuchen zu schlafen, Rucksack verloren) Erfahrungen in Bussen und da es das einzige immer verfügbare öffentlich Verkehrsmittel ist, ist das auch ganz gut so.
☆ Leute machen hier so viele Videocalls: Vor allem bei den Sisters fällt das auf, sie reden oft mit ihrem Handy und dann ist es wieder irgendeine Bekannte oder verwandte Person, der man vorgestellt wird. Generell wird hier oft einfach angerufen statt zu schreiben und es ist auch nicht unhöflich, beim Essen oder mitten in einer Konversation einen Anruf anzunehmen.
☆ viele Fotos werden gemacht: Das ist mir als eins der ersten Dinge hier aufgefallen, die Leute lieben fotografieren, vor allem uns, was auch irgendwann nervt. In Pallavayarankattu haben sich zum Glück alle soweit an uns gewöhnt, aber anderswo halt nicht.
☆ viel Zucker: Tee zum Beispiel ist immer erstmal mit Zucker und Milch, außer man sagt ‚Plain Tea‘. Generell bedeutet ‚little sugar‘ ultrasüß und wenn etwas nicht scharf ist, ist es sehr süß, dazwischen gibt es nur wenig.
☆ viel Fleisch: da wir auf einer Insel sind, war klar, dass hier viel Fisch gegessen wird, aber hier werden vor allem Hühner gegessen und sehr wenig Kühe, die eigentlich nur im Norden präsent sind. Vegetarierin zu sein, stößt auf mehr Unverständnis als wir gedacht haben und die meisten denken dann, dass uns Fleisch von unseren Eltern verboten wurde oder wir wegen unserer Gesundheit darauf verzichten. Ist schon interessant, wie verschieden Gesellschaften sind.
☆ Hakenkreuz: ursprünglich Swastika/Sanskrit findet man hier öfter im religiösen Kontext, ich wusste zwar, dass das Hakenkreuz die negative Konnotation erst im Nachhinein durch die Verbrechen des Nationalsozialismus bekommen hat, aber nicht, dass das Sanskrit spezifisch in Sri Lanka präsent ist, war ein kleiner Schock.

Das wars erstmal von mir, waren statt 5 Tagen jetzt zwei Wochen ‚Urlaub‘, sehr anstrengend, aber auch sehr schön und haben viele neue Leute und Orte kennengelernt :).

Bis zum nächsten Mal 🥰.

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Vom Beten, Unterrichten und Schwitzen https://blogs.donboscovolunteers.de/tamiltagebuch/2026/03/14/vom-beten-unterrichten-und-schwitzen/ https://blogs.donboscovolunteers.de/tamiltagebuch/2026/03/14/vom-beten-unterrichten-und-schwitzen/#respond Sat, 14 Mar 2026 13:58:39 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/tamiltagebuch/?p=199 Vanakkam, Wie sind erst ca einen Monat im Projekt, aber es fühlt sich irgendwie schon viel länger an (was nicht negativ gemeint ist). Der Alltag hat sich schon ein wenig eingestellt und das früher Aufwachen fällt mit jedem neuen Tag leichter. Den tamilischen Rosenkranz können ich und Alena schon fast auswendig und auch sonst haben […]

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Vanakkam,

Wie sind erst ca einen Monat im Projekt, aber es fühlt sich irgendwie schon viel länger an (was nicht negativ gemeint ist). Der Alltag hat sich schon ein wenig eingestellt und das früher Aufwachen fällt mit jedem neuen Tag leichter. Den tamilischen Rosenkranz können ich und Alena schon fast auswendig und auch sonst haben wir uns an die vielen Gottesdienste, das scharfe Essen und die Blicke von Leuten außerhalb der Einrichtung etwas gewöhnt.

Unser Alltag an Schultagen sieht aktuell grob so aus:

6:30 a.m. Messe

7:30 a.m. Assembly & Reading Practise (Vorlesen) in der English School

8 a.m. Breakfast

8:30 a.m. in English Class von Sister Mary helfen (Di & Do: Tailoring Class in Englisch unterrichten einzeln, wöchentlich wechselnd)

9:30 a.m. in English School helfen (jeden zweiten Tag ist Sports Day bis zum 19. März, da ist das Sportfest)

12:30 p.m. Lunch

Nachmittags haben wir meistens frei und sind dann oft beim Girls Hostel zum Spielen, Tanzen, Tee trinken oder zur Gartenarbeit. Es gibt einen klaren Zeitplan beim Hostel, an dem wir uns gut orientieren können. Die drei Sisters sind so sympathisch und wir verbringen die meiste Zeit mit ihnen oder den Girls, weil die beiden Fathers immer viel zu tun haben und auch selten mit uns essen.

