{"id":279,"date":"2018-08-09T23:57:36","date_gmt":"2018-08-09T21:57:36","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/?p=279"},"modified":"2018-08-09T23:59:38","modified_gmt":"2018-08-09T21:59:38","slug":"fragen_und_antworten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/2018\/08\/09\/fragen_und_antworten\/","title":{"rendered":"Fragen und Antworten- Einblick in ein Jahr Freiwilligendienst"},"content":{"rendered":"<p>Liebe Leserinnen, liebe Leser,<\/p>\n<p>es geht auf das Ende meines Freiwilligendienstes zu. So wurde es Mitte Juli Zeit f\u00fcr Besuch. Nachdem mich mein \u00e4ltester Bruder im Mai besuchte, kamen nun meine Eltern und mein Freund nach <a href=\"https:\/\/strassenkinder.de\/laender\/afrika\/benin\/\">Benin<\/a>. Es war mir sehr wichtig ihnen meinen Arbeitsplatz und mein Umfeld aus dem letzten Jahr zu zeigen. Die Wiedersehensfreude war sehr gro\u00df und wir verbrachten eine sch\u00f6ne Zeit zusammen. Ich konnte ihnen den S\u00fcden des Landes zeigen mit den Projekten der <a href=\"https:\/\/www.donboscomission.de\/don-bosco\/\">Don Bosco<\/a> Schwestern, dem gro\u00dfen Markt in Cotonou und einigen umliegenden St\u00e4dten. Zu viert machten wir auch eine 1-w\u00f6chige Rundreise durch Benin mit Safari, Einblicken in ein urspr\u00fcngliches Dorf, Schwimmen im Wasserfall,&#8230; Ich habe die Zeit sehr genossen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-281 aligncenter\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_3575-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_3575-300x200.jpg 300w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_3575-768x512.jpg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_3575-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_3575-900x600.jpg 900w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_3575.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Im Juli erschien ein Artikel \u00fcber meinen <a href=\"https:\/\/www.donboscovolunteers.de\/\">Freiwilligendienst<\/a> in der Kitzinger Mainpost. F\u00fcr alle, die ihn nicht gelesen haben hier nochmal der Link:<\/p>\n<p>https:\/\/www.mainpost.de\/regional\/kitzingen\/Iphoefer-Ex-Weinkoenigin-arbeitet-jetzt-in-Afrika;art773,9997393<\/p>\n<p>Als Grundlage f\u00fcr den Artikel habe ich schriftlich alle Interviewfragen beantwortet. Dies ist eine relativ gute Zusammenfassung \u00fcber meinen Freiwilligendienst, deshalb m\u00f6chte ich euch die ungek\u00fcrzte Version des Interviews nicht vorenthalten. Gutes Durchhalteverm\u00f6gen und viel Spa\u00df beim Lesen!<\/p>\n<p><strong>1)Wie schwer ist Ihnen die Umstellung nach Ihrer Ankunft in Afrika <\/strong><strong>gefallen? Wie weit ist Cotonou von Ihrer Heimat entfernt<\/strong><br \/>\n<strong>(Kilometer\/Flugstunden)? 4875 km Luftlinie<\/strong><\/p>\n<p>Es war eine gro\u00dfe Umstellung. Das ist klar! 9 Flugstunden brachten mich 4875 km Luftlinie von Iphofen entfernt auf einen anderen Kontinent, in eine andere Kultur, zu vielen Fremden und viel Fremden, in das Umfeld einer anderen Sprache und anderer Religionen, weg aus der Heimat. Viele gro\u00dfe Umstellungen von einer deutschen Sch\u00fclerin zu einer Volont\u00e4rin in Benin. Man k\u00f6nnte meinen es viel mir schwer. Ehrlich zugegeben war ich in den ersten Wochen auch etwas \u00fcberfordert und erschlagen von allen Eindr\u00fccken. So richtig konnte ich mir meinen Einsatzort <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-282 alignright\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_2746-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_2746-300x200.jpg 300w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_2746-768x512.jpg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_2746-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_2746-900x600.jpg 900w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_2746.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>bis zur Ankunft nicht vorstellen. Dann waren auf einmal nur fremde Menschen um mich herum. Ich hatte Verst\u00e4ndigungsprobleme, da Franz\u00f6sisch (Amtssprache) von den Einheimischen mit starken beninischem Akzent gesprochen wurde und ein Anteil der Bev\u00f6lkerung sich nur durch Stammessprachen wie Fongbe verst\u00e4ndigen kann. Ab jetzt arbeitete ich ganztags bei t\u00e4glich um die 30 Grad Celsius und einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit. Ab dem ersten Tag sp\u00fcrte ich aber schon die offene herzliche und warme Art der Menschen um mich. Mein Umfeld vereinfachte mir die gro\u00dfe Umstellung. Verantwortliche, Arbeitskollegen, die Kinder und Jugendlichen in den<\/p>\n<div id=\"attachment_283\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-283\" class=\"wp-image-283 size-medium\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/DSC_0182-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/DSC_0182-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/DSC_0182-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/DSC_0182-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/DSC_0182-900x675.jpg 900w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/DSC_0182.