In Accra gelandet – sofort schlägt einem die unglaubliche Luftfeuchtigkeit und Wärme des Landes ins Gesicht, als man aus dem Flugzeug steigt. Aus dem Flugzeug ging es in einen Bus, der uns zum Flughafengebäude brachte. Während dieser Busfahrt ging einem alles durch den Kopf: Hoffnungen, Vorfreude, aber natürlich auch Sorgen und Nervosität.Nach der Busfahrt haben wir unser Gepäck abgeholt. Während meines nach wenigen Minuten vollzählig versammelt war, musste Quirin um sein Gepäck zittern. Doch auch das kam nach guten 15 Minuten an. Im Nachhinein hatten wir ziemlich Glück, da uns Einheimische gesagt haben, dass es wahrscheinlicher sei, dass das Gepäck nicht ankommt, als dass es ankommt.Am Flughafen mussten wir uns nach der Gepäckkontrolle durch eine Menschenmenge an Taxifahrern kämpfen, die uns unbedingt als Kunden gewinnen wollten. Unser Englisch muss am Anfang noch zu schlecht gewesen sein, denn selbst nachdem wir ihnen erklärt hatten, dass wir abgeholt werden, standen sie immer noch neben uns, als erwarteten sie, dass wir gleich in ihr Taxi einsteigen. Erst als Robert und Madame Carole zu uns kamen, ließ auch der letzte Taxifahrer von uns ab.Robert war für uns in Accra zuständig und hat sich um so ziemlich alles für uns gekümmert. Madame Carole war zwei Wochen in Sunyani und hat dort im Boys’ Home gearbeitet – so wie wir jetzt. Durch sie haben wir die ersten richtigen Eindrücke von unserer zukünftigen Arbeit bekommen. Ein paar Sightseeing-Tipps haben wir auch mitgenommen, von denen wir euch dann hoffentlich in zukünftigen Blogs erzählen können. Vom Flughafen ging es dann zur Community in Accra, wo wir die nächsten sechs Tage verbringen sollten.Angekommen am Don Bosco Campus hieß es dann erst einmal: Zimmer beziehen, eine Kleinigkeit essen und dann ab ins Bett!Am nächsten Morgen lernten wir einige der Salesianer hier in Ashaiman kennen und schauten uns ein wenig auf dem Gelände um. In den folgenden Tagen stand die Non-Citizen-Card an – also ab zum Geldabheben und direkt ins zuständige Büro. Dort angekommen, mussten wir dann einmal unsere halbe Lebensgeschichte erzählen, und nach knapp zwei Stunden waren wir durch und hatten unsere Karte!Also ab zum nächsten MTN-Shop und eine SIM-Karte kaufen – dachten wir zumindest! Im Shop erfuhren wir dann, nachdem wir wieder 45 Minuten gewartet hatten, dass das System abgestürzt sei und vermutlich erst in frühestens einem Monat wieder funktionieren würde. Na gut, dann eben ohne Internet! Beim Warten auf unsere nicht vorhandene SIM-Karte hat uns Robert unser erstes ghanaisches Streetfood gezeigt: frittierte Bällchen aus Maniok (Cassava) und Zwiebeln, zu denen man immer ein kleines Stückchen Kokosnuss isst!Die darauffolgenden Tage verbrachten wir sehr entspannt mit Fußballspielen mit den Jungs aus der Umgebung, die nachmittags immer auf dem Campus unterwegs waren. Von Father Eric und Robert bekamen wir dann noch Orientierungsunterricht, damit wir bestens auf die Aufgaben in Sunyani vorbereitet sind.Am Sonntag, einen Tag vor unserer Abreise nach Sunyani, waren wir das erste Mal bei einem ghanaischen Gottesdienst dabei. Trotz der Parallelen zum heimischen Gottesdienst gab es vor allem in der Musik große Unterschiede, da hier afrikanische Gospel zur musikalischen Begleitung gesungen werden. Insgesamt fanden wir den Gottesdienst viel lebendiger als in Deutschland.Am 15.09. hieß es dann: Sachen packen und zum Busbahnhof! Also kämpften wir uns mit Robert durch den Abendverkehr Richtung Accra. Eigentlich waren es ja nur 32 km… Zwei Stunden später standen wir dann vor dem Ticketschalter und machten uns auf zu unserem Bus. Nach kurzem Verhandeln, wie viel wir denn für unser Gepäck zahlen sollten, ging es dann auch los. Die ersten Stunden predigte noch ein Mann lautstark im Bus, ehe es langsam ruhig wurde und man zumindest mal versuchen konnte, etwas zu schlafen. Ansonsten hören wir uns wieder wenn es heißt „Quirin und Elia machen Ghana Unsicher!“





Ita
Hey ihr zwei, ich bin so gespannt noch mehr von euch zu lesen und noch mehr Bilder zu sehen.
Wie läufts im Boys Home?