Familien besuchen & zusammen beten
Auf dem Weg zur Messe
Familien besuchen & zusammen beten
Gardening Work

Apropos, es gibt eine Köchin für die Tech School (also uns und die Fathers) und eine für das Hostel und die Sisters, und das Essen ist zwar nicht sehr abwechslungsreich (viel Reis und oft Teigfladen) aber sonst lecker und man gewöhnt sich gut an die Schärfe. Mein Highlight ist der Porridge, den es jetzt zweimal zum Frühstück gab und der halt nicht scharf ist, sondern eher süßlich, was eine Seltenheit ist. Es gibt hier entweder scharf oder viel zu süß und da ich und Alena in der Fastenzeit auf Zucker verzichten, ist das echt nicht so einfach. Dafür gibt es in der Fastenzeit fast kein Fleisch, was für uns als Vegetarierinnen natürlich sehr angenehm ist. Darüber hinaus ist das Obst und Gemüse hier so viel besser als daheim, vor allem die Bananen und Mangos, aber es gibt auch frische Guaven und mindestens drei verschiedene Arten von Kokosnüsse (von denen oft vor allem die Milch getrunken wird).

nach dem Trocknen stellen die Sisters & Girls Öl aus den Kokosnüssen her
Mega lecker
Mini Aubergine
schmeckt wie Kartoffel
Dorsai
Dhal

Genug vom Essen, die Arbeit als Lehrkraft ist schon eine krasse Erfahrung, vor allem weil die Schüler:innen oft älter sind als ich und ich trotzdem als Autoritätsperson auftreten soll. Sonst fällt mit das Englisch zum Glück leicht, der Stoff ist recht simpel, gerade sind wir bei den verschiedenen Zeitformen.

In unserer Freizeit bereiten wir den Unterricht vor, spielen mit den vielen Tieren hier (4 Welpen, zwei erwachsene Hunde und 2 Katzen) oder lernen Tamil, was echt nicht so einfach ist, weil es sich signifikant von europäischen Sprachen unterscheidet. Vor allem die Schrift ist so kompliziert, es gibt 247 statt 26 Buchstaben im Alphabet und die Aussprache unterscheidet sich sehr von der Schriftsprache. Wir haben eine Lehrerin (von der English School), die bis jetzt viel fordert, aber super lieb ist.

Tamilische Vokale

Die jüngeren Kinder der English School sind direkter wenn es um Äußerlichkeiten geht und sprechen dann vor allem die Hautfarbe an und berühren uns dann halt auch mal ungefragt. Doch sie sind meist sehr lieb und können viel besser Englisch als die Tech Students. Ganz begeistert sind sie von simplen Turnübungen wie Handstand, Radschlag oder Brücke und auch Menschenpyramiden machen ihnen viel Spaß.

Sportsday
Süß aber anstrengend

Außerhalb vom Projekt waren wir noch nicht sehr oft, manchmal gehen wir shoppen bei den paar Geschäften an der Straße und oft ist der Gottesdienst auswärts bei nahegelegenen Kirchen. Mit der Tech School haben wir einen Ausflug in eine Garment Fabric für Baby Klamotten gemacht, die spätere Arbeitsplätze bietet für die Tailoring Students. Die Fabrik war beeindruckend groß, bestand aus einem riesigen Raum mit vielen Nähmaschinen und anderen Geräten und ein Großteil der Arbeitskräfte waren Frauen. Sonst waren wir einmal im Meer weiter nördlich schwimmen, sind mit dem ThreeWheel (TukTuk) hingefahren worden (mussten es dreimal anschieben, da es im Sand stecken geblieben ist) mit noch einem Hostel Girl, war nicht sehr touristisch und das Meer war fast zu warm, hat sehr viel Spaß gemacht. Wir waren vor kurzem einmal in Jaffna ganz im Norden, ist touristischer und nur eine gute Stunde Busfahrt entfernt, hat uns gut gefallen.

Ein typischer Laden
Viele spicy Snacks
Gottesdienst auswärts
in Jaffna
super market in Jaffna

Neuerdings gibt es auch noch fünf Jungs, die in der Tech School übernachten, also im Prinzip ein kleines Boys Hostel, was ganz cool ist, weil wir dann jemanden zum Spielen haben abends (meist Volleyball oder Karam).