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-283\" class=\"wp-caption-text\">Gleich im ersten Monat wurden wir zum Essen eingeladen!<\/p><\/div>\n<p>Projekten sowie zuf\u00e4llige Bekannte hie\u00dfen mich sehr willkommen, waren sofort an meiner Person interessiert und darauf bedacht mich herzlich zu begr\u00fc\u00dfen. Die Einheimischen hier sind sehr gastfreundlich und aufgeschlossen. Die Menschen sind sehr ehrlich und sagen einem offen was sie \u00fcber einen denken. So wurde ich auf Fauxpas hingewiesen z.B. dass man zur Begr\u00fc\u00dfung mit \u201eBonjour!\u201c oder \u201eBonsoir!\u201c jeweils noch je nach Geschlecht oder Alter Madame\/Maman oder Monsieur\/Papa hinzuf\u00fcgt. Sonst z\u00e4hlt es als Beleidigung. Ich habe hier schnell Anschluss und Freunde gefunden. Ich habe mich ab der ersten Woche wohl gef\u00fchlt.<\/p>\n<p>Eine sehr gro\u00dfe Hilfe bei der Umstellung war die Unterst\u00fctzung von zuhause. An erster Stelle von meiner Familie. Alle halfen mir bei den Vorbereitungen und fieberten mit mir gemeinsam mit, was wohl auf mich zukommt. Meine Eltern erkl\u00e4rten sich sofort einverstanden mir den Freiwilligendienst zu erlauben, weil sie mich bei der Organisation Don Bosco Volunteers sehr gut aufgehoben wussten. Von Freunden und Bekannten bekam ich sehr viel Zuspruch und sie gaben mir viele gute W\u00fcnsche mit. Diese R\u00fcckenst\u00e4rkung aus der Heimat hat auch zu der einfachen Umstellung mit beigetragen.<\/p>\n<p><strong>2) Was vermissen Sie am meisten?<\/strong><\/p>\n<p>An erster Stelle stehen die f\u00fcr mich wichtigen Menschen. Auf ein pers\u00f6nliches Gespr\u00e4ch und gemeinsame Zeit mit meiner Familie, meinem Freund und meinen Freunden freue ich mich wieder sehr. Dabei sind es die Allt\u00e4glichen Situationen, die mir hier fehlen. Ich merke wie wichtig mir die kleinen allt\u00e4glichen Situationen sind beispielsweise ein gemeinsames Mittagessen am K\u00fcchentisch mit meiner Familie oder ein Spaziergang durch meinen Heimatort bei dem man viele Bekannte trifft.<\/p>\n<p>Was mir wirklich sehr fehlt sind meine Musikinstrumente. Meine Klarinette und meine Oboe habe ich aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit hier in Cotonou in Deutschland gelassen. Das musizieren war f\u00fcr mich immer ein gro\u00dfer Ausgleich. Musik und Tanz habe ich mir hier sehr oft um mich herum, dennoch kribbelt es mich schon in den Fingern meine Instrumente einmal wieder in die Hand zu nehmen. Dabei freue ich mich dann auch wieder sehr auf das gemeinsame Musizieren mit dem Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Iphofen. Meine Mitvolont\u00e4re schmunzeln \u00fcber mich wenn ich den Frankenlied-Marsch oder ein Polka \u00fcber Youtube abspiele. F\u00fcr mich ist es aber ein St\u00fcck Heimat, das ich mir ganz einfach hierherholen kann.<\/p>\n<p>Kulinarisch gibt es hier ein gro\u00dfes Angebot an leckeren Speisen, Getr\u00e4nken oder Fr\u00fcchten, dennoch freue ich mich sehr auf einen Schoppen Iph\u00f6fer Wein und ein Schwarzbrot aus der Bio-B\u00e4ckerei meines Bruders dem Franzenb\u00e4ck e.K. bei meiner R\u00fcckkehr.<\/p>\n<p>Ich kann also schon sagen, dass es Personen oder Dinge gibt die ich vermisse. Richtiges Heimweh hatte ich aber in den vergangenen Monaten nur einaml. Das war am Iph\u00f6fer Winzerfest. \ud83d\ude00 (Dem Weinfest in meinem Heimatort) Sicher bin ich mir, dass ich nach meiner R\u00fcckkehr nach Deutschland auch mal \u00f6fter Heimweh nach Benin haben werde. Es wird dann auch viele Personen und Dinge geben, die ich aus Benin vermisse.<\/p>\n<p><strong>3) Wie sah Ihr Alltag in den vergangenen Monaten in Benin aus? Was genau <\/strong><strong>machen Sie dort f\u00fcr Don Bosco?<\/strong><\/p>\n<p>Meinen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst \u00fcber das staatlich gef\u00f6rderte \u201eweltw\u00e4rts\u201c-Programm leiste ich \u00fcber die Tr\u00e4gerorganisation Don Bosco Volunteers.