Hallo und willkommen zurück zu Rosas Reise, deren Berichterstattung leider in den letzten beiden Monaten arg eingeschlafen ist…verzeiht mir!

Obwohl wahrscheinlich nicht sehr viel mehr stattgefunden hat als sonst auch, bin ich nicht wirklich zum Schreiben gekommen, jetzt geht es aber los!

April, April…

Hielt mehrere Geburtstage bereit, Hannahs und meinen eigenen eingeschlossen! Anfang des Monats war ich auf einen Kindergeburtstag, nämlich dem der Tochter eines unserer Fußballer eingeladen, sie wurde sieben. So zog ich zusammen mit Wilson los ins village, Kuchen unterm Arm und dachte wir sitzen gleich im kleinen Kreis irgendwo bei Bwalyas Zuhause.. So war das dann nicht ganz, denn schon bevor wir das Haus erreichten, hörte man laute Musik aus den Boxen vom Jugendzentrum schallen, die am Vortag ausgeliehen wurden, und ungefähr 200 Menschen standen schaulustig um einen abgesteckten Bereich, in welchem das Geburtstagskind und die vielleicht 25 geladenen Gäste saßen, vor denen ich mich dann auch gleichmal vorstellen durfte, wobei ich aber glücklicherweise um das Tanzen vor allen herumkam..

 

I say Party..

 

Hannahs Geburtstag und meinen, eine halbe Woche später haben wir leider beide getrennt verbracht, da Hannah Besuch von ihren Eltern hatte und in dieser Zeit auf Reisen war. Trotzdem waren beide sehr schön und mir allein in Mansa gar nicht langweilig, da nämlich Easter Camp, wie der Name schon sagt, über Ostern auf dem Programm stand. Am Karsamstag, welcher mein Geburtstag war, wurde ich dann von allen Seiten kräftig eingeweicht, da hier eine Geburtstagstradition, neben dem obligatorischen Kuchen in den Mund des Geburtstagskindes zu stopfen, Wasser übergießen ist. Wieso kann leider niemand erklären, Spaß bereitet es aber vor allem den Kindern umso mehr.. Ich musste mich auch nur dreimal an diesem Tag umziehen, das war schon in Ordnung.. und als Entschädigung habe ich zuckersüße Geburtstagskarten von der Rasselbande erhalten sowie Blümchen, ein Armband und ein Ausmalheft noch obendrauf! Was will man also mehr.. 🙂

Den Nachmittag habe ich mit den Schülern verbracht.

Hier wurde ich so richtig schön übergossen. Mit Liebe und mit Wasser! 😉

 

Easter Camp

Wurde von Father Antonio von Gründonnerstag bis Ostersonntag gestaltet und zog über 60 Jugendliche verschiedenster salesianischer Gemeinden aus halb Sambia an. Jeden Tag gab es Gebete, Gruppendiskussionen zu österlichen Themen, Spiele, Spaß, gute Gespräche und Gesänge, wobei uns Father vor allem mit „Mary did you know“, eigentlich eher ein Weihnachtslied, ordentlich auf den Geist gegangen ist.. 😉 Das Lied hat aber mir zumindest ein kostenloses Teilnehmer Shirt eingebracht, für das alle anderen 50 Kwacha gezahlt haben. Beim Lauf-Quiz gab es nämlich eins selbiger zu gewinnen. Dabei saßen alle im Kreis, in der Mitte ein Glöckchen und Father Antonio Fragen stellend, zu welchen er immer vorher einen Preis, sozusagen als Ansporn auswies, den es zu gewinnen galt. Für besagtes T-Shirt war die Aufgabe nun den Titelsong („Mary did you know“) darzubieten, was mir in die Karten spielte und ich mich ohne lange zu überlegen auf die Glocke warf, es wollte allerdings sowieso kein anderer. Die anderen Teilnehmer, vor allem die Mädchen aus dem Schwesternprojekt „City of Hope“ beeindruckten mit Bibelwissen und gewannen jeden Menge tolle Dinge aus Antonios Büro…

Insgesamt waren die Tage wunderbar, es kam nie Langeweile auf, viele Bekanntschaften wurden geschlossen und Father George hat mir in der Gründonnerstagsmesse die Füße gewaschen!

Kreuzweg zum Karfreitag.

Session im Liegen.