Abschließend will ich anmerken, dass es schön ist zu sehen, wie die verschiedenen Religionen hier akzeptiert und ausgeübt werden. Beispielsweise sind im Girls Hostel sind nicht nur Christinnen und trotzdem nehmen sie an den Gottesdiensten teil und auch die jüngeren Kinder scheinen in der Hinsicht alle tolerant zu sein (helfen sich gegenseitig, wenn das Kopftuch sich lößt etc). Generell hat Religion hier einen großen Stellenwert und gebetet wird jeden Morgen in den Schulen.

die Kapelle der Tech School

Hier noch ein paar Fotos:

Vier Puppies an der Tech School
Sonnenuntergang auf dem Sportfeld
Insektenbegegnung
Müll wird gesammelt & verbrannt
Ein Mitglied der Kuhherde

Hier noch der Link zu Alenas Blog, schaut gerne vorbei :).

https://blogs.donboscovolunteers.de/insightsrilanka/

Das warst erstmal von mir, hier wird es nur noch heißer jetzt, freu mich schon drauf (nicht).

Viele Grüße, Anne

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Unter Palmen https://blogs.donboscovolunteers.de/tamiltagebuch/2026/02/20/unter-palmen/ https://blogs.donboscovolunteers.de/tamiltagebuch/2026/02/20/unter-palmen/#respond Fri, 20 Feb 2026 13:41:26 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/tamiltagebuch/?p=159 Am Freitag, dem 13. im Projekt angekommen (bößes Omen? Nee) nach einer ca 6 stündigen Fahrt, bei der die Anzahl der Kühe mit der Zeit stark zunahm und die Anzahl der Häuser stark abnahm.Das Projekt liegt ganz im Norden Sri Lankas in Pallavayarankattu (gibt tausend verschiedene Schreibweisen) und gehört zu den ärmsten Gegenden der Insel.Eine […]

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Am Freitag, dem 13. im Projekt angekommen (bößes Omen? Nee) nach einer ca 6 stündigen Fahrt, bei der die Anzahl der Kühe mit der Zeit stark zunahm und die Anzahl der Häuser stark abnahm.
Das Projekt liegt ganz im Norden Sri Lankas in Pallavayarankattu (gibt tausend verschiedene Schreibweisen) und gehört zu den ärmsten Gegenden der Insel.
Eine Stunde südlich in Murunkan haben zwei andere Volunteers ihr Projekt, die wir zuvor noch besucht haben, sie sind sehr nett.

Unsere Einrichtung wird durch eine Straße getrennt, wobei auf der einen Seite die Tech School (Berufsschule), unsere Zimmer und die der beiden Fathers sind.
Auf der anderen Seite sind die English School (Grundschule), die Nursery (Kindergarten) und das Girls Hostel, in dem ca 15 Mädchen, die die Tech School besuchen und aus ärmlichen Verhältnissen stammen, übernachten.
Bei den Girls wohnen noch drei Sisters, die in den verschiedenen Einrichtungen mitarbeiten und die uns als Mentoren an die Seite gestellt wurden. Sie sind alle sehr nett und wir verbringen die Nachmittage meist bei ihnen und den Girls.

Wir haben je ein eigenes Zimmer mit Badezimmer, purer Luxus, war schon überrascht, haben sogar eine eigene Waschmaschine. Das Moskitonetz wird auf jeden Fall benötigt hier und es ist noch wärmer als in Negombo (tagsüber mindestens 30 °C) , aber langsam gewöhne ich mich daran.
Father Melvin ist Direktor der gesamten Einrichtung und Father Gayan Direktor der Tech School, beide sind nett und Father Melvin ist so süß mit den Kids, in Deutschland habe ich jemanden mit so einem Spaß an der Arbeit mit Kindern noch nicht getroffen.

Wir wurden herzlich begrüßt, wobei wir schnell bemerkt haben, dass wir hier noch sehr viel mehr auffallen als in Negombo mit unserer hellen Haut, viele Kids haben diese Hautfarbe wohl noch nie gesehen (laut den Fathers).

Die erste Woche war zum Besichtigen der Einrichtungen gedacht, um dann am Freitag entscheiden zu können, wo wir wann arbeiten wollen, hier meine Erfahrungen:


Da wir Freitags angekommen sind, war Wochenende und am Samstag (am Valentinstag) sind wir gleich mal mit auf einen Ausflug der Tech School gegangen. Sind mit dem (sehr ästhetischen) Schulbus gefahren, wobei sehr laut Musik lief und getanzt wurde (vor allem Father Melvin hat die Hüften geschwungen), auch wir wurden dazu aufgefordert, war auf jeden Fall etwas, was ich nicht bereue.
Unser Ziel war ein Freizeitpark mit vielen Fotokulissen, die sehr viel genutzt wurden (wir sind jetzt auf gaaanz vielen Fotos drauf) und ein paar Tieren. Außerdem Kirmes Fahrgeschäfte, war sehr cool, nur echt warm.
Im Bus zurück natürlich wieder getanzt und dann erstmal ausgeruht. Die Natur hier ist so schön, überall Palmen, und es gibt eine Kuhherde vorm Haus, außerdem mindestens drei Hunde, vier Welpen und zwei Katzen.