\u00a0 Ich lebe hier auf dem Gel\u00e4nde der Don Bosco Schwestern und arbeite in den Einrichtungen der Schwestern. Meine Arbeitsstellen wechselte ich \u00fcber das Jahr hinweg im vier-monatigen Rhythmus. Ab September arbeitete ich in einer Einrichtung, dem \u201e<strong>Maison du Soleil\u201c,<\/strong> f\u00fcr minderj\u00e4hrige M\u00fctter, die Opfer von sexueller Gewalt wurden. An den Vormittagen, an denen die 14-20-j\u00e4hrigen M\u00fctter<\/p>\n<div id=\"attachment_224\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-224\" class=\"wp-image-224 size-medium\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/03\/DSCN1051-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/03\/DSCN1051-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/03\/DSCN1051-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/03\/DSCN1051-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/03\/DSCN1051-900x675.jpg 900w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/03\/DSCN1051.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-224\" class=\"wp-caption-text\">Beim Singen mit Babys und M\u00fcttern<\/p><\/div>\n<p>im Ausbildungszentrum der Schwestern ausgebildet wurden, war ich f\u00fcr die Betreuung der Babys zust\u00e4ndig. Das hei\u00dft gemeinsam mit anderen Erzieherinnen habe ich die Kinder gef\u00fcttert, gewickelt, schlafen gebracht und verschiedene Aktivit\u00e4ten wie Singen, Tanzen oder Sprechlern\u00fcbungen mit ihnen durchgef\u00fchrt. In der Betreuung von Babys hatte ich bis dahin noch nicht viel Erfahrung konnte also selbst viel dazu lernen. Die Aufgabe hat mir gro\u00dfe Freude bereitet, vor allem weil die jungen M\u00fctter meine Anwesenheit sehr sch\u00e4tzten. Die Nachmittage verbrachte ich in der<\/p>\n<div id=\"attachment_295\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-295\" class=\"wp-image-295 size-medium\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/20180131_153609-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/20180131_153609-225x300.jpg 225w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/20180131_153609-768x1024.jpg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/20180131_153609-900x1200.jpg 900w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/20180131_153609.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><p id=\"caption-attachment-295\" class=\"wp-caption-text\">Ein Marktm\u00e4dchen sortiert gerade ihre Ware neu in der Baraque SOS<\/p><\/div>\n<p><strong>\u201eBaraque SOS Vidom\u00e9gon\u201c.<\/strong> Das ist eine Einrichtung direkt auf dem Markt \u201eDantokpa\u201c, der gr\u00f6\u00dfte Markt Westafrikas. Viele M\u00e4dchen werden hier zum Verkauf von Waren aller Art wie Tomaten, Schmuck oder Stoffen gezwungen. Sie wurden von ihren Eltern an sogenannte \u201eTutrice\u201c verkauft meist aus finanziellen N\u00f6ten oder weil den Eltern der Schulbesuch des Kindes versprochen wurde. Diese Kinder im Alter von ca. 6-18 Jahren haben mit der Einrichtung der Schwestern eine Anlaufstelle. In der \u201eBaraque SOS\u201c k\u00f6nnen sie sich ausruhen, Schutz suchen und beim Spielen, Tanzen und Basteln f\u00fcr einige Momente Kind sein. T\u00e4glich finden Alphabetisierungskurse f\u00fcr die M\u00e4dchen statt, regelm\u00e4\u00dfig gibt es eine warme Mahlzeit und Psychologen und Sonderp\u00e4dagogen sind f\u00fcr ihre Betreuung vor Ort. T\u00e4glich f\u00fchrte ich dort eine Aktivit\u00e4t wie Basten oder Gruppenspiele durch.<\/p>\n<p>Von Januar bis April arbeitete ich im <strong>\u201eMaison de l\u2018Esp\u00e9rance\u201c, <\/strong>dem Ausbildungszentrum der Don Bosco Schwestern. 60 Jugendliche (14-21 Jahre) in Schwierigkeiten, die zum Gro\u00dfteil aus Mangel an finanziellen Mitteln die Schule nicht beenden konnten, k\u00f6nnen dort innerhalb von neun Monate eine Ausbildung als B\u00e4cker, Konditor, Koch oder in der Seifenmanufaktur absolvieren. Neben der praktischen und theoretischen Fachausbildung werden die Jugendlichen auch in <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-285 alignleft\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/DSC09930-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/DSC09930-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/DSC09930-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/DSC09930-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/DSC09930-900x675.jpg 900w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/DSC09930.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Franz\u00f6sisch, Hauswirtschafts- und Wirtschaftslehre unterrichtet. Betreut werden die Jugendlichen medizinisch durch eine Krankenschwester, psychologisch durch einen Psychologen und eine Sozialarbeiterin macht in den Familien Besuche um das Umfeld der Jugendlichen abzukl\u00e4ren. Jeden Nachmittag gibt es Sensibilisierungen f\u00fcr die Jugendlichen z.B. \u00fcber Hygiene oder Sexualit\u00e4t. Im \u201eMaison de l\u2019Esp\u00e9rance\u201c verbrachte ich jeden Tag in einem anderen Ausbildungsbereich und folgte mit den jugendlichen dem Unterricht. Die Jugendlichen freuten sich immer \u00fcber meine Anwesenheit, zeigten mir und erkl\u00e4rten mir was sie gerade lernten und freuten sich sehr wenn auch ich mit anpackte. Beispielsweise dienstags half ich in der