1/4 Jahr des neuen Lebensabschnittes, 3 Monate eine neue Kultur, 13 Wochen in der Fremde, 92 Tage mit Höhen und Tiefen, 2208 Stunden mit unvergesslichen Erlebnissen, 132.480 Minuten mit neuen Erfahrungen, 7.948.800 Sekunden ruandisches Leben!

1/4 Jahr des neuen Lebensabschnittes,
3 Monate eine neue Kultur,
13 Wochen in der Fremde,
92 Tage mit Höhen und Tiefen,
2208 Stunden mit unvergesslichen Erlebnissen,
132.480 Minuten mit neuen Erfahrungen,
7.948.800 Sekunden ruandisches Leben!

 

Gestern waren es auf den Tag genau 3 Monate! Zum Einen ein ganz normaler Freitag mit Englischunterricht, zum Anderen aber auch irgendwie nicht ;-).

Miriam und ich haben gestern beim Chinesen zu Mittag gegessen und waren vorher noch Shampoo und Seife kaufen. Meine deutschen Produkte sind bald leer und da muss natürlich Nachschub ‚ran! 😉 Über die Wirkung des giftig grün ausschauenden Apfelshampoos (andere Sorten gab es leider nicht) werde ich berichten :-D.

Nach dem Essen sind wir die halbe Strecke von Huye nach Rango gelaufen und haben dann für die letzten Kilometer ein Moto-Taxi genommen, denn wir wollten ja pünktlich zu unserer Verabredung:
Père Henry (der „Ari“ ausgesprochen wird und ich 2 1/2 Monate hätte schwören können, dass er Père Ari heißt 😀 ) ist ein salesianischer Pater aus dem Noviziat, der nachmittags einen kleinen Ausflug mit uns gemacht hat.

Wir sind zusammen nach Save gefahren, welche die erste Gemeinde Ruandas ist.
Die alte Kirche ist wunderschön mit ihren bunten Fenstern und Malereien. Der Fotoapparat lag leider sicher in meinem Zimmer :-D. Aber ich hoffe, in den nächsten 9 Monaten noch Fotos machen zu können, denn Save ist mit dem Auto nicht so weit weg und ganz gut erreichbar. Ich denke, dass sollte möglich sein ;-).
Danach haben wir uns noch das Grundstück der katholischen Universität Saves angeschaut, welches sehr ordentlich und gepflegt war.
Zum Abschluss haben wir ein typisch ruandisches Gericht gegessen und sind nach Père Henrys Meinung auch erst nach dem Essen des Brochettes wirklich in Ruanda angekommen :-D.
„Brochettes“ ist ein Fleischspieß, in der Regel mit Ziegenfleisch. Es gibt aber auch Varianten mit Hähnchen, Rind oder Fisch. Es hat mich ein bisschen an die Grillsaison erinnert und war lecker gewürzt. Das Fleisch an sich war nicht so mein Fall, aber laut Père Henry war es schlecht zubereitet worden. Ich denke, ich werde dem Spieß bei Zeiten noch eine Chance geben. Zumal es den Spieß anscheinend echt in vielen Restaurants gibt – so viele kenne ich aber auch noch gar nicht.

Père Henry hat 6 Jahre in Italien studiert und schon mit Freiwilligen gearbeitet, wir konnten uns richtig gut unterhalten und es war durch und durch ein entspannter, ereignisreicher und schöner Nachmittag!

Und noch ein kleines Extra 😛

groß

Miriam und ich haben uns auf dem Markt in Rango Stoff gekauft und uns von einem Bekannten, der bei uns auf dem Grundstück arbeitet, ein typisch afrikanisches Kleid schneidern lassen. Es besteht aus einer Bluse und einem Wickelrock.
Von der Kochlehrerin, die auch Talent fürs Schneidern hat und nicht nur gut und gerne kocht, haben wir aus den Stoffresten ein Etui und ein Haarband (siehe Fotos), sowie ich noch ein Haargummi, bekommen. Richtig lieb!

Jetzt sehen wir richtig afrikanisch aus ;-), was allerdings zu noch mehr Aufmerksamkeit führt als unsere bisherigen Outfits…

Liebe Grüße,
Eure Rike