Am Montag waren wir das erste Mal früh morgens in der Messe, war auf Tamil natürlich, eine faszinierende Sprache. Außerdem die English School besichtigt, sind aktuell 8 Klassenstufen mit insgesamt ca 200 Schülern und Schülerinnen. Es wurde die Srilankesische Flagge gegrüßt und Reden gehalten vorm Unterricht, ist auf jeden Fall disziplinierter als an deutschen Schulen. Der Unterricht an sich ist meist Frontalunterricht und allgemein recht laut, aber es wird super mit den Kids umgegangen, die Lehrer sind sehr sympathisch und zu 85% weiblich.
Haben uns dann noch die Tech School angesehen, bei der die Fächer Nähen, Elektronik und Computer für je 6 Monate gelehrt werden. Die Schüler und Schülerinnen sind in unserem Alter, können nur wenig Englisch und ein paar der Schülerinnen wohnen im Girls Hostel.

Dienstags haben wir die Nursery besucht, die Kinder werden manchmal mit dem Rohrstock geschlagen, was mich erstmal schockiert hat, bis ich verstanden habe, das dieser eher leitend als gewalttätig eingesetzt wird und nur sehr selten (was es natürlich nicht komplett rechtfertigt).

Am Aschermittwoch war morgens Messe und dann waren wir den ganzen Schultag bis 2 p.m. in der English School und haben uns in verschiedene Klassenräume reingesetzt und zugeschaut.

Donnerstag war Sporttag an der English School als Vorbereitung auf einen Wettkampf im März. Die Kids waren in Gruppen aufgeteilt und haben verschiedene Sportarten ausgeübt (u.a. Speerwerfen, Kugelstoßen, Weitsprung, Sprint). Die Kindergartenkinder haben auch ein paar kompetitive Spiele gespielt.
Wir haben mit denen gespielt, die gerade nicht dran waren. War sehr schön, weil die Kids so auf uns zugegangen sind und wir nicht viel leisten mussten, um sie zu begeistern.
Danach waren wir beide sehr kaputt und haben uns den restlichen Tag eigentlich nur ausgeruht.

Am Freitag war der Marathon für die English School Schüler und Schülerinnen, ging um 6 Uhr morgens los wegen der Hitze, die bei späterem Start alles schwieriger machen würde. War schön zu sehen, wie wichtig das Ereignis für Schüler und Schülerinnen, Lehrkräfte und Eltern war.

Dann noch bei der Tech School im Englischunterricht der Computer Class geholfen und mit den Kids noch Volleyball und Elle gespielt (unser zweites mal schon).

Später waren wir noch mit Sister Mary shoppen, gibt ein paar Läden in der Nähe und sind mit dem Roller hingefahren (zu dritt auf einem Roller, war lustig).

Jetzt ist Wochenende und bald besprechen wir mit Father Melvin, wie unsere Arbeit aussehen soll ab nächster Woche, ich freu mich drauf.

Liebe Grüße <3.

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First Days in Sri Lanka https://blogs.donboscovolunteers.de/tamiltagebuch/2026/02/05/first-days-in-sri-lanka/ https://blogs.donboscovolunteers.de/tamiltagebuch/2026/02/05/first-days-in-sri-lanka/#respond Thu, 05 Feb 2026 04:25:41 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/tamiltagebuch/?p=100 Āyubōwan und viele Grüße aus Sri Lanka! Ich und Alena sind am Montag ganz früh vom Münchener Flughafen los geflogen, nachdem wie eine Nacht bei Freunden übernachtet haben. Wir wurden netterweise von zwei Volos aus Benediktbeuern mit dem Auto hin gefahren, die wir bei unserer spontanen Zeit im Kloster im Winter kennengelernt haben. Vor Ort […]

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Āyubōwan und viele Grüße aus Sri Lanka!

Ich und Alena sind am Montag ganz früh vom Münchener Flughafen los geflogen, nachdem wie eine Nacht bei Freunden übernachtet haben.

Wir wurden netterweise von zwei Volos aus Benediktbeuern mit dem Auto hin gefahren, die wir bei unserer spontanen Zeit im Kloster im Winter kennengelernt haben. Vor Ort war es recht verwirrend, aber irgendwann haben wir es geschafft, unsere Koffer anzugeben, durch den Security Check zu kommen und die Wartezeit am Gate rumzukriegen.

