Die Anfänge meines Freiwilligendienstes

Unfassbar, wie die Zeit vergeht…

Jetzt sind es nur noch fünf Tage bis zur Ausreise. FÜNF! Ich kann es selbst kaum fassen, wie rasend schnell die Zeit von der ersten Idee, einen Freiwilligendienst zu absolvieren bis zum heutigen Tag vergangen ist. Wenn mir vor eineinhalb oder zwei Jahren jemand vorgeschlagen hätte, für ein ganzes Jahr meiner Familie und meinen Freunden den Rücken zu kehren, hätte ich ihn wohl für verrückt erklärt…

Die Entscheidung, einen Freiwilligendienst über Don Bosco Volunteers zu absolvieren, habe ich überraschenderweise relativ spontan getroffen. Eigentlich weiß ich auch gar nicht, wie ich damals so schnell über meinen Schatten springen konnte. Meine Mutter hatte mir damals nur am Rande den Hinweis gegeben, dass der Anmeldeschluss bei den Freiwilligendiensten für 2018/2019 bald vorbei sei. Ich habe mich gleich informiert und war sofort angetan! Die Zusage auf meine Bewerbung kam sehr schnell und ehe ich mich’s versah, war ich schon beim Informationswochenende in Benediktbeuern mit dabei. Und was soll ich sagen – der Zusammenhalt und die Gemeinschaft unter uns zukünftigen Volunteers war sofort zu spüren, obwohl wir uns alle zum ersten Mal gesehen haben! Unsere Coaches Francesco und Niklas und nicht zuletzt die zahlreichen ehemaligen Freiwilligen haben uns während allen drei weiteren Seminaren optimal auf unsere Aufgaben im Ausland vorbereitet! Neben den Vorbereitungsseminaren haben alle Volunteers ein zweiwöchiges Praktikum in einer Einrichtung ihrer Wahl absolviert, um uns noch mehr mit dem Tagesablauf und den Tätigkeiten in Don Bosco- Einrichtungen vertraut zu machen. Ich habe meinen Dienst im Aktionszentrum in Benediktbeuern absolviert, wo ich in der Gemeinschaft der Inlandsvolontäre wohnen durfte. Ich konnte an Orientierungstagen verschiedener Schulklassen teilnehmen und die Referent*innen bei pädagogischen Übungen und Spielen unterstützen. Eine wirklich tolle Zeit, die mich noch mehr in meinem Vorhaben bekräftigt hat!

Doch warum eigentlich ausgerechnet nach Moldawien – oder Republik Moldau, wie das Land im offiziellen Sprachgebrauch heißt?

Diese Frage wurde mir in den letzten Wochen ziemlich oft gestellt. Die Entscheidung, meinen Freiwilligendienst in Moldawien zu absolvieren, hat sich relativ spontan ergeben. Zuerst war mir lustigerweise gar nicht bekannt, dass aus Benediktbeuern auch Freiwillige nach Südosteuropa entsendet werden würden; bisher waren nur die „großen“ Ziele Afrika, Indien und Südamerika im Gespräch. Doch nicht zuletzt aufgrund der interessanten Informationen und Erzählungen von den Ehemaligen Roman (Ukraine) und Philipp (Slowenien) bildete sich nach und nach ein kleiner, aber feiner Kreis an zukünftigen Osteuropavolontären heraus. Für uns hatte Francesco einige Projekte in Montenegro, Albanien, dem Kosovo und eben auch Moldawien zur Auswahl. Da das Projekt in Moldawien für zwei Freiwillige ausgelegt war und mir mein Mitvolontär Andreas auf Anhieb sympathisch war, beschloss ich kurzerhand, mich für das Projekt in Moldawien zur Verfügung zu stellen. Meine Eltern waren zwar zuerst erstaunt von meinem doch eher ungewöhnlichen Ziel, waren danach aber trotzdem Feuer und Flamme für mein Vorhaben.

Die Vorbereitungen

Nachdem ich meine Einsatzstelle nun wusste, konnte ich endlich mit den genauen Recherchen beginnen. Über Francesco habe ich Kontakt zu Denis aufgenommen, der als unser Vorgänger gerade an Ort und Stelle im Projekt war. Gerade bei solch einem unbekannten Land ist es eine enorme Erleichterung, jemanden mit Fragen löchern zu können. Um seine Tipps bezüglich der Einrichtung, der Stadt Chişinău und nicht zuletzt auch den Temperaturen bin ich ihm sehr dankbar! Hoffentlich lernen wir uns beim Dreikönigstreffen persönlich kennen. 🙂

Das Kofferpacken habe ich vor mir hergeschoben solange es ging, muss ich gestehen. 🙂 Naja, für ein ganzes Jahr zu packen, haben sicher die wenigsten von uns schon einmal gemacht und da gilt es natürlich, einiges an Listen zu schreiben und selbstverständlich auch nicht die Gewichtsgrenze des Koffers zu überschreiten. Aktuell habe ich nur im Groben gepackt, das Chaos in meinem Koffer ist dementsprechend groß. Neben den Klamotten für vier Jahreszeiten (die Winter in Moldawien können ziemlich kalt werden, sogar noch kälter als bei uns) müssen auch noch meine Ukulele, ein Reiserucksack und verschiedenste Bücher verstaut werden… Ich hoffe inständig, dass mein Koffer nicht aus allen Nähten platzen wird! 🙂

Daneben gab es natürlich noch eine ganze Reihe an weiteren Dingen zu erledigen wie zum Beispiel die vielen verschiedenen benötigten Impfungen oder die Beantragung aller wichtigen Dokumente. Da bei mir alles relativ reibungslos funktioniert hat, steht einer Ausreise nicht mehr viel im Wege! 🙂

So – nun könnt ihr euch grob ein Bild davon machen, wie es überhaupt zu meinem Freiwilligendienst gekommen ist und was bisher alles im Vorfeld bei mir geschehen ist!

Mein nächster Beitrag kommt bestimmt, allerdings dann schon aus Moldawien!

Bis bald,

Euer Aaron

 

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