Auch wenn ich leider kaum dazu gekommen bin meine Erlebnisse mit euch zu teilen (sorry dafür!), heisst das nicht, dass nicht viel passiert sei.
Die Jungs hatten knappe zwei Monate Sommerferien und wir hatten fast jeden Tag ein anderes Programm. Mal gab es Yoga- oder Malkurse, dann Ausflüge ans Meer und zum krönenden Abschluss sind wir mit dem Team, dass über die Ferien in den diversen Aktivitäten die meisten Punkte gesammelt hatte in den heiß ersehnten neuen Avengersflim gegangen (nicht direkt mein persönliches Highlight, aber die Jungs hatten Spaß).

Außerdem haben Louisa und ich einen einwöchigen Meditationskurs gemacht, bei dem wir weder sprechen noch unsere Handys benutzen oder auch nur lesen durften. Das war wiedererwartenden wirklich extrem erholsam und interessant.

Außerdem hat meine Mutter mich über meinen Geburtstag besucht und wir sind nach Varanasi und Delhi gereist. Varanasi ist die heiligste Stadt der Hinduisten und vielen Quellen zufolge die am längsten durchgehend von Menschen besiedelte Stadt aller Zeiten. Wer dort verbrannt wird, kommt dem hinduistischen Glauben zufolge ins Nirvana, hat es also sozusagen geschafft. Wegen der mittags auf bis zu 48 Grad steigenden Hitze mussten wir jeden morgen vor fünf Uhr aufstehen, um dann in der Mittagshitze ins Hotel flüchten zu können. In Delhi, der Haupt- und Regierungsstadt Indiens, gab es dementsprechend viele schöne, teure Häuser zu sehen und dazwischen noch sehr viel mehr Kühe und kleine Restaurants (die meistens aus nicht mehr einer Herdplatte und einem Koch bestehen).  Und obwohl wir fast ausschließlich in eben diesen Restaurants (köstlich!) gegessen haben, war es ausgerechnet im teuersten und schicksten Restaurant der ganzen Reise, wo wir uns eine Lebensmittelvergiftung geholt haben. Dementsprechend war der letzte Tag dann weniger angenehm, aber irgendwann musste es ja passieren. Abgesehen davon war die Reise unfassbar schön und wir hatten viel Spaß. Es ist echt faszinierend, wir man hier niemals auslernt und hinter jeder Ecke ein neues Erlebnis wartet. 

Zurück in Mumbai hatten wir gleich vier weitere Besucher, diesmal andere Volontäre aus verschiedenen Teilen Indiens, mit denen wir uns austauschen konnten und die uns sehr um unser schönes Haus, das tolle Projekt und diese wunderbare Stadt in der wir wohnen dürfen beneidet haben.

Außerdem habe ich wieder sehr viel Zeit bei meiner mittlerweile guten Freundin Aqui Thami in der Sister Library verbracht, einer Bücherei für ausschließlich weibliche Autorinnen und Künstlerinnen, einem unglaublich inspirierenden und, wie man so schön sagt „empowernden“ Ort (der selbstredend auch durch Spenden finanziert wird, lohnt sich also das ganze mal nachzuschlagen).

Zudem hat jetzt die Monsoonzeit angefangen, was heißt dass es mittlerweile seit mehr als vier Tagen durchgehend regnet. Und mit Regen meine ich, wie aus Eimer schüttet. Das hält die Jungs aber keineswegs davon ab im strömenden Regen Fußball zu spielen und danach in den Pfützen zu schwimmen.

Und Ende dieser Woche geht es für Louisa und mich dann auch noch einmal in den Süden, wo wir mit Freunden einen kurzen Trip nach Hampi machen werden. Und wenn wir dann zurück kommen sind es auch nur noch vier Wochen bis zu unserer Rückkehr nach Deutschland….