Dann ging es endlich los, das Flugzeig war riesig, es war zudem Alenas allererster Flug, während ich schon ein paar mal geflogen bin, allerdings nie so lange. Es war sehr angenehm und auch der Umstieg in Doha, Qatar, war einfach.

Wir sind dann um ca 1 Uhr Orzszeit in Colombo, Sri Lanka, angekommen und haben ziemlich lange auf unsere Koffer gewartet, dann wurden wir von unserem Ansprechpartner Viraj mit dem Auto zum Provincial House in Negombo gefahren.

Er ist sehr nett und das Haus so schön, wir haben je ein eigenes Zimmer mit eigenem Badezimmer und ich hab erstmal mein Moskitonetz provisorisch übers Bett gehängt.

Es gibt in jedem Raum einen Ventilator an der Decke, was auch seine Berechtigung hat, es sind ca 30°C tagsüber und die Luftfeuchtigkeit ist ziemlich hoch.

Moskitos sind bis jetzt so gut wie nicht existent, aber wahrscheinlich wird es in unserem Projekt in Pallawayakaddu, was ganz im Norden ist, anders.

Wir haben erstmal ausgeschlafen, was auch nötig war und dann hab ich mein Zimmer bisschen eingerichtet, bin sehr froh über den Luxus eines eigenen Zimmers mit Bad. Das Haus hat sonst viele Pflanzen und Vögel, hab sogar draußen schon einen Alligator gesehen :).

Zum Frühstück gab es Reis mit Beilagen, dann beim Mittagessen noch Mini Bananen (so viel besser als in Deutschland).

Viraj hat uns dann mit einer Mitarbeiterin, Imasha, in die Stadt gefahren zum Shoppen gehen, es ist Linksverkehr und ziemlich chaotisch, außerdem sind überall Hunde. Allerdings haben diese meist Besitzer, die sie abends füttern und bei denen sie schlafen können, wie Viraj erklärt hat.

Wir waren erst beim Geldautomaten, dann in einem Kleidungsgeschäft, was sehr modern war. Wir haben Hosen, Shirts und je zwei Sari ähnliche Kleider gekauft und danach noch woanders je eine SIM Karte gekauft, was sehr wichtig ist fürs Reisen.

Später noch mit Alena zum Strand gegangen, zu dem man der nur über die Straße gehen muss, das war das Highlight des Tages :). Der Sonnenuntergang war so schön und ich hab langsam realisiert, dass ich angekommen bin.

Haben dann Abend gegessen, bis jetzt war noch nix wirklich zu scharf für mich zum Glück, und dann erfahren, dass das mit dem Zwischenseminar in Indien knapp wird. Denn das Ein-Jahres-Visum für Sri Lanka braucht mindestens drei Wochen zum Bearbeiten (Reisepass wird konstant benötigt) und am 2. März ist schon das Zwischenseminar, wofür wir davor noch das Touristen Visum beantragen müssen, wofür wir wiederum unseren Reisepass benötigen. Das war dann enttäuschend, da wir uns beide sehr gefreut haben aufs Seminar und die Mitvoluntäre, wir hoffen jedoch noch auf eine schnelle Bearbeitung. Der Medical Check ist am 10. Februar und bis dahin bleiben wir im Provincial House und dann fahren wir ins Projekt, der Visumsprozess hat gestern angefangen.

Am zweiten Tag war Independence Day, es wird die Unabhängigkeit von Großbritannien ab 1948 gefeiert, weshalb viele Sri Lanka Flaggen überall hängen und es zahlreiche Feste gibt.

Wir haben morgens mit einer Frauen Gruppe von ca 35 Leuten ein Spiel namens Elle gespielt, was eine Mischung aus Brennbal und Cricket ist und bei der Hitze echt anstrengend war, aber auch sehr schön zu sehen, wie alle zusammen Spaß hatten, einschließlich uns beiden. Es gab einem Kommentator (wie beim Fußball) und ein paar Männer haben zugesehen und in der Halbzeit gab es frische Kokosnüsse direkt von den Palmen :).

Unser Team hat gewonnen, wir haben je eine Tasse geschenkt bekommen und dann draußen Mittag gegessen, wir haben es auch mit den Händen probiert, war noch recht schwierig. Die Frauen haben uns ein paar Tanzschritte gezeigt dann wurden wir aufgefordert, Karaoke zu singen…haben uns nach einigem Überreden für ein deutsches Lied entschieden und dann zusammen ins Mikrofon gesungen, war ziemlich lustig.

Ein weiterer Schritt raus aus meiner Komfortzone, beängstigend, aber im Nachhinein genau richtig so.