B\u00e4ckerei beim Baguette machen. Dieser Tag hat mir besonders gut gefallen, weil mich der Geruch von Mehl und frisch gebackenem Brot sofort an sch\u00f6ne Momente in den B\u00e4ckereien meines Opas, Onkels und meines Bruders erinnerte. Von den Jugendlichen lernte ich viel \u00fcber die beninische Kultur und es war spannend so viel Kontakt mit Gleichaltrigen zu haben. Neben dem Begleiten der Jugendlichen w\u00e4hrend der Unterrichtszeiten z\u00e4hlte die Nachmittagsgestaltung m Freitag zu meinen Aufgaben. An diesem Nachmittag soll der Zusammenhalt gest\u00e4rkt werden. So veranstaltete ich alleine mit den 60 Jugendlichen Spieleturniere oder Quiz. Ich habe unter den Jugendlichen viele Freunde gefunden und wir sch\u00e4tzten uns gegenseitig sehr.<\/p>\n<p>F\u00fcr das letzte Drittel meines Freiwilligendienstes arbeite ich nun an den Vormittagen in einer <strong>Vorschule.<\/strong> Sie liegt in einem sehr armen Viertel der Stadt direkt in der N\u00e4he des Marktes. Die Eltern der Kinder zwischen 3-5 Jahren arbeiten <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-287 alignleft\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/DSC01099-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/DSC01099-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/DSC01099-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/DSC01099-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/DSC01099-900x675.jpg 900w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/DSC01099.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>gr\u00f6\u00dftenteils auf dem Markt. In der Vorschule werden den Kindern die ersten franz\u00f6sischen Vokabeln gelernt, da die Kinder nur Fongbe (Stammessprache) sprechen. Auch Sensibilisierungen f\u00fcr die Eltern und medizinische Betreuung f\u00fcr die Kinder sind Teil des Projekts. Die Arbeit in der Vorschule macht mir gro\u00dfe Freude. Es ist sch\u00f6n den Kindern beim Lernen zu zusehen und ihnen dabei zu helfen. W\u00e4hrend des Vormittags unterst\u00fctze ich eine Erzieherin beim Leiten der Gruppe. Wir singen und tanzen viel, aber auch Unterricht \u00fcber die Gesundheit oder Sensorik geh\u00f6ren in das Programm. An den Nachmittagen bin ich wieder in der <strong>Baraque SOS<\/strong>. Dort verbrachte ich schon meine Nachmittage in den erste vier Monaten.<\/p>\n<p>\u00dcber das Ganze Jahr verbringe ich immer einen Nachmittag in der Woche im \u201e<strong>Foyer Laura Vicuna<\/strong>\u201c. Das ist ein Heim f\u00fcr M\u00e4dchen, die Opfer von sexueller Gewalt wurden. An diesem Nachmittag basteln, spielen oder tanzen wir gemeinsam. Das Heim ist auf meinem Wohngel\u00e4nden und so sehe ich die M\u00e4dchen t\u00e4glich. Wir haben eine feste Bindung und ich bin zu einer gro\u00dfen Schwester f\u00fcr sie geworden.<\/p>\n<p><strong>4) Welche Erfahrungen haben Sie bisher in Benin gemacht? Wie sehr, glauben <\/strong><strong>Sie, pr\u00e4gt Sie Ihr Aufenthalt dort f\u00fcr Ihren sp\u00e4teren Beruf und f\u00fcr Ihr<\/strong><br \/>\n<strong>Leben?<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend der elf Monate, die ich bisher in Benin verbrachte, habe ich unz\u00e4hlige Erfahrungen gemacht. Was ich dazu sagen kann, dass die Erfahrungen durchweg positiv waren.<\/p>\n<div id=\"attachment_256\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-256\" class=\"wp-image-256 size-medium\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/06\/DSC09921-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/06\/DSC09921-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/06\/DSC09921-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/06\/DSC09921-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/06\/DSC09921-900x675.jpg 900w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/06\/DSC09921.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-256\" class=\"wp-caption-text\">Beim Spielenachmittag an Ostern im Foyer<\/p><\/div>\n<p>Es waren Erfahrungen dabei in denen mir gezeigt wurde mit wenig man einen Menschen gl\u00fccklich machen kann. Beispielsweise als ich mit meinen Mitvolont\u00e4rinnen am Ostersonntag einen Spielenachmittag im \u201eFoyer Laura Vicuna\u201c veranstaltete und die M\u00e4dchen uns so dankbar waren, dass wir uns Zeit f\u00fcr sie genommen haben.<\/p>\n<p>Genau so waren aber auch Erfahrungen dabei, die mich nachdenklich gestimmt haben. Wenn ich Jugendliche aus dem Ausbildungszentrum zuhause besucht habe oder mir ein Foyer-M\u00e4dchen aus seinem Leben erz\u00e4hlt hat. Dabei wurde mir immer klarer wie viel Gl\u00fcck ich in meinem Leben hatte.