Candle-Rosary

Kranke Besuchen

Dieses Werk der Barmherzigkeit haben wir zusammen mit den Kindern aus dem Oratorium erleben dürfen, da wir Anfang April zu einem „charity work“ Tag ins nahe gelegene Senama-First Level Hospital aufbrachen. Die Woche zuvor hatten wir vorgedruckte „Get-well-soon“ Karten im Kreativ-Unterricht gestaltet und diese ins Krankenhaus mitgenommen. Der ansonsten unglaublich laute und wuselnde Haufen wurde dort auf einmal ganz still und bedächtig, allerdings auch auf Grund der bedrückenden Atmosphäre auf dem Gelände des Krankenhauses. Man muss sich vorstellen, dass überall Menschen auf dem Boden sitzen, und in den „Wards“ nur die Patienten im wirklich kritischen Zustand liegen, was den Kindern nachvollziehbar einfach Angst gemacht hat. Trotzdem war der Tag sehr erfolgreich und auch auf dem Weg zu Fuß zur Klinik haben sich alle sehr gut benommen! Dabei war es ein bisschen wie bei einem Ausflug im Kindergarten, alle in Zweierreihe, sich an den Händend haltend und mit dem Nebenmann schwatzend.. 😉

Gänsemarsch und los! Uns freut´s…

Senama Clinic

Kalangas Kathedrale

Kalanga ist eine der outstations der Gemeinde (ca. 4,5km entfernt), in welcher gegenwärtig eine wunderschöne neue Kirche, ein ziemlicher Großbau, unter Antonios Leitung und Planung entsteht. In den Ferien durfte ich die Bauarbeiter manchmal morgens zur Baustelle fahren und mir den Fortschritt mit eigenen Augen ansehen. Ich musste zwar meine Fahrkünste erstmal wiederbeleben, denn nach sieben Monaten ohne Auto fahren und dann auch noch im Linksverkehr mit einem riesigen Pickup habe ich erstmal ein paar Proberunden auf dem Campus gebraucht. Trotz dieses Trainings habe ich dann die gestandenen Männer, natürlich selbst alle fähig ein Auto zu fahren, aber nicht Besitzer eines Führerscheins, ins ein oder andere Schlagloch auf der, durch die Regenzeit ziemlich mitgenommenen Straße bugsiert. Fanden aber alle eher lustig und den dritten Gang habe ich dann auch noch rein bekommen..

Prunkbau.

Klettertour auf den Turm.

Zähne putzen im Akkord

Seit Anfang des Monats haben wir dem Oratorium einen ganz besonderen Programmpunkt hinzugefügt, denn nun gibt es nach unseren kleinen Unterrichtseinheiten täglich die Möglichkeit des Zähneputzens. Das finden alle ganz toll, obwohl es uns etwas Zeit und etliche Nerven gekostet hat, um eine Strategie zu ersinnen, bei welcher auch alle ihre Zahnbürste, die wir extra beschriften und nach Alphabet sortieren, wieder abgeben und uns vor lauter Euphorie nicht in den Wahnsinn treiben. So gibt es einen Raum und immer nur eine bestimmte Anzahl von Kindern darf diesen betreten, putzen, die Zahnbürste wieder abgeben und dann zurück zum Spielen gehen. Das zeigt schon schöne Erfolge, denn viele Kinder kommen fast jeden Tag zum Putzen und wissen ganz genau welche Farbe ihre Bürste hat und in welchem Becher diese steht. Bernard zum Beispiel, seine ist orange mit Wall-E drauf! Manche von den Kleinen schrubben zwar fleißig ohne Zahnpasta los und brauchen etwas Hilfe, sind am Ende aber auch immer ganz begeistert. 🙂

Ausgelassene Mundhygiene.

Wasserratten in Samfya

Ende April und Anfang Mai haben wir zwei Ausflüge nach Samfya organisiert, erst mit den Älteren aus den Clubs und dann mit den Kindern aus dem Oratorium. Mit einem vollbepackten Bus sind wir also los an den 70km entfernten See zum Baden und Ausspannen. Dabei haben sich unsere Spezialisten das schön aufgeteilt, mit den Großen gab´s Ausspannen, mit den Kleinen eher Baden! Manche der Kinder mussten wir am Ende des Tages regelrecht aus dem Wasser ziehen, so groß war die Euphorie! Was kann es auch schöneres als Planschen geben und die berühmt berüchtigten Krokodile haben wir zum Glück auch nicht getroffen. Am Ende waren dann alle so müde und kaputt gespielt, dass im Bus zurück kaum ein Laut zu vernehmen war, die Kinder haben nämlich alle friedlich, geradezu wie die Engelchen geschlafen…

Herrliches Wetter.

Müde Krieger im Bus.

Völlig fertig vom Strandtag!

Die Großen freut´s auch.

Jetzt wird alles wieder ausgepackt.

Noch ein paar bildliche Eindrücke der letzten beiden Monate…

Karten spielen nach den Zusatzstunden in den Ferien.

Tanzabend.

Besuch während der Ferien bei der 12B im Workshop.

Grillen an den Wasserfällen zum Ostersonntag.

Drei Generationen Don Bosco Volunteers in der Hängematte.

Tile-Shopping mit Antonio in Lusaka.

Und damit bis zum nächsten Eintrag, der hoffentlich nicht so lang auf sich warten lässt wie dieser…