Mathilde in Mumbai

mein Jahr im Shelter Don Bosco

Reisen und zurück kommen

Zu aller erst, möchte ich mich bei allen großzügigen Spendern bedanken, die in den letzten Wochen wirklich unglaublich spendabel waren. Vor Allem meiner Mutter und Lex, der mit seinem „Spendenaufruf“ so viele Menschen erreicht hat. Dieses Engagement war wirklich sehr hilfreich und ohne Frage ausschlaggebend für die hohe Summe, die mittlerweile zusammen gekommen ist. Ich kann gar nicht sagen wie  glücklich und gerührt ich über jede einzelne bin. So ein großes Interesse und diese tolle finanzielle Unterstützung bedeuten mir wirklich viel.

Nun aber zu meinen letzten Wochen hier in Mumbai. Wie nicht anders zu erwarten ist wieder eine Menge passiert. Anfang Januar haben uns – beziehungsweise den Shelter – zum Beispiel gleich drei ehemalige Freiwilligenpaare besucht. Die zwei die direkt vor uns hier waren, anschließend die von vor vier Jahren und dann sogar noch die zwei, mittlerweile erwachsenen Frauen, die vor 12 Jahren die ersten deutschen Freiwilligen hier waren. Es war echt schön und interessant, sie alle zu treffen und sich auszutauschen und zu sehen, wie sehr sie offensichtlich auch noch nach so langer Zeit mit dem Projekt verbunden sind.

Der nächste hohe Besuch war dann mein Vater Ende Januar. Wir haben erst drei Tage in Mumbai verbracht, wo ich ihm den Shelter und die Stadt, von den Touri-Ecken bis zu meinen Lieblingsrestaurants, gezeigt habe. Außerdem war Republic-Day und Don Bosco’s Todestag, was, wie nicht anders zu erwarten, entsprechend groß gefeiert wurde. Anschließend sind wir dann zu zweit nach Kerala, in den Süden Indiens, gereist. Dort haben wir zwei wunderschöne und teils sehr abenteuerreiche Wochen verbracht. Es war echt toll, auch mal eine ganz andere Seite von Indien zu sehen, mit so viel Natur, unter Anderem Bergen, dem Meer und Teefeldern und ganz anderem (aber mindestens genau so leckerem) Essen.

Zu guter letzt war dann bis gestern unser Zwischenseminar, wo wir eine Woche mit allen anderen Don Bosco Volontären, die gerade in Indien sind, in Hyderabad verbracht haben. Auch das hat echt Spaß gemacht, die anderen wieder zu sehen und die verschiedensten Erlebnisse zu hören.

Umso schöner ist es jetzt aber auch wieder zuhause zu sein, denn nichts anderes ist Mumbai mittlerweile für mich. Unser kleines gemütliches Zimmer, unser leckeres frisches Obst und natürlich unsere Jungs, die uns ihrer Reaktion bei unserer Ankunft nach zu urteilen mindestens genau so sehr vermisst haben, wie wir sie.

Durch den vielen Abstand zum Projekt ist mir auch noch einmal (wie schon so oft) aufgefallen, was für ein Glück ich doch eigentlich habe hier zu sein, in diesem wirklich tollen Projekt, dieser einzigartigen Stadt und natürlich meinen Jungs. Von daher noch einmal ein Riesen Dankeschön für jede einzelne Spende!

Alles Liebe,

Mathilde

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  1. Avatar

    Dr. Ariane und Martin Schäfer

    Mathilde Liebes,
    Novellete
    wir waren bei Dir. Gleich nebenan. Wir haben gerufen. Und gewunken. An Dich gedacht.
    Kathmandu lang noch im dunstig staubigen Nebel, aber ab 2000 Höhenmetern riss der Himmel auf. Der Himalaya lag vor uns aufgereiht in der Wintersonne und von Ladakh bis Bhutan mit ihm auch all seine Achttausender. Wunderschön. Nur Gefühle auf Empfang. Wir stiegen weiter auf und südlich unter uns lag der gesamte indische Kontinent ausgebreitet. Von dort oben konnten wir Dich umringt von Deinen Jungs in der Ferne erkennen. Weit weit weg aber. Wir riefen und winkten Dir zu. Du konntest uns wohl nicht sehen. Du warst beschäftigt. Gut. Haben wir gedacht. Und an Dich gedacht. Der Wind wehte den leisen Hauch von Klaviermusik zu uns. Satie ? Hoch oben auf dem Gipfel des Annapurna wurde die Luft dann dünner. Als Amy und Yves Saint an uns vorbei kamen, drehten wir rasch um. „Sein und Zeit“ in Erprobung. Wie bei Dir. Gut. Oder? Saug sie auf, die spicy Geschmäcker schon zum Frühstück, das Fremde, die Natur, die wirren irren Farben, die Gerüche, die Gefühle, die fantastische Kunst , die Religionen (Plural !), das oft einfache offenbare Glück. Stiehl „Serotonin“! Ließ es auch. Gut. Und den Sari nimm auch mit !
    „Narren hasten, Kluge warten. Weise gehen in den Garten „(Tagore). Einheimisch.
    Und von oben guckt Dir immer einer zu, auch wenn wir es nicht mehr sind…
    Weitergereist.
    Gut so. Sei umarmt.
    mARTin & Ari

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