<\/p>\n<p>F\u00fcr meinen sp\u00e4teren Beruf wird mich mein Aufenthalt stark pr\u00e4gen. Es war n\u00e4mlich in Benin an einem Nachmittag in der Baraque SOS als ich mich auf ein Studienfach festlegte. Schon seit Jahren war f\u00fcr mich klar, dass ich ein Studium und auch einen Beruf im sozialen Bereich ergreifen m\u00f6chte. Allerdings konnte ich mich vor meiner Abreise nach Benin noch nicht auf ein Studienfach festlegen. Als ich mit zwei Marktm\u00e4dels an der Tafel sa\u00df und ihnen Rechenaufgaben stellte legte ich f\u00fcr mich fest Sonderschullehrerin zu werden. So bewerbe ich mich im Moment auf ein Sonderp\u00e4dagogik Studium auf Lehramt. Ich konnte w\u00e4hrend meines Freiwilligendienstes feststellen, dass ich das Durchsetzungsverm\u00f6gen, die Geduld und die Beobachtungsgabe habe, die man in diesem Bereich braucht.<\/p>\n<div id=\"attachment_288\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-288\" class=\"wp-image-288 size-medium\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_2701-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_2701-200x300.jpg 200w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_2701-768x1152.jpg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_2701-682x1024.jpg 682w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_2701.jpg 853w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><p id=\"caption-attachment-288\" class=\"wp-caption-text\">Mitbringen werde ich auf jeden Fall modische Eindr\u00fccke aus Benin.. \ud83d\ude09<\/p><\/div>\n<p>Auch f\u00fcr mein Leben bin ich mir sicher, dass mich mein Aufenthalt in Benin sehr stark pr\u00e4gen wird. Im Moment finde ich es allerdings schwer einzusch\u00e4tzen in welchen Bereichen genau. \u00a0In einem Punkt bin ich mir aber jetzt schon sicher. In diesem Jahr hatte ich Zeit mich selbst besser kennen zu lernen und auch viele andere Charaktere aus einer fremden Kultur gut kennen gelernt. Beeindruckend finde ich wie herzlich und fr\u00f6hlich Beniner durch ihr Leben gehen, obwohl sie meist gro\u00dfe famili\u00e4re oder finanzielle Problem haben. Auch wenn ich schon vor der Abreise ein positiver Mensch war bin ich \u00fcberzeugt, dass diese Erfahrung die Sicht auf meine eigenen Probleme sp\u00e4ter etwas ver\u00e4ndern wird.<\/p>\n<p><strong>5) Worin unterscheidet sich Ihr Leben dort am meisten von dem in<\/strong><br \/>\n<strong>Deutschland?<\/strong><\/p>\n<p>Wenn man rein meinen Tagesablauf betrachtet unterscheidet sich mein Leben zu dem in Deutschland insofern, dass ich nun ganztags arbeite. So komme ich erst abends nach Hause und haben einen Arbeitsrhythmus. Ich habe nicht mehr den mir bisher sehr vertrauten Schulrhythmus.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem bin ich von zuhause ausgezogen muss mein Leben also ein ganzes St\u00fcck mehr selbst organisieren.<\/p>\n<p>Gleichaltrige machen diese Umstellung wahrscheinlich auch gerade in Deutschland durch, allerdings kommt hier noch dazu das ich die Umstellung mit einer anderen Kultur um mich herum erlebe.<\/p>\n<p><strong>6) Wie eng ist der Kontakt zu Eltern und Freunden? <\/strong><\/p>\n<p>Mit modernen Medien ist es sehr einfach den Kontakt nach Hause zu halten. So telefoniere ich ungef\u00e4hr einmal in der Woche mit meiner Familie und meinem Freund. Bei einem Video-Anruf kann man sich sogar sehen und sich so gut \u00fcber das Erlebte und \u00fcber Neuigkeiten austauschen. Auch zu meinen engen Freunden halte ich regelm\u00e4\u00dfig telefonisch oder per Nachrichten Kontakt. \u00dcber meine Eltern bekomme ich h\u00e4ufig Gr\u00fc\u00dfe von Bekannten ausgerichtet. Dar\u00fcber und \u00fcber Nachrichten von Freunden und Bekannten, die mich \u00fcber E-Mail oder WhatsApp erreichen freue ich mich immer sehr.<\/p>\n<p><strong>7) Wie sind Sie auf die Idee f\u00fcr dieses FSJ und f\u00fcr die Reise nach Afrika<\/strong><br \/>\n<strong>gekommen?<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-289 alignleft\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_3744-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_3744-200x300.jpg 200w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_3744-768x1152.jpg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_3744-682x1024.jpg 682w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_3744.jpg 853w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/>Die Idee einen Freiwilligendienst in einem afrikanischen Land nach meinem Abitur zu absolvieren habe ich schon so lange, dass ich mich nicht mehr genau daran erinnern kann wie ich darauf kam. Es war auf jeden Fall ein gro\u00dfer Wunsch von mir! Ich wollte in den sozialen Sektor hineinschauen, da ich auch meine berufliche Zukunft in einem sozialen Beruf sehe. Au\u00dferdem war es mir ein Bed\u00fcrfnis f\u00fcr ein Jahr den Menschen zu helfen, die im Leben nicht so viel Gl\u00fcck hatten. Mich interessierte es eine neue Kultur kennen zu lernen und die Erfahrung zu machen, fremd zu sein. Nach den vergangenen neun Monaten kann ich sagen, dass die Entscheidung f\u00fcr einen Freiwilligendienst im Ausland genau die richtige Entscheidung f\u00fcr mich war!