Nachmittags hat Viraj uns wieder die Stadt gezeigt, diesmal einen Fischmarkt und die Aussicht von einer Brücke auf unzählige bunte Fischerboote.

Danach ging es wegen dem vielen Stau zu Fuß an einen großen Strand, an dem viele Leute gefeiert haben und wir ein bisschen gelaufen sind und uns hingesetzt haben. Später noch in ein Strand Konzert der Band ‚Sahara Flash‘ gegangen, das war auch cool, die Musik ist so anders.

Noch bei der Don Bosco Technic School vorbei geguckt und süßes Gebäck probiert und dann nachts zum Provincial House zurück gefahren worden von Viraj.

Alles in allem bin ich sehr froh, hier zu sein mit Alena und ich hoffe sehr, dass das Projekt in Pallawayakaddu auch toll wird und das Zwischenseminar in Indien klappt.

Ganz liebe Grüße, Anne

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Berlin & Vorbereitungen https://blogs.donboscovolunteers.de/tamiltagebuch/2026/01/26/berlin-vorbereitungen/ https://blogs.donboscovolunteers.de/tamiltagebuch/2026/01/26/berlin-vorbereitungen/#respond Mon, 26 Jan 2026 16:13:43 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/tamiltagebuch/?p=92 Hallo zusammen, ich und meine Mitvoluntärin Alena waren vor ein paar Tagen in Berlin, um das Sri Lanka Visum abzuholen und es war toll :). Ich war zuvor noch nie in Berlin, weshalb es für mich überfordernd, aber auch sehr spannend und ein Schritt zu mehr Selbstständigkeit war, obwohl Alena auch dabei war natürlich. Wir […]

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Hallo zusammen, ich und meine Mitvoluntärin Alena waren vor ein paar Tagen in Berlin, um das Sri Lanka Visum abzuholen und es war toll :).

Ich war zuvor noch nie in Berlin, weshalb es für mich überfordernd, aber auch sehr spannend und ein Schritt zu mehr Selbstständigkeit war, obwohl Alena auch dabei war natürlich. Wir durften netterweise in einer Don Bosco Einrichtung übernachten und am nächsten morgen ging es früh raus bei Minustemperaturen zur Botschaft von Sri Lanka.

Dort angekommen waren wir sehr schnell dran und haben nervös auf unsere Visa gewartet, doch es gab keine Probleme, ganz im Gegensatz zum Erlebnsi beim indischen Konsulat in München. Wir waren sehr erleichtert und haben noch eine Sightseeing Tour gemacht :), alleine dafür hat sich Berlin gelohnt.

Nachmittags ging es per ICE zurück, leider war die Deutsche Bahn wieder die Deutsche Bahn und ich kam spät nachts in Freiburg an.

Inzwischen habe ich meinen Zwischenbericht abgegeben, in dem ich zwar nicht über meine Auslandserfahrungen schreiben konnte, jedoch über meine anderen Erlebnisse in den letzten 5 Monaten, die auch sehr schön waren. Außerdem habe ich meinen Koffer neu gepackt und mich von Freunden und Verwandten verabschiedet.

Am 2. Februar, also in genau einer Woche geht unser Flug von München nach Colombo mit Zwischenstopp in Katar, das ist so schnell gegangen jetzt. Ich bin so aufgeregt, besonders wegen dem langen Flug, aber auch einfach wegen der Ungewissheit, die mich erwartet.

Trotzdem freue ich mich sehr, das werden sicher mit die besten 7 Monate meines bisherigen Lebens.

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Planänderung https://blogs.donboscovolunteers.de/tamiltagebuch/2025/11/29/planaenderung/ https://blogs.donboscovolunteers.de/tamiltagebuch/2025/11/29/planaenderung/#respond Sat, 29 Nov 2025 13:06:57 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/tamiltagebuch/?p=84 Hey, da das Visum für Indien sehr wahrscheinlich nicht mehr gekommen wäre, haben wir entschieden, dass ich stattdessen nach Sri Lanka reisen werde zusammen mit Alena, der es genauso geht wie mir. Diese Entscheidung war natürlich nicht leicht, aber noch länger warten, hat sich nicht richtig angefühlt und meine Stimmung nicht verbessert . Ich und […]

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Hey, da das Visum für Indien sehr wahrscheinlich nicht mehr gekommen wäre, haben wir entschieden, dass ich stattdessen nach Sri Lanka reisen werde zusammen mit Alena, der es genauso geht wie mir.

Diese Entscheidung war natürlich nicht leicht, aber noch länger warten, hat sich nicht richtig angefühlt und meine Stimmung nicht verbessert .