<\/p>\n<p><strong>8) Wieviel Gep\u00e4ck und pers\u00f6nliche Sachen aus Deutschland haben Sie<\/strong><br \/>\n<strong>mitgenommen?<\/strong><\/p>\n<p>Gl\u00fccklicherweise darf man nach Afrika mit zwei gro\u00dfen Gep\u00e4ckst\u00fccken reisen. Da ich meine W\u00e4sche mit der Hand wasche und dies die Kleidung schnell ausleiert, war es gut ausreichend Kleidung f\u00fcr mich mit zu bringen. Daneben nat\u00fcrlich eine von den \u00c4rzten empfohlene Reiseapotheke. Au\u00dferdem viele Bastelmaterialien f\u00fcr meine Arbeit mit den Kindern. Vor der Reise habe ich von Familien und Freunden liebe Erinnerungsst\u00fccke, Fotos und Schutzengel bekommen auch die mussten unbedingt mit ins Gep\u00e4ck. Mit den liebevollen St\u00fccken ist nun mein Zimmer dekoriert. Ein besonderes Highlight sind da die 52 Postkarten, die mir meine beste Freundin vor der Reise mitgegeben hat. Jede Woche kann ich eine Karte \u00f6ffnen und h\u00e4nge sie an einer Leine in meinem Zimmer auf. So kann ich gut sehen wie nun die Karten, die schon ge\u00f6ffnet sind mehr sind als die, die verbleiben.<\/p>\n<p><strong>9) Wie l\u00e4uft die \u00f6ffentliche Nahversorgung (Essen, Kleidung, Verkehr)?<\/strong><\/p>\n<p>Hier in Benin lebe ich in Cotonou. Die Stadt ist das wirtschaftliche Zentrum und Regierungssitz des Landes. Offiziellen Zahlen nach hat Cotonou ca. 1 Millionen Einwohnern, inoffiziell ist die Zahl dreimal so hoch. Hier in der Stadt ist die Nahversorgung auf einem wesentlich h\u00f6heren Stand als in kleineren Orten.<\/p>\n<p>Der Verkehr erschien mir in den ersten Tagen wie ein Ameisenhaufen-ein gro\u00dfes <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-296 alignright\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_2513-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_2513-300x200.jpg 300w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_2513-768x512.jpg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_2513-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_2513-900x600.jpg 900w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_2513.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Gewusel. Mittlerweile habe ich beobachtet, dass es hier auch f\u00fcr den Verkehr Regeln gibt, die man nur nicht einfach auf den ersten Blick erkennt. An gro\u00dfen Stra\u00dfen gibt es Ampeln, die beachtet werden und den Verkehr regeln. Das \u00dcberqueren der Stra\u00dfe an Hauptstra\u00dfen ist eine gro\u00dfe Herausforderung. Es gibt hier keine Hilfsmittel f\u00fcr Fu\u00dfg\u00e4nger wie Zebrastreifen oder Fu\u00dfg\u00e4ngerampeln, deshalb tastet man sich auf einer Stra\u00dfe vor. Man kann meistens nicht warten bis die ganze Stra\u00dfe leer ist und muss so meist am Mittelstreifen kurz warten. Das Verkehrsbild wird vor allem von vielen Mopeds und Rollern gepr\u00e4gt. Das am h\u00e4ufigsten verwendete Verkehrsmittel sind die Mototaxis, genannt Zem, die auch ich jeden Tag verwende um zur Arbeit zu kommen. Erkennbar an ihren gelben Hemden kann man bei Bedarf die auf ihren Mopeds herumfahrenden M\u00e4nner <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-291 alignleft\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/DSC01136-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/DSC01136-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/DSC01136-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/DSC01136-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/DSC01136-900x675.jpg 900w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/DSC01136.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>rufen. Um am Wunschziel an zu kommen gibt man das Stadtviertel plus eine bekannte Apotheke, Schule oder ein Geb\u00e4ude in der N\u00e4he an und verhandelt den Preis. Am Ziel angekommen bezahlt man den Zem in bar. Neben den Mototaxis gibt es auch PKW-Taxis und Kleinbusse als \u00f6ffentliche Verkehrsmittel. Nat\u00fcrlich gibt es auch Privatpersonen mit Auto. Das Stra\u00dfennetz besteht aus zwei gro\u00dfen geteerten Hauptstra\u00dfen. Gr\u00f6\u00dfere Stra\u00dfen sind gepflastert und die kleinen Seitenstra\u00dfen sind aus Sand.<\/p>\n<p>F\u00fcr die traditionelle und typische Kleidung aus bunten Stoffen, die hier viele im Alltag und besonders auf Festen tragen, kauft man sich Stoff in Metern und l\u00e4sst sich bei den zahlreichen Schneidern Modelle ma\u00dfschneidern. Auf den Stoffen sind viele Farben mit vielen Formen gemischt. Ich habe die Stoffe sehr liebgewonnen und habe mittlerweile auch schon einige geschneiderte Teile. Die Stoffe haben immer eine warme und lebensfrohe Ausstrahlung. Die Kleidungsst\u00fccke werde ich bei uns im Sommer auf jeden Fall auch anziehen und so etwas von der W\u00e4rme Afrikas mit nach Deutschland bringen. Die Jugend kleidet sich mittlerweile im Alltag ehr in den cooleren pr\u00eat-\u00e0-porter Kleidungsst\u00fccken. Jeans und T-Shirts sehen sie an den Stars aus der USA oder auf Bildern aus der westlichen Welt, deshalb wollen sie sich auch so kleiden.