Ich und meine ursprüngliche Mitvoluntärin Elisabeth, die schon seit Monaten im Projekt in Indien ist, waren natürlich traurig, da wir uns schon sehr auf diese gemeinsame Zeit gefreut hatten.

Nichtsdestotrotz glaube ich, dass auch das Projekt in Sri Lanka gut zu mir passen wird, es ist eine Englisch- & Berufsschule mit Internat im kleinen Örtchen Parawenkaladu im Nordwesten Sri Lankas.

Es ist dort wohl noch ländlicher als in Nilavarapatti in Indien, wo mein ursprüngliches Projekt ist und wird somit eine große Umstellung sein, zudem wissen wir noch nichts genaues über unser Aufgaben vor Ort.

Zum Glück sind schon 4 Voluntäre in Sri Lanka, mit denen wir Kontakt haben und die uns sicher ein paar Dinge dort zeigen können.

Für das Sri Lanka Visum müssen ich und Alena noch nach Berlin fahren zum Abholen, wahrscheinlich im Januar erst und dann zeitnah fliegen.

Bis dahin hab ich mich entschieden, wie Alena nach Benediktbeuern zu fahren, um ein paar Wochen als Voluntärin auszuhelfen und in der WG zu wohnen.

War eine super Entscheidung, die Menschen hier sind wirklich so nett und es liegt sogar Schnee hier :).

Ich bin also trotz der großen Planänderung zuversichtlich, dass die 8 Monate in Sri Lanka mit Alena toll werden und vielleicht sollte es ja so sein (Schicksal und so).

Schönes Weihnachten jedenfalls und bis zum nächsten Blogeintrag <3.

Hier noch der Link zum Blog von Alena, schau doch mal rein:

Wo es von Neuem beginnt

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✨Bürokratie✨ https://blogs.donboscovolunteers.de/tamiltagebuch/2025/09/10/%e2%9c%a8buerokratie%e2%9c%a8/ https://blogs.donboscovolunteers.de/tamiltagebuch/2025/09/10/%e2%9c%a8buerokratie%e2%9c%a8/#respond Wed, 10 Sep 2025 18:18:46 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/annesindientagebuch/?p=71 Es ist schon eine Weile her seit ich meinen letzten Blogbeitrag geschrieben habe und es ist viel passiert in dieser Zeit. Ich habe endlich mein Abi geschafft mit recht passablen Noten sogar, hab echt nicht mehr damit gerechnet :), im Nachhinein war es echt nicht so schlimm. Auch meinen Führerschein hab ich beim zweiten Versuch […]

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Es ist schon eine Weile her seit ich meinen letzten Blogbeitrag geschrieben habe und es ist viel passiert in dieser Zeit.

Ich habe endlich mein Abi geschafft mit recht passablen Noten sogar, hab echt nicht mehr damit gerechnet :), im Nachhinein war es echt nicht so schlimm.

Auch meinen Führerschein hab ich beim zweiten Versuch nach einem knappen Jahr voller Verzweiflung und Nervenzusammenbrüchen dann doch irgendwie überreicht bekommen.

Die Zeit danach hat sich angefühlt wie Ferien und doch ganz anders, als wäre man frei und trotzdem unter Druck gesetzt von Erwartungen und Wünschen, ohne Plan und doch mit einer Vorstellung vom nächsten Jahr außerhalb von Deutschland.

Ich vermisse schon jetzt alles hier, manches mehr und manches weniger, und mein Koffer liegt seit Wochen rum, jetzt endlich fast fertig gepackt.

Leider wurde es dann doch noch sehr stressig, da nach dem letzten sehr schönen Abschlussseminar (werde alle Leute so hart vermissen) noch der berüchtigte Visumsantragtrag anstand…

Nach dem ersten Besuch in München, der sich über mehrere Stunden gezogen hat, sollte ich meinen Antrag noch mal per Post nach München schicken aufgrund eines Mini Fehlers, was ich dann auch getan habe.

Eine Woche vor Abflug hatte ich mein Visum allerdings immer noch nicht, weshalb es viele wütende Mails und Anrufe gab, die sich auf die allgemeine Vorfreude-Stimmung negativ ausgewirkt haben.

Letzendlich musste der Flug leider um eine Woche verschoben werden und ich nochmal sehr lange nach München fahren, nur um dort zu erfahren, dass ich das gar nicht hätte tun sollen… an der Kommunikation und Arbeitsbereitschaft hat’s offenbar gemangelt.

Naja, jetzt sollte mein Visum per Post ankommen innerhalb der nächsten zwei Tage, sonst muss der Flug ein zweites Mal verschoben werden, was für alle sehr schade wäre.