<\/p>\n<p>Die Esskultur des Landes kennen zu lernen ist sehr spannend. Die Menschen starten schon mit einer warmen Mahlzeit am Morgen in den Tag und essen auch mittags und abends warm. Typisches Essen<\/p>\n<div id=\"attachment_294\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-294\" class=\"wp-image-294 size-medium\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_2909-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_2909-300x200.jpg 300w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_2909-768x512.jpg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_2909-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_2909-900x600.jpg 900w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_2909.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-294\" class=\"wp-caption-text\">Hier die Yams-Wurzel noch unverarbeitet<\/p><\/div>\n<p>sind hier \u201eP\u00e2te rouge\u201c, \u201eP\u00e2te noire\u201c, \u201eP\u00e2te blanche\u201c, das sind eine Art Brei mit Maismehl und dann f\u00fcr \u201eP\u00e2te rouge\u201c z.B. Tomaten dazu. Nationalgericht und auch mein Lieblingsessen ist \u201eIgname Pill\u00e9\u201c. Das ist ein Brei aus gestampfter Yams-Wurzel den ich am liebsten zusammen mit Erdnussso\u00dfe und regionalem K\u00e4se esse. Es gibt viele Gerichte, die mit Yams-Wurzeln oder Reis als Beilage gegessen werden. Mais wird auf zahlreiche Arten zu Gerichten verarbeitet. Da Fisch aufgrund der K\u00fcstenn\u00e4he deutlich g\u00fcnstiger als Fleisch ist gibt es h\u00e4ufig Fisch. Besonders lecker sind auch, die f\u00fcr uns<\/p>\n<div id=\"attachment_293\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-293\" class=\"wp-image-293 size-medium\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_2905-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_2905-200x300.jpg 200w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_2905-768x1152.jpg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_2905-682x1024.jpg 682w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_2905.jpg 853w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><p id=\"caption-attachment-293\" class=\"wp-caption-text\">Ein Orangenverkaufsstand am Markt<\/p><\/div>\n<p>exotischen Fr\u00fcchte wie Ananas, Papaya oder Mango, die hier sehr g\u00fcnstig und besonders lecker sind. Gerade ist Mangosaison, deshalb kostet eine gro\u00dfe Mango auf dem Markt ungef\u00e4hr 16 Cent. Das Essen kann an den zahlreichen Verkaufsst\u00e4nden auf den Stra\u00dfen f\u00fcr wenig Geld gekauft werden. Gegessen wird meistens traditionell mit der Hand. Auch ich habe mittlerweile gelernt sogar Reis mit der Hand zu essen. Es gibt auch Restaurants wie bei uns zu Hause, die neben traditionellen Gerichten auch Europ\u00e4isches wie Pizza anbieten. Der Preis ist hier aber deutlich h\u00f6her. Ich bin sehr begeistert vom lokalen Essen. Es schmeckt mir sehr gut.<\/p>\n<p>Landesw\u00e4hrung ist Francs CFA.<\/p>\n<p><strong>10) Wie w\u00fcrden Sie den Lebensstandard im Vergleich mit unseren wesentlichen <\/strong><strong>L\u00e4ndern beschreiben?<\/strong><\/p>\n<p>Benin lag 2016 im Index der menschlichen Entwicklung auf Platz 167 von 188 L\u00e4ndern.<\/p>\n<div id=\"attachment_300\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-300\" class=\"wp-image-300 size-medium\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/DSC09887-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/DSC09887-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/DSC09887-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/DSC09887-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/DSC09887-900x675.jpg 900w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/DSC09887.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-300\" class=\"wp-caption-text\">Ein Blick \u00fcber einen Teil Cotonous<\/p><\/div>\n<p>Generell muss man das Land in Norden und S\u00fcden unterteilen wenn man \u00fcber den Standard spricht. Der S\u00fcden ist mit der Hauptstadt Porto Novo, der wirtschaftlichen Hauptstadt Cotonou und deren Umland besser Entwickelt als der\u00a0 Norden. Man sagt, der S\u00fcden befindet sich gerade im Zeitalter der industriellen Revolution. Das hei\u00dft unter anderem es m\u00fcssen viele Kinder arbeiten und gehen deshalb nicht in die Schule. Nach den aktuellsten Zahlen von 2015 liegt die Analphabetenrate bei den \u00fcber 15-J\u00e4hrigen bei 62 Prozent, bei Frauen sogar bei 73 Prozent. Durch zu gro\u00dfen Geldmangel schicken viele Familien ihre Kinder nicht in die Schule.