Jetzt weiß ich jedenfalls, dass ich mich nach Indien nie mehr über Deutsche Bürokratie aufregen werde, das sind doch schöne Nachrichten :).

Dir Vorfreude kickt gerade voll, auch weil andere Volos schon in Indien sind und berichten und ich endlich auch dort sein will.

Drück mir die Daumen, dass es endlich klappt mit dem Visum, dann sind wir schon zu zweit und doppelt hält besser.

Bis bald aus Indien und liebe Grüße, Anne

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Ein paar Gedankenfetzen zum Anfang https://blogs.donboscovolunteers.de/tamiltagebuch/2025/03/05/ein-paar-gedankenfetzen-zum-anfang/ https://blogs.donboscovolunteers.de/tamiltagebuch/2025/03/05/ein-paar-gedankenfetzen-zum-anfang/#comments Wed, 05 Mar 2025 15:22:07 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/annesindientagebuch/?p=26 Hey Du,dies ist mein erster Blogeintrag für den Freiwilligendienst in Indien, der in ungefähr 7 Monaten beginnt.Ich befinde mich ganz am Anfang meiner Vorbereitung und habe demnach erst das allererste Vorbereitungsseminar hinter mir, von dem ich ganz viel Informationen und Denkanstöße mitnehmen durfte.Was sind meine sozialen Rollen in meinem Leben? Welche davon sollte ich vor […]

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Hey Du,
dies ist mein erster Blogeintrag für den Freiwilligendienst in Indien, der in ungefähr 7 Monaten beginnt.
Ich befinde mich ganz am Anfang meiner Vorbereitung und habe demnach erst das allererste Vorbereitungsseminar hinter mir, von dem ich ganz viel Informationen und Denkanstöße mitnehmen durfte.
Was sind meine sozialen Rollen in meinem Leben? Welche davon sollte ich vor dem Freiwilligendienst ablegen und welche mir zusätzlich aneignen? Welche Rollen werde ich in einem Land des Globalen Südens als weiße deutsche Frau innehaben? Wie wird es mir dabei ergehen?
Mögliche Spekulationen schwirren in meinem Kopf herum und werden mir wahrscheinlich erst in oder nach meinem Freiwilligendienst wirklich klar werden.
Ein weiteres Thema sind die Erwartungen… man freut sich natürlich auf das was kommt, doch gleichzeitig wird einem gesagt, man dürfe nicht zu hohe Erwartungen haben, sonst werde man nur enttäuscht.
Doch was sind zu hohe Erwartungen?
Zählen Tagträume dazu? Sich stundenlange Dokus über Indien anzusehen auch? Oder zu versuchen, die Lokalsprache zu lernen?
Oder ist das gewünschte Vorbereitung?
Ich weiß es nicht, aber ich hoffe einfach, dass (echt viel) Vorfreude nicht schadet und mir vielleicht sogar hilft, die 7 Monate zu überstehen mit Abi, Führerschein und Volljährigkeit.
Doch ich möchte nicht lügen, natürlich bin ich auch sentimental bei dem Gedanken, meine 12-jährige Schulzeit hinter mir zu lassen und damit auch meine Jugend.
Meine Freunde und Familie werde ich 365 Tage lang nicht sehen können und wahrscheinlich habe ich bis dahin auch das Klavierspielen verlernt.
Keine Netflix & Chill Abende, zu lange Partys oder Familienurlaube mehr für eine sehr lange Zeit.
Und die Selbstständigkeit macht mir schon jetzt zu schaffen und ich wohne noch daheim, wie soll das erst auf einem fremden Kontinent werden?
In meinem Kopf habe ich tausende To Do-Listen, die alle noch abgearbeitet werden müssen bis September, oder jedenfalls rede ich mir das ein.
Jaja, ich solle mir doch mal nicht so einen Kopf machen, blablabla, doch so einfach ist das halt nicht.
Doch was dagegen tun?
Der Namensgeber meiner Entsendeorganisation würde jetzt sagen:

In diesem Sinne: Ich versuche, mich auf das zu fokussieren, was ich beeinflussen kann und das zu lassen, was nicht in meiner Macht liegt.
Bedeutet: Abi und Führerschein schaffen, mich auf den Vorbereitungsseminaren intensiv mit dem Freiwilligendienst auseinanderzusetzen und sonst einfach meine letzten Monate hier bei aushaltbaren >30°C mit meinen Liebsten zu genießen.
Das wars auch schon mit meinem ersten Beitrag hier, schreibt mir mal in die Kommis, wenn ihr was loswerden wollt.
Danke fürs Lesen!
Anne 📚

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