<\/p>\n<div id=\"attachment_298\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-298\" class=\"wp-image-298 size-medium\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_3700-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_3700-300x200.jpg 300w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_3700-768x512.jpg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_3700-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_3700-900x600.jpg 900w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_3700.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-298\" class=\"wp-caption-text\">In den Lehmh\u00fctten wohnen die Menschen<\/p><\/div>\n<p>Der Wohnstandard ist um einiges geringer zu unseren westlichen Standards. Nat\u00fcrlich gibt es auch hier sehr wohlhabende Menschen, die so gro\u00dfe H\u00e4user haben wie ich sie vorher in Deutschland noch nie gesehen habe. Auf der anderen Seite gibt es auch Familien, die in einer d\u00fcnngemauerten H\u00fctte mit Wellblechdach wohnen. Es gibt viele Familien, die so leben. Wenn ich die Jugendlichen aus dem Ausbildungszentrum zuhause besuche, haben sie mir gerne ihre Unterkunft gezeigt. Zusammen mit vielen Geschwistern teilten sie sich die wenigen R\u00e4ume, zum Fernsehen schauen und essen setzte man sich auf den Boden. Die K\u00fcche war eine Feuerstelle mit Kohle vor dem Haus. Einige Familien leben ohne Stromanschluss und ohne flie\u00dfendes Wasser. Auch hier in der Stadt in Cotonou. In den D\u00f6rfern Benins ist das fast noch der Regelfall.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-299 alignright\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/DSC01613-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/DSC01613-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/DSC01613-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/DSC01613-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/DSC01613-900x675.jpg 900w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/DSC01613.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Viel Entwicklungsbedarf ist noch im Punkt M\u00fcll. Das Land erscheint sehr dreckig, da auf den Stra\u00dfen viel Abfall herumliegt. In Cotonou habe ich bisher noch keinen einzigen \u00f6ffentlichen M\u00fclleimer gesehen, sodass anfallender M\u00fcll einfach auf den Weg geschmissen wird.<\/p>\n<p>Vor allem die Rolle der Frau hat mich geschockt. Mit wenigen Ausnahmen ist die Rollenverteilung noch sehr klar so geregelt, dass der Mann arbeitet und die Frau zuhause mit den Kindern bleibt. Es gibt eine klare Aufgabenregelung \u00fcber die Hausarbeit. Eine der wenigen Aufgaben des Mannes ist dabei am Abend die Haust\u00fcre zu zuschlie\u00dfen. Viele M\u00e4nnern leben polygam.<\/p>\n<p>Den Lebensstandard w\u00fcrde ich im Vergleich zu westlichen L\u00e4ndern um einiges geringer einsch\u00e4tzen.<\/p>\n<p><strong>11) Wie lange werden Sie noch in Benin bleiben? Mit wie vielen weiteren<\/strong><br \/>\n<strong>M\u00e4dels aus Deutschland sind Sie dort?<\/strong><\/p>\n<p>Ich werde am 26. August nach Hause zur\u00fcckfliegen. Es bleiben mir nur noch zwei Wochen in Benin. Vor dem Tag der Abreise habe ich gro\u00dfen Respekt. Ich werde mich von vielen liebgewonnenen Menschen f\u00fcr eine lange Zeit verabschieden m\u00fcssen. Nicht f\u00fcr immer, denn das ich noch einmal nach Benin zur\u00fcck komme das ist klar f\u00fcr mich.<\/p>\n<p>Mit mir machen noch zwei gleichaltrige M\u00e4dchen ihren Freiwilligendienst \u00fcber Don Bosco Volunteers bei den Don Bosco Schwestern in Cotonou. Gina Gleissner und Barbara D\u00e4hn habe ich w\u00e4hrend unserer Vorbereitungsseminare in Benediktbeuern kennen gelernt. Mit ihnen wohne ich gemeinsam in einer Wohnung und gemeinsam unternehmen wir viel in unserer Freizeit. Sie sind zu guten Freundinnen f\u00fcr mich geworden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-301 alignleft\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_3048-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_3048-200x300.jpg 200w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_3048-768x1152.jpg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_3048-682x1024.jpg 682w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/marieluisescheckenbach\/wp-content\/uploads\/sites\/21512\/2018\/08\/IMG_3048.jpg 853w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/p>\n<p>Ich freue mich, dass ihr bis zum Ende durchgehalten habt.<\/p>\n<p>Herzliche Gr\u00fc\u00dfe und bis bald,<\/p>\n<p>Marie-Luise<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Leserinnen, liebe Leser, es geht auf das Ende meines Freiwilligendienstes zu. 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